Beiträge von Bugsi

    Hallo zusammen,


    ich habe mir von dem Imker, bei dem ich meine Bienen erhalten, auch gleich 3 gebrauchte Holzbeuten (11er DNM) mitgekauft. Er hat mir zwar versichert, das dort nie Krankheiten drin waren, allerdings habe ich beim auskratzen vom Propolis dort bei einer Beute etwas gesehen, was wie "gespritztes Propolis" ausgesehen hat. Da ich nicht sicher bin, ob es sich um Kotspritzer handelt, möchte ich die Beuten reinigen, bevor ich meine Bienen bekomme.


    Was könnt ihr dafür empfehlen und wie führt ihr das aus? Ich habe schon gehört, das man z.B. die Beute ausflammen kann, aber dann evtl. die Bienen nicht mehr in die Beute ziehen. Oder das durch den Einsatz von heißem Wasser das Wachs schmilzt und dann die Sporen ins Holz ziehen, ist das korrekt?

    VG,

    Thomas

    Hallo zusammen,


    ich bekomme hoffentlich in kürze meine Bienen. Jetzt ist ja das Wetter nochmal richtig kalt geworden (haben gerade Schnee im Garten), daher wollte ich fragen, worauf ich achten muss, wenn ich die Bienen hole. Was mir spontan einfällt wären

    - Gesundheitszeugnis

    - Königin vorhanden

    - Brut vorhanden (Stifte/offene und verdeckelte Brut)

    - Futter?

    - Kotflecken


    Habe ich was vergessen bzw. gibt es noch was, worauf ich achten muss?


    Muss das Wetter eine bestimmte Zeit lang schon wärmer sein, das die Bienen nach dem Umstellen auch genug Futter finden? Oder kann das vernachlässigt werden? Gibt es eine Mindesttemperatur, die wir erreichen müssen, um Bienen zu verstellen?


    VG,

    Thomas

    Ich denke, ein Bienenführerschein online (oder in einem entsprechenden Testzentrum, diese gibt es in allen größeren Städten), sollte gemacht werden. Dies wäre kein großer Akt, man würde einmal hinfahren, Fragen beantworten und dann könnte man sich Bienen holen. Wenn es ein Standardisierter Kurs wäre mit wechselnden Fragen, dann müsste man sich intensiv mit Bienen auseinandersetzen, bevor man ihn besteht.
    Alternativ dazu könnte man durch den Einsatz eines Paten und eine 3-Jährige nachgewiesene Betreuung diesen Schein von seinem Imkerverein ausgestellt bekommen.

    Der Vorteil ist eher, das man Imker anzeigen kann, die diesen Kurs nicht gemacht haben. So könnte man auch Bienen, die einen stören, "weg bekommen". Die Frage der Kontrolle erübrigt sich also, da das schon der Nachbar oder die Mutti vom Spielplatz macht.

    Der Verkauf von Bienen müsste demnach auch nur gegen Vorlage eines Imkerscheins (ähnlich dem Angelschein bei einem Put and Take-Gewässer) und ein Gesundheitszeugnis der Bienen möglich sein. Dann gäbe es immer noch "schwarze Schafe" aber weniger.

    Ich wäre auf jeden Fall dafür, genauso wie für einige andere Führerscheine (Vermehrung, Tierhaltung, ...), aber wo soll das Enden :)

    EDIT: Eine Anmerkung noch, wenn man den Führerschein zu hoch hängt, dann könnte es auch sein, das es über kurz oder lang zu wenig Imker für zu viele zu bestäubende Flächen gibt. Das müsste natürlich auch noch angebracht werden. Daher denke ich, das die Regierung möglichst viele Imker haben will und weniger an das Bienenwohl denkt. Ähnlich wie bei den Jugendschutzgesetzen, welche von der Armee durchgedrückt wurden, damit die stramme Soldaten ohne kaputten Rücken hat.

    VG,

    Thomas

    Hallo zusammen,


    ich hätte mal eine Frage, welche sich in meinem fachmännisch gesammelten Halbwissen ergeben hat. Bitte gerne meine Gedankengänge zerpflücken (aber nett wenn's geht :)) oder mich korrigieren, wenn ich falsch liege.


    Zuerst einige Erläuterungen.

    1. In einem Film von rase ging es um Wachs. Wie immer sehr informativ und unter anderem eine Sache wurde dort beschrieben, die mir nicht klar war. Wachs vergisst nicht.

