Beiträge von Lavinia

    So, jetzt kann ich euch endlich von einigen durchaus erfolgreichen Kochversuchen berichten. Meine Drohnenvorräte sind jetzt aufgebraucht :)


    - Drohnen erst blanchiert, dann frittiert- schmecken superlecker und richtig cross, das ist echt am besten!


    - Drohnen in Butter gebraten - siehe Seite 1 dieses Threads - nach wie vor sehr lecker, auch knusprig, aber wird nicht ganz so cross wie frittiert. Geht dafür erheblich schneller.


    - Parpadelle alio, oglio, apio - schmeckt sehr gut, typisch italienisches Nudelgericht. Würde ich aber eher für "fortgeschrittene Drohnenesser" empfehlen, weil man die Drohnen ziemlich weiß und deutlich vor Augen hat und sie nicht so knusprig werden. Der typische Erdnuss-Geschmack geht auch leider etwas verloren.


    - Bienen-Falafel - beim Stöbern nach einem Rezept für Spaghetti alio+oglio ist mir auch ein Rezept für Falafel in die Hände gefallen. Das lässt sich sehr gut auch mit Drohnen kombinieren, und ist sehr gut geeignet für Leute, die die Drohnen nicht sehen wollen beim Essen. Der typisch leckere Erdnuss-Geschmack der Drohnen von den Gewürzen leider etwas übertönt, aber ich finde es rundum lecker - außen knusprig, innen fluffig.


    Rezepte mit Bild stelle ich in den Anhang.

    Bin mal gespannt, ob es im Mai neue Rezepte von euch gibt und ob sich jemand an die Grill-Variante herantraut ;)

    Hallo Hartmut, könntest du meinen Avatar bitte auch wieder freischalten? Ist von mir selber gemalt - Inspiration dafür waren die acht Schwärme aus drei Völkern in meinem zweiten Imkerjahr, wo ich jede Menge Weiselzellen übersehen habe und die Bienen ganz offensichtlich in einer sagenhaft guten Stimmung waren ^^

    Bienen.JPG

    Da gibt's nur mein eigenes Urheberrecht :)

    Ich werde das defenitiv auch mal versuchen nächstes Jahr. Um das mit dem Vorkochen mal aufzugreifen: Ich würde die Drohnenwaben evtl erstmal "Dämpfen" (Dampfwachsschmelzer XD ). Das wäre dann 2-in-1: Drohnenwachs zur Weiterverarbeitung und vorgekochte Drohnen.
    Ich glaube die Methode wäre auch bei größeren Mengen praktikabel. Zumindest nicht ganz so mühsam wie die Tiefkühl-Variante.

    Ja, das spart auf jeden Fall Arbeit, machen wohl auch einige, die mit Drohnen kochen, und essen kann man das sicher alles. Es sieht allerdings nicht ganz so appetitlich aus, und man muss hinterher eine gute Spülmaschine haben :-)

    Ich bin daher bei der Tiefkühlvariante geblieben. Aber ich gebe zu - für größere Mengen ist das recht mühsam.

    Leider hat mir meine Regierung weitere Experimente verboten

    Ja, da müssen wir noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten in unserer Gesellschaft -

    immerhin hast Du schon eine Menge probiert. :thumbup:

    Iwo! Eichfach mal probieren, die Haut ist ja extrem dünn und der Geschmack - wie der Geruch - wirklich angenehm. Da verstehe ich eher Leute, die rohe Eier oder rohes Fleisch nicht über die Lippen bekommen!

    Hast ja Recht, man sollte das einfach mal probieren. Also nächste Saison gibts bei uns auch Drohnenmilch und Maden im Direktverzehr - ok, vielleicht erst die Drohnenmilch, dann die Maden ^^

    Ich habe jetzt noch An Rezepten fasse ich jetzt mal zusammen:

    Neben gebratenen Drohnen zum Salat werde ich mit meinem restlichen Kilo eingefrorenen Drohnen folgendes probieren:

    - Hachinoko - also vorgegarte, frittierte Drohnen mit Honig + Sojasoße

    - Spaghetti Aglio Olio e Peperoncini mit vorgegarten Drohnen


    Für die nächste Saison steht noch an:

    - gegrillte/gedämpfte Drohnenwabenstücke - für das umhüllende Blatt (Folie) und Gewürze muss ich noch etwas rumprobieren

    - Drohnenmilch als Saft und Shake-Zutat

    - Drohnenmilch als Ergänzung zu allen Formen von Eierspeisen


    Ich werde berichten, hoffentlich auch mit Fotos.8)

    Im Deutschen Bienenjournal 11/2020 geht es auf mehreren bebilderten Seiten um "Hebo", das sind Larven einer einheimischen Wespenart. Das ist dort ein traditionelles Gericht, samt eigene Fest und Nachwuchssorgen. Dafür werden Völker gesammelt, am Haus gehalten und sogar "gemästet!

