Beiträge von honigmayerhofer

    .......Eine Entfernung einer Wabe gerade bei diesem noch recht warmen Wetter ist überhaupt kein Problem für die Bienen. Wenn der Baum umfällt, in dem sie gehaust haben oder wenn Wachs brüchig durch die Kälte wird, überlebt das Volk auch solche Sachen.....



    Klar, dieser zitierte Baum fällt bei manchen Imkern anscheinend jetzt noch jede Woche um. Dr. Liebig definiert Störung der Bienen so: Wechselhafte Witterung? Das Wetter? Wenn der Imker nicht stört, gibt es keine Störungen, egal wie Witterung und Wetter verlaufen. Wer eine Stockwaage hat weiß genau, wenn Tracht ist und man werkelt an den Bienen, dann ist die Tagesausbeute sehr sehr schlecht.

    Die alten Imker hätten dir so auf die Finger gehauen, wenn du im späten Oktober oder November noch an der Bienen gearbeitet hättest. Die Bienen bereiten sich doch nicht umsonst für den Winter vor. Warum kitten die schon meist im Oktober jede Ritze in der Beuten aus, warum verrkitten die Rähmchen!

    Warum verkitten die das? Weil sie ihnen Spaß macht oder? Ja verdammt weil sie Ruhe haben wollen und sich auf den Winter vorbereiten.

    Ich vergleiche das immer so, wenn jetzt einer vor dem Winter ständig in mein Haus eindringt, obwohl er nichts zu suchen hat, schmeißt mir in der Speisekammer alles durcheinander und ordnet es nicht genau so hin wie ich es gehabt habe, es ist alles locker, obwohl ich es festgeschraubt habe, es wird kalt in der Bude und meine Kinder frieren, das erzeugt Stress und macht krank und so gibt es den Bienen auch! Die Bienen gehen mit Sicherheit an den dauernden Störungen eher ein als an der Varroa. Schade, für viele Menschen gibt es keine Natur mehr, keine Regeln an die man sich halten muss, da wird einfach die Natur den Menschen angepasst und das ist für mich keine Imkerei im Sinne der Bienen. Tiere sollte man, besonders als Hobbytierhalter artgerecht halten, D.h. für mich so wie es die Natur vorgibt. Meine Hühner gehen zum Beispiel gehen jetzt mit der Tageslichtabnahme auch besser aus der Eiablage, aber deswegen mache ich Ihnen auch im Stall kein Kunstlicht.

    Nach der Erzeugung der Winterbienen, das ist August, September da kann man einfach nicht mehr viel machen, da stirbt auch ein Bienenvolk nicht mehr an der Varroa und die Winterbehandlung ist für mich unerlässlich und da ist es egal ob ganz Brutfreiheit oder eine Handvoll Brut, größere Brutflächen werden sie bei mir an Weihnachten sicherlich nicht haben, anscheinend brüten sie aber bei anderen Imkern voll durch, das wäre aber unnormal und das könnte ganz andere Gründe haben, eventuell sind die Bienen schon irgendwie Varroa - oder oder virengeschädigt, dass sie nicht aus der Brut gehen und da hilft auch das oftmalige Nachschauen nicht. Die Bienen wissen normalerweise wann sie aus der Brut zum gehen haben, das ist die Natur, die es perfekt eingerichtet hat und ihnen das Überleben sichert und durchbrüten steht nicht im Programm der Naturgesetze.

    Wenn ich manche Beiträge lese, dann verstehe ich auch Veganer die keinen Honig essen. Die essen keine Produkte wo Tiere leiden, bzw. ausgebeutet werden und mittlerweile wächst mein Verständnis für sie immer mehr.

    Anscheins haben ich und andere Kollegen in Bayern ein anderes Klima oder eine andere Biene, wenn die bei euch " schon wieder" in Brut sind.

    Wenn es so wie bei euch wäre, dann hätte ich Jahrzehnte lang zur falschen Zeit behandelt.

    Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass Weihnachten ein falscher Zeitpunkt wäre, dazu muss man doch nicht jedes Jahr die Völker auf Brutfreiheit untersuchen.

    Der Beginn des Brutgeschäft hat zum einen etwas mit den steigenden Temperaturen zu tun und zum anderen mit dem Ansteigen des Tageslichts, nicht umsonst heißt es, wenn der Tag wächst, dann wächst auch das Brutgeschäft.

    Die Bienen werden an Weihnachten auch keine solchen großen Brutflächen haben, dass eine Varroadezimierung nicht ausreichend ist um die Völker bis zum Herbst zu bringen.

    Obendrein gibt es bis dahin dann noch die Möglichkeiten der Ablegerbildung, des Drohnenwabenschneides. Die Ablegerbildung ist eines der wichtigsten Komponenten einer erfolgreichen Imkerei. Jedes Bienenvolk muss einen Ableger ergeben, hierbei kann ich die Varroen im Altvolk und sowieso im Ableger entscheidend dezimieren und die wichtigen Zeitspannen für den Herbst gewinnen, denn die meisten Völker gehen im August beziehungsweise September an der Überpopulation der Varroen kaputt.

