Beiträge von Stylex

    In der Hochsaison merke ich immer wieder, dass ich eigentlich manchmal ganz froh wäre, wenn mit dem Einlegen der Bienenflucht das Geschäft erledigt wäre und ich mir den ganzen Rest (schleudern, ..., verarbeiten, abfüllen, vertreiben) sparen könnte. Denn mir macht die Arbeit an den Bienen um Längen mehr Spaß als das Schleudern, Verarbeiten und der Vertrieb.

    Hallo Friedrich,

    ich finde auch, dass das Outsourcen eine super Idee ist. Vertrauensverhältnis muss natürlich auf beiden Seiten stimmen, aber dann kann das sicher sehr gut klappen.

    Ruf doch einfach mal ne größere Imkerei in deiner Nähe an und frage, ob die sich das vorstellen könnten. Die können dir auch gleich ein Angebot machen. 30% Abschlag vom Eimer-Kilo-Preis finde ich zuviel, vom Gefühl her würde ich ca. 15% okay finden. Was Preise angeht, tut sich jetzt eh ne ganze Menge, wegen der ganzen Liefer-Engpässe und weil alles teurer wird usw., da würd ich mich jetzt noch nicht auf einen Deal für nächstes Frühjahr festlegen sondern vereinbaren, dass der Preis sich nach dem Durchschnittspreis zum Zeitpunkt der Honigernte richtet.

    Bis es soweit ist, hau doch einfach alles gesiebt in Eimer, anstatt in Gläser, stellst ins Lager und verkaufst diese ab November bis April zu guten Preisen ab.


    Um wie viele Völker abernten geht es denn?


    Schöne Grüße - Matthias

    In meiner Ecke gibt es kaum Linden. Dafür haben der Weißklee und die Ackerbohne losgelegt... und an einem anderen Standort die Brombeere. Diesmal wird das Wetter hoffentlich mitspielen.


    Habt ihr schon den Varroabefall getestet? Bin noch krank zuhause, aber die Tage mach ich die ersten Befalladiagnosen fertig...


    Schöne Grüße - Matthias

    Um ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen, müssen meines Wissens 17 Kilo gefüttert werden. Bei Schweinefleisch 15 Kilo.


    Nachhaltigkeit wäre m.E., wenn einfach mehr Leute auf vegetarische Ernährung gebracht werden. Wie viele Flächen würden dann erst zur Verfügung stehen?


    Zu Blühstreifen: musste eine mir bekannte Landwirtin wieder umpflügen, weil irgendein Stück Papier nicht eingereicht war. Hier sollte man auf Vereinfachung abzielen und nicht durch bürokratische Hürden die Leute noch vergraulen, die eigentlich gerne etwas machen würden.


    Schöne Grüße - Matthias

    Hallo liebes Forum,


    Nachdem die Tage bei einem Kollegen die Varroa in Verdacht für einen Volkszusammenbruch steht, fange ich die Tage wieder mit den Kontrollen an.


    Geplant ist wieder die Puderzucker-Methode als Diagnoseverfahren, bei dem man Bienen von einer unbebrüteten Randwabe nehmen soll. Bei Schieden und Großwaben frage ich mich, ob Bienen vom Schied verlässliche Ergebnisse liefern? Zumindest der Nachteil spritzenden Nektars beim abstoßen der Bienen auf Folie wäre nicht gegeben.


    Wie sieht bei euch der aktuelle Befall aus, gibt es Auffälligkeiten?


    Schöne Grüße - Matthias

    Hallo liebes Forum,


    es gibt ja bereits die Schwarz-Weiß-Diskussion, die ich hier nicht so gern anstoßen möchte, von Leuten, die entweder Auffassung A vertreten, dass man überall - auch in Naturschutzgebieten - so viele Beuten aufstellen kann wie man will und dass es niemals ein Problem sein könne, weil Insekten immer was finden würden, und

    Auffassung B von Leuten, die sehen einen einzelnen Bienenstock im Naturschutzgebiet und schmeißen radikalisiert den ersten Molli, weil iss ja in deren Augen Nahrungskonkurrenz zur Wildbiene und die Biene sei ja wie eine Milchkuh zu sehen, die auch "gar nicht mehr so richtig" zur Natur dazugehören würde (ich habe ernsthaft ähnliches auf NABU-Seiten gelesen, die Auffassung, Honigbienen würden gar nicht zur Natur dazugehören, naja lassen wir das erstmal so dahingestellt, darum soll es hier auch gar nicht zentral gehen).


    Meine Überlegung ist, dass das Leben in den seltensten Fällen schwarz oder weiß ist, sondern in den meisten Fällen gibt es mehrere Seiten der Medaille. Ich kann mir vorstellen, dass es tatsächlich ein Problem werden kann, wenn man mitten im Naturschutzgebiet einen Stand mit 50-100 Völkern unterhält, und dass darauf Menschen sensibel reagieren. Ich kann mir vorstellen, dass es irgendwann tatsächlich zu viele Völker an einem Standort sind.


    Auf der anderen Seite denke ich, dass diese Radikal-Meinung "ALLE WEG" auch verkehrt ist, weil eine bestimmte Standgröße und Populationsdichte sollte auch in jedem Naturschutzgebiet genügend Platz finden, das ist dann definitiv kein Problem für andere Insekten, darauf könnte man sich ja einigen. Also zum Beispiel stelle ich im Naturschutzgebiet maximal 15 Bienenstöcke an einen Standort, und dann zwei drei Kilometer weiter die nächsten, wie gesagt, ein Beispiel.


