Beiträge von Lonelobo

    Hallo zusammen,


    eine kurze Frage zu den optimalen Arbeitsabläufen:


    Habe meine Bienen mittels Futtertasche aufgefüttert. Wie ist das Nachfüllen "ergonomisch" am sinnvollsten:


    - Futtertasche aus der Beute herausnehmen, außerhalb befüllen und dann wieder einhängen? Aufgrund des Gewichts der befüllten Futtertasche und der Enge in der Zarge ist das etwas fummelig bzw. meine Futtertasche aus Kunststoff weitet sich bei starker Befüllung, so dass sie nicht so ganz leicht zwischen Rähmchen und Beutenwand rutscht. Und ich will ja auch nicht hunderte Bienen von der Beutenwand bzw. dem Nachbarrähmchen "abrasieren" und kann die Tasche deshalb nicht einfach in die Zarge reinfallen lassen


    - Deckel der Futtertasche abnehmen und die Futtertasche eingehängt in der Zarge befüllen? In diesem Fall haben sich die Bienen zuletzt fast wie die Lemminge in das steigende Zuckerwasser bzw. in die Öffnung des Kanisters, mit dem ich Befülle, gestürzt und sind dabei ertrunken. Zudem laufen dann bereits viele Bienen in die Futtertasche hinein, bevor ich den Deckel mit den eingebauten Aufstieghilfen wieder aufsetzen kann. Die sind dann erstmal für längere Zeit gefangen, bis der Pegel soweit abgesunken ist, dass sie wieder an die Aufstieghilfen herankönnen


    Weiterhin sitzen in und auf der Futtertasche hunderte Bienen, welche vor der Befüllung immer entfernt werden müssen. Abschütteln/feste drauf klopfen löst die Bienen, aber insbesondere die Bienen, die in der Tasche sitzen (unter dem Deckel mit der Aufstieghilfe) mögen das gar nicht und haben bei der letzten Fütterung vor ein paar Tagen dann nahezu komplett auf Angriff geschaltet. Gibt es da einen Trick, wie man die Futtertasche möglichst schonend leer bekommt?


    Hilft zwar für diese (jetzt abgeschlossene) Einfütterungsphase nicht mehr, aber wäre für nächstes Jahr für ein paar Tricks dankbar. (Vermutlich nehme ich dann aber am besten eine spezielle Futterzarge)

    Kurze Zusammenfassung:


    100ml AS in dritter Zarge mit großem Docht. Bei Kontrolle nach einem Tag Abtropfmenge ca. 30ml. Bei der ersten Kontrolle keine toten Milben auf dem Bodenbrett, auch keine toten Bienen erkennbar. Die Bienen haben aber den Aufenthalt in der dritten Zarge vermieden.


    Bei heutiger Kontrolle (nach 5 Tagen) Verdunster komplett leer, auf dem Boden ca. 10 Milben, weiter kein Totenfall an Bienen zu finden. Die Bienen machten insgesamt einen ganz vitalen Eindruck, reger Flugbetrieb.


    Der beißende Geruch der Ameisensäure aus dem Verdunster bzw. der obersten Zarge ist aber wirklich heftig (bislang hatte ich damit noch keine Erfahrungen bzw. beim Einfüllen zu Hause eine Schutzmaske getragen).

    Erst einmal danke für das Feedback.


    Ja der Versand in getrennter Form war suboptimal, Weiselzellen waren in der einen Box (ohne die Königin) reichlich vorhanden und habe ich entsprechend vor dem Einsetzen in die Beute gebrochen. Als allererste Handgriffe im Imkerleben vielleicht nicht so ganz optimal, aber ging schon.


    Königin habe ich dann mit dem Zusetzkäfig ins "Gesamtvolk" gehangen und dann entsprechend frei fressen lassen (vorher nochmal Weiselzellen kontrolliert). Hat auch geklappt, Königin ist gekennzeichnet und habe ich bei den dann folgenden Durchsichten auch immer gefunden (auch wenn sie sich bei der letzten Durchsicht scheinbar mal auf Wanderschaft auf die Randwabe gemacht hat, dachte schon die wäre weg bis ich sie auf der letzten gezogenen Wabe gefunden hab). Brut ist vernünftig vorhanden.


