Beiträge von Thomas Hädrich

    Hallo Wabenhansel,

    Derzeit neige ich zur Zargen-Monokultur LS 3/4. Dieses Maß scheint in "Bauanleitung für Langstroth und Dadantzargen" von Karl Kieß bevorzugt zu werden. Warum also 2/3 nehmen, wenn man 3/4 haben kann? U.a. heißt es, 2 X 2/3 würde als Brutraum oft nicht ausreichen (aber 3 X 2/3 ist wahrscheinlich zuviel und es wird Honig eingelagert, den man nicht schleudern kann).


    Hinsichtlich Dadant oder Flachzarge gibt es viele Anschauungen und jeder Anwender sieht eben gewisse Vorteile, die er nicht missen möchte. So zieht eben jeder das Seinige vor.


    Hinweise kann ich Dir zur Frage 2/3- und 3/4-Langstroth geben. Karl Kieß war von der 3/4 begeistert. Auf seinen Wunsch hin teste ich eine solche Beute im Vergleich zu meinen 2/3 über vier Jahre hinweg. Ich kam damit nicht zurecht. Zwei 3/4 waren für meine Bedingungen als Brutraum zu klein. Drei 2/3 machen es gut. Wobei ich nichts dagegen habe, nicht allen Honig erneten zu können; es schützt den Imker auch vor der Dummheit, die Völker zu scharf abzuernten.
    Auch finde ich es günstiger, jedes Jahr 1/3 des Brutraumes auszutauschen, die Hälfte ist mir nach meinen Geschmack etwas zu heftig. Weiterhin geht so ein voller 3/4-Honigraum noch mehr in's Kreuz. So bleibe ich durchgehend bei 2/3 Langstroth.


    Grüße, Thomas

    Bist du sicher, daß sie geschwärmt sind und nicht nur umgeweiselt haben?


    Hallo Sabi(e)ne,


    alle drei Zellen nebeneinander unten an einer Wabe - m.E. mustergültige Schwarmzellen. Um geschlüpft und zerstört zu unterscheiden waren sie schon zu weit abgetragen.


    Sollte ich Zeit finden, grabe ich in dem Volk tiefer.
    Versprochen, Thomas

    Hallo zusammen, hallo Rudi,


    mit dem Satz zum Schwärmen will ich angeben, wessen ich mir sicher bin. Das Andere ist offen.
    Ein CB-Volk ist sicher geschwärmt (in der obersten Brut-Zarge drei Schwarmzellen). Im zweiten fand ich in der obersten keine Zellen, aus Zeitdruck suchte ich nicht in den tieferen Zargen.
    Bei den Vergleichsvölkern (jeweils auch nur die oberste BR-Zarge durchgesehen) fand ich bei der Hälfte Schwarmzellen, bei der anderen Hälfte Nachschaffungszellen oder gar keine Weiselzellen.


    Grüße, Thomas

    Hallo zusammen,


    habe am Wochenende abgeräumt, hier die Ergebnisse des Ertrages:
    Vergleichsvölker: Durchschnitt = 100%, Extrema 38 und 143%
    die zwei CB-Völker: 80 und 175%.
    Also nichts sehr hervorstechendes.


    Was auffällt:
    Brut und Honig sind mehr verzettelt in der großen Beute, es ist also mehr Arbeit.


    Die zwei Flachzargen (2/3 LS), die im Schachbrettmuster gegeben wurden (übgrigens schon am 9.März), wurden zum Brüten genutzt, z.T. auch die darüberliegende fünfte Zarge. Das Brutnest ist dabei sehr hochoval geworden. Das macht jetzt Ärger beim Einwintern. Eine deutlich größere Bienenmasse als in den anderen Völkern war nicht auszumachen (habe aber keine genaue Populationsschätzung gemacht).


    Mindestens ein CB-Volk ist geschwärmt, von den Vergleichsvölkern sind einige nicht geschwärmt.


    Grüße, Thomas

    Hallo Sabi(e)ne,


    mit Herbst hast Du wohl recht. Es ist ja auch der Beginn des Imkerjahres, die Alten wußten schon, warum. Genauso recht hast Du mit dem Wachstum des Nestes nach oben in den Freiraum.
    Ich überwintere ja schon lange dreiräumig, jedoch sind drei Flachzargen etwas anderes als drei Vollzargen, auch wenn es Langstroth und DNM sind.
    Wenn ich mir die Völker dieses Jahr so ansehe, wird es schwierig werden, sie im Herbst auf drei Räume zusammenzupressen. So werde ich nachgiebig sein, und sie auf vieren lassen.


    Grüße, Thomas :p_flower01:

    Hallo Michael, hallo zusammen,


    das ganze Problem liegt meist am Imker selbst,


    das stimmt

    Zitat

    wenn ich Wald und Wiesenbienen halten brauch ich mich über einen ausgeprägten Schwarmtrieb nicht zu wundern,


    dem stimme ich nicht zu

    Zitat

    dazu kommt ohne Auslesen die Stechlust dazu.


    das stimmt nun wieder.


    Zitat

    Von meinen ganzen Trachtvölker ist gerade mal ein Volk geschwärmt, die anderen zeigten kaum Anzeichen für Schwarmstimmung, da liegt der Schlüssel, wenn man schwarmträges Bienenmaterial hat dann hat man so gut wie kaum Probleme.
    Meine einzige Schwarmverhinderung ist der Zwischenboden, mehr mache ich nicht, ich breche so gut wie keine Zellen, hänge keine Brutwaben um, das gibt es bei mir nicht.


