Beiträge von Auenbiene

    Nicht jedes Saatgut welches als Bienenfreundlich verkauft wird ist automatisch eine gute Trachtquelle (verkauft sich aber an gutgläubige Laien besser ;) ) Ich habe ca 2 Hektar "Bienenweiden" selbst angelegt. Dazu kommen noch unzählige Hektar anderer Landwirte. Schätzungsweise in der Flugschneise ca 20 Hektar.


    Ich müsste demnach Überlaufende Honigräume haben.

    11 abgeschleuderte Völker 45 Kilogramm (der aber ausgesprochen Würzig ist).

    Du hast möglicherweise eine eine andere Auffassung vom Sinn der Bienenweiden als die offizielle Landwirtschaftspolitik ? Diese sind Teil der geförderten Agrarumweltmaßnahmen - Anlage von Blüh- und Schonstreifen - die dem Ausgleich der Landbewirtschaftung dienen sollen. Bienenweiden sollen nicht dem Imker die Honigtöpfe füllen, sondern allen Insekten Nahrungsgrundlage und Rückzugsmöglichkeit bieten. Nahrung in Form von Pollen und Nektar, die sie in den häufig vorherrschenden Monokulturen nicht mehr finden. Bei mir im Flugkreis - Du schreibst „ Flugschneise “ - sind dieses Jahr deutlich weniger als 1% , ich schätze maximal 0,5 % der Ackerfläche mit Blühstreifen angelegt. Du schreibst von 20 Hektar Blühwiesen in der „ Flugschneise“ , heißt das Du lebst in der Mega Monokultur ?

    Entschuldige meine Wortwahl, aber als zwar gutgläubiger, jedoch gut informierter Nicht-Laie aus dem Gartenbau, kann ich Deinen Ausführungen nicht ganz folgen. Insbesondere nicht hinsichtlich Deiner Berichte aus der Sonnenblume.





    Vielleicht mal bei Dreschflegel oder Bingenheimer Saatgut nachfragen. Bei Bingenheimer gibt es die Sonnenblume "D120", die im Gegensatz zum restlichen Sortiment, als besonders bienenfreundlich gekennzeichnet ist - der Rest wird lediglich als Bienenweide ausgeschildert.

    Kann man machen, eine andere Idee wäre, bei Günther Friedmann, Berufsimker /

    demeter Imkerei, nachzufragen, was aus diesem Projekt geworden ist.


    https://de-immen.de/wp-content…onnenblumen_Friedmann.pdf

    Wo ist eigentlich Dein Problem ?


    Wenn Du Dich hier https://deutscherimkerbund.de/…handbuch01_Mandl_2012.pdf

    eingelesen hast und zwar nicht nur im Kapitel Sonnenblume,

    dann brauche ich hier nicht schreiben, was ich von einem Landwirt halte, der in der bereits

    blühenden Sonnenblume um die Ecke kommt, um zu fragen, wer seine Sonnenblumen

    bestäuben möchte.

    Dann brauche ich auch nichts dazu schreiben, was ich von einem Anfänger Imker im 2.Jahr

    halte, der einen relativ schwerwiegenden Eingriff wie eine TBE an diesem WE durchführt

    und mal eben schnell 7 Tagen danach die Fluglinge in die Sonnenblume, die dann möglicherweise schon abblüht, verbringen will.

    PS:

    2019 habe ich mich für einen Kurs TBE am Bieneninstitut in Mayen interessiert. Als Kursteilnehmer waren nur erfahrene Imker, ausdrücklich keine Anfänger zugelassen.

    Das Thema Sortenempfehlung Sonnenblume muß ich wohl nach meinen bisherigen

    Beobachtungen und Recherchen desillusioniert abhaken. Gerne hätte ich den Landwirten

    vor Ort eine Alternative zu den angebauten Sorten präsentiert, mit der beide Seiten,

    Imker und Landwirte, leben können. Nun stellt sich mir jedoch die Situation zusammen-

    fassend so dar :

    - die vorwiegend zur Industrieöl Gewinnung und Energieerzeugung verwendeten

    high oleic Sorten liefern keinen Honigüberschuß für den Imker.

    - Sonnenblumen Pollen ist minderwertig im Vergleich zu anderen wichtigen Bienen

    Trachtpflanzen. Sein Eiweißgehalt ist unterhalb des Minimums, das die Bienen

    für ihre Entwicklung benötigen.

    - Bei alleiniger Versorgung mit Sonnenblumen Pollen, könnte es zu Schäden in der

    Brutaufzucht kommen. Bedenklich stimmt mich dies, da hier im Sommer ,

    also zur Zeit der Sonnenblumenblüte , sowie im Herbst ohnehin schon großflächig Mais Monokulturen

    die Landschaft und damit das Trachtumfeld der Bienen und anderer Bestäuber

    prägen. Mais Pollen gilt ebenfalls als minderwertig für die Bienen ( Eiweißgehalt ? ).


    Vor meiner Recherche hatte ich mir vorgestellt, daß die Sonnenblumen etwas zur

    Verbesserung der Tracht- und Pollenversorgung beitragen könnten. Sollten die Anbau-

    versuche „ erfolgreich “ sein, fürchte ich eher eine Verschlechterung durch eine weitere

    Monokultur, die weder meinen Honigbienen noch anderen bestäubenden Insekten

    etwas bringt.


