Beiträge von Lonelobo

    Die Haftpflicht wird immer dann zahlen, wenn man aufgrund gesetzlicher Bestimmungen (oder = Gerichtsurteil) zum Ausgleich eines Schadens verpflichtet ist (und keiner der ganz wenigen Ausschlüsse greift). Die prüft also nicht selber Wahrscheinlichkeiten etc. sondern es gilt automatisch "Deckung folgt Haftung". Deswegen kann man mit der Haftpflichtdeckung so ruhig schlafen, egal was passiert. Und wenn ein Gericht urteilt, das der Geschädigte qua Recht und Gesetz keinen Anspruch gegen dich hat, verteidigt dich die Haftpflicht gegen diese unberechtigten Ansprüche.


    Was in der Tat nicht abgesichert ist, ist wenn man einfach selbst - um Ärger zu vermeiden - Nachbarn etc. Schadenersatz zahlt. Da macht die Haftpflicht nicht mit sondern zahlt nur wenn auch eine gesetzliche Verpflichtung besteht. Das ist bei Bienen aber glaube ich weniger ein Problem als im normalen Alltag: Bei Umzugshelfern (Gefälligkeitsschäden) oder Schäden durch deliktsunfähige Kinder unter 7 Jahren kann es da schonmal eher Stunk mit Nachbarn/Verwandten etc. geben. Da muss man dann entweder selber bezahlen oder auf die Haftpflicht verweisen. Wenn die dann ablehnt/nicht zahlt (ggf. nach Gerichtsprozess), hat man zumindest nach Recht und Gesetz dem Geschädigten gegenüber keinerlei Verpflichtungen (auch wenn das dann vom Geschädigten vielleicht nicht immer akzeptiert wird).

    Leider ist die Tendenz im Rechtsbereich/in der generellen Meinung immer mehr dahingehend, irgendwo einen Schuldigen/Verantwortlichen zu suchen. Immer weniger Leute sind bereit, nach eingetretenen Schäden mal zu sagen "Shit happens" bzw. das als "Schicksal" zu akzeptieren sondern rennen gleich zum Anwalt. Man denke nur an teilweise unsägliche Streitigkeiten bei Parkremplern etc. wo es auch nicht um signifikante Beträge geht und meist noch nicht mal die Funktion eines Autos beeinträchtigt ist. Aber trotzdem will man auf Teufel komm raus die 500 EUR vom Verursacher oder vom Versicherer und geht dafür vor Gericht. Habe mal gehört das in Italien Geologen veruteilt wurden, weil sie ein Erdbeben nicht vorrausgesehen haben (was nach meiner Kenntnis ziemlich schwierig bis unmöglich ist)


    Insofern würde ich mir keine Hoffnung machen, das die Rechtslage Richtung "weniger Haftung" geht.


    Das Thema "Wenn Malus, dann Bonus" passt leider nicht zum System der freien Marktwirtschaft. Dann wären wir faktisch bei Subventionen/staatlich garantierten Preisen. Das gibt es hier nur in ganz wenigen Bereichen. Ob die Imkerei den Stellenwert wie die Landwirtschaft erreichen kann, halte ich für fraglich bzw. würde viel Lobbyarbeit erfordern, die mangels Anzahl Imker/Kapitalstärke eher erfolglos sein dürfte. Das Bewusstsein für die Bedeutung dafür ist noch nicht weit genug verbreitet bzw. die Sorgen der Imker nicht an den entscheidenden Stellen ausreichend präsent das sich dort jemand zum handeln veranlasst sieht.

    Klar geht Versicherung am Ende auf die Margen. In Pharma etc. kann man an alle Zahlen (Erlöse, Versicherungsprämien und Schadenfälle) viele Nullen dran hängen. Und die werden in der Tat auch eher eine Marktmacht haben, das in die Preiskalkulation Ihrer Produkte einfließen zu lassen.


