Beiträge von Stylex

    Zum Schluss noch ein bisher fast unbekannter Imkerspruch:

    Du hast gleichviele Milben, ob du sie zählst oder nicht.

    der Spruch bringt mir nichts, denn die Konsequenz wäre, immer! zu behandeln. Bin eher ein Freund von behandeln nach individuellem Befallsgrad, was wir dieses Jahr so beginnen ( vorher haben wir ebenfalls alle gleich behandelt). Nehmen aber Puderzucker als Messmethode.


    Schöne Grüße- Matthias

    Meist dauert es nämlich Stunden, bis von der AS soviel auf der Verdunstungsfläche ist, dass genug verdampft um den ganzen Raum füllen zu können.

    Beim AS verdunsten geht es um verdunstete Menge pro Tag. Beim nassenheider Universal tropft über einen Docht immer die gleiche Menge AS je Zeiteinheit auf das Fließ, und das geht sauschnell und sofort ist der Verdunstungsfleck da nach wenigen Minuten. Automatisch verdunstet auch immer gleich viel, weil sich die Verdunstungsfläche an die Temperatur anpasst. Wenn es "nicht wirkt", glaube ich am ehesten an Anwendungsfehler, wenn z.B. die Temperatur nicht beachtet wird (15-30 Grad) oder das Flugloch nicht auf groß eingestellt wird oder die falsche Dochtgröße genommen wird oder der Docht hängt nicht richtig in der AS Schale oder Verdunster an die falsche Stelle eingehängt. Rtfm, immer wieder wichtig, gerade wenns um Lebewesen geht. Die Abkürzung schreibe ich jetzt nicht aus ;)


    Schöne Grüße - Matthias

    Du hast keine weisellosen Brutscheunen, wenn die Brut ausgelaufen ist. Es sei denn, du hast sie knapp 2 Wochen gequält. Mit etwas Pech sind sie dann schon drohnenbrütig.

    Wenn ich nach 8-9 Tagen Nachschaffungszellen breche und an Tag 11 oder 12 umweiseln wollen würde, sehe ich nicht, wo hier zwei Wochen Bienen gequält werden. An Drohnenbrütigkeit glaube ich nach 3-4 Tagen "Hoffnungslos Weisellos" nicht wirklich. Die offene Brut hänge ich nach Möglichkeit gar nicht erst in die Brutscheune, weil ich aus zeitlichen Gründen nicht drei Wochen lang auslaufen lassen möchte, es soll bis Mitte August über die Bühne gegangen sein, damit das mit Einfüttern und dann alles verdeckeln noch so hinhaut.

    Denn, sind die Bienen aus der BS wirklich eine Verstärkung für den Winter? Sind ja noch keine Winterbienen.

    Ich habe mir über die Vereinigung mit BS bei einem WV wieder viele Varroen reingeholt.

    Die weisellosen Brutscheunen sind wie es angedacht war, schon vor der Vereinigung behandelt. Die weiselrichtigen Völkchen sind ebenfalls schon vorher behandelt, denn die werden im Mai aus einem Kunstschwarm gebildet, eingesprüht und dann wenn TBE mit denen gemacht wird, wird nochmal eine Fangwabe eingehängt, die Belastung wird mit ziemlicher Sicherheit sehr niedrig sein. Was ich im Vorfeld aber trotzdem noch mit Puderzuckerdiagnose verifizieren möchte.

    Setz diese Königinnen doch mit einem KS (oder über Flugling) in DNM 1,5 Beuten viel früher im Jahr, so 2/3 Wochen nachdem die Königinnnen in Eilage ging, dann bekommst Du bis zum Einwintern starke Völker die die MWs auch ausgebaut haben werden. Wenn Du das so spät machst kann das auch schief gehen...

    Danke für Deine Einschätzung, ich wollts eigentlich über KS in MiniPLUS (M+) einschlagen und vergrößern machen, aber ich hatte gerade die Eingebung, einen DNM 1.5 Dreier-Ableger-Kasten statt M+ zu nehmen und die dort direkt einschlagen, dann sind sie direkt auf dem richtigen Rähmchenmaß, das erspart ihnen ein Mal den Stress und mir acht M+ Equipments.

    Ich würde mir wirklich überlegen in die Brutscheune eine Krabbelzellezur zu setzten und die Zeit für Varroabehandung zu nutzen, bis die daruch entstehende Königin das legen anfängt.

