Beiträge von Stylex

    Egozentriker - Siebdruckplatte ist extrem stabil und gut zu reinigen, das finde ich passt, auch für Lebensmittel (an anderer Stelle hieß es sinngemäß: Honig ist kein Hackfleisch).


    Paar Überlegungen vielleicht... Unter dem Kühlschrank statt der vier kleinen Schräubchen wäre ein Siebdruckplatten-Rahmen bzw. eine weitere Unterstützung (z.B. eine kleine, weitere Platte mit hochschraubbarer Stütze) um das Gewicht besser zu verteilen, denke ich eine Möglichkeit. Dann wie vosp schreibt, testen, am besten mit richtig viel Masse, so dass du für den Honig auf Nummer sicher gehst. Ich würde wahrscheinlich mit Futtersirup testen, weil bei Wasser hast du nicht das Gewicht, Honigdichte liegt bei ca. 1,4 Kilo je Liter.


    Schöne Grüße - Matthias

    ribes - vielen Dank für den Link, verstehe ich das richtig, dass 0,5 Milben pro Tag im Winter 50 Milben im Volk bedeuten?


    Dr. Büchler sagte in dem Vortrag noch, dass wenn Milben einige Wochen auf den Bienen sitzen, pro Tag im brutfreien Volk ca. 1-1,5% der vorhandenen Milben herunterfallen, so dass diese brutfreie Zeit selbst ohne Behandlung schon massiv Auswirkungen auf die Milbenpopulation habe, und dass es auch wieder ein zwei Milben-Brutzyklen/-Generationen brauchen würde, bis die Milben sich wieder "optimal" vermehren, so dass der Effekt noch länger anhält.


    Schöne Grüße - Matthias

    Moin Ulrich, wie viele Bienen hat ein vernünftiges Wirtschaftsvolk deiner Einschätzung nach um diese Jahreszeit?

    die propolisieren das Sacktuch oder den Deckel, bei nicht vorhandenem beespace, so fest an die Rähmchen an

    Das denke ich auch. Vor allem wenn die Rähmchenoberträger dünn sind, ists besonders verbaut. Bei richtig dicken Oberträgern (ab ca. 18mm) kann ich mir vorstellen, dass die Welt evtl. anders aussieht, das habe ich bei der TBE gesehen, ein sehr großer Unterschied beim Verbauen. Die Oberträger-Dicke ist denke ich auch hilfreich beim ASG, dass das nicht so sehr angebaut wird, ich werde das im kommenden Jahr sehen.


    Schöne Grüße - Matthias

    Hallo, anbei der wiederhergestelle Beitrag #193 mit Quellenbeleg:

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    hartmut


    Bitte mache das Löschen Rückgängig, da ich lediglich das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz zitiert habe MIT der Verlinkung und mit Hinweis. Ich schrieb hier gerade zwei Stunden an dem Text mit Recherche, das kann doch nicht sein.

    Mal schauen, ob mir das mathematisch plausibel erscheint.

    Ich kann mir aber schwer vorstellen, daß da grobe Schnitzer drin sind.

    Thema ist hier eigentlich nicht eine mathematische Plausibilitätsüberprüfung, ich gehe erstmal davon aus, dass der gute Mann schon weiß, was er sagt. Falls du allerdings Konstruktives als interessante Ergänzung beitragen kannst, würde ich gerne daran teilhaben. Zum Beispiel eine Berechnung, wie viel Milbenbefall im Winter maximal noch vertretbar ist, so dass die geschilderte Methode mit 3x Bannwabe als Fangwabe verwenden, ohn übermäßige Völkerverluste erfolgreich funktioniert. Weil auch bei den geschilderten Methoden müsste sich über die Jahre hinweg der Befallsgrad-Level insgesamt trotzdem erhöhen, so dass m.E. nach vielleicht fünf Jahren doch einmal eine herkömmliche Behandlung notwendig sein könnte, so dass man dann wieder von einem niedrigeren Befallsgrad-Level erneut den behandlungsfreien Zyklus starten kann.


    Schöne Grüße - Matthias

    Dr. Ralph Büchler hat für uns auf dem IFT einen Vortrag gehalten

    Hallo, anbei ein Link zu einem erneuten Vortrag von Herrn Dr. Ralph Büchler vom 27.10.2021 auf dem YT Kanal von "Stadtbienen", Link >>hier<<


    Hut ab und Respekt vor diesem aus meiner Sicht absolut sehenswerten, super-spannenden, kompetenten und zum Nachdenken anregenden Vortrag, den ich mir in Teilen mehrmals ansehen muss, um alle Informationen so zusammenzutragen, dass ich daraus eine behandlungsfreie Strategie an einem meiner Stände voraussichtich testweise in ein zwei Jahren so wie empfohlen durchführen kann, ich werde dann das dort geschilderte Bannwabenverfahren anwenden (das mit den 3x Bannwabe als Fangwabe einsetzen und nach 9 Tagen entnehmen hintereinander, gesamt 36 Tage Zyklus mit 95% aller Varroamilben werden vernichtet).


