Beiträge von Stefan Kahlert

    Hallo Eifelbienchen und willkommen im Imkerforum,
    in Aachen besteht ein Imkerverein, die "Bienenfreunde Euregio Aachen e.V.". Bei den fast monatlich stattfindenden Treffen findet ein reger, offener Informationsaustausch statt. Falls Du noch keine Verbindungen dorthin geknüpft hast und Du daran Interesse hast, gebe ich Dir gerne Information zu den Bienenfreunden.


    Herzliche Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo Detlef, hallo G. Wustmann und alle anderen,
    um sicher zu sein, dass die Völker z.Zt. brutfrei sind würde ich empfehlen dies stichprobenhaft zu kontrollieren. Bei einem Kontrollgang heute an 2 Ständen flogen nicht wenige Bienen bei ca. 6 C zum Wasserholen aus. Neugierig wie ich bin habe ich unter den einen oder anderen Beutendeckel geschaut. Die Wintertrauben haben sich schon leicht gelockert. Die Bienen brüten wieder. Ob dies für die Eifel ebenfalls zutrieft? So sieht es zumindest bei mir am Niederrhein aus.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo Soni,
    ich tippe drauf, dass deine Bienen noch irgenwo was Süßes ausserhalb ihrer eigenen Stöcke finden.
    Mein Imkerfreund Heinz hat vor einiger Zeit ein ähnliches Szenario wie Du es beschreibst an seinem Stand und in der näheren Umgebung . Erst später sind wir drauf aufmerksam geworden, dass ein auf dem Standplatz stehender weiselloser Ableger regelrecht überfallen wurde. 1 Stunde nachdem wir den Ableger verschlossen in einen geschlossenen Raum verbracht und die Fluglöcher aller Völker auf 2cm Breite verringert hatten, war der Spuk zu Ende. Nur noch vereinzelt suchende Bienen, sonst Ruhe auf dem Bienenstand und Heinz' Frau traute sich wieder in den Garten. Ach noch was: An Stelle des Ablegerkastens stellten wir einfach eine leere Zarge auf in der sich die Bienen "auslaufen" konnten.


    Vielleicht finden deine Bienen irgendwo eine süße Quelle. Möglicherweise ein weiselloses Volk? Wie die Kollegen schon sagten: Solange die Bienen auch nur einen Tropfen süßes finden werden sie suchen..... und suchen...... und suchen.


    Viel Glück bei der Ursachensuche und viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo Erich,
    ja, der Rapshonig kandiert tatsächlich in den Waben. Und wie Henry es beschreibt als erstes dort, wo die Honigwaben nicht von den Bienen belagert werden und abkühlen. Diesen Umstand beobachte ich dieses Jahr. Durch das kühle Wetter ist die Rapsblüte zudem verlängert und an meinem "Rapsstand" sind Felder mit einer Woche Differenz auf- bzw. abgeblüht. Für den Kristalisationsteufel :evil: also genügend Zeit zuzuschlagen.


    Was macht ihr denn mit den kristalisierten Rapshonigwaben? Tragen die Bienen den Rapshonig in untergesetzen Honigräumen in einem schleuderbaren Zustand in aufgesetzte Honigräume um?


    Stefan

    Hallo Henry,
    Den größten Vorteil der Pilzköpfe sehe ich in einer bienenschonenderen Bearbeitung der Völker. Wer kennt die Situation nicht, wenn beim Zusammenschieben der Waben in einer voll besetzten Beute es kaum zu verhindern ist, dass Bienen zwischen den Hoffmanteilen gequetscht werden. Bei einer Abstandsregelung mit Pilzköpfen kommt dies kaum vor. Von der Zeitersparnis ganz zu schweigen.


    Die Rähmchenholzbreite sollte 29mm betragen. So ergibt sich ein Wabenmitte - Wabenmitte - Abstand von 36mm... Richtig, die Polsternägel sind 7mm dick. Je Wabe werden nur 4 Polsternägel eingeschlagen. Und zwar in der Weise, dass auf einer Wabenseite 2 Nägel auf einem R-Seitenteil eingeschlagen werden. Auf der anderen Seite 2 Nägel in gleicher Weise auf dem anderen Seitenteil angebracht sind. D.h., wenn Du die Wabe flach vor dir liegen siehst, befinden sich die Polsternägel immer auf der selben Seite! Sind die Nägel möglichst weit oben bzw. unten angebracht verhindert dies das Rähmchenschauckeln.


    Falls Du die Varroabehandlung mit organischen Säuren vornimmst, empfehlen sich Messingnägel, da diese nicht oxidieren.


    Ach ja, in die Seitenwände der Beute kann man je 2 Nägel auf Höhe der pilzkopflosen Rähmchenseitenteile anbringen. Die verhindern ein Bienenquetschen durch verrutschende Seitenwaben.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo Henry,
    Den größten Vorteil Vorteil der Pilzköpfe sehe ich in einer bienenschonenderen Bearbeitung der Völker. Wer kennt die Situation nicht, wenn beim Zusammenschieben der Waben in einer voll besetzten Beute es kaum zu verhindern ist, dass Bienen zwischen den Hoffmanteilen gequetscht werden. Bei einer Abstandsregelung mit Pilzköpfen kommt dies kaum vor. Von der Zeitersparnis ganz zu schweigen.


    Die Rähmchenholzbreite sollte 29mm betragen. So ergibt sich ein Wabenmitte - Wabenmitte - Abstand von 36mm... Richtig, die Polsternägel sind 7mm dick. Je Wabe werden nur 4 Polsternägel eingeschlagen. Und zwar in der Weise, dass auf einer Wabenseite 2 Nägel auf einem R-Seitenteil eingeschlagen werden. Auf der anderen Seite 2 Nägel in gleicher Weise auf dem anderen Seitenteil angebracht sind. D.h., wenn Du die Wabe flach vor dir liegen siehst, befinden sich die Polsternägel immer auf der selben Seite! Sind die Nägel möglichst weit oben bzw. unten angebracht verhindert dies das Rähmchenschauckeln.