    Deiner Einschätzung nach, wenn ich die weisellosen, behandelten Brutscheunen ins größere Rähmchenmaß einschlage (ca. 8. August), sollte ich also direkt am selben Tag oder während der "Einschlag-Aktion" eine Krabbelzelle mit einhängen und die wird wahrscheinlich angenommen? Muss ja dann noch direkt die Futterzarge oben drauf, dass die nicht verhungern, die sind dann ganz schön in Action...

    (...)Wenn Du im August überschüssige Bienen verteilst, geht das meist problemlos, jedenfalls habe ich gute Erfahrung damit machen dürfen.


    Will ich vermehren, bekommen die BSA [Brutscheunen-Ableger?] nach Behandlung und WZ brechen Brutwaben samt Bienen und Reserve-Kö' (mittig in die Kisten).(...)

    Danke Dir! Ist die Reserve-Königin dann schon begattet? Wenn alles nach Plan läuft, sollten eigentlich keine Bienen überschüssig sein; das hängt sicher auch vom Milbenbefall ab, erstmal hoffe ich, dass auch die Brutscheunen immer noch "relativ" wenige Milben haben werden (vorher Befallsdiagnose).


    Vielen Dank für Eure Einschätzungen, ich bin mir da noch etwas unsicher für die Saisonplanung und plane lieber etwas früher, bevor dann am Ende "plötzlich" das Material fehlt oder Königinnen nicht bestellt sind usw.


    Schöne Grüße - Matthias

    Deswegen aber ja auch das Podest wo die Beute rauf soll.

    Bau doch ein großes Floß und stell die Völker da rauf, dann schwimmen bei Hochwasser die Bienenvölker automatisch auf und du hast keine Sorgen, falls man mal wegen "Krank zuhause" nicht hin kann. Würde bei uns wegen Wellengang nicht gehen, aber in ner ruhigen Waldgegend... ;)


    Schöne Grüße - Matthias

    Hauptsache der Standdurchschnitt an Honig haut hin.

    Wenn der Ertrag und die sonstigen Eigenschaften der Völker okay sind - kann man schon so sehen finde ich; solange ich nicht die "bestimmte" Königin haben möchte, sondern mir eine reicht, die halt "in Ordnung" ist... Kollege Heuvel sagte in dem Vortrag, wenn man das so machen würde, wäre das wie eine stille Umweiselung für die Bienen, das klang mir zumindest glaubwürdig (nach dem Motto "da ist eine Zelle, da schlüpft eine Königin, schauen wir mal welche besser ist"). Schwärme sind im August nicht mehr zu erwarten, und solange genug Drohnen da sind... Jedenfalls werde ich das wahrscheinlich im nächsten oder übernächsten Jahr mal mit ein paar Völkern testen, doofer wird man ja nicht davon. Dieses (und wahrscheinlich auch nächstes) Jahr steht bei uns erst mal noch genug anderes auf dem Zettel, wo man aus Fehlern lernen kann ;)


    Schöne Grüße - Matthias

    Ist nur zur Erinnerung - nicht böse oder persönlich gemeint!

    Was sollte man daran böse verstehen können? Ich freue mich, wenn erfahrenere Kolleginnen und Kollegen Fragen beantworten und ihre Sichtweisen schildern.


    Schöne Grüße - Matthias

    Dazu vielleicht ein paar "Nicht-Experten-Gedanken":

    habe ich Anfang Dezember überraschenderweise festgestellt, dass in einem der Völker knapp 25 Varroa pro Tag fallen, mithin deutlich zu viel.

    Es waren zu der Zeit ja noch Temperaturen von teilweise über 12 Grad, da kann man denke ich mit einer 3,5% Oxalsäure-Sprühbehandlung schonmal reingrätschen, die schadet den Bienen laut herrschender Meinung nicht besonders und du erwischt schon eine Menge Varroen, zwar nicht die in der Brut, aber die anderen. Und wenn die Brutfläche nur Fünfmarkstück-groß ist, nicht so tragisch, die kann man mit der Entdeckelungsgabel auch schnell entsorgt bekommen...

    Behandlung (AS) und sonstige Maßnahmen gegen Varroa (Drohnenschneiden) wurden das ganz Jahr über durchgeführt,

    Sehe ich als gute Praxis an, Ameisensäure ist, bei aller Kritik, definitiv ein sehr potentes Varroa-Bekämpfungsmittel und wirkt auch in die Brut hinein (zu 80%? oder so.). (Allerdings Vorsicht bei einem so heißen Sommer wie dieses Jahr, da ist es finde ich ratsam, die Völker zu beschatten, damit die Sonneneinstrahlung nicht zu einer zu schnellen Beuten-Erwärmung und AS-Verdunstung führt, wir hatten wohl aus diesem Grund 25% Königinnenverluste während der AS-Behandlung Ende Juli/Anfang August, das Volk brutfrei hinbekommen und Oxalsäure sprühen ist verträglicher als AS verdunsten, Nachteil: Die Königin kann beim Waben Wursteln gequetscht werden). Mit deinem Drohnenbrut ausschneiden sind auch schon viele Varroen mit rausgeflogen.

    Nach der OS Behandlung ging der Wert auf 3 Milben/Tag runter (Mitte Januar), ist jetzt aber wieder bei 15 Milben in den letzten 24h. Das stellt mich wirklich vor Kopfzerbrechen. Habt ihr Erklärungsansätze für die extreme Schwankung?

    Ja, das kann wohl passieren, wenn sich die Wintertraube lockert, fallen alle auf einmal raus. Lass die frisch geputzte Windel mal noch ne Woche länger drin und guck dann nochmal nach 7 Tagen nach was da pro Tag rauskommt. 3/Tag ist schon viel, 15/Tag wenn das jetzt die Woche rauskommt, wäre ganz übel. Dann würde ich wohl im Rahmen der großen Frühjahrsdurchsicht (ideal nach ein paar warmen Tagen an einem warmen Tag über 12 Grad, früh morgens damit alle zuhause sind) wenn sie dann noch leben 1) alle Bienen mit Oxalsäure einsprühen (Beuteninnenwand nicht vergessen), 2) danach alle Brut komplett entnehmen und Brut-Rähmchen dabei komplett abschütteln (dabei Vorsicht mit der Königin, die könnte auf eine Wabe außerhalb der Schusslinie laufen oder zwischenparken) sowie die Brut sofort in den Dampfwachsschmelzer, weil die brauchen um die Jahreszeit jede Biene für die dann nachkommende Brut zu heizen und füttern, 3) ausgebaute(!) Mittelwände (am besten leergefressene Futterwaben) reinhängen, 4) das wars dann hoffentlich gewesen.

    Wie zuverlässig haltet ihr das Auszählen der Windel, insb. den Sprung von 3 Milben nach Behandlung (nat. Milbenfall) auf 15 Milben kann ich mir nicht erklären.

    s.o., und ich für mich halte von der Windeldiagnose, dass man dabei einiges beachten muss. Im Dezember könnte das Ergebnis noch von anderen Insekten verfälscht worden sein, und der Beutenaufbau ist manchmal so, dass nicht alle Milben auf der Windel landen. Bei uns noch "vom Winde verweht", wir machen daher ab kommende Saison Puderzuckermethode zum Befallsgrad messen.


    Im Moment kann man wohl eh nicht viel machen, ich denke mal erst zur Frühjahrsdurchsicht, außer hoffen.


    (Das hier alternativ, falls du einen guten Paten mit viel Ahnung hast, mit dem du zusammenarbeiten kannst und besprechen, ob das für Euch Sinn ergibt, Methode habe ich noch nicht ausprobiert: In dieser Doktorarbeit: >>Link hier<< ist eine Methode beschrieben, wie man laut dem Verfasser ohne Behandlungsmittel eine Reduktion der Varroa um 80% bei kaum Honigernte-Verlust und gleichzeitig vitale und überwinterungsstarke Völker hinbekommen kann, Zitat s. 193: "Mit der Versuchsvariante 5 (Zweimalige vollständige Entnahme der verdeckelten Brut mit Rückvereinigung eines sanierten Ablegers) wurde eine Verringerung des Milbenbefalls der Bienen in den Völkern zum Ende der Bienensaison um 80% gegenüber der Kontrolle erreicht, ohne wesentliche Ertragsverluste hinnehmen zu müssen"

    Methode ist u.a. beschrieben auf S. 60-65. ...und wenn du die genaue Anleitung mit allen Schritten ausgearbeitet hast, noch den Mut haben, das gemeinsam so durchzuziehen, und dann soll das noch klappen... ich würds mir ohne Unterstützung noch nicht zutrauen).


    Wann genau hattest du noch ox geträufelt? Der natürliche Milbenfall liefert erst zwei Wochen danach wieder vernünftige Windel-Ergebnisse.

