Beiträge von Salweide

    Wer sich für den Erhalt der genetischen Vielfalt der Honigbiene interessiert,

    sollte unbedingt im Nachbarfaden < Open Source in der Bienenzucht > lesen,

    da insbesondere den Vortrag von Walter Haefeker " Kein Patent auf Bienen" Ich finde : ein Muss für uns alle. Der Winter ist ja noch lang...

    Morgen, Samstag den 12.11.'22 gibt es im Rahmen der JHV der Gdeb einen Vortrag von Walter Haefeker zum Konzept Open Source in der Bienenzucht. Für die meisten von uns war das noch kein Thema, weil durch die Mehrfachbegattung und das Fehlen professioneller Akteure eine Entwicklung wie beim Saatgut oder der professionellen Nutztierzucht schwer vorstellbar war. Durch die Erfolge der Varroaresistenzzucht ist aber eine gewisse Dringlichkeit eingetreten, diese Erfolge vor Patenten zu schützen, um Zucht weiterhin für alle Imker möglich zu machen. Gangbare Wege und auch die Schwierigkeiten dabei sind Thema des Vortrages, angedachter Start ist 14 Uhr, die Dauer ist ungefähr zwei Stunden mit der Möglichkeit, dem Referenten Fragen zu stellen.


    Ich freue mich auf rege Teilnahme, in Präsenz in Aua oder daheim am Bildschirm!

    Wo kann man nähere Informationen über die Belegstelle Stumpfwald

    finden ?

    Der Stumpfwald, nach dem die Belegstelle benannt ist, stellt mit etwa 1500

    Hektar das Tor zum Pfälzerwald dar, der größten zusammen hängenden

    Waldfläche Deutschlands mit 180 000 Hektar. Seit 1992 bildet er zusammen

    mit den Nordvogesen im Elsass das grenzüberschreitende UNESCO Bio-

    sphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Nicht nur schier endlose Wald-

    flächen, sondern auch tiefe Einschnitte und Täler umgeben von steil auf-

    ragendem Wald kennzeichnen das Biosphärenreservat.

    Die Belegstelle selbst kenne ich nicht, von meinen Wanderungen her würde ich sagen, es gibt wohl kaum einen besseren Standort . Näheres würde ich bei der Geschäftsstelle des Imkerverbands Rheinland- Pfalz erfragen (siehe link ).

    Dort ist ja auch ein < Arbeitskreis Dunkle Biene > genannt, für Imker, die

    sich am Projekt beteiligen wollen.

    Die Belegstelle ist noch jung ( 2021 ) , die Bemühungen zum Schutz der

    Apis mellifera mellifera durch den Imkerverband dauern sicher schon

    Jahre an. Möglicherweise hat die Aufnahme der UNESCO der < tree beekeeping culture > ( Zeidlerei ) in die Liste des " Immateriellen Kultur -

    erbes der Menschheit " im Jahre 2020 dem Anliegen ein wenig Aufwind verliehen. ( siehe #30 im Faden < Imkerei in anderen Ländern > ). Im

    UNESCO Biosphärenreservat finden Bestrebungen zum Erhalt der genetischen Vielfalt unserer Honigbiene doch nochmal einen anderen

    Rückhalt - mit den Imkern.

    Mich hat es jetzt doch konkreter interessiert und ich habe beim Vorstand

    unseres Imkervereins nachgefragt. Aktuell ist ihm niemand bekannt, der

    die Dunkle Biene am Stand hat, er hat mich jedoch auf die Seite des

    Imkerverband Rheinland-Pfalz ( Mitglied im DIB ) verwiesen


    < Arterhaltung der dunklen Honigbiene durch den Imkerverband

    Rheinland-Pfalz >

    https://www.imkerverband-rlp.d…20westlichen%20Honigbiene.


    Es gibt in Rheinland- Pfalz auch eine Belegstelle für die apis mellifera

    mellifera


    Belegstelle Stumpfwald – Apis mellifera mellifera

    So Freunde der Bienen, jetzt bin ich so weit durch die Fragen hier zu beantworten. Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. Wer noch mehr zur Dunklen Bienen wissen möchte sei für morgen Abend (Montag der 27.11. 20:30 Uhr) herzlich eingeladen unser Gespräch mit Jürgen Binder zu besuchen. Hier gibts den Link dazu: https://us02web.zoom.us/meetin…iHdKfJXs9vZuYKW2XyaCxht5X
    Der Schwerpunkt dieses Gesprächs wird etwas anders liegen, sodass ihr nicht den selben Vortrag noch einmal hört. Natürlich gibt es hier auch wieder die Möglichkeit Fragen zu stellen.

