Beiträge von Michael

    Für den Südwesten kann ich das nicht bestätigen. Brutnester sind reduziert, aber 90% der Völker sind noch in Brut.

    Scheinbar ist es wie mit der Mode.

    Alles schon mal dagewesen.

    Alles wiederholt sich in gewissen Zyklen.

    Wer einmal die Imkerliteratur der 50er und 60er liest, findet dort die tollsten Diskussionen über Wärmhaushalt, Dämmung und ...Wärmeschied. Da wurde diskutiert, daß die Fetzen flogen, da wurde gemessen, gebastelt, verbessert, verworfen, verkauft. Und viele kluge Vorträge gehalten.

    "Wärmeschied" war in manchen Jahren echt der "heißeste Scheiß", es gab sogar elektrisch beheizte Wärmeschiede!

    Nur von 26cm dicken Beutenwänden habe ich bislang noch nichts gelesen.

    Ich hab die Jungs letztens gefragt. Die wollten die PLZ, weil in irgend einem Eichgesetz steht, der genaue Standort der Waage sei erforderlich. Und zwar die PLZ des Besitzers. Von Nutzer war keine Rede.

    Gravitation, Erddrehung oder eventuelle Darmwinde sind denen egal.

    Hier auch erfreulich viele einheimische Hornissen. Bei denen habe ich aber auch schon beobachtet, daß sie anfliegend Bienen im Flug vor dem Flugloch wegfangen. Damit vermeiden iei sich den Ärger mit den Fluglochwachen, die sofort im Rudel auf sie stürzen, sollten sie auf dem Flugbrett zu landen versuchen.

    Nur am Rande eine kurze Ergänzung hierzu.

    Melanie von Orlow (#Hynenoptera hier im Forum) geht für die Zukunft davon aus, dass es zukünftig auch bei uns durchbrütende Wespenvölker ganzjährig geben könnte. Frei zitiert aus einem Spiegel-Interview diese Woche.

    Gruß Eisvogel

    Kommt halt auf das Nahrungsangebot an. Wenn auch im Winter durchgehend Futter in Form von Mückenlarven und -maden zur Verfügung steht, werden sich auch die Wespen anpassen. Im Moment sind die allermeisten Nester aber bereits leer.

    Damit bringt eine Vereinigung m.E. nichts, denn 2 Problemvölker vereinigt ergibt ein neues Problemvolk. Da würde ich auflösen und die Bienen verteilen - geht jetzt noch, weil die Kisten noch nicht voll aufgefüttert sind.

    Volle Zustimmung. Außer beim "Verteilen", da hab ich ein wenig Bauchweh. Die Völker haben irgend ein Problen, das ist ja klar. Aber wenn man das Problem -z.B. als Anfänger- nicht genau beurteilen und benennen kann, besteht die Gefahr der Verschleppung in andere Völker.

    Ich habe in so einem Buch auch von einer Soja Fütterung gelesen. Diese sollte den Bienen helfen da Soja und Pollen ähnliche Eigenschaften hätten. Der Imker streute also Soja auf eine leere Wabe und legte sie im freien auf. Ich bin froh das man heutzutage weiß das Bienen in der Nähe der "Tracht" abkoten und es so zur Krankheitsübertragung kommen kann.

    Das hat mit dem eigentlichen Thema aber nichts zu tun. Du redest von Pollenersatzfütterung.

    Das Ganze ist weder neu noch sonderlich gut.

    Wer Zugang zu alter Imkerliteratur aus den 50er hat, der kann nachlesen, dass das "offene Füttern" auch hier bei uns gute imkerliche Praxis war. Die Institute, Wanderlehrer, aber auch die Amtstierärzte führten damals einen regelrechten Feldzug gegen diese "Unsitte".

    Nur langsam konnten sich dann die Fluglochfütterer und die heute noch erhältlichen Futterballons durchsetzen.