Beiträge von Simon Hummel

    Bei der Führung von Doppelvölkern lernt man Einiges über das Verhalten der Bienen.
    An unserem Lehrbienenstand wurde ein Doppelvolk von Herrn Liebig geführt; es wurde während der Rapstracht um 190 kg schwerer. Um die 70 000 Bienen waren am Werk.
    Einen anderen Versuch habe ich mit 6 Ablegern gemacht. Um Platz zu sparen, habe ich Ableger aufeinander gehalten. Getrennt mit Absperrgittern, ein gemeinsammes Flugloch. Leider entwickelte sich der obere Abteil nicht sonderlich gut. Die Larven wurden gerne ausgefressen, das untere Volk dominierte. Die Kombination von junger und alter Königinn klappte nicht (unterschiedliche Pheromonproduktion?).
    Die Doppelvolkbildung im Frühjahr klappt anscheinend bedeutend besser. Sehr gute Erfahrungen gibt es mit der Kombination von Schwächlingen und starken Völkern, die Ammenbienen bringen das schwache Volk auf Trab. Durch eine anschließende Teilung, wird das starke Volk geschröpft (Schwarmverhinderung). Vielleicht gibt es ja bald dazu eine Veröffentlichung aus Hohenheim?

    Eine hübsche Sache mit dem Puder, wenn es in der imkerlichen Praxis eine Anwendungsmethode dafür gibt.
    Ich habe es bei einem Altvolk getestet, mit Brut. Habe den Brutraum geteilt und alle Bienen in den Wabengassen und auch die Oberträger mit einem Sieb ordentlich bepudert. Kein erhöhter Milbenfall. Aufgrund der physikalischen Wirkung dürften wenigsten ein paar Milben von den Bienen abfallen. Im Labor werden die Bienen in einer Tüte mit dem Zucker geschüttelt und benetzen sich vollständig. Im Volk funktioniert so etwas wohl nicht (außer man bepudert alle bienenbesetzten Waben). Wenn die Völker schrumpfen erwischt man evtl. mehr Bienen? Vielleicht müsste man die Schüttelmethode mit einem Kunstschwarm ausprobieren :wink: Jedenfalls war das Volk ziemlich aufgeregt und unruhig nach dem Puderzucker. Oxalsäure ist evtl. doch bienenfreundlicher? Also ausprobieren und berichten?
    Sabine
    Warum haben deine Carnica Bienen kleine MW Zellen nicht ausgebaut? Wenn die Carnica bauen darf wie sie möchte, baut sie von sich aus kleinere Zellen. So ist es jedenfalls bei mir.
    Gruß SH




    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Simon Hummel am 2002-08-14 10:36 ]</font>

    Die Verunsicherung bei der AS Behandlung erscheint mir recht groß, der Tonfall zeigt es.
    Dr. Liebig´s einfach imkern und seine Beiträge in diversen Fachzeitschriften sind die vernünftigsten Anleitung für den Ameisensäureimker.
    Das Faltblatt "Varroatose-Bekämpfungskonzept Baden-Württemberg" ist die Synopse des Leitfadens und versucht Behandlungsarten auf Kochrezeptlänge zu komprimieren.
    Mann muss alle diese Anleitungen nicht nur lesen, sondern auch verstehen können.
    Die Lücke zwischen Lesen-Verstehen-Anwenden von Behandlungsanleitungen schließt die Auswertung des Ergebnisses und die Rücksprache mit Experten. Bestens dazu geeignet ist die Teilnahme am Feldversuch "Tellerverdunster" der LaBi in Hohenheim. Neben den "Prinzipien" und "Grundregeln" im Umgang mit der AS, bekommt man eine hervorragende Auswertung (Versuchsbericht) der eigenen Behandlungsergebnisse durch Dr. Liebig. Nebenbei erfährt man auf dem Abschlusstreffen der "Milbenzähler" auch neue Methoden der Behandlung (Osinal-Tuch) oder auch bei welchen (extremen) Temperaturen man 85%ige AS mit dem Tellerverdunster ausbringen kann und welche Verdunstergröße dabei angebracht ist; ob dabei die Brut geschädigt wird und ob dies Auswirkung auf die Einwinterungsstärke hat.
    Wann ist eine Nachbehandlung mit OS (oder Osinal) notwendig?
    Was führte im Einzelfall zu Königinnenverluste? (Hinterbehandlungsbeuten, schwache Völker)
    Wo sind die Knackpunkte im Umgang mit den Verdunstern? (Verdunstermaterial, Aufstellung)
    Wie hoch muss eine wirkungsvolle Dosierung in den unterschiedlichen Beutentypen sein? (Kunsstoff, Holz, DN)
    Vielleicht reicht in Zukunft eine AS + eine Osinal Behandlung?
    Auf viele Fragen bekommt man eine fundierte Antwort, auf jeden Fall mehr als nur Meinungen und Rezepte.