    Wer sich mit der Thematik selbst befassen möchte, dem kann ich das “ Bestäubungs-

    handbuch Mandl / Sukopp “ wärmstens empfehlen. Nicht nur das spezielle Kapitel zur

    Sonnenblumenkultur, sondern auch die vorangestellten grundlegenden Artikel.

    https://deutscherimkerbund.de/…handbuch01_Mandl_2012.pdf


    Die Position des DIB zur Agrarwüste


    https://deutscherimkerbund.de/…-Imkerbund_Flyer_Mais-pdf


    Puh, länger geworden… Sorry.

    Diese beiden Punkte aus der verlinkten Studie würden mich davon abhalten

    die Fluglinge ausgerechnet in die Sonnenblume zu stellen :


    <Der Protein Gehalt von Sonnenblumenpollen war relativ niedrig im Vergleich zu anderen wichtigen Bienen Trachtpflanzen. In den getesteten Sorten waren zwei essentielle

    Aminosäuren, Methionine und Tryptophan, unterhalb des Minimums, das die Honigbienen

    für ihre Entwicklung benötigen.

    Sonnenblumen bieten zwar reichlich und leicht verfügbaren Pollen, seine Qualität kann

    jedoch die Bienenentwicklung behindern, wenn er die einzige Pollenquelle darstellt.>

    Teil -Übersetzung ( ohne Gewähr ) des Abstracts durch mich, Kursivdruck durch mich


    Hier ist in Kürze nur noch Maiswüste, auch ein minderwertiger Pollen, wie die

    Berufsimker zu berichten wissen. Für mich wäre das also keine Option.

    Die Autoren wiesen nach,

    daß Sonnenblumen Pollen minderwertig ist für Honigbienen und die Bienenentwicklung behindert.

    Vielen Dank für den Link. Was du nach dem „und“ schreibst stimmt nicht. Die Autoren schreiben, dass eine ausschließliche Versorgung mit Sonnenblumenpollen hinderlich sein könnte.

    Richtig und das schreiben sie, weil in den getesteten Sorten zwei essentielle Aminosäuren

    ( also unersetzliche Aminosäuren ) , Methionine und Tryptophan , unterhalb des Minimums

    nur vorhanden sind, das die Honigbienen für ihre Bedürfnisse benötigen.

    < Bedürfnisse > heißt in diesem Fall für die Brutaufzucht. So habe ich es zumindest in den

    Kommentaren zu dieser Studie gelesen.

    JaKi

    Habe es gerade im Nachbarfaden eingestellt - damit Du es nicht übersiehst ;)

    Wenn ich daran denke, wieviele Oleander und Palmen, die meisten seit über 15 ,20 Jahren gepflegt, in diesem Frühjahr erfroren auf dem Grünkompostplatz landeten…

    Mein Maulbeerbaum und die Feige brauchten bis Mitte Juni, bis sie richtig ausgetrieben hatten

    und belaubt waren.Die Feige trägt da normalerweise schon deutlich sichtbare Früchte. Da wird die V.v. wohl auch eins auf die Mütze bekommen haben.

    Hallo @ Sulz,

    bei mir hier im Rheintal ist es ähnlich wie bei Kikibee , dieses Jahr jedoch durch den ungewohnt kalten Mai gab es erst kleinere Probleme ab Mitte / Ende Juni.


    Zitat aus Wikipedia „Wachsmotte“

    <Zudem ist eine Mindesttemperatur von 14 °C zur Entwicklung der Larven erforderlich, weshalb eine Bekämpfung durch den Imker nur in der warmen Jahreszeit notwendig ist. Durch den Kot der Wachsmotten können Krankheiten, z. B. die Europäische Faulbrut von einem kranken auf ein gesundes Bienenvolk übertragen werden. Allerdings sind in einem solchen Fall andere Übertragungswege, wie Räuberei und Wabentausch durch den Imker selbst weitaus wahrscheinlicher.

    .

    Die Wachsmotten zerstören den Wabenbau von alten, verlassenen oder abgestorbenen Bienennestern so nachhaltig, dass wieder Platz für eine neue Besiedlung durch die Bienen vorhanden ist. Durch diesen hygienischen Effekt werden auch Krankheiten, beispielsweise die Amerikanische Faulbrut in ihrer Verbreitung behindert. >

    ;)

    Könnte evtl. so sein, schade...

    Hatte gehofft, diese würden noch blühen... Denn es stehen blühende Linden neben welchen die noch nicht geblüht haben :(.

    Es könnte sein, daß die Sommerlinde schon abgeblüht ist und diese Samenstände trägt

    und die Winterlinde gerade blüht. Die Sommerlinde blüht zuerst und bringt auch weniger

    Honig wie die Winterlinde.

    Bie uns haben 80 % der Winterlinden noch geschlossene Knospen, meint ihr die blühen noch?

    Ich vermute, Du verwechselst die kleinen, runden Samenstände der Linde, die sich nach der

    Befruchtung der Blüte durch Insekten bilden, mit dem Blütenstand.

    Die Läuse, so es denn welche sind, sind auch da, wenn die Bienen die Bäume nicht befliegen. Die machen keinen Schichtdienst :)

    Der Baum ebenso.

    so daß ich keine Läuse verifizieren kann ;) .

    schade.

    Da ich Dein verschärftes Interesse nun wahrnehme, werde ich künftig sehen, was sich machen läßt. Ich brauche ohnehin schon eine extra Botanisier-Fahrradtasche für Fernglas,

    Briefmarkenlupe, Fadenlupe, Mückenspray, Imkerschlupfschleier ( gegen die Mückenplage )

    etc.pp. Eine faltbare Mini Teleskopleiter für die 15-20 m hohen Eichen besitze ich jedoch

    (noch) nicht :S.