    Aber dort kommen die Versicherer dann auch und machen den Unternehmen Vorschriften, was sie zu tun oder zu lassen haben oder schreiben z.B. vor, das eine Löschanlage etc. eingebaut werden muss, sonst gibt es keinen Versicherungsschutz. Solche Kosten muss man da auch mit im Hinterkopf haben, da kommt noch viel Aufwand für Risk Management on top auf die eigentlichen Versicherungskosten.


    Am Ende ist Versicherung einfach ein Tauschgeschäft: Völlig unkalkulierbare, potenziell Existenzbedrohende Zahlungsströme (Schäden, Haftungsrisiken etc.) werden gegen halbwegs planbare Zahlungsströme (Versicherungsprämien) eingetauscht. Ob/wie man sich dann versichert, muss jeder dann selbst entscheiden. Schutzbriefe für Handys oder Waschmaschinen (das sind im Hintergrund auch Versicherungsprodukte) kaufe ich mir nicht, weil solche Risiken nicht existenzbedrohend sind.


    Anders bei möglichen Konsequenzen eines Stechunfalls mit meinen Bienen. Da bin ich gerne bereit, die oben mal exemplarisch genannten 14 EUR (oder bei 10 Völkern auch mal 20 EUR) pro Jahr zu zahlen. Denn selbst auf 100 Jahre gerechnet wäre das vermutlich immer noch deutlich günstiger als wenn ich jemandem mal eine Krankenhaus-Rechnung für ein paar Tage bezahlen muss. Von schwersten Schäden mit Spätfolgen/Berufsunfähigkeit, die die dann auch mal in die Millionen gehen können, ganz zu schweigen.


    Selbst bei Hebammen sind die Versicherungskosten im Vergleich zum Schadenpotenzial immer noch harmlos. Wenn da bei Fehlern schwerstbehinderte Kinder die Folge sind, die rund um die Uhr für 40-50 Jahre Betreuung brauchen, kommen mehrere Millionen zusammen. Da sind 6.000 EUR Prämie immer noch harmlos. Das die Hebammen auf der Einnahmenseite nicht ausreichend ausgestattet sind, muss über den Staat/die Krankenkassen geregelt werden.

    Die 14,34 EUR zzgl. 60 Cent je Volk sind in der Tat völlig i.O. und auch ein Indiz dafür, wie wenig glücklicherweise tatsächlich passiert. Wenn über diese Deckungen regelmäßigst Stichopfer mit Spätschäden oder Diebstähle von 10 Völkern etc. bezahlt werden müssten, sähe die Prämie ganz anders aus.


    Die Deckungssumme von 5 Mio. EUR für Personenschäden könnte zwar höher sein (z.B. 10 Mio. EUR) sollte aber bis auf den Katastrophenfall reichen. Bienenüberfälle auf Allergikervereine auf Wandertour sind ja zum Glück eher selten. Und selbst wenn die Deckungssumme einmal nicht reichen sollte, wird es sehr häufig so sein, das man trotzdem nicht "ruiniert" ist. Die Regressansprüche gegen den Bienenhalter kommen in so Fällen großteils vermutlich von den Krankenversicherungen, und die schauen sich dann an, wie hoch die Haftpflicht-Deckungssumme ist und geben sich damit im Regelfall zufrieden und verklagen einen nicht auf den letzten EUR. Das wäre schlecht fürs Image, die wollen auch nicht in der Öffentlichkeit als gnadenlose Existenzzerstörer darstehen, erst recht nicht bei so einem Thema wie der Gefährdungshaftung, wo der Halter ggf. noch nicht einmal schuldhaft was beigetragen hat.


    Rein für die Bienenhaltung reicht die Deckung über den Verband völlig aus, damit man ruhig schlafen kann, wer noch andere Themen wie Traktoren, sonstige Tierhaltung etc. hat sollte aber entsprechende weitere Deckungen in Betracht ziehen.

    Das Risiko Imkerei ist für Versicherer geradezu lächerlich im Vergleich zu Pharmaindustrie, Chemiewerken, Zulieferern für Auto- und Luftfahrtindustrie, Krankenhäuser/Medizinische Berufe, Manager-Haftung, Öltankern. Architekten, Finanzindustrie etc. Und die haben auch alle Haftpflichtdeckungen. Da geht im Schadenfall richtig die Post ab...


