Beiträge von Stylex

    Nebenbei, der deutsche Ämtler hat auch fast 50 Jahre gebraucht um zu verstehen, dass das aufwendigste nicht immer das sinnvollste ist. Siehe Verkehrsampel vs. Kreisverkehr.


    FeDia, dein Eingangspost hat mich neben ein paar anderen Dinge dieses Jahr so frustriert, dass ich meine Völker im Frühjahr beim Auswintern am besten auf 1/3 zusammen schmeiße. Und lieber gebrauchte Leitern sammle. Diese dann mit kleine Pinseln dran vor die Ämter stelle mit dem Hinweis auf das YT Video wo die Chinesen zeigen wie man damit Blüten bestäubt.


    Also, Imker, wenn ihr streiken wollt - ich bin dabei.

    Du weißt doch wie man einen Frosch kocht. Makaber, aber funktioniert bei Menschen ganz genauso.


    Manche Regelungen machen Sinn, bei anderen sollten wir Widerspruch einlegen und den Sachverhalt neu bewerten lassen bzw. daran mitwirken. Vielleicht können auch Vertreter z.B. aus dem DIB, Mitglied in einem entsprechenden Gremium sein und hier mitwirken.


    Nicht frustrieren lassen, wir bekommen das schon hin ;). Manches Regularium klingt im ersten Moment auch schlimmer als es am Ende ist.


    Schöne Grüße - Matthias

    Wenn in jedem Imkerverein einmal ein Vortrag über dieses Thema gehalten wird, in dem alle Kosten und der Aufwand auf den Tisch kommen, und vielleicht noch das ein oder andere Argument, warum das Honig Verschleudern keinen positiven Effekt bringt - das Bewusst machen, würde glaube ich schon viel ändern. Schöne Grüße - Matthias

    Ich hatte auch überlegt, mit destilliertem Wasser zu mischen, um verlässlich die 3% Säurekonzentration zu bekommen. Bei uns ist die Wasserhärte bei 10,6 °dH, mich würde schon interessieren, wie stark sich das genau auswirkt und ob man z.B. die Oxalsäure etwas weniger stark verdünnen sollte, um das auszugleichen. Aber diese Frage kann wahrscheinlich nur ein Chemiker beantworten, vielleicht weiß auch der Apotheker mehr.


    Schöne Grüße - Matthias

    Und erst mal die von Einzelwaben,

    Habe ich dieses Jahr bei der Sommerernte tatsächlich probiert, die Unterschiede waren schon sehr spannend. Einige Waben waren rein Ackerbohne, die Mehrzahl reiner Weißklee, wieder andere Himbeere, im selben Volk. Dennoch ging alles ins selbe Fass (weil a) natürlich zu aufwendig und b) ich möchte am Ende alles die selbe Qualität gewährleisten) und es ist ein klasse Weißklee-Sortenhonig dabei herausgekommen, aber während man eh beim Schleudern gerad mal das Refraktometer zwischendurch bemüht, das mal zu testen hat tatsächlich was.


    Schöne Grüße - Matthias

    Das kommt zustande, wenn man die Kristalle beim Erwärmen nicht komplett auftaut,

    Hallo nochmal, ich hatte gerad noch zwei Gläser Rapshonig da, die den Unterschied zeigen. Beide sind aus der selben Charge, beide wurde ein Mal erwärmt, nur beim linken Honig habe ich die Kristalle nicht ganz aufgelöst, beim rechten schon, rechts wurde anschließend geimpft. Beide sind fest geworden, der weiße etwas fester als der beigefarbene, der weiße ist deutlich feinkristalliner, der beigefarbene eher wie feiner Sand. Ich mag letzteres etwas lieber, ist aber Geschmackssache, die Kunden können sich je nach Vorliebe aussuchen. "Ganz" weiß ist der jetzt nicht geworden, das liegt denke ich an der Zusammensetzung mit 15% Weide und 11% Steinobstanteil bei 69% Raps. Schöne Grüße - Matthias

    Beige_Weiss.jpg

    So wie bei manchen Kollegen Rapshonig eher pissgelb daherkommt

    Ich würde im Zusammenhang mit Honig lieber von "beigefarben" sprechen ;-)


    Das kommt zustande, wenn man die Kristalle beim Erwärmen nicht komplett auftaut, sondern versucht, den Honig möglichst schnell durchs Spitzsieb zu bekommen, bevor die Spitzsiebheizung den Honig zu warm macht und laut einigen Rohköstlern alle Vitamine, Mineralien und Enzyme instant zerstört sind. Diese Fehlinformation habe ich auch mal geglaubt, weil wird ja so in den einschlägigen Kursen zu Honig oft genug vermittelt. Der Honig wird, so behandelt, oftmals "sandig" von der kristallinen Struktur.