    Das Ergebnis des Feldversuches zeigt, dass man ausschließlich mit der Ameisensäure auskommen kann.


    Viel Spaß beim rückstandsfreien imkern wünscht
    Simon

    Ich behandle meine Völker auch bei 30 Grad in der prallen Sonne mit AS. Am Bienenflug ändert sich nichts, auch lagern sie nicht vor dem Flugloch. Das funktioniert bestens mit dem Liebig Dispenser oder mit dem Tellerverdunster. Meine Überlegung bezieht sich auf Völker, denen die Brut genommen wurde. Vermutlich weichen die den Säuredämpfen aus.

    Hallo,
    einfach 2-3 Futterwaben in den Ableger hängen. Damit hat man mindestens drei Wochen Ruhe. Kleine Einheiten reagieren evtl. sensibel auf ständige Störungen. Ein Ableger entwickelt sich schnell und unproblematisch, egal ob flüssig gefüttert wird oder nicht. Wichtig ist, dass Futter vorhanden ist. Waben werden aber durch Flüssigfütterung schöner und schneller ausgebaut. Dabei kann man mal einen Baurahmen in das Brutnest zwischenhängen. Wenn der Ableger noch nicht so groß ist (2-3 Waben), entsteht Wabenbau mit Arbeiterinnenzellen. Der Baurahmen wird unter umständen schneller ausgebaut als eine Mittelwand.
    Gruß SH

    Was ist mit der Akazie in Wallerfangen los?


    Meine Völker stehen seit zwei Wochen in einem Akazienwald und die Zunahmen sind sehr gering.
    Ich habe mit der Akazie keine Erfahrung, die Bäume scheinen nicht im vollen Umfang zu blühen. Vielleicht ist die Blüte verkühlt? Trotzdem wandern momentan noch Imker massenhaft an, vielleicht kommt das große Blühen noch. Die Wanderung hat den Bienen nicht gut getan. Die Volksstärke ist ziemlich zurückgegangen. Die Schwarmstimmung ist ganz abgeklungen, dafür brüten die Völker wie verrückt. Es gibt aber keinen Zuwachs, teilweise befindet sich Arbeiterinnenbau im Baurrahmen. Die Tracht scheint sehr an der Substanz der Völker zu zehren. Vielleicht gibt es ja noch Honig von der Edelkastanie.
    Wer kennt sich mit der Edelkastanie aus?
    Wann fängt sie in der Pfalz zu blühen an?


    Gruß Simon

    Wie komme ich denn am geschicktesten an einen Wanderplatz zur Edelkastanie?
    Anscheinend ist es ziemlich problematisch in die Pfalz zu wandern.

    Mit der Akazie habe ich bisher keine Erfahrung. Momentan habe ich 15 Völker in der Akazie (Saarland). Keine Ahnung ob das schlechte Wetter der Blüte schadet. Hoffentlich gibt es dann umso besser Waldhonig im Schwarzwald.

    Meine Carnica Bienen FeldwaldWiesenMischung (F4-5) schwärmen seit der ersten Generation hervorragend. Spätestens am 1. Mai fangen die ersten Zellen an zu wachsen. Heuer sind 80 Prozent in Schwarmstimmung gekommen. Nur die Schwachen und bei den geschröpften Völkern ist der Schwarmtrieb deutlich gedämpft. Das Ausbrechen bringt maximal 7 Tage Sicherheit vor dem Völkerwandern. Etliche Völker sitzen da schon in den Startlöchern. Am 7. Tag gibt es schon wieder einige gedeckelte Schwarmzellen.
    Grund genug über andere Bienenrassen nachzudenken.
    Gibt es neben den geschilderten Erfahrungen auch Berichte der Institute zum Schwarmtrieb der Buckfast Herkünfte?
    Von Kirchhain habe ich im Netz eher negatives gelesen. Der Schwarmtrieb sei gleichauf mit den Buckfast Bienen.
    Fazit: Wegen der Schwarmneigung besteht kein Grund die Bienenrasse zu wechseln.

    Ich entnehme 30 Völker Drohnenbrut. Das ergibt nach einem Durchgang beinahe ein halbes Fass Drohnenmatsche. Mit dem Dampfwachsschmelzer ist der Aufwand an Gasenergie höher als der Ertrag an Wachs, da die Drohnen das Wachs binden. Hat jemand Erfahrung mit diesen großen Mengen an Drohnenbrut? Drei bis vier Waben können noch von Hühnern oder Vögeln vertilgt werden. Aber der Rest?

    Ich bin auf der Suche nach einem Anhänger.
    20 Völker sollten reinpassen.
    Hat jemand Erfahrungen, um in einem großen Anhänger mit Plane vor Ort zu schleudern?