Beiträge von Ne0

    Zitat

    Im Freiland stinkt fast nix (nachhaltig).

    Es gab auch schon Bienenbeuten auf Deichen, die regelmäßig von Schafen beweidet werden.

    Der Honig hatte eindeutig eine Schafnote und der Imker war die Kundschaft los...


    Edit: Streuobstwiesen mit Ziegen drauf: da sind die Bäume ohne Schutz sehr schnell kaputt.

    Ich berichte hier in diesem älteren Faden, da es zum Bereicht von Apibus sehr gut passt.


    Auch bei mir ist es vollbracht: alle Altwaben mit Stearin-Wachs sind endlich ausgeschleust!

    Viele von Euch haben mein Foto mit den 3 Mittelwandstücken (Mineralwassertest) angeschaut und ich hatte im Februar 2021 hier im IF bereits kurz berichtet, wie es dazu kam:

    Wachs: woher nehmen wenn nicht...


    Das Wachs hatte ich beim Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf untersuchen lassen (LIB-Hohen Neuendorf): Stearin 3% (=prozentuale Anteil der jeweiligen Verfälschung gegenüber Naturbienenwachs).


    Hier noch ein Foto, wie es bisher öfter mal auf den Waben aussah (so wird es hoffentlich zukünftig nicht mehr aussehen):

    Loecherwabe1.jpg


    Vorweg: ich hatte von meinem Imkerpaten noch 2 Völker, je 2-zargig, auf Segeberger DNM 1,0 sitzen, die ich sowieso noch auf Großwabe (DNM 1,5) umstellen wollte, das ist nun erfolgt

    (1 Volk war bereits als Ableger auf DNM 1,5 mit „sauberem“ Wachs/Waben erstellt).


    Um das Wachs nun endgültig auszuschleusen, habe ich mir sozusagen einen Jahresplan erstellt und bin wie folgt vorgegangen:

    zunächst habe ich mir zwei Adapterrahmen gebaut, um auf die Segeberger-Beuten die DNM 0,5-Honigräume (Beutenwechsel auf Hohenheimer Einfachbeute, DNM 1,5-Kaltbau) aufsetzen zu können.

    Adapter.jpg


    Im gleichen Zug habe ich die Segeberger auf je einen Brutraum eingeengt und die leeren Brutwaben entnommen. Somit wurde schon mal die Hälfte an Waben/Rähmchen aus den Beuten entnommen.

    Diese und die noch im Lager befindlichen habe ich eingeschmolzen.


    Die Bienen haben die Saison über die neuen Honigräume ausgebaut und den Honig hier einlagern können – nun ja, Honig gab es dieses Jahr kaum, aber das macht nichts, denn die Priorität lag auf Wachs ausschleusen.

    Honigwabe.jpg


    Dass auch Wachs umgetragen wird ist mir bewusst, aber ich habe mich trotzdem dafür entschieden, dies so zu machen, da ich die Mengen, die vom Brut- zum Honigraum umgetragen werden könnten, für sehr gering halte.


    Über die Saison haben sich die Völker wie gewohnt entwickelt: nicht so stark, aber gut überlebensfähig, leider teilweise wieder mit sehr löchrigen Brutwaben (siehe Foto oben).


    Mit Varroen hatten meine Völker bisher keine bis kaum Probleme. Der Befall war absolut immer im Rahmen und letztes Jahr im Spätsommer war nur eine AS-Behandlung mittels Nassenheider nötig. Die Winterbehandlung (OX träufeln) nahm ich ebenfalls vor.

    Anfang Juli diesen Jahres habe ich die Varroa-Fallzahlen schon mal gecheckt, aber auch hier war wieder nur ein sehr geringer Befall auszumachen (0 bis 1 pro Tag).


    Am 17.07. war es endlich so weit, dass die TBE gemacht werden konnte.

    TBE hat bekanntlich mehrere Bedeutungen „Totale Brutentnahme“ oder „Totale Bauerneuerung“. Mein Vorgehen entspricht eher der zweiten Bezeichnung: ich habe eine „totale Bauerneuerung“ vorgenommen.

    Alle Waben – nicht nur jene mit Brut - kamen raus und gleichzeitig wurde ein Beutenwechsel vollzogen. Die zwei neuen DNM 1,5-Beuten sind mit neuen Rähmchen und neuen Mittelwänden ausgestattet und die Bienen hier eingeschlagen worden.

    Mittig wurde noch eine Fangwabe belassen.

