Beiträge von abasenius

    Was mir zu dieser Fragestellung zu später Stunde noch einfällt ist ein relativ neuer Einblick in die amerikanische Berufsimkerei durch Bob Binnie auf YouTube:



    Diesmal ist er zu Besuch bei einem Kollegen und dort wird genau diese Fütterung für Begattungs-Ableger (kurz) beschrieben. Hauptsächlich ab Minute 8:45.

    Nur am Rande:

    In diesen Präparaten für Nutzpflanzen von EMIKO sind Hefepilze, Milchsäurebakterien und Rotschmierebakterien enthalten. Die Wirkung und Wirkungsmechanismen bei Nutzpflanzen und die mikrobiologische Zusammensetzung habe ich mal in einer Projektarbeit untersucht.


    Ergebnis war, dass in relativ großen Versuchsreihen kaum eine wachstumsfördernde Wirkung festzustellen war, eher im Gegenteil. Bei Interesse kann ich gerne ein kleines Paper dazu zur Verfügung stellen.

    Auf mich machen diese ganzen Präparate den Eindruck, als sei die Wirkung vor allem, dass das Geld der Kunden auf das Konto von EMIKO transferiert wird. Die Idee der opportunistischen Mikroorganismen ist übrigens auch nicht fundiert. Studien dazu wären natürlich trotzdem interessant.

    Natürlich kann das sein: Kaltes Sprudelwasser prickelt auch weniger, als warmes. Die Löslichkeit von Gasen in Wasser hängt unter anderem von der Temperatur ab, aber auch die mechanische Einwirkung der Pumpe kann damit zu tun haben. Aber ich halte derartige Effekte für zu vernachlässigen, denn Honig ist bereits eine übersättigte Lösung von Zucker in Wasser und ich wüsste nicht, wie darin große Mengen an Gasen lösbar sein sollten und weshalb gerade in Honig Gase gelöst sein sollten. Der ist ja nur der Atmosphäre ausgesetzt und selbst das begrenzt!

    Der Varroa-Befall ist im grünen Bereich, das war ein Jungvolk und wurde noch von ihm mit Bayvarol behandelt. Die sind einfach recht stark in den Winter gegangen und haben schlecht das Futter abgenommen, weil es zu kalt war, denke ich.


    Aber ansonsten gute Ratschläge!
    (Eine Zarge mit Futterwaben habe ich leider nicht mal eben so im Wabenlager. Ich bin gespannt, wie der Futterverbrauch sich entwickelt, wenn es tatsächlich, wie angekündigt, noch bis April eiskalt bleibt!)

    Tatsächlich mit Recht, bei der Kälte!
    Aber verhungern lassen wollte ich sie nun doch nicht:
    Es ging tatsächlich darum, dass (mehr oder weniger, das Volk belegt fast alle 11 DNM-Waben) unbelegte, leere Waben rausgenommen und durch Futterwaben ausgetauscht wurden. Das lässt sich nunmal nicht verschieben.


    Es ist das einzige meiner knapp 20 eingewinterten Völker, das knapp bei Futter war, dafür aber ganz gehörig knapp. 3kg Futter (gewogen und geschätzt) war mir dann doch zu heikel Ende Januar. Man weiß ja auch nicht, ob die ganzen 3kg Anschluss an die Traube haben, sodass die Damen auch an kalten Tagen dran kommen.


    Zu meiner Verteidigung: Ich habe das Volk sehr spät von einem etwas überforderten Imker übernommen und die haben die letzten Futtergaben wegen der Kälte schlecht angenommen.

    Einfach drauf damit! 2,5kg-Pakete sind am praktischsten. Kleines Loch rein, halbieren geht auch, Hauptsache die Bienen kommen dran. Schon invertierter Teig nimmt den Bienen natürlich Arbeit ab... Aber alles ist besser, als verhungerte Völker!

    Selbst herstellen würde ich den nicht, denn das ist eine riesige Sauerei und der muss am besten auch ein paar Tage ,,ziehen“. Nimm das Apiinvert im Sommer für die Ableger und hole dir die Portionspackungen.

    Kurze Frage:

    5er Kästen sind 5-Waben-DNM?

    Guten Morgen,


    tut mir Leid für euch, aber wenigstens mal jemand, der ehrlich ist über seine Verluste. Ich habe 2020 im doch recht kalten Mai zwei ,,Ein-Waben-Krüppel“ aus Not gebildet und die sind jetzt beide auf zwei Zargen DNM (Segeberger) und besetzen zumindest eine Zarge komplett.

    Ich bin gespannt, was die ,,schlechten Nachschaffungsköniginnen“ dieses Jahr veranstalten, einen Versuch ist es wert.

    Bei der Durchsicht der Wirtschaftsvölker haben die Ableger nebenbei ab Ende Juni jede Woche 1/2-1/1 Liter Zuckerwasser 1:1 bekommen. Dann gehen die ab, wie Schmitz Katze. Übrigens kann man so auch noch aus 0,5 kg Kunstschwärmen mit guter Königin im Juli bis zum Winter bombige Völker machen. Wenn die Hungern, passiert da sonst nichts.
    Ich vermute, dass eure Völkchen andere Probleme hatten. Wenn die Bienen stark Varroa-vorbelastet sind und sich dann vielleicht im trachtarmen Spätsommer eher um Überleben als Wachstum kümmern müssen, kann sowas passieren.