    Imkerei Sester - Wachs

    Hier im Forum gab es auch einen Thread, weil jemand Mittelwände bei einem Hersteller geholt hatte, die nach Rauch rochen. Demnach gehe ich davon aus, das Wachs auch keinen Geruch verliert (ich kann nicht riechen, daher kann ich das nur vermuten).


    2. Dann gab es auch Beiträge (finde ich leider nicht mehr) von einem Imker, der Drohnenwaben nicht mehr schneidet, sondern Halbrähmchen für die Drohnenwaben in seine Beuten hängt und diese einfriert. Die Drohnen werden dann halb aufgetaut nur entdeckelt und an Hühner verfüttert. Ich hatte auch mal vor Jahren einen Beitrag gefunden, in dem gesagt wurde, je schwärzer diese sind, desto besser gehen die Varoen auf die Rähmchen. Ich vermute, das die Königin sie auch besser stiftet, das es im Stock dunkel ist und Königinnen ja auch lieber dunkle als helle Waben bestiften.


    3. Varoen sind blind. Daher orientieren sie sich an dem Geruch, ob eine Zelle gut für sie ist oder nicht. Und sie besiedeln bis zu 6 mal lieber Zellen der Drohnen, weil diese sich länger entwickeln und die Varoen dadurch mehr Zeit haben sich zu vermehren. Also stehen Varoen auf Drohnenduft.


    4. Es gab in den USA ein Imkerpaar, welche ihre Bienen von der Zellgröße umgestellt haben, um die Varoa zu bekämpfen. Durch Umstellung auf 4,7 (meine ich) mm konnte die Biene mit der Varoa problemlos leben.


    5. Dann hatte ich noch einen Beitrag gelesen, wie jemand Varoa durch Hinzugabe von Lavendelöl im Wachs bekämpfen wollte.
    Varoa Duftbekämpfung


    6. Außerdem gab es irgendwo noch einen Beitrag von der Imkerei Sester auf Youtube, wo rase meinte, das Bienen das Wachs auch rausziehen aus den Mittelwänden oder auch Wachs sammeln, welches sie nicht selber produzieren. Dementsprechend gehe ich davon aus, das "duftende" Mittelwände nicht überbaut werden, sondern tatsächlich nur angebaut.


    7. Zu guter letzt, auch hier aus irgendeinem Youtube-Video, im Naturbau gibt es viel mehr Drohnen als wenn man Mittelwände einsetzt.


    Worüber ich keine Kenntnis habe, wie das Verhältnis der Vermehrung der Varoa im Vergleich von Naturbau mit dem Einsatz von Mittelwänden ist. Durch die vielen Drohnenwaben und das nicht mögliche Schneiden der Waben müsste es ja hier dazu führen, das viel mehr Milben im Naturbau existieren. Was aber auch dazu führen müsste, das man viel mehr behandeln muss, was aber gegen den Bio-Gedanken verstößt (den ich unbewusst mit Naturbau verknüpfe, wenn falsch, dann Entschuldigung)


    Was hat dieses Gewirr von Informationen nun auf sich?

    Bei dem Ehepaar in den USA fand ich es komisch, das Varoa durch die Zellgröße beeinflusst werden sollte. Selbst wenn Varoa sich in den kleineren Zellen weniger gut vermehrt, sie vermehrt sich in den Drohnenzellen immer noch genauso gut. Wieso wirkt das also? Durch eine Verkleinerung der Arbeiterinnen sollte sich das Problem aus Mathematischer Sicht in nur geringer Weise dadurch auffangen lassen, das sich die Varoen in der Brut der Arbeiterinnen wesentlich schlechter vermehrt. Allerdings habe ich hier (wieder irgendwo, sorry für die Unordnung in meinem Kopf) gelesen, das sie sehr naturnah imkern, keine Chemie verwenden oder auch keine Drohnen schneiden. Also vermute ich, das sie im Naturbau imkern. Womöglich ist es also so, das die Varoa hier die Arbeiterinnen im Sommer weniger schädigt, da es genug Drohnen zum bevölkern gibt uns sie diese gut unterscheiden kann. Im Winter hätten die Bienen dann den Vorteil des Brutstopps + die kleineren Zellen bei der Frühjahresvermehrung, die ein Aufkommen der Varoen ausbremst. Aber das ist wirklich nur gröbste (und natürlich völlig unbewiesene) Theorie eines Imkerneulings.


