Beiträge von Der Bienenfreund

    Ich bin mir ja nicht sicher, was das Thema hier macht - aber na gut.


    Bienen und Hühner geht - man hat halt manchmal Kacke auf dem Dach der Beuten und an den Füßen, wenn man die Bienen bearbeitet
    - und mir ist mal ein Huhn "erstochen" worden, es schien aber so, als sei es ohnehin nicht mehr fit gewesen.


    Der Bienenfreund

    Über die Fraglichkeiten der Anwesenheit von Ohrwürmern konnte ich zumindest bei meiner Recherche hier im Forum nichts wirklich zielführendes finden, deshalb:


    Erste Frage: hat schon mal jemand konkret erlebt, daß Ohrwümer in Bienenvölkern in Bezug auf die Bienen, Waben, Brut etc. ein Problem sein können und wenn ja, wie zeigt sich das?


    Zweite Frage: die Ohrwümer setzen ja reichlich Kot in der Beute ab, kleine schwarze trockene Krümelchen - hat jemeand Erfahrung, ob das bei der Honigernte ein Problem sein kann, z.B. als Verunreinigung?


    Dritte Frage: Gibt es einen konkreten Anlaß, Beobachtung, Erfahrung dafür, daß die Ohrwürmer in irgend einer Form nützlich sind im Bienenvolk?


    Für sachdienliche Antworten dankt


    Der Bienenfreund

    Also, nur um das hier nochmal klarzustellen, denn es war mein Impuls:


    Ich wollte die Bienen für den Friedenspreis nominiert haben, das habe ich gegenüber den "Anstiftern" in meinem Plädoyer auch so geäußert.
    Es hieß dort aber, sie bräuchten einen persönlichen menschlichen Vertreter in Form einer Institution und deren Repräsentant.


    (@ Maxikaner: Eine Person, die die Welt tatsächlich verändert hat und deshalb in die Geschichtsbücher eingehen wird zu wählen - das ist gut (manchmal auch nicht) und das ist die Art von Personen.)


    Die Bienen machen genau das ständig, still und leise, sie verändern die Welt, sie stiften Beziehungen, sie wirken auf die Menschen, die ihnen begegnen und mit ihnen umgehen wollen und noch vieles mehr.
    Sie bieten uns ständig ein Übfeld für Frieden miteinander und mit der Welt.
    Das wird gerade mal von uns Imkern gewürdigt - aber auch oft mehr um des Imkers als um der Bienen willen. So entstehen Imkervertretungen.


    Jetzt nochmal zu Thomas Radetzki - ich habe, seit ich imkere, ein paar Vertreter kennengelernt, die sich wirklich in hohem Maße und öffentlich und politisch für die Bienen einsetzen - irgendwie hätte jeder eine Auszeichnung verdient. Es gibt aber in meinem Horizont keine Organisation, die in so breitem Maße und auf so vielen Gebieten so lange gemeinnützig diese Arbeit für die Bienen leistet, wie das Mellifera macht - und Thomas ist seit fast dreißig Jahren Geschäftsführer dieser Gemeinschaft.


    Wie gesagt, es geht mir hier um die Bienen, die ich als Friedensstifter erlebe - in der Welt braucht es eben Repräsentanten und hier vertritt Mellifera die Bienen.


    Der Bienenfreund

    Derzeit sind in den Hausgärten und Obstplantagen die Läuse stark am wirken.
    Die Kleingärtner spritzen zu jeder Tageszeit.
    Ein angewandtes Mittel ist Calypso
    http://www.bayergarten.de/schn…87-4fd1-9068-9e3100d2a66e
    Wirkstoff Thiacloprid - bienenungefährlich - zu jeder Tageszeit anwendbar - Kontaktgift und systemisch wirkend.


    Weiß jemand, ob es zu diesen Versuchen schon neue Daten gibt?
    https://www.uni-hohenheim.de/f…EE_201205_Thiacloprid.pdf


    Der Bienenfreund


    Zur Ergänzung hier noch einen Link auf eine Präsentation von Randolf Menzel bei der IGW 2014:
    http://www.neurobiologie.fu-be…20Woche%20Berlin_2014.pdf

    Lieber Holger,


    Ich habe nicht den Eindruck, daß durch die Arbeit von Mellifera irgend jemand diskreditiert wird.


    Mir ist jeder Imker lieb, bei dem es den Bienen gut geht unabhägnig davon, ob ich mit den Bienen so umgehe, wie ich es aus meinen Einsichten für bienengemäß erachte.


    Ich denke schon, daß der Einsatz von Mellifera im Sinne "Bienen gegen Gentechnik" oder im "Netzwerk Blühende Landschaft" oder "Bienen machen Schule" und die politische Arbeit, die von dort aus geleistet wird, auch für Deine Bienen gut sein kann - auch, wenn Du es vielleicht nicht gleich merkst - und das könnte doch einfach gewürdigt werden.


