Beiträge von wald&wiese

    Eine Übersicht zur Diskussion der in PLOS One veröffentlichten Studie findet sich hier.

    (Verweis auf BildBlog.de gefunden)

    ... das Interessante am Artikel des Herrn Schwägel ist, dass er einerseits die Dinge "von allen Seiten" beleuchtet, andererseits aber auch wieder der heute gängigen Ideologie der "politischen Korrektheit" frönt. Das erinnert mich sehr stark an alte Zeiten, da mußte man auch immer einen "festen Klassenstandpunkt" haben und dem "wissenschaftlichen Kommunismus" frönen. Für mich sind die Gemeinsamkeiten zwischen der damaligen und heutigen Zeit frappierend aber auch extrem beängstigend.


    Um den Wert der Originalarbeit in PLOS ONE beurteilen zu können, ist dieses Faktum entscheidend:

    Zitat

    Deutlich gemacht wird zudem, dass die Zahlen nicht auf jährlichen Messungen an denselben Orten über den Zeitraum von 27 Jahren beruhen, sondern auf der Analyse einer Vielzahl von Einzelmessungen an verschiedensten Orten.Diese werden zwar mit gängiger Modellierung für repräsentativ erklärt, aber eben nur für Gebiete, die den untersuchten Gebieten ähneln

    ......

    Gemessen wurde aber weder die Artzusammensetzung noch die Zahl der Tiere, sondern die Biomasse (die zwischen schweren Käfern und leichten Mücken stark schwankt).

    Die ermittelten Daten sind das eine, die Interpretation derselben das Andere. Man sollte vorsichtig interpretieren, damit man glaubwürdig bleibt.

    Darf ich jetzt evtl noch nachfüttern, oder dann lieber im Frühjahr?

    ... ich glaube nicht, dass die Bienen jetzt noch Futter abnehmen. Also lieber bis zum Frühjahr warten mit dem Füttern. Dann allerdings ganz genau kontrollieren, sonst könnten sie eventuell verhungern.

    Im Winter wird nicht viel Futter gebraucht, erst wenn wieder Brut gepflegt wird, geht der Futterverbrauch kräftig in die Höhe. Die meisten Völker verhungern nicht im Winter, sondern Ausgangs des Winters, bei der Durchlenzung.

    Nach meinen Erfahrungen sind kleine 4-eckige Kassetten nicht besonders gut, weil die Bienen die ecken in den seltensten Fälle auch ausbauen. Da sind runde Sektionen schon sehr viel besser.

    Desweiteren sollte ein kleiner Anfangsstreifen sein, ansonsten wir "kreuz und quer" gebaut.

    Bei mir wird diese Technik genutzt:

    http://www.wandergestell.de/wabenhonig.htm

    Mit Verlaub, aber meine Meinung wird immer wieder bestätigt: Kauft euch eine Mittelwandpresse (o.ä.) und verarbeitet euer Wachs selber! Nur dann kann man ruhig schlafen.

    So eine Mittelwandpresse kostet zwar auch erstmal Geld, aber sie amortisiert sich relativ schnell. Und im Winter so einige wenige Tage (weniger als eine Woche bei mir) hat man Zeit, die Mittelwände, die man braucht, selber herzustellen.

    Damit trocknen wir den Sumpf der "Geschäfdlmacher" auch noch aus.....

    Früher (als ich noch in einem anderen Kreis lebte - vor mehr als 4 Jahren), war es üblich, dass der Amtmann mindestens einmal (manchmal aller halbe Jahre) im Jahr kam, die Hygiene kontrollierte und immer ein Glas Honig zur Analyse mitnahm.

    An meinem jetzigen Wohnort war die Amtsfrau auch schon einmal da. Hat aber kein Glas Honig mitgenommen. Und hat gesagt, dass sie in 2 Jahren wieder kommt.


    Die Praxis scheint von Landkreis zu Landkreis und Amtsperson zu Amtsperson sehr unterschiedlich gehandhabt zu werden.

    ... habe ich etwas Angst, dass das zu Kämpfen zwischen Bienen und Wespen um Futterkränze auf den Brutwaben führt. Oder muss ich die nicht fürchten?

    Ein starker Ableger/Volk sollte ohne Probleme mit den Wespen fertig werden. Wichtig ist aber das Einengen des Flugloches auf ca. 1-2 Bienenbreiten.

    ich hab mir meinen Bienenstand mit 2Meter Länge für vier Dadantbeuten gebaut.

    Dadantbeuten, da hängen doch die Waben im Kaltbau drin, oder?

    Wenn Kaltbau, dann nur jeweils 2 Beuten auf einem Beutenbock, damit man die Völker von der Seite bearbeiten kann. Ansonsten hat man keine Freude beim Bearbeiten der Völker.


    Und die Balken bitte immer hochkant nehmen, dann biegen sie sich nicht so stark durch.

    Ich weiß nicht..... Was soll jetzt, Ende September die Behandlung gegen die Varroa bringen? Die Winterbienen sind bereits erbrütet, wenn sie varroa-geschädigt sind, wir das Volk Ende Dezember nicht mehr existieren. Für die Restentmilbung ist es noch zu früh, weil ja doch einige Völker noch Brut pflegen. Warum also jetzt behandeln? ... es gibt keinen guten Grund dafür! Nur das Gewissen des Imkers wird erleichtert.

    Man sollte auch nie vergessen: Man kann auch Völker totbehandeln!

    ... Luftlinie zwischen den Ständen vielleicht vier Kilometer, beide am Waldrand, gleich hoch, gleich sonnig. Und nu?

    Man kann nur spekulieren: Das (für uns nicht fühlbare) Mikroklima völlig verschieden zwischen den Ständen?

    Habe geraume Jahre Anfang Oktober Futterkranzproben von den Völkern genommen. Meist um den 03. Oktober 'rum und dabei war immer, bei allen Völkern, folgendes Bild zu sehen: Die Altvölker völlig brutfrei, die neuen Völker hatten nur noch wenige Flächen auslaufende Brut. Daß die Völker um die Weihnachtszeit herum wieder Brut pflegten, konnte ich anhand der Windel nie feststellen. Allerdings ist der Niederrhein meteorologisch auch nicht mit dem Mittelgebirge bzw. dem mitteldeutschen Flachland zu vergleichen. Da gibt's schon Temperaturunterschiede. Und die Bienen könnten auch darauf reagieren und das Brutgeschäft im milden Klima früher beginnen.