Beiträge von wald&wiese

    Irgendwie ist das bisher an mir vorbei gegangen. Bienenwohl soll jetzt Oxybee heißen und eine europäische Arzneimittelzulassung haben:

    https://www.infoimker.de/2018/…saeure-basis-veto-pharma/


    Ist zumindest eine Alternative zur Ameisensäure. Noch ein wenig warten und bei Brutfreiheit mit Oxybee behandeln. Ganz legal.

    (und wer's nicht glaubt, hier die Oxybee SPC der EMA (europäische Arzneimittelbehörde):

    http://www.ema.europa.eu/docs/…ry/004296/WC500245638.pdf

    Täuschend wenig Milben?


    ... ich denke, es täuscht!


    Gestern habe ich ein Volk auflösen müssen, weil es völlig vermilbt war. Es war mal in meiner Schaubeute (2 Waben DNM), im Mai als Kunstschwarm erstellt und wurde Mitte August in eine normale Beute gesetzt und gefüttert. Die Futterabnahme war sehr zögerlich. Gestern bei der Kontrolle habe ich die Reißleine gezogen: Massenhaft Bienen mit verkrüppelten Flügeln, dazu noch Milben auf den Waben spazierend. Ein Schwefelfaden hat das Elend beseitigt.


    Alle anderen Völker auf diesem Stand sehen gut aus, nur sehr wenige Milben auf den Windeln bei/nach der Behandlung.

    Ja, dieses Jahr hat es den Anschein, als ob durchschnittlich weniger Milben in den Völkern wären, als sonst. Aber: Durch das Frühjahr (warmer Januar, sehr kalter Februar und März), sind die Bienenvölker schwächer, als in "Normal"jahren in den Frühling gestartet, d.h. sie habe sehr spät mit großen Brutflächen angefangen und die Brut, die im Januar angelegt wurde, sollte gar nicht zum Schlupf gekommen sein. So jedenfalls hier (in anderen Gegenden mögen die Temperaturen völlig anders gewesen sein). Wenn das Brutgeschäft verspätet ist, dann ist auch die Populationskurve der Milben verspätet im Jahr. Es könnte also sein, dass Ende September sich erst die Milben auf den Windeln zeigen, die jetzt noch in der Brut sind. Und dann ist das Staunen bei den Imkern wieder groß, woher die großen Massen von Milben kommen.

    ... ich kaufe dort, wo ich meine Beuten gekauft habe, wo die Rähmchen rein sollen.

    Denn ich mußte schon sehr schmerzhaft feststellen, dass es die Hersteller mit den Maßen nicht so genau nehmen. Entweder die Rähmchen sind 0,5 mm zu lang und passen nicht in die Beute oder sind zu kurz und rutschen beim Wandern von den Auflageschienen.

    Das Motto der Tiefenökologen: "Die Welt hat Krebs, der Krebs heißt Mensch" ... wer sich auf dieses Niveau begibt, dem ist nicht mehr zu helfen!


    Was die Diskussionen Honigbiene versus Wildbienen angeht: Die Honigbiene ist eine natürlich Waldbewohnerin der eurasischen Wälder. Und ohne den Einfluß des Menschen könnte sie sich gut allein in ihrem Habitat halten. Aber durch den Einfluß des Menschen hat sie einen Parasit (Varroa), der sie umbringen wird (o.k. ich bin da anderer Meinung, aber das zählt nicht). Ergo: Ohne die imkerliche Pflege keine Honigbienen mehr!


    Und es ist lächerlich Honig- und Wildbienen so oberflächlich zu vergleichen, wie es "Naturschutzverbände" und Medien machen. Wer kennt sich denn mit dem Wildbienenspektrum in Mitteleuropa aus und kann exakte Meßdaten vorweisen, inwiefern die Konkurrenz der Bienenarten Auswirkungen auf die Populationsgrößen der einzelnen Arten hat? Alles, was es diesbezüglich gibt, die theoretische Erwägungen und Interpretationen von grottenschlechten Meßreihen.


    Außer Ideologie nix substantielles! Das schlimme ist aber, dass es von nicht wenigen Menschen geglaubt wird. ("....weil's in der Zeitung steht")

    Im realen Wirtschaftsleben aber scheut der Imkerbedarfshandel den bürokratischen Mehraufwand ebenso und bietet deshalb keine lizenzierten Gläser an.

    Damit gräbt sich der Imkerbedarfshandel selber sein Grab!

    Ich wollte eigentlich einige größere (Ersatz)investitionen tätigen. Aber solange ich noch nicht weiß, wie es real ab dem 01.01.19 mit dem Honigglasverkauf weiter geht, warte ich. Und wenn man sich registrieren und bezahlen muß, so werde ich mir überlegen, die Imkerei ganz aufzugeben (oder nur 1 bis 2 Völker zur eigenen Honigversorgung zu halten). Und wenn viele Hobbyimker solche Gedanken haben, dann kann der Imkerbedarfshandel zumachen.

    Ich jedenfalls will beim Hobby nicht der Knecht und Zahlmeister für Bürokratie und Geschäftlhuber sein.


    Selbst unter Honecker ging es freiheitlicher zu, da bekam man beim Altstoffhändler noch Geld für's Glas.