    Schöne Grüße - Matthias

    Hallo liebes Forum,


    gestern hatte ich wieder mal das Vergnügen, meine ganzen Segeberger Futterzargen zu reinigen und einzulagern. Bei sehr vielen war eine Menge Verbau zu entfernen und die Reinigung entsprechend aufwendig, habt ihr da ggf. eine Technik, so dass weniger Verbau stattfindet oder wie man das für die teuren Futterzargen schonender als mit dem Stockmeißel abkratzen wegbekommt? Auf dem oberen Bild sieht man dazu eine Gefahr, dass die Bienen wenn es mal eine Zeit kein Futter gibt, den Zugang zum Sirup unten mit Propolis verbauen, so dass beim Nachfüttern nix mehr bei den Bienen ankommt (das Foto ist mit entfernter Plastikabdeckung, man sieht unten am Futtertrog den Propolis-Rand).


    Ich habe die Futterzargen mit etwa acht Wochen recht lange auf den Kisten, weil ich mit TBE Ende Juli arbeite und die dann deutlich mehr Futter als ohne TBE brauchen, zwei Mal im Abstand von einer Woche 8-10 Kilo und dann nochmal nach zwei Wochen 8 Kilo, sowie Mitte-Ende September die End-Auffütterung, dieses Jahr brauchten die teilweise fast 30 Kilo am Ende (okay hat sich gelohnt, die Kisten sind z.T. so voll Bienen dass die Wintertraube wahrscheinlich quadratisch wird). Ständig Futterzargen auf- und absetzen und damit ggf. Verbau verhindern oder jedes Mal alles wieder freikratzen, wie löst ihr das Problem? Ich habe auch schon überlegt, für meine DNM 1,5 Kisten diese großen 6 Liter Wabentaschen zu nehmen, die wären zwar günstiger und weniger Wildbau, aber ob dann genug Platz fürs Winterfutter bleibt ist eine Frage und die andere, dass die Futterzargen superkomfortabel ohne Volksstörung zu befüllen sind. Die neuen Futterzargen sind noch dazu so gebaut, dass nicht mehr ein Metall-Lochgitter als "Grenze" zur Futterwanne da ist, sondern ein durchsichtiges Stück geknicktes Plastik, wenn das mit Wachs angebaut ist, geht das beim Abnehmen mit Stockmeißel abhebeln schnell kaputt, das ist dann echt schade. Anbei habe ich zwei Fotos geschossen, eine Idee war auch, langfristig vielleicht dickere Oberträger zu verwenden, so dass die Bienen die Futterzarge nicht an die Kiste anbauen, was meint ihr dazu? Der "Anbau" erfolgte an der Fangwabe die ich nach einer Woche entfernte, da war ein dünner Oberträger, die anderen neun Waben dicke Oberträger war nix angebaut. Danke und schöne Grüße - Matthias


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    sie haben immer nach Bedarf Zuckerlösung in Futtertaschen oder Zargen bekommen.

    Zuckerlösung riecht stärker als Sirup. Hast du geschlossene oder offene Böden? Könnte etwas von dem Futter durch den offenen Boden gekleckert sein? Ist vielleicht ein Loch im Bodengitter oder in der Futtereinrichtung? Bei mir war mal das Bodengitter verrutscht und eine große Lücke entstand, welche zur Räuberei führte.

    Beginn des Einfütterns vor der Ameisensäure Behandlung der restlichen 4 Beuten.

    Am nächsten Tag wurden alle 5 Beuten geräubert.

    An welchem Datum hast du was genau gemacht? Wann wurde geräubert? Wann behandelt? Wann gefüttert? AS-Behandlung darf nicht parallel zur Fütterung stattfinden. War es Schwammtuch oder Langzeitbehandlung?

    Nun habe ich mir meine Völker angeschaut. Wie erwartet, sind zwei mit sehr wenig Futter. Aber auch meine drei starken Völker sind mit zu wenig Futter. Selbst mein Wirtschaftsvolk (Herold zwei Zargen), dem ich den Honig gelassen habe und aufgefüttert habe, kommt so nicht durch den Winter.

    Was ist für dich wenig Futter, was ist viel Futter? Was ist für dich ein starkes Volk, was ein schwaches Volk? (wie viele Wabengassen besetzt ein "starkes" Volk bei dir?). Ein Volk braucht an meinen Ständen pro 1000 Bienen ca. 1,5 Kilo Futter im Kasten. Hast du gewogen, was deine Beutenteile und Rähmchen leer wiegen? Du kannst ein Kilo Bienen und ein Kilo Pollen rechnen, der Rest muss dann das gewollte Gewicht Futter sein.


    Du kannst ein Schätzrähmchen bauen wenn du nicht weißt wie viele Bienen und wie viel Futter im Kasten sind. Bei DNM 1.0 teilt man dafür mit 4 Gummibändern ein leeres Rähmchen ein mal längs und drei mal Quer in acht Quadrate auf, dann ist jedes Quadrat 125 Bienen (Zargeninnenwände nicht vergessen) und 125 Gramm Futter, bei Dickwaben oder gestapelten Bienen etwas mehr.


    Wo kommst du her? Wenn du dein Profil ausfüllst, kannst du ggf. Ratschläge erhalten, die für deine Gegend passen. Ich habe heute den letzten kleinen Schwung Flüssigfuttersirup bei meinen Jungvölkern gegeben, wir haben hier momentan 10-15 Grad.

    Hallo, Winterfütterung mit 1kg Futter/660 ml Wasser

    Meinst du damit 1 Kilo Zucker PLUS 660ml Wasser oder meinst du in einem Kilo Futter sind 660ml Wasser enthalten?


    Wenn du flüssig fütterst, nimm bitte dicken Sirup und keine verdünnte Lösung. Oder Zucker 2/3 zu Wasser 1/3. Die brauchen jetzt sofort schnell viel Futter zum Einlagern. Wenn es bei dir in der Gegend noch einigermaßen warm ist, klappt das mit etwas Glück vielleicht noch. Die beiden schwachen Völker stelle nach Möglichkeit sofort (vor weiteren Futtergaben) an einen anderen Standort außerhalb vom Flugkreis 3km. Wiege genau, was die noch brauchen, alle drei Tage kontrollieren, immer ca. fünf Liter auf einmal, auch nicht zu viel, weil Zuckerwasser schnell gärt, besser finde ich daher Sirup (aber wenn du jetzt nicht so schnell an Sirup kommst, geht auch die Zuckermischung). Wenn die schwachen Völker weniger als 5000 Bienen haben, würde ich nach der Futteraktion die schlechtere Königin abdrücken und die beiden vereinigen.

    Schöne Grüße - Matthias

    und mit der Hand gerührt.

    Meinst du den "Auf-und-Ab" oder meinst du einen Mörtelrührer oder bist du mit dem Arm bis zur Schulter in den Honigbottich gegangen und hast gerührt? 8o

    Davon ab, bei 1,5-2,5 Tonnen wirst du wahrscheinlich richtig Freude an einem Rührwerk haben. Und da die Qualität (wahrscheinlich) sogar noch besser wird, kannst du dann einfach 50 Cent mehr pro Glas nehmen und hast das nach einer Saison wieder raus. Und ja, die Frage nach dem richtigen Rührwerk finde ich in dem verlinkten Thread auch besser aufgehoben :)

    Ganz ehrlich, ich hab auch immer ein sehr schlechtes Gefühl, aber alle bzw die Daten sagen ja, es soll unbedenklich sein

    Keine Bange, dat passt schon :)

    Falls du unsicher bist, schick einfach ein Glas aus der betreffenden Honigcharge ein, für lediglich 26 Euro bietet zum Beispiel das Landesamt für Verbraucherschutz Niedersachsen LAVES Bieneninstitut in Celle eine HMF-Untersuchung an und dann hast du für dich Gewissheit, Link >>hier<<

    Schöne Grüße - Matthias

    Danke Cuximker für Deine Erfahrungen! Ist immer schwer finde ich, da den richtigen Einstieg zu finden.


    Was in der Ausgangsbeitrag-Tabelle weiter noch fehlt, sind Kapitalbeschaffungskosten, es wurden nur die Jahres-Kosten berechnet. Ein Kredit möchte ja auch (von den Imkerei-Einnahmen) zurückgezahlt werden.


    Schöne Grüße - Matthias

    Das kannst du aber doch steuern! Ich denke 1-2-3 Tage bei 40 Grad ist o.k.

    Lieber kurz ordentlich erhitzen und Kristalle sind dann weg, ist meines Wissens für die Inhaltsstoffe deutlich weniger schlimm als lange auf nicht so heißer Temperatur halten. Schnell den angetauten Honig durch Spitzsieb-Heizung Einstellung auf 85 Grad durchs Spitzsieb leiten und abkühlen lassen, ergab bei meinen HMF Laborproben mehrfach beste Ergebnisse.