    Zwischenfazit: in dieser Form wird die TBE hoffentlich nie mehr notwendig sein – war nicht so schön - zumal ich alle Brutwaben und die Fangwaben einschmelzen musste; also alles ohne Brutscheunen erstellen etc., denn es ging ja darum, das Wachs raus zu bekommen (Augen zu und durch...).

    Wenn TBE, dann wirklich nur noch als „Totale Brutentnahme“ mit Weiterverwertung der Brut.


    Der Vollständigkeit halber: das Volk, welches bereits auf DNM 1,5 saß, habe ich ebenfalls der Prozedur unterzogen, so dass die Varroabehandlung auch hier erledigt ist.


    Nach 7 Tagen hatten alle drei Völker wieder Stifte, die Königinnen sind somit in Eilage.

    Die Fangwaben wurden entnommen und die Bienen mit 3%iger Oxalsäure besprüht.

    Die genauere Untersuchung der Fangwaben ergab insgesamt: 1 Varroa.

    Die anderen Varroen haben sich sicherlich gut versteckt :). Will damit nur ausdrücken: ein Varroa-Problem lag hier nicht vor.


    Alle Völker wurden gleich im Anschluss mit 1:1-Zuckerwasser angefüttert: jeden 2. Tag mit 2 Liter pro Volk, bis insgesamt 8 Liter je Volk verputzt waren.


    An Tracht kommt jetzt nur noch die sogenannte „Läppertracht“, aber diese sollte man keineswegs als „lappalie“=Belanglosigkeit abtun; sie scheint mir sehr wertvoll. Pollen wird ebenfalls glücklicherweise noch eingetragen.


    Mit dem ersten Schwung ausgeschmolzenen Schadwachs habe ich übrigens nicht nur Kerzen produziert, sondern auch die neuen Beuten von außen mittels Heißluftfön eingelassen.

    Ich finde, hier kann es wenigstens noch einen sinnvollen Zweck erfüllen (und trotzdem ist noch genügend Stearin-Wachs übrig...).


    Alle drei Völker stehen nun gut da und mein Schadwachs ist (hoffentlich) Geschichte!

    DNM1,5.jpg

    1-5-Wabe.jpg

    (Waben-Foto stammt aus dem bereits per Ableger gebildeten Volk)


    Für 2022 hoffe ich auf einen guten „Neustart“ - die Grundlagen dafür sind nun gelegt.

    2 Schwärme und 2 Ableger sind im Jahresverlauf hinzugekommen, um auf einem soliden Sockel mit der Imkerei weiter zu machen.


    Übrigens: ein großes DANKESCHÖN :p_flower01: an dieser Stelle an den netten Imkerkollegen, der mir spontan mit Mittelwänden aus seinem eigenen Wachs-Kreislauf geholfen hat!

    Er weiß es und nimmt es mir nicht krumm: mit Mineralwasser habe ich trotzdem zuvor getestet ;)


    Gruß Ne0

    Linde ist hier durch. Beim Abschleudern waren ein paar Waben bei, die anscheinend mit

    rotem Kirschsaft (?) gefüllt wurden (diese habe ich natürlich nicht geschleudert).

    swissmix: Da steht es:

    ... macht ein TBE und legt in den Falz eine Sperrholzplatte ....

    Damit wird gemeint sein: keine Rähmchen in die Zarge setzen, sondern einfach nur eine Sperrholzplatte in den Falz legen (wo wahrscheinlich sonst das Absperrgitter liegt) und abwarten, was die Bienen bauen: Warmbau oder Kaltbau.

    Was die Bienen machen werden hattest Du schon erklärt. :)

    Ich habe am 29.05. den letzten Schwarm eingefangen, seit da ist „Ruhe im Karton“.

    Also: bei mir scheint sie beendet (aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben...).

    Honigräume runtergenommen, ASG weggestellt, Brutraum durchgesehen.

    Ersten Honigraum wieder draufgestellt - ahhhh =O .... da fehlt das ASG!

    Honigraum runter, ASG rein, Honiraum wieder drauf:

    Tata: Königin im Honiraum!

    So schnell geht´s (ist mir leider auch schon passiert ^^ ).

    beemax

    Zitat

    Der Eine war leicht zu fangen, hing in einem Rosenbusch.

    Wie hast Du den „leicht“ gefangen? Ich hatte auch einen im Rosenbogen und wusste nicht weiter... ?( Ich vermute, Du konntest den RosenBUSCH schütteln, was bei meinem RosenBOGEN nicht geht.