    Ich frage mich allerdings schon, woher die Animositäten kommen, wenn wir uns doch selbst so empfinden, als würden wir alle für das Gleiche arbeiten, nämlich für die Bienen,


    meint


    Der Bienenfreund

    Lieber Holger,


    die Art und Weise der Bienenhaltung könnte man ja diskutieren (und wird ja hier im Forum auch zur Genüge getan) - wobei ich allerdings schon auch genau diesen Weg bestätige und gehe, weil er dem, was ich von Bienen verstehen gelernt habe, entspricht.
    Ich selbst will über Mellifera die Bienen mit dem Friedenspreis gewürdigt wissen - so ist ja auch das Plädoyer auf der Seite der Anstifter - und da ist deutlich, daß Mellifera und Thomas Radetzki in den letzten vielen Jahren einfach außerordentlich viel im Sinne der Bienen geleistet haben. und damit gute Vertreter darstellen.


    Die Anstifter brauchten eben einen "persönlichen" Vertreter - und da wüsste ich derzeit nicht viele bessere.


    Der Bienenfreund

    Lieber KME,


    Das ist mir jetzt allerdings völlig neu, daß Mellifera e.V. ein wirtschaftlicher Interessenverband ist.
    Aus welchen Fakten und Unternehmungen leitest Du das ab?
    Daß die Versuchs- und Ausbildungsimkerei dort nach Demeter-Richtlinien zertifiziert ist, ist sicher konsequent.
    Die Vereinigung ist seit ihrer Gründung gemeinnützig und hat in den letzten Jahren sehr viel im Sinne der Bienen und der Imker geleistet.
    Selbst die Einnahmen aus etwaigen Honigverkäufen aus der Imkerei kommen wieder dem Satzungszweck zugute.


    Oder meinst Du eine andere Vereinigung als ich?


    http://www-Mellifera.de


    Ich möchte Dich bitten, Deine Anmerkungen entweder deutlich und sachlich zu begründen oder wieder zurückzunehmen!


    Der Bienenfreund

    Die Abstimmung zum Stuttgarter Friedenspreis ist aktuell am Laufen - noch bis Mitte Juni!


    Abgestimmt werden kann hier:
    http://stuttgarter-friedenspreis.de/


    Mellifera e.V. als Vertreter der Bienen ist dort unter Nummer 16 zu finden - es wäre im Sinne der Bienen ein gutes Signal, wenn für die Bienen der Friedenspreis vergeben würde.
    Die drei Stimmen können gesplittet werden (es gibt interessante Initiativen dort) oder alle drei für einen Kandidaten abgegeben werden.


    Über Eure rege Beteiligung freut sich


    Der Bienenfreund

    Nicht ärgern - nur wundern! Staunen ist ein wertvolles Gefühl.


    Mit dem Untersetzen das geht schon, aber nur bei Völkern in einer aufstrebenden Entwicklung und einer guten Tracht, z.B. im Raps.
    Nicht alle Völker bauen immer nur Drohnenbau, wenn Leerrahmen gegeben werden - allerdings ab Mitte April zunehmend, dann ab Juli wieder weniger, wenn sie dann noch bauen.
    Schwärme und Kunstschwärme bauen immer erstmal rund 10 Tage Arbeiterbau - wenn man das gut führt mittels Schied und Fütterung, hat man den notwendigen Kern an Arbeiterwaben, den man überhaupt braucht (5 bis 6 Dadantwaben sind rechnerisch gut 40.000 bis 50.000 Arbeiterinnenzellen). Alles darüber hinaus können die Bienen machen, wie sie wollen!


    Futterwaben wären hinter dem Schied zum umtragen möglich.


    Der Bienenfreund


    PS. hast Du Kontakt zu De Immen in Norddeutschland? Mehr unter www.De-Immen.de

    Um abgeschwärmte Restvölker auf ein anderes Wabenmaß oder auf Naturbau umzustellen, gibt es die Möglichkeit über eine Art Kunstschwarmverfahren.
    Es macht hierbei Sinn, zu warten, bis die Jungkönigín in Eilage gegangen ist - hierbei besteht gleich die Möglichkeit zu sehen, ob alles soweit okay, saubere Brutflächen, keine Doppeleier etc.
    Beachte: In wenig manipulierten Restvölkern geht die Jungkönigin meist erst in Eilage, wenn die letzte Brut der alten Königin geschlüpft ist! Also entsprechend Ruhe bewahren! Ausnahmen bestätigen wie immer im Leben die Regel!)