    Der Vortrag beginnt ab Minute 5:30, in Teilen geht es später auch um Varroa-Resistenz-Zucht, auch mit dem Phänonem des Zelldeckels öffnens, dass in wiedergeöffnete Zellen Varroamilben einwandern und das viel zu spät, als dass sich dann diese Milben erfolgreich vermehren können, ein m.E. spannender Punkt für einen gesonderten Thread. Außerdem werden graphisch gut aufgearbeitet die Effekte einer Brutpause im Sommer, Einzelaufstellung vs. Gruppenaufstellung von Völkern, die EurBest Studie u.v.m.


    Dieser Vortrag hat mich jedenfalls überzeugt, weiter dahin zu wirken, dass meine Völker vielleicht auf mittlere und lange Sicht mit möglichst wenig oder sogar gar keiner Chemie auskommen können, auch wenn mir klar ist, dass ich mir das erst über Jahre erarbeiten muss (allein das Einüben dieser Behandlungsweisen).


    Einen Schlüssel sehe ich weiterhin in einer verlässlichen Diagnostik, ohne die geht zielführend mMn gar nix, dazu müssen auch die Fallstricke der jeweiligen Diagnostik beachtet werden und man sollte eine neue Diagnosemethode stets mit einer bekannten Methode gegenproben, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse dann verlässlich sind, das habe ich dieses Jahr zum Teil bei unerfreulichen Überraschungen bei der Durchführung der Puderzuckermethode gesehen.


    Danke für diesen Vortrag. Der Mann wäre denke ich auch auf einem Montagsimker-Treff ein sehr guter Gastreferent.


    Schöne Grüße - Matthias

    Nebenbei, der deutsche Ämtler hat auch fast 50 Jahre gebraucht um zu verstehen, dass das aufwendigste nicht immer das sinnvollste ist. Siehe Verkehrsampel vs. Kreisverkehr.


    FeDia, dein Eingangspost hat mich neben ein paar anderen Dinge dieses Jahr so frustriert, dass ich meine Völker im Frühjahr beim Auswintern am besten auf 1/3 zusammen schmeiße. Und lieber gebrauchte Leitern sammle. Diese dann mit kleine Pinseln dran vor die Ämter stelle mit dem Hinweis auf das YT Video wo die Chinesen zeigen wie man damit Blüten bestäubt.


    Also, Imker, wenn ihr streiken wollt - ich bin dabei.

    Du weißt doch wie man einen Frosch kocht. Makaber, aber funktioniert bei Menschen ganz genauso.


    Manche Regelungen machen Sinn, bei anderen sollten wir Widerspruch einlegen und den Sachverhalt neu bewerten lassen bzw. daran mitwirken. Vielleicht können auch Vertreter z.B. aus dem DIB, Mitglied in einem entsprechenden Gremium sein und hier mitwirken.


    Nicht frustrieren lassen, wir bekommen das schon hin ;). Manches Regularium klingt im ersten Moment auch schlimmer als es am Ende ist.


    Schöne Grüße - Matthias

    Wenn in jedem Imkerverein einmal ein Vortrag über dieses Thema gehalten wird, in dem alle Kosten und der Aufwand auf den Tisch kommen, und vielleicht noch das ein oder andere Argument, warum das Honig Verschleudern keinen positiven Effekt bringt - das Bewusst machen, würde glaube ich schon viel ändern. Schöne Grüße - Matthias

    Ich hatte auch überlegt, mit destilliertem Wasser zu mischen, um verlässlich die 3% Säurekonzentration zu bekommen. Bei uns ist die Wasserhärte bei 10,6 °dH, mich würde schon interessieren, wie stark sich das genau auswirkt und ob man z.B. die Oxalsäure etwas weniger stark verdünnen sollte, um das auszugleichen. Aber diese Frage kann wahrscheinlich nur ein Chemiker beantworten, vielleicht weiß auch der Apotheker mehr.


    Schöne Grüße - Matthias

    Und erst mal die von Einzelwaben,

    Habe ich dieses Jahr bei der Sommerernte tatsächlich probiert, die Unterschiede waren schon sehr spannend. Einige Waben waren rein Ackerbohne, die Mehrzahl reiner Weißklee, wieder andere Himbeere, im selben Volk. Dennoch ging alles ins selbe Fass (weil a) natürlich zu aufwendig und b) ich möchte am Ende alles die selbe Qualität gewährleisten) und es ist ein klasse Weißklee-Sortenhonig dabei herausgekommen, aber während man eh beim Schleudern gerad mal das Refraktometer zwischendurch bemüht, das mal zu testen hat tatsächlich was.