    Die letzten Jahre habe ich nichts mehr gemacht. Dieses Jahr habe ich bis Mitte Mai Stichproben gemacht - Spielnäpfe ohne Stifte. Also nichts nötig, noch nicht einmal ein Zwischenboden.


    Bei meiner nur wöchentlichen Kontrolle habe ich keinen Schwarm bemerkt. Und auch auch keinen starken Bienschwund.
    Ich kann Euch nicht sagen, warum das so gut läuft. Eine Vermutung kommt unten.


    Zitat

    Eine normale Volksführung ist für mich.
    Die Völker werden nach Bedarf, Stärke und Tracht erweitert.


    Das "nach Bedarf" ist für den Anfänger das Problem - er weiß nicht, wann Bedarf besteht. CB gibt da wenigstens faßbare Hinweise.


    Zitat

    , ohne Absperrgitter, ..., alle Familienmitglieder können durch die Beuten laufen, ohne das ein Gitter stört.


    Dies ist in meinen Augen eine Komponente des schwarmarmen Imkerns.


    Zitat

    Warum soll ich dann Scheggerbording machen, wo für ?


    Ich sehe nicht im geringsten einen Vorteil, man züchtet mit dieser Betriebsweise nur Wald und Wiesenbienen, mit der Zeit hat man dann nur noch Stecher, weil man von sich selbst kein auserwähltes sanftmütiges Material hinzufügt.
    Die neue Königin entsteht durch stille umweislung, das führt auf Dauer zu Stechern.


    Michael, ich achte Dich als guten Imker. Hier liegst Du aber daneben. Das laß Dir von jemandem sagen, der seit mehr als zehn Jahren Standbegattung macht und ohne Schleier arbeitet.


    Zitat

    Das wichtigste ist ein vernünftiger Standort, vernünftige Bienen und ein Imker der weiß was er tut,


    Das ist zu unterstreichen.



    Walts Schilderungen zu den Vorgängen im Bien haben bei mir eine Vermutung bestärkt: Der Bien braucht im Frühjahr sehr viel Platz. Wahrscheinlich schon ab dem Reinigungsflug, spätestens ab der Weidenblüte. Und Platz heißt nicht nur der zukünftige Brutraum, sondern auch noch etwas Honigraum. Ob in diesem Platz geschachbrettelt wird oder nicht, scheint ziemlich egal. Dies ist die Hypothese aus meinem ersten CB-Versuch, nächstes Jahr schaue ich nochmals.


    Grüße, Thomas

    Hallo,


    zur zweiten Schleuderung brachten die zwei Schachbrettler im Garten 60 und 160% des Durchschnittes der Vergleichsvölker. Der diesmal ertragreichere war bei der vorigen Schleuderung der ärmere.


    Der Ertrag aller Völker ist überdurchschnittlich gut - die Schachbrettler konnten ihre Leistungsfähigkeit also voll ausschöpfen.


    Grüße, Thomas

    Hallo,


    mein Schwager hat sich zur Bekämpfung seines Heuschnupfens zerschnittene Knoblauchzehen in die Nasenlöcher gesteckt. Die Heuschnupfenprobleme waren vorbei - er lag mit Nasenfurunkeln im Krankenhaus.


    Im Ernst: Gegen Gräserpollenallergie können Bienenprodukte kaum helfen.


    Grüße, Thomas

    Hallo Reiner,


    um es genau zu wissen: Die Flucht kommt so tief wie möglich über das Nest? Dort sind, so die neuen HR aufgesetzt werden, ja die vollsten HR. Nach Wegnahme der Flucht kommt die erste Entspannung schon durch die verbliebenen angetragenen HR.
    Dann werde ich es mal versuchen.


    Grüße, Thomas

    Hallo,


    die Kornelkirsche gehört zwar zu den Hartriegelgewächsen, aber:


    Kornelkirsche (Cornus mas): gelbe Blüten in kleinen Dolden, sehr früh im Jahr, wird auch Gelber Hartriegel genannt;
    Blutroter Hartriegel (meist Cornus sanguinea): große weiße Dolden, blüht jetzt.


    Weitere Arten kommen aus Ostasien und Nordamerika.


    Grüße, Thomas


    Edit: Da war Salvia schneller. Kommt davon, wenn man sich vergewissert.

    Honigräume werden im Dadantsystem grds. aufgesetzt. Gibt auch sonst kein Problem damit. Deine Bedenken kann ich nicht teilen. Es könnte sogar mit der Bienenflucht Probleme geben, wenn sie recht BR-fern eingesetzt wird. Die Mädels gehen dann nicht runter :roll:


    Hallo Reiner,


    genau dies konnte ich dieses Jahr auch beobachten: Die Bienenflucht recht weit oben eingesetzt und die HR waren einfach nicht in der üblichen Zeit leer.
    Ich hatte die neuen HR stets aufgesetzt, wollte aber bei der Ernte pfiffig sein. Also die HR beim Einlegen der Flucht so umsortiert, daß die halbleeren nahe am Nest waren, die vollen über der Flucht. Einerseits weniger Arbeit beim Abnehmen, andererseits mehr Platz für die "flüchtenden" Bienen.
    Das ist jetzt meine Frage: Wenn sich die Bienen aus vier oder fünf HR in den Brutraum drängeln sollen, dann hängt ja ein ganzer Wassereimer voll vor dem Flugloch? Das ist eine Situation, die mir nicht recht behagt.


    Grüße, Thomas