    Vorsichtshalber fängt man die Königin mit einem Clip und stellt sie sicher.
    Dann fegt man einfach alle Bienen in den neuen vorbereiteten Kasten am alten Platz mit Leerrahmen und Anfangsstreifen, bei Dadantanalogen Rahmenmaßen (ca. 1200 cm² mögliche Wabenfläche pro Seite) ist es sinnvoll, nicht gleich den ganzen Brutraum zu geben sondern mittels Schied und oder Futtertasche zu portionieren auf 5 oder 6 Rahmen mit Anfangsstreifen oder -Leiste am Oberträger. Wenn die Rahmen gedrahtet sind, müssen diese in der Bauphase absolut im Lot hängen, sonst wird der Draht nicht mttig eingebaut!


    Nach dem Abfegen Königin wieder zugeben, freilassen.
    Diese Völker müssen unbedingt gefüttert werden, kandierter Honig oder Futterteig in Futtertasche ist gut, flüssig zwingt, Futterwaben können hinter dem Schied (sollte dann nicht absolut bienendicht sein) am nächsten Tag zugehängt werden, wenn sich der Schwarm in dem Teil der Beute, wo er hinsollte, eingerichtet hat. Flugloch erstmal nicht zu groß.
    Das Füttern ist zwingend, weil der Kunstschwarm wirklich nackt ist ohne etwas in der Tasche (verhungert in weniger als 24 Stunden) und weil er sonst nicht ausreichend baut.
    Erst nach gut drei Wochen schlüpfen die ersten neuen Bienen - bis dahin wird das Volk schwächer.
    Meist erst nach sechs Wochen kann evtl. mit einem Leerrahmen erweitert werden.
    Angestrebte Einwinterungsstärke ca. 6 Dadantwaben.


    Soweit dazu - Viel Erfolg


    Der Bienenfreund

    die Mädels von zwei meiner Völker werden nach 2 Jahren etwas "temperamentvoll" und ich sollte so langsam die Königinnen austauschen. Mir tut das einfach leid, wenn man ein Tier das mehr als 100.000 Nachkommen das Leben geschenkt hat einfach "abdrückt". Ich bin mir im klaren, dass es sich um ein Insekt handelt und es desh. nicht vermenschlicht werden sollte. Mich würden deshalb eure Erfahrungen mit dem Umweiseln sehr interessieren! Wer hat vielleicht eine moralisch vertretbare Methode ?***Waldschrat***


    Ob diese Frage etwas mit "Naturnahe Bienenhaltung" zu tun hat, lasse ich jetzt mal offen.
    Ob hier Ursache mit Wirkung verwechselt wird, wäre mir die erste Frage? Wieso sollte ein Volk mit der gleichen Königin nach zwei Jahren aus genetischen Gründen (also wegen der Königin) eine erhöhte Distanzbereitschaft zeigen? Oder könnte es hierfür auch andere Gründe geben, die gar nicht mit der Vererbung - also der Königin - korreliert sind?
    Erhöhrte Distanzbereitschaft ist aus meinen Eindrücken auch eine Folge von "Erfahrungen", also ein "Lernen". Welche Erfarhungen können dazu geführt haben?


    Ansonsten: Was getan werden muß, muß eben getan werden - da hilft Sentimentalität meist nicht wirklich weiter: sie kann uns höchstens mal innehalten lassen. Da ist man bei der Methode von KM Engfer am meisten involviert!
    meint
    Der Bienenfreund

    Ich finde, das Thema gehört erstmal ins Forum "Betriebsweisen/Bienenbeuten" und erstmal nicht hierher
    meint
    Der Bienenfreund


    PS: Kann das ein Moderator vielleicht bitte verschieben?

    In der Zwischenzeit wird die Größe des Volkes der üblichen Lebenserwartung entsprechend weiter abnehmen. Gleichwohl wird dann spätestens Ende Mai wieder mit einer Zunahme zu rechnen sein. Die übliche Schwarmzeit geht (nach Lehrbuch ;-) ) bis Ende Juni. Muss ich befürchten, dass das Volk dieses Jahr noch einmal in Schwarmstimmung kommt (also weiter alle 7 Tage Sichtprüfung auf Weiselzellen?)


    Die Lebensdauer der Einzelbienen verlängert sich in der Schwarmzeit teils erheblich. Man kann damit rechnen, daß eine Einzelbiene im Schwarmprozeß nach dem schlüpfen bis zu 6 Wochen lebt, manchmal noch länger. Für das Restvolk könnte man sagen, der Schwarmprozeß ist erst völlig abgeschlossen, wenn die letzte Biene, die noch von der alten Königin stammt, nicht mehr im Volk ist.


    Ich würde beim Restvolk nicht nochmals mit Schwarmstimmung rechnen, weil junge Königinnen das eher nicht im gleichen Jahr nochmals machen. Allerdings könnte es sein, daß es möglich ist, dem Volk ab Mitte Juni einen Honigraum zu geben.


    Viel Erfolg damit - vielleicht wäre interessant,später mal noch ein Bericht über die weitere Entwicklung zu geben.


    Der Bienenfreund