Beiträge von Lombi

    Immer alle Daten ins Netz? Mir kommen da beklemmende Gefühle. Uns werden immer nur die Vorteile gezeigt, aber wozu könnte man die Daten noch nutzen? Überall spricht man vom Datenschutz, der eingehalten werden muß, aber wer garantiert den Schutz der Daten im Netz, auch wenn sie noch so banal erscheinen?

    Mit so viel Fachwissen kann ich nicht mithalten. Danke für die Auskunft. :)


    Und zu den Heuwiesen, ja ich verstehe dein Argument, das dies bei euch keinen unterschied macht, ich glaube da ist die Vegetation vielleicht auch etwas anders.

    Heuwiesen stehen bei uns bis in den Juni hinein, da blüht schon sehr viel auf den Wiesen und das Gras ist 60 bis 80 cm hoch und auch schon fast reif. Bei der Silomat wird das Gras hier nur ca. 20 cm hoch, ist nur grün und da ist kaum eine Blume. Es geht mir eher um die Dauer bis zur ersten Mad, sowie der Häufigkeit. Wenn nicht so oft gemäht wird und die Flächen nicht so groß sind, ist die Chance auch höher, das da noch etwas Blüht.

    Aber ja es hängt auch mit der Düngung und Bewirschaftung zusammen.


    Und zum eigentlichen Thema noch einmal.

    Brachflächen im Acker sind unsinnig, diese werden zu meist völlig verunkrautet, teils mit Flugsamern wie Disteln oder Anderem. Diese Böden, sowie benachbarten Akerflächen dann wieder "sauber" zu bekommen ist sehr aufwendig. Ich glaube die meisten können dann nur noch die chemische Keule verwenden für der Säuberung! Wobei sich das dann über Jahre hinziehen kann bei der Keimfähigkeit vieler Unkräuter.


    Es ist wohl eher die Größe der Schläge, die zur Verödung der Natur beiträgt. Da wäre wieder ein Gemisch aus kleineren Feldern und Wiesen besser. Das steht aber im Widerspruch zur Wirtschaftlichkeit. Also darf man sich entscheiden.


    Größere Felder, verödete Natur und billiges Essen, oder kleinere Einheiten, mehr Artenvielfalt aber höhere Lebensmittelpreise!


    Also ich gebe lieber etwas mehr fürs Essen aus, aber nur dort wo ich auch weiß wer es bekommt. Mehr Unterstützung für die kleinen Landwirte und fürs Handwerk dann bleibt es auch Vielfältiger!

    Viele große Landwirtschaftsbetriebe verzichten komplett auf Heu und machen selbst normale Wiesen zu Silo bevor da irgenetwas blüht, als "Dank" bekommne diese Wiesen dann regelmäßig Gülle. Da kommt keine Kuh mehr auf die Weide.

    Kleinere Einheiten könne das besser hinbekommen. Ich habe auch eine Wiese direkt vor dem Haus, früher standen da auch mal Kühe, heute wird da nur noch Heu oder Silo gemacht, da fehlt wie du schon gesagt hast wieder der ausgleich über die Düngung. Die Vegetation hat sich da schon verändert, nach meinen Beobachtungen.

    Die Trocknungsanlage dient einer gewissen Nachtrocknung so kann man das Heu mit einer gewissen Restfeute ernten und die feinen Blattbestandteile bröseln nicht so heraus wie beim Pressen oder Einblasen. So mein wissenstand, aber ich lerne auch gern noch etwas dazu. :)


    Noch eine Anmerkung zu den Preisen, ja es wird alles teurer aber gerade bei den Lebensmitteln sind die Steigerungen doch gerechtfertigt soweit diese nicht industriell sondern im Handwerk produziert werden!


    Wieviel von ihrem Einkommen haben die Menschen früher für Lebensmittel ausgegeben und wieviel gibt man heute aus?


    Durch die Industriell Lebensmittelfertigung sind wir verwöht was die Preise angeht.

    Dabei wird ganz nebenbei das Handwerk platt gemacht, was bei uns in der Gegend schon alles dicht gemacht hat ist erschreckend Bäcker, Fleischer und andere kleine Läden. Man ist fast völlig abhängig von den Supermärkten und dem Einheitsangebot. Die Vielfalt geht dabei verloren, aber die Leute haben es selbst in der Hand und lassen sich dennoch immer wieder verleiten, bis sie merken, das da nichts Anderes mehr ist. :(


    Auch wenn ich jetzt abschweife.


