Beiträge von Fritz Wieland

    Hallo Imkerkollegen.
    Ein paar Dinge will ich hier niederschreiben.
    1. Die Vegetation (nicht nur die der Landwirtschaft) hat sich in der letzten Gebneration derart geändert und
    verändert, dass es gar keine alte *angepasste* Bienenrasse mehr für ein Gebiet geben kann.
    Die Naturwiesen sind verschwunden, und nur mehr allgemeine, massenwüchsige bis zu 4 mahdige Wiesenmischungen
    werden angebaut.


    2. Laut Mitteilung des *Körmeisters* sind etwas über 70% der Jahreskörung der Carnica zuzuordnen- und über 20% der gekörten Völker (ohne Filzbindenbewertung und Haarlänge, weil nur aufgeklebte Flügel bewertet wurden) können keiner Rasse zugeordnet werden. Und dies schon zu einer Zeit, wo es noch keine B-Diskussion gab.
    Also war die Landbiene schon immer eine verbreitete Rasse. (Obwohl Rassendefination hier falsch)


    3. Waren wir bei einem einflussreichen Imker zu einem Standbesuch. Er öffnete ein wirklich *helles* Volk und erklärte uns, dass diese Mischung durch die Wanderung in ein entferntes Gebiet -zustande gekommen ist.
    Die Bienen waren ruhig *wie Käfer*. (Eine Definition für ganz ruhige, wabenstete Bienenvölker)
    Ganz nebenan war der Ablegerstand, wo ca 30 Ableger zur Begattung aufgestellt wurden. Da kann ich zusammenrechnen, dass 1 und 1 immer drei ist. Da gilt halt das Sprichwort, *wer schimpft- der kauft*.


    Das natürliche (geographische) Verbreitungsgebiet der Carnica war genau bis zu uns im Lungau, da die Hohen und Niederen Tauern die Abgrenzung waren bzw. jetzt noch als natürliche Barriere gelten würde. Nördlich der Tauern begann das Verbreitungsgebiet der Dunklen Biene. Diese wurde- zu Unrecht - bei der Suche nach der Besten Biene fast verdrängt.
    Natürlich gab es damals auch schon lokale Linien. In Slowenien und Norditalien die Krainer Biene (Gebiet Krain), dann die Kärntner Linie (jetzt Zuchtrichtung Stamm Öberkärnten) für rauere Lagen bis dann die Linien des Alpenvorlandes, wie Peschetz, Sklenar und Troisek siehe auch http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=8885&page=1



    Man war - und ist immer unzufrieden. Immer geht´s um das Bessere. Immer ist man der (die) Suchende.


    Wünsche ein schönes Wochenende.


    Fritz

    Ein Vortragender hat behauptet, dass er einen Imker kennt, welcher ein Stamperl (2 cl) Bienenwohl getrunken hätte.
    Frage
    Harakiri
    Dummheit
    Lüge
    oder sonst was.


    Nenn mir Ross und Reiter. Fachliche Quellen - keine Vermutungen- kein habe gehört, kein hat man erzählt, sondern Fakten.

    Naja...der Lernprozess hat schon lange gedauert, und wird auch noch nicht der Weisheit letzter Schluß sein.
    Im ersten Jahr habe ich noch aufgeheizt,als wäre ich bei der Dampfschifffahrt und habe Luft hineingeblasen,
    als hätte ich eine Verdichtung wie bei einem Kolbenmotor.
    Facit.....immer verstopftes Röhrl (durch versottete Oxalsäure) Dann kam die Nachdenkphase. Mir wurde bewusst,
    dass die Temperatur einer Glühkerze niemals die Grade einer Flamme bekommen. Auch in der Fachpresse konnte
    ich lesen, dass bei ca 180 Grad eine Versottung eintritt.
    Dass ich nur so viel Lufteintritt brauche, um den Dampf/Rauch aus der Brennkammer zu bringen, war mir auch bewusst.
    Seit heuer arbeite ich mit dem Plexiglas-Sichtdeckel. Da sehe ich genau, wie sich der austretende *Rauch* verhält wenn ich ohne Luft arbeite, und wie sich der Dampf verhält, wenn ich leicht, mittel oder fest Luft dazu mische.
    Wie schon geschrieben habe ich das beste Ergebnis, wenn ich, sobald der erste Dampf austritt, die Flamme gänzlich abschalte.
    Die erforderlichen 140 Grad werden leicht bis zum Ende des Prozesses gehalten.
    Es gibt keine Teperaturmessung. Nur an der Farbveränderung beim Auftreffen der Flamme am Kupferrohr - kann man erahnen, ob zu heiss.
    Fritz

