Beiträge von Corinna S

    Aktuelles Tiroler Bienenwirtschaftsgesetz:


    § 6 Verpflichtungen der Bienenhalter

    (1) Der Bienenhalter hat unbeschadet sonstiger veterinärrechtlicher Verpflichtungen jeden Bienenstand an gut sichtbarer Stelle in deutlich lesbarer Form dauerhaft mit seinem Namen, seiner Adresse und seiner Telefonnummer zu kennzeichnen.


    Ergänzung zu § 6 (Kennzeichnung des Bienenstandes)

    … Jeder Bienenstand in Österreich muss laut der Tierkennzeichnungs- und Registrierungsverordnung ab 2016 mit einer Tafel gekennzeichnet werden, auf der die Registrierungsnummer des Imkereibetriebes im Veterinär-Informationssystem (VIS) steht

    Danke für die Infos zum OX Sublimieren im Block! Alle 4 Tage ist ja super dass das geht —> wieviel (pro Zarge)?

    Wie geht das so schnell mit den 15sec? (Bzw steht das schon irgendwo?)

    10ml pro Tag

    Darf ich fragen warum ihr täglich vernebelt? Würde nicht auch jeden dritten Tag reichen und bei Brut das 5 mal hintereinander?

    Alle 4 Tage hat nicht funktioniert. Täglich funktioniert. Alle 3 Tage weiß ich also nicht. Höheres Risiko, dass einem Milbenmütter entwischen, aber sicher wert auszuprobieren, oder alle 2 Tage?


    PS link zu meiner website mit der jeweils aktuellsten Beschreibung der 15-Tage-Oxalsäurelösung-Vernebelung:

    http://www.sondereggers.net/bienen.php#

    Das Dokument, das ich angehängt habe, ist von mir selbst. Ich habe mich informiert als Neuling und aufgeschrieben. Der Ansatz mit dem täglichen OX-Vernebeln ist von meinem sehr erfahrenen Imkerpaten. Ich teile seine Erfahrung mit seinem Einverständnis. Er selbst arbeitet ‘offline’ mit anderen Imkern, aber eben nicht in Foren.

    Der link den Thorsten geschickt hat, ist von meiner website 😀. Die aktuellste Version vom Oktober muss ich dort noch hochladen.

    Viele Grüße

    Corinna

    Geht link jetzt?: Vernebeln Oxalsaeure-Loesung gegen Varroa_V1_10Oct21.pdf

    Falls von Interesse: im Anhang ( imkerforum.de/attachment/17146/) eine genauere Beschreibung und Evaluierung des Vernebelns von Oxalsäurelösung (ich habe das auch vor Wochen in chat ‘Ist Ameisensäure noch zeitgemäß’ erwähnt, nun mit weiteren Infos).

    Im Wesentlichen ist es ‘automatisiertes Sprühen, aber die Menge an Flüssigkeit ist wesentlich niedriger (10ml pro Tag statt ca 50ml), damit also Bienen weder nass noch kühl. Volk muss man auch nicht aufmachen dazu, keine Störung.

    Und ja, basiert auf Jahren Erfahrung.

    Jetzt im Oktober noch zu behandeln ist natürlich nur nötig, wenn zuviele Milben, also wenn brutfreier Dezember zu spät ist .

    In unserer Gegend gibt es dieses Jahr einige unangenehme Überraschungen, das heißt viele Milben, auch wenn übers Jahr ordentlich behandelt wurde (Ameisensäure oder Oxalsäure und/oder Brutstopp).

    Eventuell hängt es mit dem kühlen Sommer zusammen (wie in einem der chats vermutet: Brut leicht länger verdeckelt, dadurch schlüpfen mehr Milben)?

    Alles Gute und viele Grüße

    Corinna

    Ich hab auch ein Volk mit 5-10 Milben pro Tag natürlichem Fall. Verneble seit Samstag täglich 3 Min Oxalsäurelösung mit RuBeeOx. Täglich fallen nun ca 40. Werde das fortführen bis entweder nichts mehr fällt oder bis Tag 15 (damit Brutzyklus abgedeckt, zur Zeit aber nur mehr wenig Brut), je nachdem was früher ist. Das Vernebeln schadet den Bienen gar nicht, nur den Milben. Im Dezember brutfrei dann noch 1-2x.

    Jetzt könnte man auch noch Vernebeln von Oxalsäurelösung als Blockbehandlung, wirksam unabhängig vom Wetter und schadet den Bienen nicht. Siehe auch thread ‚Ameisensäure noch zeitgemäß ?‘ (tut mir leid, schaff es nicht den link zu kopieren), 15. September 2021

    Zum comment 'Zulassung': ja, diese Variante ist nicht exakt so in den Fachinformationen, ist also eigentlich 'nicht erlaubt' (wobei sehr nahe am zugelassenen Sprühen und auch in OS-Menge innerhalb der Zugelassenen).

    Allerdings sind die in den Fachinformationen beschriebenen Anwendungen eben oft nicht optimal (ein Bsp nur: VarroMed, 5x Träufeln von OS in Zucker im 6-Tage Abstand am brütenden Volk --> das überleben die Bienen nicht/kaum und die Varroen kriegt man damit auch nicht effektiv weg). Die Hersteller dieser Medikamente haben jedoch nur begrenztes Interesse selbst weiter zu optimieren.