    Will hier jetzt nicht geschäftsschädigend einen Anbieter namentlich bloßstellen, habe bei einem - im Internet nicht unprofessionell wirkenden - Anbieter ein Paket mit Ausrüstung und Wirtschaftsvolk bestellt. Gab dann noch andere Themen wie Lieferung auf "schwarzen Schinken" sowie 2 von 10 gelieferten Waben gar nicht ausgebaut sondern nur Mittelwand...


    Aber na ja, Erfahrung macht klug, am Ende ist ja bislang alles ans Laufen gekommen. Insofern, passt schon.

    Guten Tag,


    seit Ende Juli bin ich als Jungimker Besitzer eines Wirtschaftsvolkes (ich weiß, ein Volk ist nicht optimal aber die Rahmenumstände haben dies so erforderlich gemacht). Das Volk steht am Niederrhein an einem Reitstall in einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegend.


    Das Volk wurde im Internet bestellt und auf einer Zarge bzw. aufteilt auf zwei Transportkisten a 5 Rähmchen Langstroth geliefert. Laut Verkäufer wurde vor dem Versand eine erste Varroabehandlung durchgeführt, mehr Infos waren nicht zu bekommen. Da leider auch ein paar andere Dinge nicht so gelaufen sind, wie angekündigt möchte ich sicherheitshalber noch weiter behandeln.


    Milbenfall wurde mehrfach kontrolliert und ist nicht sonderlich auffällig (seit Lieferung nur bei etwa 1-2 Milben pro Tag - da habe ich schon "Verdachtsmilben hinzuaddiert, die trotz Lupe nicht einwandfrei zu identifizieren waren - letzte Kontrolle am Samstag). Da um die Beute herum der Boden vor Ameisenkolonien und sonstigem Getier nur so wimmelt, mag ich nicht ausschließen, das diverse Milben auch fortgetragen wurden, auch wenn ich die Windel mit Öl benetzt habe und bei den Kontrollen auch nie Ameisen auf der Windel oder im Stock entdecken konnte.


    Nun zur eigentlichen Frage:


    Das Volk wurde auf einer Zarge geliefert und hat diese sehr gut ausgefüllt. Ich habe im Rahmen der Einfütterung mit Futtertasche eine zweite Zarge (ohne ASG) aufgesetzt, und dort, mangels Vorrat, zunächst auch drei Mittelwände zum ausbauen eingehangen, daneben ein Trennschied. Nachdem diese zunächst nur schleppend ausgebaut wurden, hat sich in den letzten zehn Tagen doch einiges getan und die Mittelwände sind nun fast komplett ausgebaut und mit Futter befüllt. WIldbau von unten nach oben gab es auch. Ich habe daher parallel zu einer Futtergabe am Samstag weitere Mittelwände in die zweite Zarge eingehangen, auch weil die zweite Zarge inzwischen gefühlt vor Bienen fast überquoll (u.a. das eingehangene Trennschied war beidseitig voll mit Bienen besetzt). Insofern würde ich das Volk gerne zweizargig überwintern.


    Bei der von mir angedachten AS-Behandlung mit Nassenheider Professional habe ich dann aber jetzt das Thema, dass das Brutnest noch in der ersten Zarge ist und auf der zweiten Zarge nur Mittelwände bzw. ausgebaute Waben mit eingelagertem Futter hängen. Laut Anleitung soll der Nassenheider Professional direkt auf das Brutnest gestellt werden. Wäre die Behandlung trotzdem effektiv, wenn ich noch eine dritte Zarge aufsetze und dort den Nassenheider platziere (und dann die Verdunstungsmenge für zwei Zargen heranziehe)? Oder ist es besser, aus der zweite Zarge die Waben/Mittelwänden zu entnehmen (die Bienen damit ziemlich eng auf eine Zarge runterzudrängen), den Nassenheider obendrauf zu platzieren und nach der Behandlung in der zweiten Zarge die Rähmchen wieder einzusetzen?


    Danke für ein paar Hinweise/Empfehlungen.:thumbup: