Beiträge von Gotthardsternli

    Das sind Europazuschüsse. Auch wenn Bayern gerne eine Extrawurst braten, dies gilt auch für die.

    Vielleicht gibt es hier nen Landwirt, der uns weiterhelfen kann.


    Ich glaube, dass Landwirte eine bestimmte Menge ökologische Vorrangflächen anlegen müssen, dazu zählen verschiedenste Massnahmen. Die Blühwiese erhält am meisten Punkte, so dass mit kleiner Fläche schnell die Quote erfüllt werden kann?

    Die Äcker waren kleiner, hatten viele Randstreifen.

    Danke, das hab ich komplett vergessen.

    Die (Nadel-)Wälder waren kahler am Boden, viel weniger Laubwald, Moose und Flechten statt dichter Heidelbeer- und Brombeerflächen.

    War aber doch für die Biene besser?

    Neu ist auch der Zwischenfruchtanbeu mit vielen blühenden Arten .- das gab es früher so nicht.

    Und damit im Spätsommer doch eine bessere Versorgung für die Biene als "früher"?

    Vergiss Fichte, Tanne und Heide nicht, auch ist vor dem Raps das Obst und Löwenzahn - je nach Gegend und Klima hast Du mehr oder weniger davon...


    Früher war bei mir die stabilste Haupttrach die Fichte, heute ist es der Löwenzahn...

    Danke Franz. Mich interessierte tatsächlich die Botanik im Sommer.


    Warum verlor die Fichte so stark an Attraktivität? Borkenkäfer, Trockenheit und Stürme?

    Das kann ich nicht bestätigen. Die Landwirte müssen einen gewissen Teil ihrer Flächen mit blühenden Pflanzen versehen um die volle Flächenförderung zu bekommen. Ich meine es wären 5 %, bin aber nicht sicher.

    In Bayern kenn ich das so nicht, die Landwirte "müssen" nicht unbedingt Blühflächen einsäen. Es gibt eine Auswahl an verschiedenen Möglichkeiten. Allerdings ist einjährige Blühfläche mit einer vorgeschriebenen Zusammensetzung des Saatgutes natürlich lukrativ für den Landwirt :-)

    An alle mit Jahrzehntelanger Imkererfahrung


    wie war das denn früher?

    Raps, Linde, Sonnenblume und dann?


    Ich frag mich schon länger, ob vor 40 Jahren und weiter zurück, unsere Landschaft wirklich soviel anders aussah?

    Bitte helft mir mal auf die Sprünge.


    lg gotthardsternli


    hartmut sorry, falls nötig bitte verschieben.


    Ansonsten ist es vielleicht der Geographie des Landes geschuldet, dass "noch" nicht alle invasiven Neophyten flächendeckend in der Schweiz angekommen sind?

    Ich habe ja auch nicht von flächendeckender Ausbreitung geschrieben :-)

    Ja, bei den Gärten gebe ich dir vollkommen recht. Nur in den Gärten finden sich relativ wenige "als problematisch diskutierte" Neophyten.

    Deswegen die Vermutung, es könnte vielleicht an der Geographie liegen, dass es länger dauert, bis ein Springkraut oder ein Riesenbärenklau über den normalen Samenflug im ganzen Land Verbreitung findet.


    lg gotthardsternli

    Ich wohne nicht zwischen Zizers und Chur.

    swissmix hab ich auch nicht behauptet. Habe nur Ostschweiz gelesen und da fiel mir diese Stelle ein. Ob Korrelation oder propagierte Kausalitäten, die Neophyten sind da und die Natur (und der Mensch) muss damit leben lernen. Nicht immer muss es ein Nachteil sein.

    Obschon es nichts mit "invasiven Arten" etwas zu tun hat, so hätte ich gerne mehr Infos zu diesen "Auswüchsen".

    Mit der Google-Suche, habe ich nichts darüber gefunden.

    Sulz: na da bin ich wohl am Thema etwas vorbeigeschliddert, sorry.

    Allerdings hatte ich swissmix tatsächlich so verstanden, dass er in seiner Gegend ausgeräumte Landschaft vorfindet und dazu gehört meiner Meinung halt auch die Diskussion darüber, ob Landwirte dagegen etwas tun können.


    Ich habe keine Google-Suche zitiert, sondern selbst bis vor kurzem 26 Jahre im Engadin gelebt und diese Info direkt von den Landwirten. Und ja, wenn man in einem Naturschutzgebiet zur Renaturierung Samen ausbringen möchte, ist es besser dies in Zusammenhang mit den amtlichen Stellen zu tun.

    Sommerflieder hatte ich auch mal (nicht von mir gepflanzt), da schaut man halt, dass die ihre Samen nicht wild in der Gegend verteilen. Hier in der Nähe wachsen aber eh ein paar Exemplare im Freien, unbeaufsichtigt und ungepflegt. Die breiten sich jetzt weiss Gott nicht aus.

    Da kann ich dir leider nicht ganz recht geben. Gerade zwischen Zizers und Chur gibt es ein grösseres Gebiet, in dem sich Sommerflieder invasiv verbreitet. Ist von der Autobahn aus zu sehen.

    Also scheint es bei dir ein Sonderfall zu sein.


    Und die ausgeräumte Landschaft in der Ostschweiz haben sich die Landwirte tatsächlich selbst erschaffen. Im Engadin gibt es bereits solche Auswüchse, dass amtlich genehmigt, die Landwirte auf den Langlaufloipen reines "Zucht"gras einsäen durften, weil die Flächen Anfang Sommer durch den Kunstschnee sehr spät begrünen.