    Ich freue mich auf weitere Gespräche!

    Vielen Dank für die Einladung ! In diesen Formaten ist gewöhnlich die

    Kommentarfunktion nach der Sendung geschlossen. Aus guten Gründen.

    Wie wird es wohl für die Montagsimker künftig sein, Vortragende

    zu finden, deren Inhalte und Anliegen teilweise derart unsäglich zer-

    pflückt werden ?

    Viel Glück und gutes Gelingen für das Gespräch.

    Meine heutige Empfehlung gilt


    < Die Honigmacher - kein Leben ohne die Bienen > ( youtube 2016 )


    Im Film wird Stefan Mandl als Bienenzüchter inmitten von Wien vorgestellt.

    Gezeigt wird die Entwicklung des Bienenvolkes im Verlauf eines Jahres

    zusammen mit ihrem Imker und seinen Tätigkeiten am Bienenstock

    bis hin zu Ernte und Verarbeitung des kostbaren Honigs.

    Die Faszination für den Superorganismus Honigbiene hat Stefan Mandl

    ergriffen und leitet seine Haltung und Arbeit mit den Bienen. Das kann

    man als Zuschauer förmlich spüren, auch durch die ausgesprochen

    einfühlsame und gekonnte Komposition aus Natur - Filmaufnahmen,

    Musik und Sprecherstimme. Eine grossartige Hommage an die Bienen.


    Was im Film nicht erwähnt wird : Stefan Mandl ist Biologe, Bienenforscher,

    Bio- Imker und Präsident des Österreichischen Erwerbs Imker Bundes.

    In Wien-Schwechat angesiedelt, sind seine Bienenstände überwiegend

    in einem Umkreis von 100 km um Wien zu finden. Der Betrieb bewirt-

    schaftet 7000 Bienenvölker ( Stand 2016 ) und vermarktet seinen Honig

    über eine bekannte österreichische Supermarktkette.

    Der Filmtitel < Die Honigmacher - kein Leben ohne die Bienen > erhält

    dadurch einen Doppel-Sinn für diejenigen, die dies wissen.



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    Im Faden " Imkerei in anderen Ländern " habe ich einige Videos zur Zeidlerei

    vorgestellt. Die Standorte in Polen, Belarus und Russland könnten

    interessante Orte sein für Forschungen zur Apis mellifera mellifera , die

    dort noch heimisch ist. Darauf wurde ich erst aufmerksam durch einen

    Hinweis zu Bienenforschern an der Pennstate University / USA und Uni-

    versität Wageningen / Niederlande. Die Forscher suchen dort im Rahmen

    von ' rewilding projects ' nach möglichen Einflussfaktoren hinsichtlich

    Varroatoleranz bei Honigbienen Populationen, die ohne imkerliche

    Bearbeitung leben.

    sorry, ich hab es noch nicht ganz verstanden. Du sagst, sie ist ausgerottet, bescheinigst ihr aber gleichzeitig, dass sie sich hier besser anpassen kann. Diese wenigen reinen Einzelvölker stammen ja scheinbar nicht aus Deutschland? Wieso denkst du, dass sich eine Biene, die so lange nicht mehr hier lebte, schneller anpassen kann, als die über Generationen hier zwischenzeitlich angesiedelten?


    Gibt es Erfahrungen, woran das liegt ?

    Ich bin zwar nicht die Landimkerei ,


    eine Möglichkeit könnte sein, dass die Apis mellifera mellifera einem hohen natürlichen Selektionsdruck ausgesetzt war, bei dem nur das Überleben der Art zählte. Ohne imkerliche Bearbeitung, die ja die natürliche Auslese einschränkt . Es überleben nur die Populationen, die sich am Besten an die gegebenen Verhältnisse anpassen können. Biologisch betrachtet ist es wohl so, dass zwar diese Anpassung weitergegeben wird, jedoch auch immer Eigenschaften weitervererbt werden, die unter anderen Verhältnissen für das Überleben notwendig sein könnten. So züchtet eben die Natur, wenn man es auf der Ebene der Biologie betrachtet. Dieser, vielleicht besonders anpassungsfähige, Genpool könnte z.B. in den Weiten Russlands bis heute überlebt haben. So berichtet es zumindest der russische Molekularbiologe und Imker Fedor Lazutin aus eigenen Untersuchungen, aber auch anderen russischen Quellen. Genaueres kann ich nicht weitergeben, weil ich nur zufällig in einem Buch darauf gestoßen bin und das auch schon ein, zwei Jahre her ist. Alles nur soweit ich es verstanden habe auf einfachstem Basisniveau.