    Die guten Ideen zur Optimierung kommen von erfahrenen Imkern! Ich finde wir sollten genau solche Optimierungen der derzeit zugelassenen Methoden voranbringen! Gemeinsam mit den Herstellern, aber ein Start kann sein die eigenen Erfahrungen zu teilen wie hier. Und dann mal eine kontrollierte offizielle Studie in ausreichender Größe zu machen, um die Zulassung dann entsprechend zu erweitern.

    Hallo Ihr, vielen Dank für Eure comments zur 'Vernebelung der Oxalsäure-Lösung mit RuBee Ox oder ähnlichem über 15 Tage hintereinander nach Ernte am brütenden Volk'. Ich habe diese Variante mal genauer zusammengeschrieben und verglichen mit Ameisensäure und anderen Medikamenten und das heute in den chat 'Ist Ameisensäure noch zeitgemäß?' gehängt (als PDF), weil dort gerade sehr aktive Diskussion zu den verschiedenen Varroa-Methoden stattfindet. Falls Ihr weitere Ideen dazu habt, also eventuell am besten dort, damit es nicht doppelt ist. Corinna

    Guten Morgen,


    ich finde diesen chat zu Ameisensäure und Alternativen zur Sommerbehandlung sehr interessant und wertvoll!


    Ein sehr erfahrener Bekannter ist mit Ameisensäure nicht so zufrieden, weil es eben die Brut schädigt, manchmal die Königin, und die Wirkung vom Wetter abhängt.

    Er hat deshalb an einer Oxalsäure-Methode 'getüftelt', mit der er seit nun 4 Jahren sehr gute Erfahrungen hat: Vernebeln von Oxalsäure-Lösung mittels 'Luftbefeuchter' (z.B. RuBee Ox), d.h. feinste Sprühtröpfchen, täglich über 15 (bis 18) Tage in relativ kleinen Mengen unmittelbar nach der letzten Ernte parallel zum Füttern, am brütenden Volk. Somit können die Winterbienen bei möglichst geringem Varroadruck gesund heranwachsen.

    Dies natürlich Teil eines Gesamt-Konzepts, d.h. Drohnenbrutschneiden während Tracht und Restentmilbung mit Oxalsäure im Dezember.

    Dieser Ansatz wurde in ähnlicher Weise schon früher beschrieben, aber mit Anwendung nur alle ca 4 Tage, was sich als nicht ausreichend erfolgreich gezeigt hat. Jetzt mag man sagen, 'täglich' sei zuviel Aufwand, aber bei 2min pro Stock hält sich der Aufwand eigentlich sehr in Grenzen, auch im Vergleich zu TuB und TBE.


    Im Anhang was ich mal so zusammengetragen habe zu dieser Oxalsäure-Variante und Vergleich zu anderen Wirkstoffen gegen Varroa und Vergleich zu den Fachinformationen der entsprechenden Mittel. Sind halt 9 Seiten Vernebeln Oxalsaeure-Loesung gegen Varroa_V1_14Sep21.pdf, nicht erschrecken, mit Abbildungen etc.


    Was meint Ihr?

    Wäre es nicht außerdem super, wenn diese oder ähnliche Variante(n) des Oxalsäure-Sprühens/-Vernebelns in die Fachinformationen aufgenommen werden könnten?


    Viele Grüße, Corinna

    Hallo,

    Habe dieses Jahr erst mit Imkern gestartet und habe mich deshalb zu Varroamethoden informiert, was zugelassen ist und was Imker testen. Dabei bin ich aufs Vernebeln von Oxalsäure Lösung gestoßen. Ein Bekannter macht das seit mehr als 4 Jahren sehr erfolgreich als Spätsommerbehandlung nach der Ernte an den brütenden Völkern. Außerdem während Tracht Drohnenbrutschneiden und 1x Restentmilbung im Dezember.

    Und zwar so: 3.05% Oxalsäure in Wasser (also 44g/L Oxalsäuredihydrat), mit RuBee Ox Vernebler (Prinzip ähnlich ‚Luftbefeuchter‘, feine Tröpfchen) oder ähnlichem Gerät (zB Apistar), 10ml pro Tag für 1-zargiges Volk (20ml 2-zargig), entsprechend 2-3 Min (3-5ml/min), an 15 Tagen hintereinander unmittelbar nach der Ernte (Anfang August), über Loch von oben oder in Rückwand).

    Sehr erfolgreich, keinerlei Schäden an Brut, durchgehende Brut, parallel zum Füttern, mit Erfahrung kann man 2 Geräte parallel bedienen somit akzeptabler Aufwand.

    Warum 15 Tage täglich: damit wirklich alle schlüpfenden Milben erwischt werden, auch die Milbenmütterchen, die im Prinzip am Schlüpftag in neue Zelle wandern können. Alle 4 Tage behandeln war nicht erfolgreich.

    Ich finde die Methode genial, wesentlich sanfter als Ameisensäure und als OS-Träufeln (mit Zucker), keine Brutverluste, erfolgreich am brütenden Volk und harmlos für Honig und Imker. Entspricht ‚automatisiertem Sprühen‘.

    Gibt es ähnliche Erfahrungen?