    Falls Du die Varroabehandlung mit organischen Säuren vornimmst, empfehlen sich Messingnägel, da diese nicht oxidieren.


    Ach ja, in die Seitenwände der Beute kann man je 2 Nägel auf Höhe der pilzkopflosen Rähmchenseitenteile anbringen. Die verhindern ein Bienenquetschen durch verrutschende Seitenwaben.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo Andreas,
    ich möchte bekräftigen, was Alfred sagte: Die Bretter dürfen nicht aus einem Stück sein, sondern müssen aus mehreren Leisten verleimt werden. Gerade bei warmem, trockenem Wetter mit reichlichem Nektareintrag und/oder starker Bruttätigkeit entstehen massive Feuchteunterschiede im Inneren und an der Aussenseite der Beute. Das Holz reagiert auf der Innenseite mit Feuchtigkeitsaufnahme. Es quillt. Und auf der Aussenseite trocknet es. Es schwindet. Die auftretenden Kräfte kann ein 20cm breites, an den Enden verschraubt und verleimtes Brett nicht aufnehmen und reißt. No chance!


    Da durch die Risse räubernde Bienen eindringen können oder auch das Wandern erschwert wird, möchte ich dir raten Abhilfe zu schaffen. Eine Idee, wie Du deine Beuten dauerhaft reparieren kannst habe ich leider nicht.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo Thomas & Achim,
    wenn es auf eine geringe sichtbare und damit auch wasserziehende Hirnholzfläche ankommt, bietet sich die gefälzte Eckverbindung an. Hr. Zimmer hat sie in "Fragen und Antworten zur Buckfastbiene" beschrieben. Wenn es ein bischen mehr (Aufwand) sein darf, kann man sich ja an einer halbverdeckten Fingerzinken- oder Schwalbenschwanzverbindung probieren. Dafür gibts sogar Frässchablonen für die Oberfräse.


    Aber wozu dieser Aufwand? Hirnholz hat natürlich durch die offenliegenden Holzporen eine große Kapilarwirkung. Aber nicht nur für Wasser sondern auch für Holzschutz- und Imprägniermittel jeglicher Art. Also, das Hirnholz beim Streichen / Tauchen gründlich Tränken und die Poren füllen sich mit dem Zeug. Vor und zwischen den Behandlungen die Flächen gründlich anschleifen. Wasser hat dann wenig Chancen einzudringen.


    Ich habe Zargen mit einer solchen Konstruktion, d.h. Nut & Feder, geleimt und verschraubt, seit 1991 im Einsatz. Die zeigen in puncto Stabilität und Holzalterung keine Schwächen.


    Viele Grüße
    Stefan

    Hej Achim,
    Lamelloverbindungen sind bestimmt nicht das Schlechteste und auf jeden Fall schnell herstellbar. Wenn Du in Hinblick auf die Stabilität der Beute die optimale Verbindungen wählen willst, würde ich dir allerdings zu einer Eckverbindung mit angeschnittener Nut und Feder raten (wie im Bauplan der Einfachbeute unter http://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/einfachbeute.pdf beschrieben). Diese Konstruktion bietet 2 Vorteile:
    1. Eine ausreichend große Leimfläche und
    2. im Gegensatz zu einer Zinkenverbindung wenig Fugenlänge in die Regenwasser eindringen kann.
    Eine solche Eckverbindung, verleimt und verschraubt hält auch mal einen Sturz aus, ohne in die Knie zu gehen.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo Dennis,
    möchte dir mal kurz einige Vorteile des Mini-Plus aufzählen. Hoffe es hilft dir dieses System zu verstehen:


    Minis müssen im Herbst nicht mit den Völkern vereinigt werden. Du kannst Reserveköniginnen in 2, besser 3 Mini-Zargen (können aber auch mehr sein) überwintern. Du hast im kommenden Frühjahr direkt bienenbesetzte Begattungsableger, indem Du jeweils eine Zarge auf ein Bodenbrett stellst und eine geschützte Weiselzelle zusetzt. Du brauchst lediglich bei der Neubildung, an ein Schröpfen deiner Völker zu denken.


    Die jungen Königinnen haben viel bessere Entwicklungsbedingungen, als in einem für die Bienen ausgesprochen unnatürlichem EWK.


    Die Bienen versorgen sich im Sommer selbst. Natürlich vorrausgesetzt, das Nahrungsangebot ist ausreichend.


    Soweit meine Anregungen. Falls Du einen Imker kennst, der Minis benutzt, schau es dir dort am besten einmal in natura an. Es lohnt sich.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hej Moritz,
    Firma Burkhardt (oder so ähnlich) in der Nähe von Heidelberg inseriert regelmäßig den Verkauf von WK in "Die Biene". Habe jetzt gerade kein Exemplar zur Hand. Falls Du die Adresse haben möchtest, kannst Du mich gerne anschreiben.


    Viele Grüße
    Stefan Kahlert

    Hallo zusammen,
    ich wollte die Minivölkchen diesen Jahr während brutfreien der Phasen mit Milchsäure behandeln, habe dieses aber aus Zeitgründen nicht gemacht. Würde die Behandlung nun gerne mit Apilife-VAR nachholen. Habt ihr Erfahrungen mit dieser Methode gemacht? Wie dosiert man die Streifen in solch kleinen Völkern (Kann man die Streifen teilen)? Oder, welche alternative Methoden der Varroabehandlung setzt ihr ein?
    Für eure Antworten im Vorraus vielen Dank


    Stefan Kahlert