Beiträge von Goupli

    Wenn man sauber arbeitet und nicht so viel Luft in den Gläsern hat,

    Die Hefen sind wohl nicht nur in der Luft, sondern auch im Honig. Das Problem ist zunächst ohnehin die Phasentrennung. Zur Gärung muss es gar nicht kommen, damit der Honig fehlerhaft ist.

    Hmmm ... wie schafft es nur die Biene, dass es ihr die Zelldeckel nicht durch Gärgase wegsprengt?

    "Phasentrennung" ohne Absinken von Zuckerkristallen (letzteres wäre meines Erachtens ein Rührfehler) setzt eine bereits stattfindende Gärung voraus.

    Erschreckend, was hier z. T. geraten wird.

    Mit Ende der Tracht werden die Damen biestig. Es ist meiner Ansicht nach eine Entzugserscheinung. Ein Suchtproblem.

    Vielfach hat das zusätzlich auch mit dem Rückgang der Brutflächen zu tun - je weniger offene Brut, desto unfreundlicher. Ich habe diese Woche viele Völker gesehen, die - weiselrichtig - derzeit aus der Brut sind.

    Nach meiner Erfahrung reizt man quellende/auffliegende Völker mit Rauch nur noch mehr. Feiner Wassernebel hilft.

    Jetzt umzuweiseln halte ich für komplett überzogen und insbesondere für einen Anfänger für den schlechtesten Rat überhaupt. Das geht jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit schief - insbesondere, wenn die so biestig drauf sind.

    Wenn sie genügend Futter haben, mach den Deckel drauf und gib ihnen Anfang September das restliche Winterfutter in einem Schwung.

    Eigentlich kann man die Ursprungsfrage immer beantworten mit:
    - zu kleine Brutnester im Verhältnis zur eingetragenen Tracht und/oder
    - zu wenig Bienen im Zargenturm.

    Die Bienen decken ihren Wasserbedarf nicht nur aus irgendwelchen Pfützen. Das ist auch der Grund dafür, dass nach ein paar Tagen ausflugsverhindernden Regenwetters der Wabeninhalt trockenener und nicht feuchter als zuvor ist.

    P.S.:
    Wenn die Bienen verdeckeln würden, sobald der Beespace erreicht ist, könnte man gar keine ausgeschleuderten, mit Gabel oder Heißluft entdeckelten Waben verwenden. Was für ein Schmarrn.

    Die Geschäfte im Westerwald müssen ja unglaublich schlecht laufen, wenn man es nötig hat, ohne Beweise den Honig der Konkurrenz öffentlich schlechtzumachen.

    Wenn man Temperatur und Zeitdauer einhält, passiert dem Honig weder im Glühweintopf noch im Backofen oder irgendwelchen mehr oder weniger professionellen Bastellösungen etwas - nachweislich und in Tabellen und Graphen nachzuschlagen.

    Bei der verdünnten Variante ist m.E. noch sinnvoll, zwischendurch auf Gärung zu überprüfen

    Alkohol ist für die Biene überhaupt kein Problem! Im Gegenteil - er verhindert, dass jetzt sich jetzt unnötig viele Stockbienen zu Sammlerinnen entwickeln.

    Um nochmal zum Ausgangsthma zurückzukommen:

    Selbst unmittelbar nach dem Kochen und Duschen habe ich hier - in von mehreren Personen dauerhaft bewohnten Räumen - unter 60 % Luftfeuchtigkeit ...

    Das bedeutet, dass ich noch nicht einmal bis 30 °C hochheizen müsste (weil auch die rH mit jedem Grad weiter sinkt), um bedenkenlos in der Küche schleudern zu können - wenn ich das denn müsste.

    Wozu also bitte brauche ich einen in Anschaffung und Betrieb teuren (und nervig lauten) Bautrockner, wenn
    - ich durch geringfügiges Heizen des Schleuderraumes garantieren kann, dass der Honig kein Wasser ziehen kann (und evtl. sogar noch Wasser verliert) und
    - der Honig durch Nachreifung im Warmen eigentlich immer noch mindestens einige Nachkommastellen verliert und
    - ich mich dabei nicht in rechtlichen Grauzonen oder sogar der Illegalität bewegen muss und
    - ich außerdem dabei noch meine Ohren schone?

    Und kommt mir jetzt nicht damit, dass der arme Berufsimker nur so schwache Völker hätte und/oder so hohe Türme bauen müsste, dass der Honig auf dem Volk gar nicht trocken würde.

    Das ist sicher so nicht richtig.

    Die Haupttrocknung findet zunächst durch osmotische Vorgänge statt ...
    ...
    ... und der letzte Trocknungsschritt wäre dann ggf. die Bildung kleiner Kristalle.

    Irgendwie stellst du hier immer Behauptungen auf ohne sie zu belegen ...


    Sachliche Erklärungen warum mein Ansatz falsch wäre höre ich mir natürlich gerne an.

    Du generalisierst. Abgesehen davon ist das hier nur eine Diskussion und keine Promotion, wo man alles belegen und mit Quellen versehen muss.

    Zum Thema:
    1. Dein Ansatz ist richtig.
    2. Deine Werte stimmen, ich komme zum gleichen Ergebnis.

    3. Der prozentuale Verlauf scheint tatsächlich linear zu sein.
    4. Bei einem Wasseranteil von 40-70 %, wie er in der Literatur für Nektar angegeben ist, kann - für den tangenommenen Fall, dass der Rest ausschließlich aus Zweifachzuckern besteht - allein durch chemische Trocknung der Wassergehalt zwischen 1,6 und 3,2 % gesenkt werden.