    Nein- nicht recycelbar oder wiederverwendbar.
    Bedarf für meine 20 Völker in etwa wie zur Verpackung einer Wurststange.
    Die einzige Möglichkeit der umweltgerechten Verwendung von Aluminium für meinen
    Bedarf wäre, die Staniolverpackung meiner Lindt Schokolade auszustreifen, und
    mit dieser dann die Hülsen zu fertigen.
    Bissl Ironie muss auch sein.
    Fritz

    Nigra- es gibt halt Antworten, welche von mir aufgrund doch schon lange zurückliegender Kinderstubenmanieren einfach übersehen oder überlesen werden.
    Hier geht es nicht um den Unterricht aus einem erfolgreichen Hochfinanzland, sondern um die Bekämpfung eines Parasiten.


    Hardy: Ja, hab ich auch versucht. Nur hat mich gestört, dass immer schon ein kurzer Dampfschwall beim Füllen ausgetreten ist.
    Mein Verdampfer hat keinen Feder-Kugelverschluss, sondern einen Deckel-Bajonettverschluss. Da ist immer eine Stresssituation entstanden. Auch die Länge der Hülsen waren von Vorteil, weil das Einfallenlassen in die *Brennkammer*
    einfacher war.
    Jetzt, wo ich die Tabletten verwende,ist dies ohnehin *Schnee von gestern*.


    Wünsche einen schönen Sonntag
    Fritz

    Hallo Radix-
    stimmt genau. Laut Anweisung des Herstellers 1 Tablette á 1 Gramm pro Einheit.
    Als ich noch mit Oxalsäurepulver arbeitetn musste, machte ich mir *Hülsen* aus Staniol (Alufolie)
    Die Alufolie wickelte ich um eine AA Batterie, drehte den Bodel zusammen, und liess das obere Ende
    offen. Mittels Trichter von einem Dampfgerät habe ich diese Hülsen gefüllt. Als Maßeinheit diente
    ein auf 1 Gramm gerichteter Maßlöffel. Die Einfüllöffnung muss beim Verdampfen oben- und geöffnet sein.
    Dies hat gegenüber den Kupferhülsen den Vorteil, dass ich gleich die richtige Anzahl an *Dosierhülsen*
    richten kann, und nicht während der Arbeit das Wechselspiel Wasser-Füllung- nass-trocken etc.
    machen muss.
    Zur Behauptung dass Öxalsäure das Kupfer angreift hätte ich gerne die Nennung einer fachlichen Quelle.
    Dass der Huber Franzl dem Maier Hansl was flüstert-ist mir zuwenig. Im Merck Sicherheitsdatenblatt ist
    keine Gefahr angeführt.


    Schönen Sonntag
    Fritz

    So, ich bin (für euch) aus dem Ösiland.
    Bei uns ist die Verdampfung erlaubt, dafür Perizin verboten. ....und dies im ver/geeinten Europa.


    Die Beschreibung meines Verdampfers.
    Ich verwende einen Sebstbau, wie er damals von den *Pionieren* der Verdampfer gefertigt wurde.
    Auch ich habe zu dieser Zeit schon mit der Verdampfung begonnen.
    Vor nun schon einigen Jahren habe ich vorerst auf 12 Volt Lötkolben ein Kännchen geschweisst, und
    darin die Tabletten verdampft. Später habe ich Alublöcke mit Vertiefung fertigen lassen, und habe
    Glühkerzen vom Dieselmotor in einem Loch als Heizquelle verwendet. Hatte für diese Prototypen viel
    Geld ausgegeben....nur hat es damals noch keine Verdampfer zum Kaufen gegeben.


    Meine ersten Versuche waren durch ein 12 mm Loch im hinteren Putzteil, wo ich das Rohr eingesteckt habe.
    Ganz nach Vorschrift habe ich alle Fugen (Flugloch etc) verschlossen.
    ....befriedigt hat mich diese Vorgangsweise jedoch nicht.
    Ich habe mir dann Deckelrahmen gefertigt, und habe in diesen ein 12 mm Loch gebohrt.
    Als obere Abdeckung habe ich ein Plexiglas mittels Silikon aufgeklebt.
    Jetzt kann ich punktgenau oberm Bienensitz den Rauch (Dampf) austreten lassen. Zielpunktlandung!
    Das Flugloch bleibt geöffnet.
    Ich verwende die Tabletten der Kurdrogerie Resch, weil mir das Pulver zu umständlich ist.
    Ein großer Fehler war, dass man vorerst 1. viel zu heiß das Rohr befeuert hat, und 2. zuviel Luft
    durch eine Pumpe oder Ventilator eingeblasen hat. Es braucht nur soviel Luft austreten, dass es
    den Rauch aus der Kammer drückt. Ein Blaserl....
    Wie habe ich diese Probleme gelöst?
    Wenn der Rauch aus dem Rohr heraus tritt, drehe ich das Gas ab. Die vorhandene Hitze reicht leicht aus,
    um die Tabletten (2 Stück bei 2 Einheiten) zu verdampfen.
    Für die Luft habe ich eine alte (noch vor des Gebindeeinsatzes) Propangasflasche mit einer Druckluftarmatur
    umgebaut. Diese Propangasflasche wird mittels Kompressor gefüllt. Hier kann ich wirklich einen minimalen
    Luftaustritt regeln. 90% der Verdampfung geschieht ohne Druckluft, sondern nur durch den eigenen
    Austritt.
    Die Sicherheitsregeln, wie (echte Gas-)Maske, Brillen und Gummihandschuhe werden eingehalten.