    Insofern muss man sich aus meiner Sicht keine Sorgen machen, das hier Versicherer nicht zahlen wollen oder irgendwann Prämienprobleme wie bei Hebammen entstehen.

    Wenn man qua Gesetz/Urteil für etwas haftet, zahlt die Haftpflicht. Und wenn man nicht haftet, kümmert sich die Versicherung um die Abwehr solcher Ansprüche. Ausschlüsse in der Deckung gibt es wenige.


    Die meisten hier werden vermutlich sogar doppelt versichert sein, denn neben der Haftpflicht über den Verband ist das Risiko Imkerei auch in vielen Privathaftpflichtversicherungen mit drin, so lange es Hobby ist. (Und eine Privathaftpflicht sollte wirklich JEDER haben - und vor den Leuten, die trotzdem keine haben, schützen heute die meisten Haftpflichtversicherungen mit Zusatzbausteinen). Einfach mal bei der eigenen Haftpflichtversicherung anrufen und fragen.


    Das anscheinend bei der Verbandsdeckung die Prämien erhöht wurden (kann ich nicht beurteilen da ich noch nicht so lange dabei bin) wird damit zusammenhängen, das der zuständige Makler/Versicherer alle Imker in einem Portfolio zusammengefasst hat. Innerhalb dieses Portfolios, welches relativ klein ist, können dann einzelne Schäden schnell dazu führen, das es nicht mehr profitabel ist - die meisten Versicherer sind AG's und keine Wohltätigkeitsorganisationen - und dann steigen die Prämien.


    Gefährdungshaftung gibt es auch an vielen anderen Stellen, z.B. beim Halten eines Kraftfahrzeuges. Das kann da auch ins Extrem gehen: Wenn man einem Bekannten ein Auto leiht, würde man als Halter sogar für die Folgen von Terrorattacken haften, die dieser Bekannte dann mit dem Auto verursacht. Trotzdem verzichten die wenigsten aufgrund der Haftungsthematik auf ihr Auto. Denn auch das kann man entspannt sehen, denn auch da greifen die Versicherungen.


    Lonelobo,

    der in der Versicherungsbranche arbeitet

    Hallo,


    als Erfahrung: Billiges Endoskop aus dem China-Import zum Anstöpseln ans Handy (Achtung, auf Kompatibilität der Anschlüsse zum Handy achten, meine würde z.B. bei Apple nicht funktionieren). Ist eine ganz nette Spielerei um ohne größere Störung mal zu sehen, wie innen der Status ist. Man kann durchs Flugloch die Menge des Totenfalls auf dem Bodengitter besser erkennen, und (wenn sie noch unten sitzen) auch die Anzahl der besetzen Wabengassen ungefähr abschätzen. Bei den nicht bienenbesetzten Waben kann man zudem mit etwas Geschick in der Kameraführung auch erkennen, ob noch auf einzelnen Waben zumindest im unteren Bereich verdeckeltes Futter da ist. Tief in die Wabengassen kommt man aber zumindest von unten nicht rein, das ginge wenn nur von oben. Und da müsste man dann sicherlich aufpassen, das man mit der Kamera nicht in die Waben rein sticht, durch die teilweise Versteifung des Kamerakabels muss man da ein wenig aufpassen. Die Bienen selbst waren von der Kamera mit Lampe gänzlich unbeeindruckt.


    Eine hochwertige Kamera für mehr als 15 EUR lohnt sich nur für diesen Zweck aus meiner Sicht aber nicht.

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für das Feedback. Ich bin nicht zwingend an den genannten Verkäufer gebunden, es war jetzt halt derjenige den ich erstmal auf die schnelle bei mir in der Gegend ausfindig machen konnte:D.


    Da es doch nicht so einfach scheint wie gedacht und ich so früh in meiner Imkerkarriere erstmal nicht mit "gefühlt" komplexen Dingen wie Kunstschwarm einschlagen, Königin zwischenkäfigen etc. loslegen möchte, werde ich noch mal näher nach Alternativen auf Langstroth suchen.

