Beiträge von wald&wiese

    Zum Thema:

    Vor etwas mehr als 4 Wochen war die Varroabehandlung bei meinen Völker abgeschlossen für dieses Jahr. Dachte ich. Als ich letzte Woche noch ein wenig Ordnung bei den Bienen machen wollte, bemerkte ich vor den Völkern Krabbler im Gras, teil ohne Flügel, teil mit normal ausgebildeten Flügel. Da bin ich erschrocken und habe nochmal ein Stoßbehandlung gegen die Varroa gemacht. Nach 3 Tagen, heute, die Windeln kontrolliert. Etwa 50 Milben pro Volk gefallen. Und das wenige Gemüll auf der Windel sagt mir: Brutfrei.

    Auf einem anderen Stand, weniger als 50 m vom ersten Stand entfernt: Viel Gemüll (die brüten noch) und ca. 300 bis 500 Milben pro Volk auf den Windeln.

    Der Stand mit den vielen Milben steht fast in der Sonne und etwas windexponiert, der andere mitten im Wald, viel weniger Sonne, aber auch sehr viel weniger Wind.

    Oft beobachtet - Ende Sept. fallen trotz Maßnahmen vorher (TBE, AS, OXS) wieder viele Milben. ....


    Es ist praktisch eben nicht alles so, wie theoretisch immer beschrieben. ....

    Holzauge sei wachsam!

    Genau so ist es!


    Heute, bei schönen, warmen Wetter war ich bei einem Stand um noch Ordnung zu schaffen und was entdecke ich im Gras vor den Beuten: Einige Krabbler (manche mit augenscheinlich intakten Flügeln, manche mit Stummelflügeln). Als ich vor 14 Tagen die Varroa-Behandlung abgeschlossen hatte, fielen keine Milben mehr auf die Windeln, die Völker sahen auch sehr gut aus, nix auffälliges entdeckt.

    ... nun werde ich in der kommenden Woche nochmal behandeln....

    ... aber ich folge der Denke das sie zurück fliegen, bis mir jemand das Gegenteil plausibel erklärt.

    .... warum sie nicht fliegen können, das weiß ich nicht. Aber dass sie nicht fliegen können, das konnte ich inzwischen in 50-jähriger Imkererfahrung feststellen. Es gab davon auch keine Ausnahme.

    Meine Frage: Volk in 30m abkehren und Königin im Ausfresskäfig in die Beute auf alten Platz einhängen.

    .... ja, so würde ich es auch machen. [Allerdings bin ich inzwischen zu faul 30 m zu laufen, 5 m reichen auch völlig aus].

    Noch ist es warm (jedenfalls hier), so dass die Königin ordentlich Brut anlegen kann.

    Die Bienen erkennen diese Schädigung und räumen aus - und zwar eben DWV-geschädigte Puppen und nicht unbedingt Zellen, in denen Milben hocken.

    Danke für die Information!

    ... jetzt könnte man eventuell manche "Ausreißer" bei der Selektion erklären... und wenn das so ist, wie von Genersch beschrieben, dann hat das auch Implikationen auf die Varroa-Selektion.....

    Keinimker 6 setzten. Solche 0-Aussagen/Mutmassungen helfen keinen,

    ... das sind doch keine Mutmaßungen! Hier z. B. ist es die Nationalparkverwaltung, die explizit keine Honigbienen im Wald haben will (verbietet). Allerdings: schriftlich bekommt man diese Aussage nicht, nur mündlich. Meienen Email-Verkehr mit diesen Leuten habe ich allerdings gut gesichert, wer weiß, wann ich ihn nochmal brauche.

    Oha, das heißt das du Waben ziehst während du aufütterst.

    nein.

    Vor dem Aufsetzen der Futtergeschirre mache ich die große Herbstinspektion. Da schätze ich auch den Futtervorrat in jedem Volk. Der wird auf der Stockkarte vermerkt. Entsprechend füttere ich ein. Beim Runternehmen der Futtergeschirre schaue ich immer die Randwaben (bei Warmbau die fluglochferne Wabe - bei Kaltbau eine von beiden Randwaben an). Damit ist man immer auf der sicheren Seite, damit man einem Volk nicht zu wenig füttert.

    Wer ausreichend Futter gibt und ausreichend starke Völker einwintert, sowie mit OXS sprüht oder bedampft als Winterbehandlung hat fast keine Verluste mehr.

    ..... theoretisch mag das so sein, praktisch ist das aber "etwas" anders: Selbst ohne Milbe und perfekter Einwinterung (starke Völker und genügend gutes Winterfutter), gibt es im langjährigen Durchschnitt etwa 10% Winterverluste. Über die Ursachen dafür darf man spekulieren ... [... es wird ein Sammelsurium von Ursachen geben, die der Imker auch größtenteils nicht beeinflussen kann].