    Nächste Woche, Mo. den 25.10. um 20 Uhr kommt Herr Dr. Von der Ohe in unsere Sendung

    Das finde ich ganz große Klasse, freue ich mich drauf!


    Schöne Grüße - Matthias

    Ich lege den VK-Preis an meine Wiederverkäufer auch fest, um den Marktwert für Honige mit "meinem Etikett" auf ein entsprechendes Niveau zu halten. Meine Honige kosten überall den gleichen Preis. Egal ob bei mir an der Haustüre oder sonst wo.

    Habe ich auch schon drüber nachgedacht, bin mir für die Preiskalkulation aber noch nicht schlüssig wie der Gewinn des Wiederverkäufers bemessen sein sollte und ob er damit glücklich ist, nimmst du 1/3 an? So dass bei Endpreis 8 Euro z.B. du für 6,02 Euro inklusive 10,7% MwSt verkaufst und der Wiederverkäufer entsprechend 5,43 netto zahlt? Nur mal als Hausnummer...


    Schöne Grüße - Matthias

    Erzählt doch mal vom Aufwand:


    Völker über den Winter bringen, Winter- und Vorbereitungsarbeiten, Pflege, Schulungen, Weiterbildung , Fürsorge, Zeitaufwand...

    Nicht zu vergessen Rücken, Gerätschaften, Einkauf, Fahrtkosten, das Risiko einer Missernte etc. - vielleicht gibt es da schon eine kleine Broschüre, in der solche Sachen zusammengetragen sind, das habe ich noch nicht recherchiert - oder wir könnten so ein kleines Faltblättchen erstellen, auf dem diese Punkte aufgeführt sind. Wäre dann in einem anderen Thread, hier geht es ja erstmal um den Selbstkostenpreis, den man sich anhand verschiedener Tools überlegen kann.


    Eine weitere einfache Herangehensweise, die ich gut finde und die woanders schon genannt war, finde ich wenn man einfach eine Imker-Barkasse übers Jahr führt mit einem bestimmten Startbestand (z.B. 100 Euro/Volk) und dann am Ende des Jahres den Endbestand zählt und übers Jahr konsequent alle (!) Kosten der Imkerei davon abzieht. Dann kann man ohne rechnen den tatsächlichen Aufwand schnell herausbekommen und somit einen Mindestpreis bestimmen. Einmalanschaffungen wie eine neue Schleuder würde ich dann allerdings nur mit dem linearen Abschreibungsbetrag fürs erste Jahr berechnen und nicht mit der vollen Summe, sonst ist die Schatulle zu schnell leer ;-). Das war jetzt auch nix Neues, aber das meiste zum Thema Preisfindung wurde auch an anderer Stelle schon gesagt, da lohnt sich die Suchfunktion.


    Schöne Grüße - Matthias

    Ich habe mich bisher zurückgehalten, aus Gründen ... Mich erschreckt die meiner Einschätzung nach katastrophale Unkenntnis über das Zustandekommen von Preisen, Handels- und Gewinnmargen im Lebensmittel

    Handel. Das in einer Branche, die per gesetzlicher Definition als Lebensmittelunternehmer gilt. Schaut Euch doch bitte diese Sendung

    an, um zumindest Kenntnis davon zu haben, in welchem marktwirtschaftlichen

    Umfeld wir uns bewegen.

    https://www.zdf.de/arte/arte/p…odell-supermarkt-100.html

    Das ist zwar eine interessante Doku, ich kann zumindest nach 2/3 jedoch nicht erkennen, wo ein Zusammenhang mit der Preisfindung beim Produkt "regionaler deutscher Honig" bestehen soll.


    Wie schon mehrfach festgestellt, ist der Preis für deutschen Honig sowieso so völlig außer Reichweite im Vergleich mit internationalem Honig, dass überhaupt der Gedanke, über den Preis konkurrieren zu wollen, lächerlich ist.


    Schau z.B. mal bei "Alibaba Honig einkaufen" und ein Mal klicken, das findet man ohne Mühe, Preise von 1,XX Dollar je Kilo, sogar mit Labordiagnose.


    Wir bewegen uns definitiv nicht in dem von dir genannten marktwirtschaftlichen Umfeld.


    Bei uns kaufen keine Leute, die "billig" wollen. Sondern "regional", "hochwertig", "nachhaltig", "bio" oder "ich kenne meinen Imker". Und hier gibt es glücklicherweise einen für uns positiven Trend. Das wurde aber alles schon gesagt.


    Schöne Grüße - Matthias