    Harold, war da ein Rezept dabei, das man evt. übertragen könnte? Ich habe "Bienen+Natur" abonniert, Bienenjournal leider nicht...

    Ich oute mich da auch mal, ich esse regelmäßig auch frische, quasi rohe Drohnenlarven, wenn sie aus der Wabe fallen.

    Wow, das ist sicher die gesündeste Form - frischer und mit mehr Inhaltsstoffen geht's nicht mehr. Pia Aumeier hat das in einem Kurs auch mal getan - vor aller Augen eine Drohnenlarve gegessen - also dazu brauch ich noch mindestens ein Jahr;)

    Und abschließend, hier noch 2 wirklich schön gemachte Kochvideos ganzer Brutwaben: Thai Food Cooking: Bee Eggs and Bee Larvae Cooked 2 Ways und Awesome Cooking With Bees

    Die Videos sind ja schon interessant, hast du solche Rezepte schon mal selber probiert?

    Schade, dass man nicht genau weiß, mit was sie würzen. Ich muss gestehen, dass ich (noch) Gerichte vorziehen würde, die etwas europäisch-appetitlicher aussehen :/ Auf der anderen Seite haben die Asiaten natürlich einen gewaltigen Erfahrungs-Vorsprung in der Zubereitung von Bienenbrut und diese Art sie zu kochen/grillen ist vermutlich besonders gut.

    Ich werde mal nächste Woche eine Arbeitskollegin von mir fragen, sie ist aus Indonesien, vielleicht kennt sie einige typische Gewürze/Zubereitungsarten für Bienenwaben aus ihrem Land.

    Wenn du möchtest kannst du im Netz auch nach "Hachinoko" suchen. In Japan wirst du ein paar Rezepte finden, auch ungewöhliche. Es gibt nichts, was es nicht gibt.

    :D Das schaut ja nach noch mühsamerer Arbeit aus!

    Allerdings sind das auf dem Bild eindeutig Larven, keine Puppen. Hmmm, die habe ich bisher noch nicht hinbekommen, die sind super-fragil und bei der kleinsten Berührung Brei. Vielleicht doch mal erst Blanchieren...

    Das sind ja super interessante links, die ihr da kennt, vielen Dank!

    Von dem Schweizer Daniel Ambühl habe ich schon einmal einen interessanten Vortrag zum Thema Drohnen als Nahrungsmittel gehört, wusste aber nicht, dass er jetzt schon ein Kochbuch dazu in zweiter Auflage hat - super, das ist ja genau das was ich suche!


    Und den österreichischen Koch muss ich mir auch mal genauer ansehen, Zitat: "In seiner Küche blanchiert, trocknet und frittiert Richard Rauch nun dieses Nebenprodukt aus der Imkerei. Und so kommen zur Bienenwachssauce auch noch Bienengrammeln."

    Bienengrammeln klingt doch auch gleich viel netter, wenn man das irgendwo anbieten möchte ;)


    Ja, meine Fieselmethode ist sicher noch verbesserungsbedürftig. Der Vorteil ist halt, dass nur die Drohnen ohne jegliches Wachs und Kokons rauskommen. Aber wenn ich mir die ganzen Videos anschaue, bin ich da wahrscheinlich noch zu pingelig. In Asien wird die komplette Wabe gekocht, und Richard Rauch hat das Wachs ja sogar als extra-Zutat entdeckt.


    Hmm, das verspricht ein kulinarisch interessantes Jahr zu werden 8)

    Hallo Bernd, freut mich sehr, dass du es ausprobieren magst - die sind wirklich lecker, kein (April-)Scherz :)

    Irgendwo habe ich gelesen, dass in Asien das "Rosa-Augen-Stadium" als besonders gut gilt, aber ich konnte bisher noch keine Unterschiede feststellen.

    Ich hab lediglich mal Grashüpfer in Senfsoße gebraten, da muss man aber mit kleiner Temperatur arbeiten, sonst werden sie schnell zu knusprig. Das war allerdings ein improvisiertes Rezept.

    Und im Mescal eingelegt schmecken die Maden noch besser ;) Evtl kannst du ja mal eine in Bärenfang einlegen. Nur zum Verkauf dürfte es lebensmittelrechtliche Hürden zu nehmen geben.

    So oder so eine interessante Art, die Drohnenbrut zu verwerten, so man denn schneidet :)

    Alle Achtung, an Grashüpfer hab ich mich noch nicht herangetraut. Sollen aber angeblich auch gut sein.

    Zum verkaufen ist mir die Ernte auch noch zu mühsam, obwohl es unter meinen Honigkunden den ein oder anderen Interessenten gibt. Aber die Drohnen müsste man dann tiefgefroren übergeben - und legal ist der Verkauf sicher gar nicht erlaubt - noch nicht mal als Hühnerfutter. Schade eigentlich, Tonnen von wertvollem, leckerem Eiweiß, die jedes Jahr entsorgt werden.