    Das soll im Übrigen gar kein Vorwurf sein, ich glaube nicht, dass irgendjemand seine Völker hungern lässt. Ableger schaffen es meist auch, sich selbst zu versorgen, schaffen WV ja auch und da bleibt noch was zum Ernten übrig... Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass gerade späte Ableger besser loslegen, wenn sie sich um Futter bzw. Zucker nicht mehr kümmern müssen.


    Grüße

    A.

    Guten Abend,


    ein komplett voller Honigraum DNM 1/1 (Segeberger) mit 11 Rähmchen wiegt etwas unter 25kg. In der Realität schwankt das Gewicht dann natürlich, aber über 25kg hatte ich in den letzten Jahren nie in einem Raum.

    Grüße

    abasenius

    Guten Abend!


    Auch hierzu hat ein großer Imker aus den USA einige Videobeiträge erstellt.
    Bisher finde ich die Erklärungen des Herrn Binnie sehr schlüssig und nachvollziehbar und er kann auf eine lange Erfahrung zurückgreifen.

    Zwei Videos passen besonders zu diesem Thema:


    Feeding bees Part 2

    In diesem Video erklärt er einiges zu Fütterern, Futterzusätzen (Ich glaube, dass B. Heuvel da auch mal was erzählt hat und recht angetan war.) und er erwähnt auch, dass man Chlorbleiche zusetzen kann, um dem Verderb entgegenzuwirken. Ich selbst bin davon nicht wirklich überzeugt und sorge mich da um die Bienen, aber er sagt, dass er das selbst auch erfolgreich praktiziere und blendet auch dementsprechende Zitate aus der Fachliteratur ein.
    Feeding bees Part 3

    Hier erklärt er die Unterschiede zwischen den Futterarten und sagt auch einiges zu dem ,,Weizen-Sirup“. Er stellt außerdem die Fütterer vor, die er in seinem Betrieb verwendet.


    Er hat noch einige andere Videos auf seinem Kanal, in denen er Pollenersatzfütterung, Weiterführendes zur Fütterung mit Sirup oder auch das Anmischen von großen Mengen Saccharose-Sirup in seinem Betrieb zeigt/erklärt.
    Insgesamt halte ich all seine Beiträge für sehr sehenswert.

    Hallo nochmal,


    also ich kann dazu ein wenig aus eigener, schmerzlicher Erfahrung berichten:

    Ich habe vor wenigen Jahren 9 Völker (alle, die ich damals hatte) durch einen klaren Varroa-Schaden verloren. Ich stand damals auch in engem Kontakt mit den Profis aus dem Institut in Celle und habe mit Dr. Boecking selbst telefoniert, weil ich mein Selbstverschulden wohl nicht so wirklich wahr haben wollte.

    Die Jahre zuvor habe ich, ähnlich wie du, immer nach dem selben Konzept (Drohnenbrutschneiden, AS im Spätsommer [mehr schlecht als recht: zu wenig, zu wenige Wiederholungen, Verdunstungsmenge nicht kontrolliert und nicht an Witterung angepasst] und OS-Träufeln im Winter) behandelt und bin damit gut klargekommen. In dem entsprechenden Jahr bot sich mir im September/Oktober das selbe Bild wie dir jetzt.


    Man kann ja von der Windel halten, was man will, aber der natürliche Milbenfall (ohne Behandlung) lässt auf jeden Fall eine Tendenz abzuschätzen zu. Das lässt sich, denke ich, nicht bestreiten.

    Auch diesen habe ich damals nicht kontrolliert und dementsprechend überhaupt nicht den Befallsgrad der Völker abgeschätzt.

    Ameisensäure ist m. E. etwas schwieriger einzusetzen als beispielsweise Milchsäure oder Oxalsäure, aber es sollte jedem Imker klar sein, dass Ameisensäure als einzige dieser organischen Säuren in die verdeckelte Brut wirkt! Da ist es dann auch egal was der Pate erzählt, das muss dann kritisch hinterfragt werden.


    Du solltest vielleicht in der kommenden Saison dein Behandlungskonzept neu ausrichten und dich dazu belesen! Ich kann Liebigs Teilen und Behandeln oder eine TBE (ist ja sehr ähnlich) mit Behandlung der brutfreien Völker mit Oxalsäure (gesprüht) nur empfehlen.

    Ich glaube schon die ,,Anfänger-Literatur'' (z. B.: 1x1, Einfach imkern, Bienenkrankheiten, Moderne Imkerpraxis) reicht aus, um sich einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen.


    Milchsäure als Behandlung im Frühjahr ist mir neu. Außerdem sind die Völker auch dann nicht im brutlosen Zustand.


    Alles Gute für die kommende Saison!

    Guten Vormittag,


    ich bin nun neu hier im Forum, lese aber schon eine Weile gespannt mit. Ich imkere jetzt im 6. Jahr, habe momentan rund 20 Völker im Segeberger Kunststoffmagazin, es sollen aber noch mehr werden. Nächstes Jahr in Holzbeuten und zumindest einige Völker versuchsweise mit einem Brutraum DNM (11 Waben).

    Zu dem Thema fällt mir ein, dass es sich manchmal lohnt über den großen Teich zu schauen. Ich stelle hier mal einen Link ein, zu einem interessanten Video von einem großen Berufsimker aus Lakemont, Georgia. Bob Binnie heißt der Mann und er erzählt ganz anschaulich, dass einige Imker dort sich damit rühmen, seit wie vielen Generationen die Waben in ihrer Familie benutzt werden.

    Ich finde seine Erklärung sehr schlüssig und ich glaube, dass man ihn auch durchaus als Experten aus der Praxis sehen kann: Bob Binnie über Wabenhygiene