    Hallo zusammen,


    habe auf Langstroth begonnen und möchte mir im nächsten Jahr ggf. ein weiteres Wirtschaftsvolk anschaffen. Diesmal bei einem Imker aus der Umgebung. Der kann allerdings nur auf Zander "liefern". Wenn ich die Beutenmaße bei Hol***mann richtig lese, müssten Lorenzbeute Langstroth und Liebig Zanderbeute doch kompatibel sein und aufeinanderpassen?


    Ich würde dann die erste Zarge entsprechend mit dem Wirtschaftsvolk auf Zander bestücken, die restlichen Zargen mit Langstroth und dann über die Wabenhygiene auf Dauer die Zander-Rähmchen/Zarge "ausschleichen", um weiter ein einheitliches Format (Langstroth) nutzen zu können. Geht das so problemlos oder übersehe ich da etwas?:/


    Nach Ausmessen müsste theoretisch sogar ein Zander-Rähmchen in die Langstroth-Zarge passen, aber dann dürften die Abstände zur Beutenwand zu groß werden.

    Hallo zusammen,


    zur Vervollständigung des Themas meine diesjährigen Erfahrungen:


    Bienen stehen zwischen zwei Pferdeweiden rechts und links in einem abgetrennten Bereich von ca. 3x3 Metern. Vor Kopf (Fluglochseite) verläuft in etwa 5 Metern ein öffentlicher Weg, der täglich zum Ausreiten genutzt wird. Auf der Rückseite eine Hecke, die die beiden Pferdeweiden voneinander trennt


    Es gab bislang keine Probleme mit den Pferden auf der Weide, durch eine Elektrozaun-Abtrennung ist immer genügend Abstand gewahrt und die Pferde interessieren sich ehrlicherweise überhaupt nicht für den Bienenstock.


    Auch mit dem Weg vor Kopf gab es bislang keine Probleme im Zusammenspiel Pferde/Bienen (oder auch Fußgängern).


    Allerdings hatten einzelne Pferde schon öfters Schwierigkeiten mit mir als Imker im Anzug bzw. den dann nahe am Weg abgelegten Equipment (Rucksäcke, Smoker, Schubkarren etc.). Ich glaube, das ist bei der ganzen Thematik viel eher das Problem als die Bienen selbst. Man sollte am besten vermeiden, im Astronautenanzug wild hin und her zu rennen und zu winken oder den Smoker intensiv zu betätigen, wenn die Pferde gerade im Abstand von fünf Metern vorbeilaufen. Ruhiges Stehenbleiben in möglichst großem Abstand hat sich in allen Fällen (bis auf einen, da musste ich noch etwas mehr Abstand schaffen und mich halb in eine Hecke stellen damit die Reiterin das Pferd mit Nachdruck an mir vorbei bekommen hat) bewährt.


    Mit dem in etwa 300 Metern Entfernung befindlichen Stall gab es nur einmal Probleme, als die Bienen im September in einer Box einen wohl zuckerhaltigen Pferdeleckstein entdeckt hatten und dann laut Aussage der Pferdebesitzerin zu hunderten in der Box saßen und sich an dem Leckstein zu schaffen gemacht haben. Habe es selbst nicht gesehen, die Besitzerin hat den Leckstein dann schnell in ein Gebüsch entsorgt und dann war auch sofort Ruhe. Glücklicherweise hatte Sie auch Verständnis und wird bei zukünftigen Lecksteinen auf die Inhaltsstoffe achten (die Zuckervariante scheint wohl ohnehin nicht das Beste zu sein). Scheint aber ein Ausnahmefall gewesen zu sein, bei den ca. 100 anderen Pferdeboxen gab es keine Probleme.