    Ein jeder sollte sich vielleicht mal ganz tief in sich hineinblicken und nach dem Sinn seines eigenen Lebens fragen. Was wollen wir wirklich!

    "sich erden"

    Alles um uns herum ist nur geborgt! Wir kommen nackt, wir gehen nackt. Die Zeit dazwischen sollten wir sinnvoll nutzen!

    Ja das kann ich absolut nachvollziehen, abhängigkeit ist immer mist. Aber Wachstum auf Biegen und Brechen, da kommt man aus der Abhängigkeit auch nie raus. Ich habe da auch nicht so die Lösung. Eventuell Kosten reduzieren oder Vermeiden, Stück für Stück umstellen, alternativen Vertiebswege für bessere (höheren) Einnahmen, alles nicht leicht, es braucht seine Zeit. Vielleicht brauchts auch mal ein Stück zurück.

    Das die Erzeugerpreise so niedrig sind ist ja krank. Ein Landwirt sollte wenigsten von dem was er verkauft leben können, ohne Subventionen. Diese Entwicklung läuft schon über viele Jahre verkehrt. Mittlerweilen legt der Handel die Preise fest und nicht der Erzeuger!

    Zum Anderen braucht es auch verlässliche und planbare Rahmenbedingungen seitens der Politik, nicht immer dieses hin und her.

    Hallo zusammen,

    gestern war ich durch Zufall auf einem Biohof in unserer Nähe und kam mit dem Eigentümer ins Gespräch. Er sagte mir er habe jetzt seine Futterhaltung für seine Milchkühe umgestellt und war begeister!

    Weg von Heuballen pressen, daführ lieber die schonenede Variante mit Ladewagen und Futterkran nach schweizerischen Vorbild. Sicher man bracht mehr Platz und eine Kranverbindung von Scheune und Stall, aber der Aufwand lohnt sich sagte er mir. Die Kühe fressen das Heu viel lieber, weil es noch die vielen wichtigen Kleinbestandteile hat. Die Milchqualität erhöht sich und er spart noch Kraftfutter, weil im Heu noch viele wertvolle Inhaltsstoffe sind.


    Es geht auch ohne Silo und grünen aber toten Wiesen! Weg von der total industrialisierten Landwirtschaft!


    Also mehr Heuwiesen, damit mehr Blumen, Blühten und Kräuter, mehr gesunde Natur! Dann geht es auch unseren Bienen besser!


    Warum wird das nicht mehr als Vorbild angenommen?

    Überall wird nur noch reguliert und versucht wieder gut zu machen was in den letzten Jahren und Jahrzehnten im Zuge teils kühner und vermeintlich fortschrittlicher Ideen vernichtet wurde. Dabei ging es meist nur um Erträge und Geld!

    Ob die Natur jetzt so zu retten ist, wenn man einfach irgenwelche Streifen sich selbst überlässt wage ich zu bezweifeln. Mitunter ist ja das Umland dieser Flächen, ökologisch nicht wertvoller.

    Bei uns im Ort gibt es drei Bauern die betreiben keine Ökolandwirtschaft, haben meist Mutterkuhherden und arbeiten in Weidehaltung. Das Positive ist, sie haben Heuwiesen! Mit Blumen und allem was da wächst, da blüht das ganze Jahr etwas. Das fehlt den meisten landwirtschaftlichen Großbetrieben. Da sind Blühstreifen nur das Pflaster auf der Wunde der Natur.

    Kleiner Einheiten sind für die Natur eher von Vorteil als die Großen!

    Ich bin hier auch noch recht neu und finde die Struktur bestens!

    Mit einer Untergliederung geht meiner Meinung nach zu viel verloren. Es verschwindet der Blick über den Tellerrand. Was machen die Anderen, was könnte ich für mich übernehmen.

    Ich finde das ist auch sehr wichtig, um zu lernen und in die Zukunft zu denken. Nicht nur in Nieschen zu Spitzenleistungen heranwachsen, sondern alle voranbringen!