    Warum müssen immer erst Verbote ausgesprochen werden, warum kann man sich nicht auf ein vernünftiges Maß einigen? Welche Standgrößen würdet ihr als sinnvoll erachten, welche Kompromisse gut finden?


    Um einer weiteren Radikalisierung entgegenzuwirken, habe ich mir zusätzlich Totholz besorgt, um an jedem Stand einen Platz für Wildbienen anzubieten - dabei breche ich mir auch kostenmäßig keinen Zacken aus der Krone. Gerade in den Naturschutzgebieten, wo die Leute wie gesagt teilweise sehr sensibel sind, um zu zeigen "Imker kümmern sich um Bienen - und auch Wildbienen". Ich würde mich hier über eher ein Miteinander freuen als über diese Extremlösungen a la "die INDUSTRIEBIENE darf nur noch auf den Rapsacker" oder so, es geht ja auch anders, zum Beispiel wenn wir als Imker eben klar machen, dass wir auch für eine Biodiversität stehen, indem wir verschiedenste Trachtpflanzen ausbringen (auf denen ich regelmäßig nebeneinander Hummeln, Wildbienen und auch Honigbienen sehe) und Lebensraum für andere Insekten anbieten, für die wir als Imker eh ein anderes Verständnis mitbringen, als der 0815 Naturschützer. Und dass wir vielleicht selbst eine Lösung erarbeiten, dass wir z.B. sagen "wir geben als Richtlinie eine Bienenvölkerdichte von x Völkern pro Hektar vor, was in Ordnung ist", vor. Weil mir ist klar, dass natürlich in manchen Stellen z.B. Waldhonig und Akazie ganz andere Völkerdichten auch in Naturschutzgebieten rechtfertigen könnten als zu Zeiten oder an Orten, wo das nicht der Fall ist. Wobei als Politikum würde ich wahrscheinlich in solchen Gebieten irgendwas um die 15 Völker als "generelle Regel" akzeptieren, und mir wünschen, dass dieses ständige Gegeneinander vielleicht mit einigen Kompromissen für beide gute Ergebnisse bringt und diese ständigen Verbotsdiskussionen damit in eine andere, konstruktive Richtung gelenkt werden könnten.


    Wie seht ihr das Thema?


    Schöne Grüße - Matthias

    Mich wundert, dass niemandem aufzufallen scheint, dass die Schwarmsaison heuer extrem plötzlich und vor allem extrem früh vollkommen aufgehört zu haben scheint.

    Hier ist die glaube ich noch nicht vorbei, 7.-11.06. gabs bei mir nach einer 10tägigen Pause sechs Schwärme.


    Während in vielen Teilen Deutschlands sehr heiß ist, sind hier jetzt aktuell 12 Grad und Regen, es soll heute max. ca. 16 Grad werden - 20 Grad kälter als bei Euch da unten. Der Temperatur-Mittelwert wäre sooo schön ;)


    Schöne Grüße - Matthias


    @edit: PS:

    Letztes Jahr war bei uns die Honigernte 13.06., es ist schon vieles deutlich früher als letztes Jahr, diesmal wars nach diversen Stürmen und Starkregen am 28./29.05. soweit.

    Auf jeden Fall finde ich gut, dass nach der letztes Jahr sehr schlechten Honigernte, diese bei Euch dieses Jahr so gut war bzw. es so gut für den Sommer aussieht, dass ihr Gläser nachordern musstet :thumbup::)


    Schöne Grüße - Matthias

    Ich gebe meinen Wiederverkäufern ca. 13% Rabatt, worauf die sich noch die 9,5% wiederholen können.

    Wobei ich beeindruckend finde, zu welchen Preisen sie es teilweise schaffen zu verkaufen.

    Ist insgesamt dennoch win win meiner Ansicht nach.

    Wie sagt man? Ist das Geschäft auch noch so klein, bringts doch mehr als Ärger ein...die Preise angleichen muss ich dennoch dieses Jahr.


    Schöne Grüße - Matthias

    Die Bienen lieben es und das feuchte Wachs klebt nicht mehr - kann dann im Herbst in den Schmelzer.

    Ich hau das direkt in den Schmelzer, wenn ich den von CFM randvoll mache, gibt das (nachdem ich bei Dickwaben ohne heizen schon 30 Kilo Tropfhonig so abgelassen habe) immer noch 17-20 Kilo Honig zum Verkauf, zumindest die HMF-Laborwerte waren gut (bei 5, nach 110 Grad und 5 Stunden). Ja, die Invertase müsste ich nochmal testen lassen, mache ich auch irgendwann :)


    Schöne Grüße - Matthias

    mmmh Matthias....

    wer mit dem Teufel speist muss schon nen langen Löffel haben....

    DEN kannte ich noch nicht ^^

    War zum Glück nah dran an den Immen und habs rechtzeitig gemerkt :saint:

    @edit - rechtzeitig bevor Schlimmeres passiert wäre meine ich. Zum aus der Brut gehen hat der Futtermangel gereicht, und die Schwarmlust ist ihnen auch komplett vergangen. Das ist noch gerade mal so gut gegangen... inzwischen stiften die schon wieder und bilden muntere Bau-Trauben, alles gut *puh


    Schöne Grüße - Matthias