Beiträge von Goupli

    Satia
    Ich sehe das eher als - mögliche - Zusatzmaßnahme.


    Man wird meiner Ansicht nach nicht ganz auf das Rühren verzichten können, da sich an Wandungen und Boden immer verstärkt Kristalle bilden werden.

    Ein - wenn nicht sogar DAS - Problem im vorliegenden Fall werden Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht gewesen sein, die kleinste Kristalle immer wieder auflösten und größere wachsen ließen.

    - größere Anzahl von Erschütterungen

    Was meinst du damit? Mehr Rühren?

    Nein, ich meinte Erschütterungen.

    Während durch Rühren nach landläufiger Meinung Kristalle zerrieben und verteilt werden sollen, stören Erschütterungen den Aufbau großer, gleichmäßiger Kristalle.

    Man könnte sich - zur Verdeutlichung des Vorgangs - vorstellen, dass durch Vibrationen viel mehr Zuckermoleküle schneller in die richtige Lage zum Bilden von Kristallstrukturen rutschen, wodurch sich - mehr oder weniger gleichzeitig - sehr viele kleine Kristalle an Stelle von wenigen größeren bilden.

    Das gleichzeitige Vorhandensein gleich großer (kleiner) Kristallkeime ist wichtig, da größere Kristalle auf Kosten von kleineren (die dadurch schrumpfen) wachsen.

    Sollte der Beitrag jetzt Hoffnung oder resignative Reife ausdrücken?

    Das damalige praktische/handwerkliche Können vor nicht einmal 100 Jahren in einen Topf mit dem einstigen Stand der Ideologie/Astronomie zu werfen, ist unseriös, populistisch und unter Deinem Niveau.

    rase

    Nutzbare Refraktometer wurden erst von Ernst Abbe im Jahr 1874, von Pulfrich 1889 und von Jelly 1934 beschrieben.

    Komisch, dass die Alten das früher gelernt haben, ohne sich eines dieser kaum verbreiteten Instrumente leisten zu können - oder auch nur von deren Existenz zu wissen.

    Ich kann mich nicht erinnern, ein Refraktometer in dem Land vor unserer Zeit je gesehen noch in der imkerlichen Literatur erwähnt gesehen zu haben.

    Aber die Imker dort haben ja auch nicht künstlich getrocknet.

    Wer je die Bilder von komplett vermilbten Klindworthern sah, weiss, dass die Bedenken bzgl.der Milben nicht unbegründet sind.

    Andererseits würden diese im Oktober keine Winterbienenbrut mehr schädigen und kurze Zeit später ohnehin der vorweihnachtlichen Oxalsäurebehandlung zum Opfer fallen.

    Im Oktober könnte man die Königinnen allerdings auch separat einweiseln ...

    ... und Karl von Frisch hat seine Versuche zur Wahrnehmung der Bienen von polarisiertem Licht bei offenen Beuten durchgeführt?

    Er verwendete Beobachtungsstöcke (= Schaubeuten) und Polarisationsfolien.


    Was willst Du mir damit sagen? Das hat doch mit meiner Aussage Null zu tun.


    Ich weiss ja nicht, wer von Euch mehr oder weniger regelmäßig Cut-Outs von Schwärmen in irgendwelchen Hohlräumen macht. Da gibt es etliche, bei denen die Bienen durch einen nicht einmal zwei Finger breiten Spalt und um mehrere Ecken zum eigentlichen Nestraum müssen.

    Und wer auch das nicht glauben will, schaue sich das Winkelnischen-Flugloch der Gerstung-Beute mal genauer an. Oder die Beutenkonstruktion nach Paschke. Da dringt sicher kein Lichtstrahl auf die Waben im bienenbesetzten Brutraum.


    Derartige Labyrinthe werden auch bei der Mondscheinbegattung eingesetzt, damit kein Licht in die eigentliche Beute dringt und Königin und Drohnen (Letztere sind die, die mit ihren großen Augen noch viel besser gucken können als die Arbeitsbienen ...) ruhig bleiben.


    Völker, die in Nordamerika in stockfinsteren Hallen überwintern, müssten nach der Tageslicht-Theorie komplett aus dem Rhythmus geraten. Tun sie aber auch nicht. Video-Tipp: Ian Steppler.


    Unabhängig davon ist es aktueller Wissensstand, dass eine Amme sich nicht durch den ganzen Stock wühlt, um - quasi in ihrer brutpflegefreien Freizeit - am ihr unbekannten Flugloch die Helligkeit zu checken, sondern einen engen (und maßgeblich durch den von ihr bevorzugten Temperaturbereich definierten) Bewegungsradius hat.


    P.S.:
    Ich bestreite nicht, dass die ersten Kundschafter des Tages, die in Fluglochnähe oder außerhalb der Beute übernachteten, bei größerer Helligkeit früher fliegen. Nur haben die mit der Brutpflege und der Nestorganisation primär gar nichts mehr zu schaffen.

    Und nein, ich werde Euch keine Literaturstellen und Bilder dazu heraussuchen, denn die sind nicht wirklich schwierig zu finden.

    Die aufsteigenden Luftblasen wirkten wie Kondensationskerne und führten zur Kristallisation im oberen Bereich.

    Es muss natürlich Kristallisationskerne heißen.

    Ich lege Wert darauf, dass ich nicht geschrieben habe, dass Luftblasen Kristallisationskerne wären.
    Aber sie führen zu lokalen Störungen der energetischen Felder zwischen den Molekülen der Lösung.

    Eine kurze Suchmaschinenrecherche zeigt, dass über die These, die Tageslänge hätte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Bienenvölker, unter Fachleuten Einigkeit herrscht.

    Fachleute waren sich einst auch einig darüber, dass die Erde eine Scheibe ist und die Gestirne darum kreisen.

    Du kennst den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation? Nicht?
    Eine kurze Suchmaschinenrecherche würde helfen.

    Mach Dir nichts draus - Du bist in guter Gesellschaft vieler unserer Bienen"wissen"schaftler.