Beiträge von Stylex

    Nochmal diesen etwas älteren Faden herausgekramt, eine Frage zur Träufelbehandlung.


    Wir haben für die Winterbehandlung eine 5,7% Lösung zuhause stehen. Nun steht in der Anleitung Hier, man solle diese 1:1 mit Zucker mischen und dann träufeln.


    1) Kann man normalen Haushaltszucker nehmen?

    2) Ist die "unvermischte" 5,7% Oxalsäure (also ohne Zucker, nur angebrochene Flasche) noch länger haltbar? So dass man ggf. noch eine Frühjahrs Sprühbehandlung bei Jungvölkern machen könnte?

    Danke für Eure Antworten und


    schöne Grüße - Matthias

    Wie sieht es bei euch aus in diesem November?

    Ratet ihr mir, die Oxalsäurebehandlung im Dezember ganz normal durchzuführen?

    Moin Rudi,

    Auch bei uns ist erfreulicherweise die Milbenbelastung sehr niedrig.

    Aus zwei Gründen führen wir dennoch eine Träufelbehandlung durch:


    1) Das Diagnosewerkzeug "Windel" ist mir zu ungenau, und


    2) Die Milbe vermehrt sich exponentiell. Da zählt jede Milbe weniger nach hinten raus gewaltig mit. Rechne dir mal aus, wie viele Milben aus einer einzigen Milbe bis kommendes Jahr Sonnerbehandlung werden können - du reduzierst mit einer Winterbehandlung im Zweifelsfall die Milbenlast im Spätsommer 2021 um viele tausend Milben.

    Viel Erfolg weiterhin


    Schöne Grüße - Matthias

    Jetzt ist nur noch die Frage, wer das tatsächlich so handhabt. Wo allgemeiner Konsens zu sein scheint, dass sich die Imkerei nicht lohnen könne, sobald Lohnkosten mit einbezogen würden. Wie soll da "Eine Ernte auf der Bank" zustande kommen? Ein Kampf gegen Windmühlen? Ist das ein Spruch aus einer längst vergangenen Zeit, in der sich Imkerei tatsächlich noch "lohnte"? Gab es jemals so Zeiten? Ich für mich bin schon froh, wenn das Geld was reinkommt, die Kosten für die in diesem Jahr gelaufenen Investitionen deckt, die ich im Vorhinein tätige. Das andere kommt dann vielleicht mit der Zeit, wenn die Betriebsgröße feststeht, die Geräte alle da stehen, alle Abläufe feststehen und sich eingeschliffen haben, und es nicht mehr um Wachstum geht.

    Schöne Grüße - Matthias

    Zur Preisfindung vielleicht noch ein paar Gedanken, die zwar z.T. schon Thema waren (auch im Vortrag), und was von sehr vielen KollegInnen hier auch schon immer so gemacht wird, aber vielleicht können wir noch ein paar weitere Aspekte für die Praxis herausarbeiten.


    Ausgangsüberlegung: Welchen Preis man nehmen kann, hängt ganz maßgeblich davon ab, in welche geistige Schublade man es beim Kunden mit seinem Honig schafft.


    Sprichst du die Schublade "Grundnahrungsmittel" an, hast du keine Chance, den Honig gewinnbringend zu verkaufen, und du siehst als Konkurrenz den 2,49 Euro Honig vom Discounter.


    Sprichst du beim Feriengast die Schublade "Ich möchte eine schöne Erinnerung an meinen Urlaub kaufen" an, sind auch 10 Euro pro 500g Glas oft machbar.


    Oder du nimmst die Schublade "Region unterstützen mit dem Einkauf dieses Honigs", "Handwerk vor Ort fördern" oder "Ich tue der Natur vor Ort etwas gutes (Bestäubungsleistung usw). Dann bist du wieder in einer anderen Gruppe.


