Beiträge von sabi(e)ne

    Mein JR hat's für diese Saison wieder gelernt: er ist nicht Chuck Morris, und Bienen kauen tut weh in der Schnauze.
    Leider ist er vergeßlicher als Menschen, und nächstes Frühjahr geht dann wieder alles von vorn los.
    Mein alter Hund war da cleverer (und 30kg schwerer) - der wußte, was kommt, wenn die Menschen weißes Zeugs anziehen - einerseits fällt da mal ein Stückchen Wabe ab, und andererseits hatte er nach zwei Jahren ne Technik raus, die langsameren Bienen nur mit den Schneidezähnen zu packen und zu kauen , ohne Stich.:daumen:

    Ich hab Hartholzrähmchen, die mit Edelstahl geschraubt werden - da lohnt sich das über viele Jahre....:daumen:
    Aber wie weiter oben schon gesagt - es geht auch mit einem guten Dampfreiniger, und schont das Material viel mehr als die Lauge (die löst das Lignin im Holz, und das verträgt es nur wenige Male.

    Es geht auch ohne abstoßen der Waben - nämlich ganz zart, wie ein Schmetterling mit dem Finger auf die Bienenrücken vibrieren.
    Das geht auch sogar mit dicken Handschuhen - die Bienen machen den Platz frei, und man kann gucken bis auf die Zellen.
    Ich mach das schon seit Jahren so - abstoßen ist mir zu brutal, und zu viele Königinnen reißen vom Futtersaft ab.:roll:

    Es geht noch einfacher: ich hab den kleinsten Kärcher Dampfreiniger, und auch der macht sporenfrei sauber. Der Dampf ist so heiß, daß lt der Firma tatsächlich 99% aller Mikroorganismen den nicht überleben. Und man macht sich damit nicht das Holz der Rähmchen kaputt - das zerlegt sich nach mehreren chemischen Wäschen, weil das Lignin auslaugt.

    Bitte nehmt doch endlich mal zur Kenntnis, daß die Bienen nur ihr Vermehrungsprogramm abarbeiten, und ihnen der Imker völlig egal ist!
    Sie kommen auch ohne Imker klar - wenn auch mit höheren Verlusten.
    Aber langfristig brauchen sie uns nicht.
    Aber wir brauchen sie - zur Bestäubung unserer Obst- und Gemüsepflanzen.
    Also nicht ärgern, wenn sie tun, was sie müssen, sondern lernen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen.
    MIT den Bienen - nicht gegen sie!
    Der Honig ist ein netter Nebeneffekt für den Imker, aber eben NICHT das Ziel des Volks.
    Das sollte man mal gründlich bedenken, bevor man sich über was ärgert - ich denke da eher: was hab ich da falsch interpretiert?


    Mir fehlt irgendwie die gesamtheitliche Betrachtung der Völker.
    Es ist doch kein Bienen-Lego, sondern ein sehr dynamisches und extrem anpassungsfähiges System.
    Und das ist schon sehr lange sehr erfolgreich.
    Und dann kommen die NeoNics, und alles geht den Bach runter.
    Ich hab echt die Nase voll von PSM - mehr als zwanzig Jahre mit Bienen, und es wird immer schlimmer statt besser.....

    Ich bin allergisch auf Bienengift, und mittlerweile nach zig Jahren der Meinung, daß man sich bei Stechern das Problem selbst macht.
    Wenn ich sehe, wie manche Kollegen an die Bienen gehen, gruselt es mich.
    Irgendwie haben zu viele Neuimker zuviel Angst vor ihren Bienen - und dann machen sie alles mit Tempo und Gewalt - das geht aber so nicht.
    Ich hab gestern die erste Volldurchsicht gemacht - mit nichts anderem als Nelkenöl-Tüchern. Kein Smoker.
    Und es war alles gut propolisverklebt.
    Wir haben keinen einzigen Stich bekommen.
    Und wir klopfen sozusagen mit den Nelkenöltüchern an, statt sofort an den Rähmchen rumzurupfen.
    Ich bin ein Weichei, und hasse es, wenn der Imker seinen Schiebeplatz nicht nutzt, und dann z. B. mal eben eine Reihe Drohnenbrut enthauptet, ohne es überhaupt zu merken.
    Es geht auch sensibler.
    Denkt mal drüber nach.......

    Ich häng mich (ziemlich bedenkenlos angesichtst des El Ninjo-Winters hier) aus dem Fenster, und sage, daß das ein mächtiges Schwarmjahr wird.
    Ich hab in meiner Imkerzeit hier noch nie schon Ende März so dringend aufsetzen müssen wie heute - normal wäre bei bestem Wetter noch 2-3 Wochen Zeit - dieses Jahr nicht.
    Und ich bin neugierig, was die Imker im noch viel wärmeren Oberrhein sagen...

    Um die Erde an sich mache ich mir keine Sorgen - die wird was erfinden, um das Leben am Leben zu halten, bis die Sonne verglüht - es gab ja schon mehrere ganz große Artensterben - nur eben nicht mit dem Mensch als "Krönung".
    Allein das menschliche Auge wurde im Lauf der Evolution mindestens 4x neu/identisch erfunden - und was wirklich alles in der Tiefsee ist, weiß immer noch niemand....:wink:


    Und so lange solche Supergaus wie in Brasilien passieren, sind wir verdammt schlechte Wächter des Lebens.

    Ich hatte die Ehre Gerolds Götterbaum zu kosten bei mehren IFTs, und der war genial lecker - aber eben erst nach dem Weihnachtswunder.
    Es gibt SEHR viele Honige, die erst nach einer längeren Lagerzeit wirklich gut schmecken - viel mehr, als die meisten Imker wissen, denn die meisten Leute kennen halt nur den Honig in ihrem eigenen Beritt.
    Und grad bei den älteren Imkern ist es schwer, ihnen z.B. nahezubringen, daß einfrieren auch durchaus konsistenzverbessernd sein kann, oder Honig aus Naturbauwaben völlig anders schmeckt, als derselbe Honig geschleudert.
    Da ist noch ein weites Feld an Geschmacksbildung zu beackern....
    Probiert es doch mal ein paar Jahre selber aus - was schmeckt wo am leckersten bei euren Standplätzen?
    Verlieren kann man da nix - nur gewinnen.