Beiträge von Goupli

    Marcus Göbel
    Fakt ist auch, dass - würde man diese paar Tropfen wiegen und ins Verhältnis zur Gesamtmasse des durchgelassenen Honigs setzen - der Einfluss der Löcher unmöglich im 1%-Bereich liegen kann.


    @MartinSchPhD
    Ich rechne das gelegentlich selber - vielleicht irre ich mich ja.

    Jetzt muss ich aber wirklich weg.

    @MartinSchPhD
    Ohne jetzt nochmal nachgerechnet zu haben, kommt mir die von Dir angegebene Reduktion des freien Wassergehaltes Deiner 1:1 Zuckerlösung unplausibel gering vor. Man kann nicht einfach den Wert der 5%igen Lösung mit 10 multiplizieren, um den für eine 1:1-MIschung zu erhalten!

    Das habe ich nicht von den 5% hochgerechnet, sondern mit der selben Formel (Excel-Sheet) berechnet. Obwohl ich dabei gemerkt habe, dass es doch linear ist: 1/19 aufgrund der Molaren Massenverhältnisse. Somit kann man dann doch hochrechnen.

    Dann stimmt meiner Ansicht nach etwas in deiner Excel-Tabelle nicht. Habe aber leider jetzt anderes zu tun.

    Für die 1% Reduktion vom Melitherm brauchst du aber den gelochten Distanzring darunter. Darüber kann dann die Feuchtigkeit, quasi Kondenzwasser, entkommen.

    Ich habe so ein Teil zwar nicht, weil ich es bisher nicht gebraucht habe.


    Aber wenn ich bedenke, wie lange ich einen Topf Wasser - komplett offen - in der Küche stehen lassen kann, ohne dass sich am Füllstand besonders viel tut, halte ich das - mit Verlaub - zum überwiegenden Teil für Imkerlatein.

    @MartinSchPhD
    Ohne jetzt nochmal nachgerechnet zu haben, kommt mir die von Dir angegebene Reduktion des freien Wassergehaltes Deiner 1:1 Zuckerlösung unplausibel gering vor. Man kann nicht einfach den Wert der 5%igen Lösung mit 10 multiplizieren, um den für eine 1:1-MIschung zu erhalten!

    Deine anderen Berechnungen zeigen jedoch letztlich, dass man bereits ausgereiften Honig durch Lagerung im Warmen kaum trockener bekommt. Macht auch für die Biene im Stock Sinn.

    Da gebundenes und freies Wasser erwähnt wurden:
    durch Kristallisation sinkt der (freie) Wassergehalt - es ist also eigentlich komplett unsinnig, kristallisierten Honig "aufzutauen", um ihn danach mit dem Refraktometer zu "messen".

    Viele Probleme bestehen/entstehen nur im Kopf.

    Mich würde jetzt mal interessieren von wieviel Rest-Saccharose du im geschleuderten Honig du ausgehst und wie du auf diese Annahme kommst.

    Das kommt ganz darauf an, zu welchem Zeitpunkt der Reifung vom Nektar zum Honig die Schleuderung erfolgte und welcher Nektar eingetragen wurde.
    Der Saccharosegehalt von Nektar reicht - je nach Herkunft - von wenigen Prozent bis hinauf zu rund 60 % (Linde) bzw. rund 100 % bei der Alpenrose.

    Der Hersteller des Mellitherm berichtet von einer Reduzierung (bei weitgehend gereiftem Honig) von bis zu 1 % je Durchgang, wobei sich wohl anderen Berichten zufolge ab etwa dem dritten Durchgang in der Regel nicht mehr viel tut. Letzteres könnte entweder die thermische Zerstörung der Invertase (Reduktion der Enzymaktivität um ca. 5 Einheiten je Durchgang - selbst bei bestimmungsgemäßem Gebrauch) oder aber das Erreichen eines chemischen Gleichgewichtszustandes (= Abschluss der Invertierung) bedeuten.