    Schöne Grüße - Matthias

    Das kommt zustande, wenn man die Kristalle beim Erwärmen nicht komplett auftaut,

    Hallo nochmal, ich hatte gerad noch zwei Gläser Rapshonig da, die den Unterschied zeigen. Beide sind aus der selben Charge, beide wurde ein Mal erwärmt, nur beim linken Honig habe ich die Kristalle nicht ganz aufgelöst, beim rechten schon, rechts wurde anschließend geimpft. Beide sind fest geworden, der weiße etwas fester als der beigefarbene, der weiße ist deutlich feinkristalliner, der beigefarbene eher wie feiner Sand. Ich mag letzteres etwas lieber, ist aber Geschmackssache, die Kunden können sich je nach Vorliebe aussuchen. "Ganz" weiß ist der jetzt nicht geworden, das liegt denke ich an der Zusammensetzung mit 15% Weide und 11% Steinobstanteil bei 69% Raps. Schöne Grüße - Matthias

    Beige_Weiss.jpg

    So wie bei manchen Kollegen Rapshonig eher pissgelb daherkommt

    Ich würde im Zusammenhang mit Honig lieber von "beigefarben" sprechen ;)


    Das kommt zustande, wenn man die Kristalle beim Erwärmen nicht komplett auftaut, sondern versucht, den Honig möglichst schnell durchs Spitzsieb zu bekommen, bevor die Spitzsiebheizung den Honig zu warm macht und laut einigen Rohköstlern alle Vitamine, Mineralien und Enzyme instant zerstört sind. Diese Fehlinformation habe ich auch mal geglaubt, weil wird ja so in den einschlägigen Kursen zu Honig oft genug vermittelt. Der Honig wird, so behandelt, oftmals "sandig" von der kristallinen Struktur.


    Schöne Grüße - Matthias

    Hallo liebes Forum,


    gestern hatte ich wieder mal das Vergnügen, meine ganzen Segeberger Futterzargen zu reinigen und einzulagern. Bei sehr vielen war eine Menge Verbau zu entfernen und die Reinigung entsprechend aufwendig, habt ihr da ggf. eine Technik, so dass weniger Verbau stattfindet oder wie man das für die teuren Futterzargen schonender als mit dem Stockmeißel abkratzen wegbekommt? Auf dem oberen Bild sieht man dazu eine Gefahr, dass die Bienen wenn es mal eine Zeit kein Futter gibt, den Zugang zum Sirup unten mit Propolis verbauen, so dass beim Nachfüttern nix mehr bei den Bienen ankommt (das Foto ist mit entfernter Plastikabdeckung, man sieht unten am Futtertrog den Propolis-Rand).


    Ich habe die Futterzargen mit etwa acht Wochen recht lange auf den Kisten, weil ich mit TBE Ende Juli arbeite und die dann deutlich mehr Futter als ohne TBE brauchen, zwei Mal im Abstand von einer Woche 8-10 Kilo und dann nochmal nach zwei Wochen 8 Kilo, sowie Mitte-Ende September die End-Auffütterung, dieses Jahr brauchten die teilweise fast 30 Kilo am Ende (okay hat sich gelohnt, die Kisten sind z.T. so voll Bienen dass die Wintertraube wahrscheinlich quadratisch wird). Ständig Futterzargen auf- und absetzen und damit ggf. Verbau verhindern oder jedes Mal alles wieder freikratzen, wie löst ihr das Problem? Ich habe auch schon überlegt, für meine DNM 1,5 Kisten diese großen 6 Liter Wabentaschen zu nehmen, die wären zwar günstiger und weniger Wildbau, aber ob dann genug Platz fürs Winterfutter bleibt ist eine Frage und die andere, dass die Futterzargen superkomfortabel ohne Volksstörung zu befüllen sind. Die neuen Futterzargen sind noch dazu so gebaut, dass nicht mehr ein Metall-Lochgitter als "Grenze" zur Futterwanne da ist, sondern ein durchsichtiges Stück geknicktes Plastik, wenn das mit Wachs angebaut ist, geht das beim Abnehmen mit Stockmeißel abhebeln schnell kaputt, das ist dann echt schade. Anbei habe ich zwei Fotos geschossen, eine Idee war auch, langfristig vielleicht dickere Oberträger zu verwenden, so dass die Bienen die Futterzarge nicht an die Kiste anbauen, was meint ihr dazu? Der "Anbau" erfolgte an der Fangwabe die ich nach einer Woche entfernte, da war ein dünner Oberträger, die anderen neun Waben dicke Oberträger war nix angebaut. Danke und schöne Grüße - Matthias


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