    Die Oxalsäure wirkt nachweislich sehr gut.


    Schönes Wochenende
    Fritz

    Wildbau gibts oben - und Wildbau gibts unten.


    Hallo Imkerkollegen.


    Ich habe heute bei einigen Völkern den Wildbau (ganz trocken)
    aus dem Boden ( 7 cm hoch) entfernt, weil ich neue Rahmen
    für die Varroakontrolle bekommen habe-
    Ich habe ein ca 70 cm langes Haumesser,mit dem habe ich
    vorsichtig den Wildbau herunter geschnitten. Mit einer Krücke
    habe ich dann den Boden gereinigt, und die neuen, verbesserten
    Varroengitter eingeschoben.


    Das ist doch nicht ganz falsch? oder?


    Beste Grüße
    Fritz

    Ich unterstreiche alle vorhin gemachten Antworten. Es ist richtig, dass um diese Zeit im
    Volk nicht mehr herumrumort werden darf. Das Jahr ist gelaufen.
    Ich habe auch geschrieben, dass *wenn ein Fehler* beim Erweitern gemacht wurde,
    und dadurch unbebrüteten (jetzt natürlich nicht eingetragenen) Waben zwischen dem Bienensitz
    und der Futterquelle hängen, diese als Schied wirken.


    Als ich den Fehler durch eine Falschinformation machte, waren auch unbebrütete, schlecht ausgebaute
    Mittelwände/Waben die Wurzel des Übels.
    Facit: Die Bauerneuerung funktioniert im Herbst besonders gut, wenn man diesim ganzen Block macht.
    Mischen von ausgebauten Waben mit Mittelwänden....funktioniert nicht.


    Ich hab mich noch nicht getraut....verschiebe esschon jahrelang....will es aber im nächsten Herbst machen,
    das Abstoßen der Bienen nach der Ernte auf Mittelwände, und bilden von Brutscheunen.
    Da werd ich aber noch Rat von euch einholen.


    Jetzt mal 3 Tage bissl ausspannen in Kärnten


    Gruß
    Fritz

    Ausschnitt 1:;
    Heller, hygienischer Wabenbau
    ist wesentliche Voraussetzung für
    gesunde Völker. Hinweis: Im
    Brutbereich keine Jungfernwaben
    einstellen, da diese jetzt von den
    Königinnen nicht mehr belegt werden.

    Die Aufzucht der Winterbienen
    ist in vollem Gange und die


    Zit.2:
    Unteres Magazin dunkle Waben und helle (*Jungfern*Waben) herausnehmen.


    ....das müsste fürs Verständnis, auch ohne Erklärung eines Schiedes reichen.


    Wievon wald&wiese richtig gesehen, sind diese Waben ja durch einen Bearbeitungsfehler
    im Brutbereich vorhanden. Meistens wird eine Mittelwand zu spät an den Brutbereich gehängt.


    Alle können nicht den Wissensstand von Wulle haben.
    Er darf einmal- am Jüngsten Tag.....zur rechten Hand Ambrosius sitzen.
    Fritz

    Hallo Ralph


    die ganze Aktion bezieht sich natürlich auf die Anordnung des Wintersitzes schon gleich nach der Ernte.
    Jetzt....auf die Finger setzen. Heute bekommen 4 Völker,welche lange stark in Brut waren,
    noch 3 Liter....dann Feierabend.
    Die restlichen 16 Völker haben schon den Vermerk *winterfertig*.
    Diese warten noch auf die Restentmilbung.....dann Ruhe bis ca. 10.Feber. Um diese Zeit ist bei uns der
    Reinigungsflug, und mit Freude kann man dann schon einige Hoserln von der Haselnuss oder Erle sehen.
    Hoffen wir`s.
    Fritz