    Hallo zusammen,

    ich war schon Ewigkeiten nicht mehr hier unterwegs. Aktuell vermarkte ich meinen Honig in Twistoffgläsern, da man die Deckel dieser nicht wiederverwenden kann, möchte ich aus Nachhaltigkeitsgründen auf ein anderes Glas umstellen.

    Ein " relaunch " ( so würde das fachsprachlich heißen) der Verpackung und

    des Verpackungsdesigns in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage ,

    insbesondere im / am Lebensmittelmarkt ? Ich würde das nicht tun.

    Es sind bei mir 750 kg - 1 t Honig also etwas zwischen 1750 - 2500 Gläser, also ziemlich aufwendig. Und dann müsste ich auch 2 € Pfand für die Gläser nehmen, ob das die Kunden bereit sind auszulegen weiß ich einfach nicht. Ich muss mir das in den kommenden Tagen nochmal überlegen.

    Also eine Investition von 3500 bis 5000 Euro nur für das Glas auf deiner

    Seite . Mir fällt da nur ein " never change a running system '.

    Ich finde ein flächendeckendes Mehrwegglas, wie das vom DIB, super, auch die Qualitätsvorgaben, jedoch stört mich massiv der vorgegeben Einheitslook, mit dem vorgegeben Etikett, da fehlt anschließend jedes Unterscheidungskriterium zu Produkten im Supermarkt, am Ende ist dann für manche Kunden alles das Gleiche.

    Alles eine Frage der Blickrichtung :

    Der " massiv vorgegebene Einheitslook " , wie du es nennst, stellt eine

    Marke dar für deren Etablierung andere Lebensmittelhersteller Millionen über Millionen an Werbebudget ausgegeben haben im Laufe ihrer Unternehmens- geschichte. Beim DIB Glas waren es auch Millionen über Millionen, jedoch Imker, die diese Marke und das Vertrauen in sie, letztendlich erschaffen haben. Das kannst und darfst du nutzen, ganz nach deinem Belieben oder selbst Geld in die Hand nehmen, um dir das Vertrauen deiner Kunden zu erwerben.

    Ich vermarkte selber nicht, sehe jedoch beim DIB Glas ganz praktisch einen

    Vorteil, den kein anderes mir bekanntes Glas aufweist : die Haptik . Mit den vertikalen, erhabenen Riefen rundum und dem erhabenen DIB Emblem

    ist es einfach gut und sicher zu greifen. Es liegt für mein Gefühl gut in der Hand. Das spielt bei Jung wie Alt vielleicht auch eine Rolle bei der Kaufentscheidung, wenn auch nur unterbewusst.

    Vielen Dank Euch für diese Sendung. Bis zur Sendung wusste ich nur, dass

    es die AMM gibt, sonst nichts. Kurioser Weise habe ich im Imkerverein

    in sechs Jahren noch nie irgendeine " Rasse " / Unterart Diskussion mit-

    bekommen . Ich muss direkt mal nachfragen, ob es jemanden gibt, der sich

    mit der AMM beschäftigt, denn vielfältig aufgestellt sind wir schon,

    gerade auch von den Trachtverhältnissen her.

    Vielen Dank auch an Jan Gutzeit und Johannes Peters - habt ihr sehr

    gut gemacht. So ein Video kann man dann auch gut im Verein mal einbringen.

    Die 52minütige Reportage

    < Slowenien, Land des Honigs > eine Produktion von GEO (2019)


    begleitet den 30jährigen Erik Luznar, Wanderimker mit 300 Völkern in nun

    4. Generation, durch die Saison. Sein Vater Janez hat ihm die Imkerei

    übergeben und unterstützt den Sohn nach Kräften. Anders als tradi-

    tionell üblich in Slowenien, wo jeder 200ste Einwohner Bienen hält, will

    Erik hauptberuflich von der Imkerei leben.

    Die Saison beginnt wenig verheißungsvoll, viel zu kalt, Mitte Mai tragen sie

    noch Winterjacken und bei ersten Durchsichten finden sie schon hungernde

    Bienen ...




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