    Dazu gibt es noch Kombinationen wie "Bio-Qualität", ästethische Aspekte (Etikett, Glasform/ besonders wertig präsentiert) usw., die ein wenig in die Richtung gehen: "Es ist besonders edel, hochwertig etc. und ich kaufe das, weil ich es mir erlauben kann". Der Kunde, der im Whisky Fachgeschäft 100 Euro die Pulle ausgibt oder im Tabakladen eine besondere Zigarre erwirbt - wenns rein um das Rauchen ginge, hätte es auch der Zigarillo aus dem Automaten getan.


    Das vielleicht noch einmal zum Bewusst-Machen, weil gerade in einigen Beiträgen der Eindruck erweckt wurde, man müsste zwingend in das "Billig-Horn" stoßen, obwohl hier andere Maßstäbe gelten können.


    Schöne Grüße - Matthias

    Ja, für nächstes Mal vielleicht eine Idee...

    Waren aber ganz schön viele Zwiebeln.

    Morgen Muskelkater :)

    Schöne Grüße - Matthias

    Hatte kein "drag and drop" gemacht, ich bin unten auf "Dateianhänge" gegangen, habe das Bild hochgeladen, dann auf "Original einfügen", dann in der Vorschau war das Bild zu sehen... Technik die begeistert. Funktioniert es denn jetzt?

    Schöne Grüße - Matthias


    Krok_1.jpg

    Also, schaffe es mit Honig oder gewöhne Dich an den Gedanken, daß es ein Hobby bleibt.

    Wir arbeiten daran. ;)

    Was dem ganzen etwas entgegenkommt ist, dass ein "so wenig wie möglich, so viel wie nötig" sowohl für den Bien als auch für den Imker eine Optimierung darstellt.


    Schöne Grüße - Matthias

    Eine vernünftige Kostenrechnung würde mir näheren Aufschluss geben, wo ich in Bezug auf den hiesigen Honigpreis stehe. Sie würde mir aber auch eine Menge Arbeit machen, auf die ich im Gegensatz zu den Bienen absolut keinen Bock habe.

    Eine Abkürzung für die Preisfindung auf einem polypolistischen Markt mit vielen Anbietern ist es, wie du schon angedeutet hast, einfach den Marktpreis zu nehmen.


    Ich selber packe dann noch ein bisschen was drauf, weil ich das dann immer noch gerechtfertigt finde und weil ich einen inneren Vorbehaltspreis (= die Zahlungsbereitschaft) des Kunden einkalkuliere, der sich wie übereinstimmend gesagt, nicht am günstigsten Produkt orientieren muss.


    Und es ist niemand böse auf mich, weil ich meinen Honig zu Dumpingpreisen verramsche und damit den Marktpreis zerstöre.


    Schöne Grüße - Matthias

    (...) hast vielleicht nen Tipp dazu, wie man die ganzen Regularien raus bekommt ohne vorher 1 Milliarde für anwälte Oder hinterher für Strafen auszugeben

    Kann ich nicht viel Konkretes zu sagen.


    Ich frage diejenigen, die mich kontrollieren werden, worauf ich achten muss. Hat bis jetzt gut geklappt.


    Vielleicht noch hilfreich, diese Leute eben nicht als Kontrollettis zu sehen, die dir was vermiesen wollen, sondern als Leute, die dich bei deinem Projekt unterstützen.


    Schöne Grüße - Matthias

    Zu Regularien rund um Seifeherstellung und -verkauf habe ich noch 》diesen《 zwar etwas älteren, aber informativen Link gefunden, zumindest für den gewerblichen Bereich gibt es da einiges zu beachten.


    Deswegen werden wir wahrscheinlich mit Jungvölkern und Kerzen als erstes anfangen, wenn es irgendwann soweit ist. Dazu mit der Gewinnung und dem Verkauf von Sortenhonig.


    Komplett abschrecken lasse ich mich jedoch nicht so schnell. :)


    Man überlege sich zum Beispiel mal, in welchem rechtlichen Rahmen wir Auto fahren und was man alles dafür machen muss und braucht - eigentlich ein Wahnsinn.


    Schöne Grüße - Matthias