    Jedoch tue ich mir da schwer, will ungern stören

    Finde ich gut, im Zweifelsfall richtest du in dieser Jahreszeit mehr Schaden als Nutzen an. Dir viel Erfolg, so viele Milben zu dieser Jahreszeit sind definitiv kritisch.


    Und nun hoffe ich, dass nicht zuviel Schmarren dabei war, dir alles Gute mit deinem Volk!


    Schöne Grüße - Matthias

    Ne neue Königin in ein weiselrichtiges Volk einzuweiseln ist absolutes Glücksspiel

    Moin Chris, hast du Erfahrungen mit dieser Methode (s. Video)? Also Anfang August Krabbelzelle bzw. unbegattete Königin in Zweitschlupfzelle, ins Volk hängen und die Bienen machen den Rest? Klingt ja fast zu schön um wahr zu sein ;)


    Schöne Grüße - Matthias

    Da gab es doch mal den Tipp mit den Telekom-Aktien, damit konnte man sagenhaft reich werden, ohne zu arbeiten. Also wenn es klappt.

    Och, die hättest du nur lange genug halten müssen, dann wäre insgesamt mit Dividenden ein Gewinn rausgekommen 8o


    Den Vortrag (7. Weimarer Bienensymposium) in dem er das Vorgehen beschreibt, ab Sekunde 55 ziemlich am Anfang, >>hier<< der Link. Ob es nur funktioniert weil man es glauben möchte, kann ich nicht beurteilen, habe die Methode noch nicht ausprobiert.


    Schöne Grüße - Matthias

    Passt das so für ein paar Völker, oder sollten wir noch zwingend andere Bäume pflanzen?

    Wo feucht ist, vielleicht noch den ein oder anderen Weidensteckling, vll. verschiedene Sorten. Ich finde beide Standorte klasse. Wobei, ein bekannter Imker hat sich mal gewundert, warum seine Völker, kaum aufgestellt, so schnell weniger wurden. Die sind in Massen an die Scheiben geklatscht, weil das Rapsfeld auf der anderen Seite der Autobahn lag. Ggf. ist es besser, die Öffnung der Kisten nicht Richtung Autobahn auszurichten, oft fliegen die Bienen hauptsächlich in Verlängerung zum Eingang wie's scheint... Da müssen wir aber auch noch experimentieren und stellen dieses Jahr mal einige in Viererblöcken auf, so dass in jede Himmelsrichtung ein Flugloch zeigt.

    Die Standorte sollten direkt mit dem Fahrzeug zu erreichen sein.

    halte ich für sehr wichtig. Ist auch für eine schnelle Bearbeitung viel besser, z.B. bei der Honigernte und beim für den Winter Auffüttern kommt es auch auf die Geschwindigkeit an, wenn da lange was rumsteht, habt ihr schnell Räuberei, besser das Zeug wird im bienendichten Fahrzeug gelagert.


    Schöne Grüße - Matthias

    Unabhängig davon ging ich davon aus, dass eine gute Königin bleiben kann. (unabhängig vom Streit ob man jedes Jahr "neuweiselt") Ohne Prüfung kann man ja nicht sagen, dass die standbegattete Buckfast A besser ist als die bereits tätige standbegattete Buckfast B.

    In einem Vortrag berichtete Bernhard Heuvel von einem australischen Großimker mit 30'000 Völkern, dass der jeden Spätsommer eine unbegattete Weisel in der Zweitschlupfzelle hinzusetzt, solange noch Drohnen da sind. Die bessere würde automatisch von den Bienen ausgewählt. Halte ich für eine interessante Idee und es spart ne Menge Arbeit, wenns klappt...

    ICH bin der festen Überzeugung, das man nem Pampelmusenvolk mit ner Winterbehandlung den REST gibt....

    Das kam mir auch so vor, gab ziemlichen Totfall nach der Winterbehandlung bei unseren beiden inzwischen verstorbenen "Pampelmusenvölkchen", das könnte den Ausschlag gegeben haben (dass sie nicht mehr genug heizen konnten). Schwach einwintern ist einfach Mist, schwache Völker sind generell wie es scheint anfälliger für alles Mögliche. Daher wird (noch mehr als bisher) ein Augenmerk bei uns diese Saison darauf liegen, gute Volksstärken aufzubauen.


    Schöne Grüße - Matthias