    Ansonsten ist es vielleicht der Geographie des Landes geschuldet, dass "noch" nicht alle invasiven Neophyten flächendeckend in der Schweiz angekommen sind?

    Die Imker der Umgebung bitten, einen Futterstoß zu geben (wie auch immer man die erreichen will).

    naja, vielleicht reicht ja schon ein Flyer an der Bäckerei und ein Aufruf in der Zeitung...müsste halt positiv formuliert sein, dass nicht gleich alle der "RettetdieBienen"Fraktion aufschreien.


    Bei mir im Hof sind Bienen tatsächlich nur die Nutzniesser der Wespen, quasi die zweite Geige an den Weintrauben. Auf den Streuobstwiesen sehe ich Bienen am Fallobst, vor allem wenn die Bienentränke leer ist. Ansonsten kannte ich solche Überfälle auf Lebensmitteln auch nicht.


    Woran könnte es liegen? Weiss die Biene, dass ein früher Winter kommt? :/

    Falls jemand noch was weiß wie man Bienen vergrämen kann, hier raus damit.

    Ansonsten vielen Dank an die Beiträge zum Thema im Vorgänger-Thread.

    queenmelli hatte ja schon einen guten Ansatz, ist das bei euch nicht praktikabel?


    Zitat queenmelli:


    Meine Erfahrung:

    Herbstmarkt, Ende September, jede Menge Bienen an den Süsswarenständen!

    In der frischen Zuckerwatte, an (in) den Mohrenköpfen Schokoküssen!

    Überall Bienen an den gebr. Mandeln!

    Tausende im Sauger des Standbetreibers nach dem Absaugen!


    Kleiner Lösungsansatz:

    Aufruf an die Imker der Umgebung, eine kleinen Futtergabe zu geben, reduzierte die Bienenzahl drastisch!

    Die Wespen waren wieder in der Überzahl!

    Hallo


    ich bin alles andere als ein Profi und gerne höre ich mir im Nachhinein noch an, was ich alles falsch gemacht habe. Man lernt ja immer dazu.

    Aber vielleicht hilft es Teutonektar bei seinem Volk.


    Voriges Jahr hatte ich 5 Völker Buckfast in Dadant, Belegstellenbegattet, von meinem Bienenvater übernommen. Eines davon begrüsste mich auch immer hocherfreut.


    Ausprobiert habe ich sehr viel, es blieben Rauchjunkies ;.) während normale Völker zur Begrüssung 1-2 Stösse vom Smoker durch das Flugloch bekamen, waren es da schonmal 10. Ohne diese Unmenge an Rauch wäre anfangs gar nicht an ein Öffnen zu denken. Ebenso beim Öffnen der Kiste. Und die wurde ausschliesslich wenn zwingend nötig geöffnet, eine wöchentliche Kontrolle entfiel auch zur Schwarmzeit.


    Ein Verstellen der Beute um ca einen Meter brachte etwas mehr Ruhe, aber keinen durchschlagenden Erfolg.


    Wirklich langfristig erfolgreich war ausschliesslich Raum geben. Entgegen jeder normalen imkerlichen Praxis sass das Volk den Sommer über auf zwei Dadantbruträumen und hat diese Kisten komplett gefüllt. Spätestens mit Honigernte gab es zusätzlich einen leeren Honigraum zum "Abhängen". Und der Futterverbrauch war natürlich dementsprechend doppelt so hoch. Hatten sie "genug" Futter und Raum waren sie händelbar, wurde es ihnen zu eng, ging es mit der Aggressivität wieder los.


    Die originalgezeichnete Königin wurde dieses Jahr im Juli umgeweiselt, nachdem sie nun 3 Jahre alt war.

    kirill_k Die Suche im Netz ergab diese Seite Holunderblütenhonig.

    Hallo


    ich würde den Honig allerdings nicht für eine Woche "sonnig" stellen, so wie es im Link beschrieben steht. Je nach Sonneneinstrahlung hat es ja eine ähnlich schädigende Wirkung wie zu hohe Temperaturen beim künstlichen Erwärmen.


    Was mich allerdings noch interessiert, hat jemand Erfahrung zur Haltbarkeit des Holunderblüten-angereicherten-Honigs?


    Herbstliche Grüsse aus dem vom Prüflabor ausgelösten Chaos in meiner Bienenküche

    Ramona

    @eines

    Dein Link ist wirklich klasse! Vielen Dank dafür.


    Antwort von LWG Veitshöchheim bringt, zumindest mir, keine weiteren Informationen:


    Guten Tag


    dazu ist uns bisher nichts bekannt. In der Pheromonfalle wird 9 Dodecenylacetat verwendet. Ob dies eine Ähnlichkeit zu den bei Bienenköniginnen verwendeten Pheromonen hat und ob dieses deshalb anziehend auf Schwärme wirkt, kann ich Ihnen momentan nicht beantworten. Ich werde das nochmal in den Institutsverteiler geben und fragen, ob jemand dazu Erkenntnisse hat. Falls ja, werde ich Ihnen etwas nachreichen.


    Wenn sie weitere Beobachtungen dazu haben, melden Sie sich gerne.


    Freundliche Grüße


    Dr. Ronald Jäger


    Staatlicher Fachberater für Bienenzucht in Unterfranken

    Der ortsansässige Imker ist scheinbar schon über 90 Jahre alt und der Kontakt vom Imkerverein wollte die 5 km nicht fahren, da zu weit für ihn ;)

    Veitshöchheim hat ja Weinbau und Bienen an einem Ort, werde mal Anfragen, ob die Problematik bekannt ist.

    Sonnige Grüße