    Es ist eine Folge von Maßnahmen, die entscheidend sind ob man die Völker über den Winter, beziehungsweise über das ganze Jahr bringt.

    Imkern muss doch nicht so kompliziert sein!

    Weihnachten zu behandeln ist sicher nirgends verkehrt, denn in Hamburg wird der Tag auch nicht anders wachsen als im Allgäu oder auf der Zugspitze. Natürlich kann es Ausreißer geben, aber wie gesagt, durch die nachfolgenden Maßnahmen im Frühjahr kann man dies auch wieder auffangen und wenn man das nicht macht dann hilft manchmal auch die ganze Brutfreiheit nichts.

    Frage: Warum habt ihr, die ihr genau die Brutfreiheit überprüft dann Varroaprobleme.?

    Einige Tage knackige Fröste (nicht Rauhreif), so zumindestens halte ich das. Drei Wochen nach diesen Frösten kann man davon ausgehen, dass die Bienenvölker brutfrei sind. Kleine Ausreißer wird es immer geben, aber die bestätigen die Regel und sollen niemanden daran hindern so zu verfahren!

    Woher weiß ich die Entwicklungszeiten der Bienen, 16, 21,24 Tage?

    Natürlich durch das Lesen vieler Bücher und Zeitschriften!

    Ich habe hier einen Link angehängt, natürlich wenn man den Bieneninstituten nicht glaubt, solche Leute soll es geben dann muss man es selbst herausfinden.

    Der Verfasser dieser Masterarbeit hat sogar die Brutfreiheit kontrolliert!

    Siehe Seite 20 Restentmilbung, steht ganz am Schluss!


    https://www.jagsttalimkerei.de…erarbeit_DanielPfauth.pdf

    Imkern heißt, den anvertrauten Bienen höchstmögliche, sie nicht behindernde und vor allem naturnahe Unterstützung angedeihen zu lassen und naturnah heißt eben zu überlegen, wie es bei Ihnen wäre, wenn sie wild lebend wären.

    Wenn ich jetzt noch immer in die Völker schaue ist das nicht nötig. In einem, im Baum lebenden Bienenvolk schaut doch auch niemand nach. Pollen? Was will man da jetzt schauen, verändern?. Die haben vorgesorgt und wissen auch wo der hingehört! Futter? Die Bienen wissen wo Sie ihre Futtervorräte einlagern müssen, besser als der Imker. Futterkontrolle auf Gewicht? Ja durch Anheben der Beuten. Kontrolle der Brut - warum? Wir haben doch auch früher bei dem Kühen nicht permanent eine Trächtigkeitsuntersuchung alle paar Wochen durchgeführt und überprüft ob das Kalb noch da ist. 3 Wochen nach den ersten Frösten kann man sicher sein, dass Sie ziemlich aus der Brut gegangen sind (ein kleines Brutnest ist fast immer im Volk). Um diese Jahreszeit ist es schon zu kalt um die Beuten zu öffnen, die Bienen können die Bruttemperatur mangels Außentemperatur und Bienenmasse nicht mehr so einfach halten. Meistens A. Dezember haben wir diese Fröste und so ist eine Behandlung um Weihnachten zeitlich nicht falsch, außerdem wird man ohnehin nie alle Varroen erwischen, sonst hätten wir diese schon ausgerottet. Das Wort Brutfreiheit halte ich für nicht angebracht

    Ich führe an einem wärmeren Sonnentag, wenn meine Beuten von der Sonne angestrahlt werden eine Beträufelung mit OS durch, hier ist auch gewährleistet, dass die Bienen etwas aktiver in der Beute sind und so für eine schnellere Verteilung sorgen. Wichtig ist dann im März die Beuten durch Anheben auf Vorräte zu überprüfen, da kann es so manche Überraschung geben.

    Natürlich will ich niemand vorschreiben wie er seine Bienen zu behandeln, aber es sollte ein kleiner Denkanstoß sein.

    Habe ich noch was vergessen?

    Wenn die Völker bis E. Oktober überlebt haben, dann ist es gut.

    Die gefährlichste Zeit ist August / September bei der Winterbienenerzeugung.

    Für mich ist der wichtigste Zeit wo ich noch mal mit Oxalsäure fühle ist meist um Weihnachten und da wird nur der Deckel abgenommen.

    Warum muss man jetzt die verkitteten Waben rausnehmen?

    Warum muss man die schon angelegten Winterzehrwege ( Öffnungen manch untere Waben ausgebissen) eventuell umsortieren?

    Warum muss man jetzt wissen was im Bienenvolk los ist?

    Welche Maßnahmen sind jetzt noch sinnvoll, um den Bienen das " über den Winter zu kommen" zu erleichtern?