Beiträge von SimonNiebler

    Du suchst nach Insektiziden, die für eine vier- bis fünffache Anwendung zugelassen sind?

    Man setzt schon aus Gründen der Resistenzvermeidung die Verschiedenen Insektizide (Wirkstoffgruppen) im Wechsel ein!

    Deine Gedankengänge dazu sind daher total...., siehe oben!


    ...

    Die Zulassung eines einzelnen Produktes geht bis zu 3 Anwendungen. Aber im Rahmen der Zulassung spricht nichts gegen die Anwendung eines weiteren Mittels. Also sind 5 Anwendungen durchaus zulässig. Ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich kosten die Insektizide ja auch Geld!

    Natürlich verschiebt sich bei Nachfrage auch das Angebot! Auch wir Landwirte können Betriebswirtschaft! Beizen und andere Pflanzenschutzmittel werden nicht eingesetzt um die Imker zu ärgern. Das kannst du glauben oder du kannst es lassen.


    Zu den Zahlen: du beziehst dich bei Anbaufläche und Ertrag auf Bio PLUS konventionell. Und die 10% sind Quatsch! Zucker wächst ja nicht in Reinform auf der Fläche.

    45t/ha ist der Rübenertrag. In der Zuckerfabrik werden den Rüben dann die enthaltenen 16% Zucker entzogen.


    Also nochmal nachrechnen!


    Bei Biorüben ist ja nicht nur die fehlende Beize das Problem! Auch das Thema Unkraut ist ja bei Biorüben richtig Handarbeit!

    Machen wir mal die Rechnung auf:

    1 Mio Bienenvölker in D 2019 (Quelle DIB)

    X 17l Ambrosia-Sirup (Empfehlung Nordzucker) für die Winterfütterung

    = 17 Mio l Sirup

    = 17 Mio kg = 17.000t Kristallzucker


    Bio Rübenanbau:

    45t/ha x 16% bereinigter Zuckergehalt = 7,2t/ha


    Das heißt alleine zur Fütterung eurer/unserer Bienenvölker mit Bio Rübenzucker würden wir 2.360ha Bio-Rüben brauchen.


    Und wieviele ha stehen in Deutschland? Ca 4000ha.

    Und aktuell gehen 80% in Verarbeitung von Getränken und Lebensmitteln.


    Kauft mal alle Biozucker, dann reden wir weiter!

    Kauft ihr als Imker doch alle Bio-Zucker. Der ist sicher aus Neonic-freier Produktion.


    Bei der Notfallzulassung geht es Primär um die Beizung der Zuckerrüben-Pille. Die Technik hat hier seit dem Drama 2008 riesige Fortschritte gemacht!


    Wenn zT 5x mit Insektiziden geapritzt werden muss, dann ist das ja auch nicht besonders nachhaltig, oder?

    Ich sag an dieser Stelle mal einen herzlichen Dank für die netten und hilfreichen Antworten. Für die anderen nicht ;-)


    Ich habe mir also weiße Fluglochschieber bestellt und werde die bei Bedarf dann per Klebeband anpassen. Ich bin gespannt wie der Umzug dann klappt :-)

    Hallo ihr Lieben! Ich stelle derzeit meine Imkerei von 9er Zander um auf 10er Dadant. Die Böden sollen Nicot-Böden werden. Fraglich ist für mich jedoch die Handhabung des Fluglochs.


    Wer von euch nutzt die Böden und auch die plastik-Schieber?


    Wie macht ihr das im Winter? Wie macht ihr das mit Jungvölkern (enges Flugloch)? Wieder Schaumstoff wie sonst? Habt ihr Holzkeile in passenden Größen gebaut? Oder ein Sammelsurium an Plastik-Schiebern?


    Im Dadant sitzt das Volk ja an einer Zargenwand. Die andere Seite vom Flugloch zu oder auf?


    Gibts eigentlich auch Anflugbretter für die Böden?


    Fragen über Fragen :-) ich hab schon einiges zu den Böden hier gelesen. zB. diesen Faden hier: Nicot Boden für Zander


    So richtig schlau bin ich noch nicht und freue mich schon auf eure Antworten!


    Grüße Simon

    Die Praxis wird in Zukunft auch eine Stickstoff-Beprobung vor der Saat sein. Sollte nämlich tatsächlich wenig im Boden sein, dann kann ich zumindest in einigeb Gebieten noch eine kleine Gülledüngung machen. Die ist auch dann sinnvoll!

    Der begrenzende Faktor war in den letzten 5 Jahren ja eher das Wasser. Wenn der Raps im trockenen Boden nicht keimt, dann kann ich ihn so spät säen wie ich will... Wer früher gesät hat, der erhöht ja die Chance einen Regen mitzunehmen.


    Ohne Wasser wirkt auch der Stickstoff im Boden nicht...