    Hallo zusammen,


    eine kurze Frage zu den optimalen Arbeitsabläufen:


    Habe meine Bienen mittels Futtertasche aufgefüttert. Wie ist das Nachfüllen "ergonomisch" am sinnvollsten:


    - Futtertasche aus der Beute herausnehmen, außerhalb befüllen und dann wieder einhängen? Aufgrund des Gewichts der befüllten Futtertasche und der Enge in der Zarge ist das etwas fummelig bzw. meine Futtertasche aus Kunststoff weitet sich bei starker Befüllung, so dass sie nicht so ganz leicht zwischen Rähmchen und Beutenwand rutscht. Und ich will ja auch nicht hunderte Bienen von der Beutenwand bzw. dem Nachbarrähmchen "abrasieren" und kann die Tasche deshalb nicht einfach in die Zarge reinfallen lassen


    - Deckel der Futtertasche abnehmen und die Futtertasche eingehängt in der Zarge befüllen? In diesem Fall haben sich die Bienen zuletzt fast wie die Lemminge in das steigende Zuckerwasser bzw. in die Öffnung des Kanisters, mit dem ich Befülle, gestürzt und sind dabei ertrunken. Zudem laufen dann bereits viele Bienen in die Futtertasche hinein, bevor ich den Deckel mit den eingebauten Aufstieghilfen wieder aufsetzen kann. Die sind dann erstmal für längere Zeit gefangen, bis der Pegel soweit abgesunken ist, dass sie wieder an die Aufstieghilfen herankönnen


    Weiterhin sitzen in und auf der Futtertasche hunderte Bienen, welche vor der Befüllung immer entfernt werden müssen. Abschütteln/feste drauf klopfen löst die Bienen, aber insbesondere die Bienen, die in der Tasche sitzen (unter dem Deckel mit der Aufstieghilfe) mögen das gar nicht und haben bei der letzten Fütterung vor ein paar Tagen dann nahezu komplett auf Angriff geschaltet. Gibt es da einen Trick, wie man die Futtertasche möglichst schonend leer bekommt?


    Hilft zwar für diese (jetzt abgeschlossene) Einfütterungsphase nicht mehr, aber wäre für nächstes Jahr für ein paar Tricks dankbar. (Vermutlich nehme ich dann aber am besten eine spezielle Futterzarge)

    Kurze Zusammenfassung:


    100ml AS in dritter Zarge mit großem Docht. Bei Kontrolle nach einem Tag Abtropfmenge ca. 30ml. Bei der ersten Kontrolle keine toten Milben auf dem Bodenbrett, auch keine toten Bienen erkennbar. Die Bienen haben aber den Aufenthalt in der dritten Zarge vermieden.


    Bei heutiger Kontrolle (nach 5 Tagen) Verdunster komplett leer, auf dem Boden ca. 10 Milben, weiter kein Totenfall an Bienen zu finden. Die Bienen machten insgesamt einen ganz vitalen Eindruck, reger Flugbetrieb.


    Der beißende Geruch der Ameisensäure aus dem Verdunster bzw. der obersten Zarge ist aber wirklich heftig (bislang hatte ich damit noch keine Erfahrungen bzw. beim Einfüllen zu Hause eine Schutzmaske getragen).

    Erst einmal danke für das Feedback.


    Ja der Versand in getrennter Form war suboptimal, Weiselzellen waren in der einen Box (ohne die Königin) reichlich vorhanden und habe ich entsprechend vor dem Einsetzen in die Beute gebrochen. Als allererste Handgriffe im Imkerleben vielleicht nicht so ganz optimal, aber ging schon.


    Königin habe ich dann mit dem Zusetzkäfig ins "Gesamtvolk" gehangen und dann entsprechend frei fressen lassen (vorher nochmal Weiselzellen kontrolliert). Hat auch geklappt, Königin ist gekennzeichnet und habe ich bei den dann folgenden Durchsichten auch immer gefunden (auch wenn sie sich bei der letzten Durchsicht scheinbar mal auf Wanderschaft auf die Randwabe gemacht hat, dachte schon die wäre weg bis ich sie auf der letzten gezogenen Wabe gefunden hab). Brut ist vernünftig vorhanden.