    Allerdings treten bei diesem Gerät punktuell auch höhere Temperaturen auf als in einem in Richtung Stocktemperatur erwärmten Schleuderraum, in dem nicht mit einer Honigschädigung gerechnet werden muss. Ich halte es daher auch für möglich, ohne Luftentfeuchtung den Wassergehalt sogar in verdeckelten Waben ggf. um einige Prozent reduzieren zu können - sofern man nicht in einem feuchten Verlies schleudert oder den Schleuderraum zur Reinigung vorab bis zur Decke geflutet hat.

    Normalerweise wäre der Honig ja beim Schleudern auch trocken genug.

    Wenn der Honig bei der Einlagerung in die Waben tatsächlich schon vollständig invertiert wäre, würde er bei einem brütenden Volk in der Tracht zwangsläufig Wasser ziehen müssen und könnte so niemals einen erntereifen Zustand annehmen.

    60kg mit 20% Wasseranteil => 48kg Trockenmasse (60kg * 80%).

    55kg mit 16% Wasseranteil => 46,2kg Trockenmasse. Fehlt 1,8kg Trockenmasse, bzw. 2,14kg Honig mit 16%.

    Die Berechnung mit Trockenmasse stimmt schon deshalb nicht, weil sie im Verlauf der weiteren Invertierung zunimmt.


    Die 0,5-1% kann ich bestätigen. Hab letztens eine 50% Zuckerlösung angerührt und dann gekauftes Invertin hinzugetan. Vorher und 24Std. Nachher mit einem Zuckerrefraktometer gemessen. War tatsächlich nur etwas mehr als 1%, also nun 51% Zuckerlösung. Und da wurde viel mehr Invertiert als es beim Restzucker (Saccharose) beim Honig ist.

    Du gehst dabei fälschlich davon aus,

    - dass in frisch geschleudertem Honig kaum noch Mehrfachzucker enthalten sind;
    - dass in zu feucht geerntetem Honig kaum noch Mehrfachzucker enthalten sind;

    - dass die Invertase schlagartig einen Großteil der Saccharose aufspaltet. Wenn dem wirklich so wäre, würde Dein Eimer merklich warm ...

    1% bei Zimmertemperatur in 24 h. Was mögen da wohl ein paar weitere Tage bei 25 °C oder gar 30 °C bewirken? Oder sogar bei Stocktemperatur?

    Egal wie er gemessen hat, die 60kg hatten dicht an 20%. [...] Als ihm dann das System erläutert wurde ist er dann mit dem Honig ins Siegerland. Hatte 60€ weniger und kam mit 55kg Honig wieder heim, der dann nur noch 16% hatte.

    Also ich sehe da genau 5 Möglichkeiten:


    - Entweder stimmt etwas mit den Messungen nicht;
    - Prozentrechnung kann nicht jeder;
    - der Hobbyist wurde über den Tisch gezogen;
    - der Trockner frisst Honig


    oder aber ...

    ... Goupli hat doch Recht.

    Es ist sicher einfacher, (satt) in einem Kamin/Spalt nach oben zu klettern als (hungrig) an einer senkrechten Wand.


    Abgesehen davon täuschen die halbverschlossenen Tore einen Ausgang vor (der jedoch nicht passierbar ist), die Bienen aber - auch bedingt durch die Leitrippen - immer wieder anzieht.

    Ich könnte es auch anschaulich und verständlich herleiten und begründen - aber den unqualifizierten und trolligen Kommentaren und den ebenso unterirdischen hochgestreckten Daumen nach zu urteilen, wäre das Perlen in den Schlamm verstreuen ... oder so ähnlich.

    Bitte den Satz vollständig zitieren. Ich habe auch nirgendwo gesagt, dass die Verstärkungsrippen Hindernisse wären. Im Gegenteil.

    Es gibt lt. Ingo Lau Bienenherkünfte, die Probleme haben, aus bestimmten Plastikbehältnissen nach oben herauszusteigen. Er führt dies auf Probleme mit den Haftlappen zurück. Wenn man jetzt aus Bequemlichkeit nur die Cabochons entnimmt, die Tore aber geschlossen lässt, verhungern diese Bienen anscheinend.