    Wenn wir davon ausgehen, das wir einen eigenen Wachskreislauf haben, in dem wir auch das Wachs der Drohnenwaben für unsere Mittelwände verwenden, dann ist davon auszugehen, das unser Wachs, zumindest zum Teil, nach Drohnen riecht. Beim Schneiden von Drohnen sogar noch mehr, da hier viel mehr Wachs (anteilig) produziert wird.
    Wenn wir weiterhin davon ausgehen, das die Varoa nicht sehen kann, in welche Zelle sie vordringen soll (sie kann sie schlecht ausmessen), sondern riechen, dann wäre es ja zumindest theoretisch möglich, dass der Geruch der Mittelwände (die von den Bienen teilweise ausgezogen wurden) dazu führt, das Varoen sich von Mittelwänden mit Drohnenwachs mehr "angezogen" fühlen als von Naturbau oder Mittelwänden aus z.B. Wachs aus dem Honigraum.


    1. Frage wäre: Hat hier schon mal jemand Vergleiche gemacht, ob bei Arbeiterinnen aus Zellen mit Wachs aus Drohnenrähmchen mehr Varoen in die Brut gehen, als bei Arbeiterinnen, welche als Naturbrut (oder auf anderem Mittelwänden ohne Wachs von Drohnen) gehalten werden?


    2. Frage: Wieso gibt man eigentlich keine Mittelwand bei den Drohnen vor? Nur interessehalber


    3. Imkert jemand mit der Methode des Einfrierens von Drohnenwaben und ist dies tatsächlich "besser" als Drohnenwaben schneiden? Für die Bienen müsste das ja zumindest einiges an Arbeit sparen, oder nicht?

    Vielen Dank fürs lesen und für hoffentlich zahlreiche Antworten.

    VG,

    Thomas

    Ich glaube das zentrale Problem ist, dass du möchtest, dass das jemand anderes für dich macht.

    Ich glaube, das zentrale Problem ist, das ich nicht verstanden werde :) Ich KANN so eine Liste nicht erstellen, da mir die Erfahrung fehlt. Ich fände so eine Liste hilfreich und würde gerne daran mitarbeiten. Ich stelle mir vor, das alle GEMEINSAM Themen bestimmen, welche als Grundthemen verstanden werden, dann die Unterthemen und danach die Spezialisierungen. Das man gemeinsam sagt, in welchen Wertebereichen man sich bewegt (z.B. Tracht in Frühtracht, Sommertracht, Wintertracht jeweils bewertet mit schlecht, Durchschnitt, gut oder z.B. Monatstrachten mit Bewertungen von 1-5). Wenn dann so ein Grundgerüst steht, KÖNNTE jeder der WOLLTE seine eigene Arbeitsweise dort eintragen und dies mit seinem Account verlinken. Dann könnte das Forum darauf eine Suchfunktion setzen und dann könnte man auch die Arbeitsweisen effektiver miteinander vergleichen.


    Es soll kein Dokument sein, wo verschiedene Betriebsweisen verglichen werden. Es soll ein Dokument sein, wo man standardisiert seine eigene Betriebsweise eintragen kann, wenn man denn möchte, und diese dann mit seinem Useraccount hier irgendwie verlinkt. Daher habe ich das in den Bereich Forum gestellt und nicht unter Fragen von Neulingen. Aber durch so ein Dokument hätte man effektiv die Möglichkeit, Betriebsweisen von einzelnen Imkern untereinander zu vergleichen.


    Für Anfänger, die gerade erst beginnen und noch keine Beuten oder Bienen haben wäre dies eine tolle Richtschnur. Dazu gehöre ich nicht mehr, ich habe meine Beuten, meine Paten und weiß auch schon , wie ich mir das imkern vorstelle. Aber vor einem Jahr war ich noch drauf und dran, mir eine Beute zu holen, Bienen reinzukloppen, Bücherskorpione und kleine Zellen und wird schon laufen. Und das passiert immer, wenn sich Anfänger aus dem Internet informieren und nicht zufällig auf sinnvollen Seiten landen. Es wird einem überall suggeriert, Imkern ist einfach, machst Varoabehandlung, quetscht ein bisschen Honig, passt schon. Und da ist man einfach empfänglich für, daher glaubt man den Sch...Und einen Überblick über Betriebsweisen zu bekommen ist nun mal nicht einfach, weil das Thema komplex ist. Standardangaben können das Verstehen vereinfachen und darum geht es mir. Ich will hier nicht vorgekaut bekommen, wie habe ich meine Bienen zu führen. Aber ich würde schon gern sehen, was macht der eine oder andere im Jahresverlauf bzw. wie macht der eine Varoabekämpfung und wie der andere.


    wegistziel : Im schöneren Lilienthal bei Bremen :)


    VG, Bugsi

    Hallo zusammen,


    ich möchte mich zuerst einmal kurz bei Allen für die zahlreichen Antworten bedanken. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das Thema nicht an dem vorbei geht, was ich wollte.


    Ich wollte nicht nur eine Beutenübersicht, sondern eine Übersicht über den Imkerablauf in einer Region mit einer bestimmten Beute und einer bestimmten Tracht. Hier wollte ich, das die einzelnen Punkte irgendwie in Kategorien gegossen werden, damit man (sei man Anfänger oder experimentierfreudig) schauen kann, was denn schon mal abhängig von ein paar Parametern zu einem passt. Damit man, sei man Anfänger oder auch schon länger dabei, Vergleichsmöglichkeiten hätte, warum bei jemand anderem etwas vielleicht besser läuft, z.B. bei der Varoabehandlung machen oder sonstwas. Ich wollte dies nicht auf Beuten und ihre Ausmaße beschränken und ich wollte auch nicht so intensiv bis zur Farbe des Pollens in Kalenderwoche 17 gehen.


    Ich wollte dies auch nicht für mich oder als Ersatzliste oder Rezept für einen Imkerpaten, ich wollte eine Möglichkeit schaffen, mit der man die Betriebsweise von z.B. keinimker mit rase vergleichen könnte. Das dies nie hunderprozentig klappt ist mir klar, dass es 1000 kleine Schräubchen gibt, natürlich auch. Und das ein Anfänger sich immer noch informieren muss natürlich auch. Aber durch eine verallgemeinerung der Grundparameter hätte man zumindest eine, wenn auch natürlich nicht 100prozentige, Möglichkeit dazu.


    Und ja, ein Imkerpate, ein Imkerverein, Vorbildung und Recherche gehören natürlich immer noch zum Start.


    VG,


    Bugsi

    Hi,


    der Grundgedanke von mir ist dabei, einem Anfänger die allergröbsten Anfängerfehler zu ersparen. Wenn ich zum Beispiel nur lese, wie Sulz seine Bienen führt, werde ich das nicht überall nachmachen können. Wenn man allgemeine Parameter festlegt, welche von jedem ausgefüllt werden können, dann hat man die Chance, sich schon mal auf eine Betriebsweise festzulegen, die in ihrer Gesamtheit funktioniert. Natürlich gibt es Abweichungen, aber es muss doch möglich sein, Punkte festzulegen, welche dann im Umkehrschluss ein funktionierendes Grundkonzept bilden. Außerdem könnte so eine Liste auch dazu führen, das man sein eigenes Konzept überdenkt, wenn jemand anderer mit einem leicht abgewandeltem Konzept mehr Ertrag / bessere Überlebenschancen bietet.


    Gerade im Schiffer-Thread wurde ja auch gesagt, das er keine "Wissenschaftlichen Methoden" anwendet. Womöglich klappt ja seine Bienenführung ohne Varoabehandlung in normalbeuten, nur eben unter bestimmten Voraussetzungen/Grundparametern. Diese Parameter zu standardisieren würde helfen, Aussagen nachzuvollziehen und Fehler zu vermeiden. Und man könnte seine eigene Betriebsweise mit anderen vergleichen, was derzeit kaum möglich ist. Wichtig wäre dann aber erst mal, die Grundkategorien festzulegen (z.B. Beutenart Hinterbehandlung/Trogbeute/...) und darunter dann meinetwegen Material (Styropor/Holz/Stroh/...), Abmessungen, Rähmchenmaß, Floglochgröße oder was weiß ich. Und wer dann noch möchte, könnte noch einen Freitext hinterlegen. Dann wäre der Teil Beute meinetwegen (Zargen steht hier für Ebenen auf denen Rähmchen hängen):


    Beutenart:

    - Hinterbehandlungsbeute (Holz, 12 DNM, 2 Zargen), Flugloch nach Süden, immer 2 Beuten übereinander, im Winter warm eingepackt

    Standort:

    - Flachland (Wald/Felder, Frühjahrestracht groß, Sommertracht mittel, Herbsttracht gut) 12 Beuten pro Platz

    Bienen:

    - Carnica (Standbegattet)

    ....


    Man hätte alle Freiheiten (durch den Freitext) aber man kann sich auch nur auf die Grundparameter konzentrieren. Dadurch kann man dann auch Betriebsweisen miteinander vergleichen und auch verstehen (da jeder, der die Betriebsweise auf diese Art beschreibt, sich an die einzelnen Grundparameter halten muss). Andernfalls wird man schnell überfrachtet mit Infos, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.


    VG,


    Thomas

    Moin zusammen,


    ich hätte mal einen Vorschlag, von dem ich nicht sicher bin, ob er sich umsetzen lässt. Daher mal die Frage an die allgemeinheit :)


    Die Betriebsweise der Bienen ist ja immer wieder Thema. Leider fehlt mir bis dato eine Möglichkeit, diese zu vergleichen oder "auszuwerten". Mit Auswerten meine ich, das man keine wirklich guten Vergleiche ziehen kann. Das liegt sicherlich daran, das wir sehr viele Parameter haben, welche die Betriebsweise abbilden (Beute, Biene, Standort, betreute Völker, Varoabehandlung), aber auch an den verschiedenen Schreibstilen der einzelnen Leute.


    Wäre es möglich, hier ein Dokument / eine Liste oder ähnliches aufzusetzen, wo die "Grundparameter" definiert werden, damit sich ein Anfänger etwas ansehen kann, was in etwa seinen Gegebenheiten entspricht?

    Z.B.

    Standort: Flachland, Frühtracht gut, Sommertracht Mittel, Spättracht nicht vorhanden

    Beute: DNM mit 11 Rähmchen im Kaltbau

    Brutraum: Einräumig, angepasst

    ...


    Denkt ihr, man könnte so etwas auf die Beine stellen? Dann könnte man als Anfänger direkt Leute raussuchen, welche eine ähnliche Betriebsweise fahren bzw. sich entscheiden, welche Betriebsweise bei ihm wohl erfolgversprechend wäre.


    VG,


    Bugsi

    @Hamburger-Jung: Sofern ich das in einem seiner Youtubebeiträge richtig mitbekommen habe, bekommen freilebende Bienen keine Faulbrut (genau genommen sagt er, das alle wildlebenden Völker (ich meine 200), die damals in Verdacht standen die Faulbrut eingeschleppt zu haben und abgefackelt wurden, keine Sporen von Faulbrut enthielten, wodurch er suggeriert, das wildlebende Völker immun sind). Ich müsste in Youtube nochmal schauen um das Interview (war ein Hobbykanal) wiederzufinden.

    Darüber hinaus sind die gezüchteten Bienen völlig egal, sobald die Bienen in seiner Beute sitzen verhalten sie sich wieder korrekt (also sind aggressiver und verteidigungsfröhlicher, so hatte ich das zumindest verstanden). Bei ihm fliegen Bienen z.b. nicht bei Regen, da sie nicht künstlich in einem Dauerzustand der Not gehalten werden und Varoa wird durch das sich selbst verkleinernde Brutnest (durch das verhonigen) bekämpft.

    Moin zusammen,


    was Schiffer schreibt und sagt, hört sich ja auch gut an. Mein Pate meinte auch, das er früher auf Veranstaltungen von ihm gewesen ist und er damals noch nicht gegen die Imkerei gewettert hat. Tatsächlich hat er nachher wohl 10 Minuten Standing Ovations von Imkern erhalten. Leider scheint er zu denen zu gehören, die ihrer Überzeugung mit allen Mitteln folgen wollen und demnach jeden Weg beschreiten, der sie näher zum Ziel bringt. Und mit "Massentierhaltung" erreichst du viel mehr Leute als mit "naturgemäßer Imkerei". Der Feind braucht einen Namen und er gibt ja auch an, das seine Völker im Schiffertree viel kleiner sind als die, von den anderen Imkern. Demnach sind die anderen "Massentierhalter" :)


    Ich fand ihn auch klasse bis zu rase seinem Vortrag über wesensgemäßer Imkerei auf Youtube. Erst danach bin ich ins Grübeln gekommen. Und Schiffer hat nicht mit allen Aussagen unrecht, er stellt sie nur gerne ins falsche Licht. Das die meisten Berufsimker auf Honigertrag aus sind, wird wohl kaum einer bestreiten. Aber das in Deutschland die Bestäubungsleistung z.B. nicht ausreichend gewürdigt wird, es immer noch Imker mit 4,50 Euro pro Glas Honig gibt und der gepanschte Honig aus dem Markt nichts mit dem Deutschen Honig zu tun hat, lässt er gerne weg. Oder das der Bücherskorpion schon da war, bevor die Varoa da war, und er wohl auch Varoen fängt, aber nicht in dem Maße, wie er das gerne hätte. Das fällt ja schon bei der Mathematik auf, wenn ein ausgewachsener Skorpion bis zu 8 Milben am Tag isst, dann bräuchte man nicht mehr als einen in der Beute und nicht 150 Stück. Oder setzt man die erst ein, wenn das Volk schon fast zu Grunde geht?


    Allerdings ist er auch Biologe und kein Imker, er möchte keinen Honig ernten sondern nur die Bienen ansehen und von ihnen lernen. Und ich kann mir schon vorstellen, das Bienen im Schiffertree anders reagieren als Bienen in "normalen" Beuten da sie ja z.B. keine Behandlungen kennen, anders Bauen als mit Mittelwänden und (wahrscheinlich) öfter Schwärmen. Und ich denke auch, dass der Bücherskorpion eine Hilfe sein kann(!) bei der Varoabekämpfung, aber er ist nicht die Lösung oder das einzige Mittel, was eingesetzt werden sollte.


    Letztlich mag ich an ihm nicht, das er das was er meint zu wissen als (einzige) Lösung anbietet und ihm völlig egal ist, wie er diese Lösung allen "aufzwingen" kann. Tatsächlich kommen mir viele Vorträge wie eine Verkaufsveranstaltung vor (mach das so, das klappt immer und ist immer super und musst du machen weil besser ist). Ich finde das schade, denn die Imkerei aus einem anderen Licht sehen, könnte auch von Vorteil für alle Imker sein.


    Vg, Bugsi

    So komisch ist die Idee nicht, ca. 800 Meter weiter haben sie nämlich vor einem Jahr mit einer Pflanzung begonnen. Allerdings scheint Birke günstigste Baum gewesen zu sein, unterbrochen von der einen oder anderen Eiche. Das ganze ist ein Feldweg, der von der Hauptstraße abzweigt. Da sie bei uns durch das Wohngebiet den Schulbus leiten, können direkt angrenzend keine großen Bäume gepflanzt werden.

    Northlight : der eine Kollege war meine Schwester und sie imkert nicht mehr :) daher glaube ich nicht, das sie mir den Standplatz klauen will.


    BaarImker : Ich meine es war Mai, wir haben extrem viele Maisfelder hier und viele von diesen wunderschönen "gepflegten" Gärten. Das einzige, was als "Massentracht" blüht ist der Löwenzahn, und der ist nicht gleich nebenan. Bitte nagel mich nicht fest auf Anfang, Mitte oder Ende Mai :)


    Finvara : wandern wäre bestimmt cool irgendwann aber nicht gleich zu Anfang mit nur einem Volk. Außerdem möchte ich gerne Honig aus der Umgebung, da meine Frau eine Pollenallergie hat und ich hoffe, das sie durch den eigenen Honig ein bisschen desensibilisiert.

    @Berggeist

    Zitat

    Dieser Deckel soll Feuchtigkeit aus der Beute nach Außen abführen und trotzdem Wärmeenergie in der Beute halten. Mehr gibt es zu deiner Frage nicht zu schreiben, da du mehrfach darauf hingewiesen hast, das nicht lesen zu wollen.

    Hi, leider verstehe ich den Post nicht. Ich möchte rausfinden, was der Grund ist, warum von dem so wenig zu lesen ist, da er das Konzept "Warmer Kopf, Kalte Füße" ja eigentlich kombinieren sollte mit einem besseren/trockenerem Beutenklima. Und egal, was ich bislang lesen konnte, sind sich alle einig, dass das für die Bienen wichtig ist.

    Wenn du längere Erfahrungen hast, und dadurch erklären kannst, das es Probleme irgendeiner Art gab, oder auch gar keine Unterschiede, weswegen du ihn nicht mehr verwendest, dann bin ich ganz Ohr. Ich vermute, das die meisten, die ihn genutzt haben, ihn schnell wieder verworfen und nicht länger damit geimkert haben, weshalb man so wenig dazu findet. Womöglich war er ja auch schädlich für irgendein Volk, dann wüsste ich das natürlich auch gerne. Aber ich vermute, dass er auch von einigen länger verwendet wurde, sonst gäbe es gar keine Hinweise darauf.

    Wenn meine Frage Eingehens diesbezüglich missverständlich war, möchte ich mich bei dir entschuldigen.


    VG,


    Bugsi