    Will hier jetzt nicht geschäftsschädigend einen Anbieter namentlich bloßstellen, habe bei einem - im Internet nicht unprofessionell wirkenden - Anbieter ein Paket mit Ausrüstung und Wirtschaftsvolk bestellt. Gab dann noch andere Themen wie Lieferung auf "schwarzen Schinken" sowie 2 von 10 gelieferten Waben gar nicht ausgebaut sondern nur Mittelwand...


    Aber na ja, Erfahrung macht klug, am Ende ist ja bislang alles ans Laufen gekommen. Insofern, passt schon.

    Guten Tag,


    seit Ende Juli bin ich als Jungimker Besitzer eines Wirtschaftsvolkes (ich weiß, ein Volk ist nicht optimal aber die Rahmenumstände haben dies so erforderlich gemacht). Das Volk steht am Niederrhein an einem Reitstall in einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegend.


    Das Volk wurde im Internet bestellt und auf einer Zarge bzw. aufteilt auf zwei Transportkisten a 5 Rähmchen Langstroth geliefert. Laut Verkäufer wurde vor dem Versand eine erste Varroabehandlung durchgeführt, mehr Infos waren nicht zu bekommen. Da leider auch ein paar andere Dinge nicht so gelaufen sind, wie angekündigt möchte ich sicherheitshalber noch weiter behandeln.


    Milbenfall wurde mehrfach kontrolliert und ist nicht sonderlich auffällig (seit Lieferung nur bei etwa 1-2 Milben pro Tag - da habe ich schon "Verdachtsmilben hinzuaddiert, die trotz Lupe nicht einwandfrei zu identifizieren waren - letzte Kontrolle am Samstag). Da um die Beute herum der Boden vor Ameisenkolonien und sonstigem Getier nur so wimmelt, mag ich nicht ausschließen, das diverse Milben auch fortgetragen wurden, auch wenn ich die Windel mit Öl benetzt habe und bei den Kontrollen auch nie Ameisen auf der Windel oder im Stock entdecken konnte.


    Nun zur eigentlichen Frage:


    Das Volk wurde auf einer Zarge geliefert und hat diese sehr gut ausgefüllt. Ich habe im Rahmen der Einfütterung mit Futtertasche eine zweite Zarge (ohne ASG) aufgesetzt, und dort, mangels Vorrat, zunächst auch drei Mittelwände zum ausbauen eingehangen, daneben ein Trennschied. Nachdem diese zunächst nur schleppend ausgebaut wurden, hat sich in den letzten zehn Tagen doch einiges getan und die Mittelwände sind nun fast komplett ausgebaut und mit Futter befüllt. WIldbau von unten nach oben gab es auch. Ich habe daher parallel zu einer Futtergabe am Samstag weitere Mittelwände in die zweite Zarge eingehangen, auch weil die zweite Zarge inzwischen gefühlt vor Bienen fast überquoll (u.a. das eingehangene Trennschied war beidseitig voll mit Bienen besetzt). Insofern würde ich das Volk gerne zweizargig überwintern.


    Bei der von mir angedachten AS-Behandlung mit Nassenheider Professional habe ich dann aber jetzt das Thema, dass das Brutnest noch in der ersten Zarge ist und auf der zweiten Zarge nur Mittelwände bzw. ausgebaute Waben mit eingelagertem Futter hängen. Laut Anleitung soll der Nassenheider Professional direkt auf das Brutnest gestellt werden. Wäre die Behandlung trotzdem effektiv, wenn ich noch eine dritte Zarge aufsetze und dort den Nassenheider platziere (und dann die Verdunstungsmenge für zwei Zargen heranziehe)? Oder ist es besser, aus der zweite Zarge die Waben/Mittelwänden zu entnehmen (die Bienen damit ziemlich eng auf eine Zarge runterzudrängen), den Nassenheider obendrauf zu platzieren und nach der Behandlung in der zweiten Zarge die Rähmchen wieder einzusetzen?


    Danke für ein paar Hinweise/Empfehlungen.:thumbup: