Beiträge von Immenreiner

    Bis jetzt bei mir keine Verluste, auch wenn nicht alle gleich stark sind. Im Oktober waren zwei weg, die vorher als Drohnenvölker auf der Belegstelle standen. Das ist nicht überraschend. Ein Volk ist wohl weisellos habe ich gestern entdeckt. Da muss ich was tun. In einem Volk war ein besetztes Mausnest (mein Fehler).

    Hallo Schillbee,


    dein Engagement in allen Ehren. Das aber muss jetzt folgen. Der wievielte Thread ist das hier, indem jemand ein Bienenvolk gegen gute fachliche Praxis hat zu Tode kommen lassen? Ohne sich vorher angemessen zu informieren, wie und was Bienen bedürfen? Da kann ich manchen verstehen, der hier Klartext redet. Soll man den Fisch zu Tode streicheln? Im konkreten Fall kann man einfach nur sagen "du hast viele Fehler gemacht". Hätte der TO das akzeptiert?


    Dazu kommt die immer mehr um sich greifende Einstellung der Leute, Kritik als Hass gegen die eigene Person zu empfinden. Woher kommt das? Das erschwert das Ratgeben generell ganz enorm.


    VG
    Reiner

    Was spricht denn aus eurer Sicht gegen Dadant-Blatt? Das ist außerhalb Deutschlands, va im Süden, ebenfalls recht verbreitet u standardisiert!?

    Auf DIE Frage habe ich gewartet. Es gibt keinen Grund bei uns JETZT auf DA-Blatt zu setzen. Da sind wir 50 jahre zu spät dran. Weil's in DE eben nicht verbreitet ist. So ganz losgelöst kann man sich hier auch nicht bewegen. Ausserdem sind DA-Blatt-Beuten manchmal im Brutraum mit Blechkämmen zur Abstandsregelung ausgestattet und wenn du die entfernst stimmts mit demm Besspace nach oben nimmer.

    Wenn alles nach Ries gemacht würde und nicht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kochen wollte, wäre es sehr einfach.

    Ich stimme dir grds. zu. Das Problem ist eher dieses skalvenhafte Nachmachen der Bruder Adam Suppe. Der alte Mann hat zwar sehr vieles richtig gemacht, aber dass er und Ries ein anderes Rähmchen verwendeten kann man ihnen nicht vergeben. Hätte er Dadant-Blatt 12er oder 10er Dadant-US genommen hätte wir diesen Thread nicht eröffnen müssen. Er hat halt was eigenes erfunden. Das war auch OK, solange nicht die dummen Deutschen gemeint haben, es nachzumachen und dann wieder abzuändern, bis hin zur dämlichen Eisenstange zur Verschraubung der Beuten beim Wandern. Das macht zum Glück keiner mehr nach.

    Deshalb empfehle ich schon länger ausdrücklich in der Langstroth kompatiblen Welt zu bleiben.

    Was ist aber falsch daran, zu VSH fähige Völker im Winter einer Restentmilbung zu unterziehen?

    Bei ausreichender Sommerbehandlung (mit evtl. sogar Brutunterbrechung) sollte es ein Volk bis in den nächsten Sommer auch ohne Winterbehandlung schaffen. VSH fähige Völker stechen dann heraus wenn sie trotzdem im laufe des Jahres eine geringere Milbenlast aufweisen. Bei Winterbehandlung kommt dieser Effekt nur vermindert zum Vorschein (da ich die Milbenlast bei allen Völkern gleichermaßen verringere) und ich "schleppe" somit auch weniger resistente Völker durch. Es erschwert sozusagen die gezielte Auslese.


    Weiterhin wurde ja nachgewiesen das Drohnen von Völkern mit erhöhter Milbenlast schlechtere Flugleistungen haben. Das wiederum heißt das Drohnen von resistenten Völkern bessere Paarungschancen haben und somit die bessere Genetik die Oberhand hat (sozusagen).

    Es ist EIN Ansatz Völker bei Sommerbehandlung so fit zu machen, dass sie keiner Winterbehandlung mehr bedürfen. DAS sollten VSH-Völker jedoch selber schaffen, das fit sein und die geringere Milbenlast zum Zeitpunkt der höchsten Entwicklung und Volksstärke. Die VSH-Mechanismen müssen dabei greifen um die Milbenlast zu verringern. Dazu kommen Effekte in den Völkern, die erst zu Tage treten, wenn die Milbenlast eine gewisse Schwelle überschritten hat. Eine Kombination soll Völker soweit bringen fitte WInterbienen trotz Varroadruck zu erzeugen. Die Winterbehandlung ist dann die Pflegemassnahme des Bienenhalters um den Rest an Plagegeistern zu entsorgen, den das Volk nicht entsorgen konnte. Das wäre mein Ansatz dazu.

    Das mit den hochbefallenen Drohnenvölkern hatten wir schon 2004 auf unserer Belegstelle zum ersten Mal in Einsatz. Der Begattungserfolg war nicht schlechter. Die Ergebnisse konnten in die weitere Zucht mit einfließen und sind in der bayerischen VS-Zucht in einigen Stämmen noch heute enthalten (soweit man das genetisch behaupten kann).

    Grundsätzlich:
    Wir müssen weg von einer kalendergesteuerten, Schema-F Varroabehandlung, hin zu einer mehr individuellen Behandlung, die es uns ermöglicht, auch Völker mit VSH Potential zu finden.


    Das ist so mein guter Vorsatz fürs neue Jahr :-)

    Ja, ein guter Vorsatz. Was ist aber falsch daran, zu VSH fähige Völker im Winter einer Restentmilbung zu unterziehen?