Beiträge von ronja raeubertochter

    Bei der Melifera sind die sehr guten Eigenschaften an weniger gute fest gekoppelt.

    Das stimmt so nicht - oder wie sonst hätte die Buckfast-Biene (als Kreuzungsprodukt aus Dunkler und Ligustica) ihren erfolgreichen Weg in die Beuten so vieler Erwerbsimker antreten können, als sanftmütige und ertragreiche Biene?


    Die eigentliche Stärke der Dunklen liegt weder in ihrer besonderen Widerstandfähigkeit gegenüber harten, rauen Wintern (daran ist eher die Carnica besonders gut) noch in extremer Ertragsstärke (die ja wiederum auch entsprechende Nahrungsgrundlagen, also ergiebige Massentrachten, voraussetzt), sondern vielmehr in ihrer Anpassungsfähigkeit!


    Bei ihrer Wanderung quer durch Europa, durch sehr unterschiedliche Klimazonen, durch fruchtbare Niederungen ebenso wie durch ärmlichere trockene Heidegebiete etc., hat sie eben Vorteile gehabt dadurch, dass sie auf vorübergehende klimatische Veränderungen (trockener oder verregneter Sommer) schneller reagiert, indem sie z. B. Brutpausen einlegt und insgesamt eine etwas "vorsichtigere" Volksentwickung aufweist.


    Diese Eigenschaften machen sie natürlich für Erwerbsimker (die in der Regel über entsprechnde Trachtgrundlagen verfügen bzw. diese anwandern) nicht unbedingt attraktiver - aber für kleinere Hobbyimker, denen es vielleicht nicht in erster Linie um einen maximalen Honigertrag geht, sondern um eine robuste Biene, die mit wechselhaften klimatischen Bedingungen (auch gerne mal reine "Regenwinter" abwechselnd mit richtig knackigen Frostwintern) und ebenfalls wechselhaften Trachtverhältnissen weitgehend selbstständig zurechtkommt, halte ich sie für eine überlegenswerte Alternative.


    Und für alle, die die Befürchtung hegen, dass die Dunkle untrennbar mit einer höheren Aggressivität verbunden ist (ob als Reinzucht oder als Kreuzungsprodukt), sei neben den Erfahrungen, die die tatsächlichen Halter erzählen können, auch nochmal auf den Urprung der sanftmütigen Buckfast als Kreuzungsprodukt verwiesen!


    Im Übrigen sind alle vom Menschen gepflegten Honigbienenunterarten im letzten Jahrhundert mit der Intensivierung der Imkerei massiv in Richtung leichterer Bearbeitbarkeit / Friedlichkeit ausgelesen worden, da ist die Dunkle Biene keine Ausnahme.

    Auch die Carnica war im letzten Jahrhundert wahrscheinlich noch nicht sooo friedlich wie heutzutage... (ich denke aber auch nicht, dass es vielen Imkern damals so wesentlich darauf ankam, "in Badehose imkern" zu können! ;))

    Zählen deine genannte Futtermenge dann zu der Winterfütterung hinzu?

    Für den Winterfuttervorrat zählst du nicht, wieviel du rein gibst, sondern wieviel die gesamte Beute am Ende der Fütterungszeit wiegt, abzüglich dem Gewicht der Beute selbst, der Rähmchen und Bienen (also du zählst das Nettogewicht vom Futter).

    Das, was du reingibst an Futter, ist natürlich wesentlich mehr, denn die Bienen verbrauchen ja noch ordentlich, solange sie ausbauen, Brut aufziehen und das Volk (hoffentlich) wächst.

    Ich verstehe das so, dass du nach 9 Tagen die Nachschaffungszellen brichst, den ersten Satz der geschlüpften Jungbienen mit der ersten neuen Königin auf neue Rähmchen in die vorhandene Beute setzt und nach ein paar Tagen behandelst.

    Aus den Brutrahmen mit der restlichen Brut und einer frischen Brutwabe bildest du eine neue Brutscheune, brichst bei dieser ebenso nach 9 Tagen die Zellen und setzt die zweite neue Königin zu.

    Die "Argumentation" mit dem Silikon erinnert mich ganz stark an den Kommentar meines Vaters über die Qualität der Motoren seines früheren Arbeitgebers: "Hast du so einen H******-Motor erst mal gründlich repariert, hält er ein Leben lang!" 8o

    Wieso falsch - die 2 Euro Unterschied zu 2000 € (in 10 Jahren) sind doch dem Abrunden geschuldet!

    Das unangenehmste an der Geschichte ist die als Monstranz vor sich hergetragene überlegene Moral an "wesensgemäß", "tierwohlgerecht", "naturnah", "artgerecht", "natürlich", etc. ...


    ... da erheben sich im ursprünglichsten Sinn Menschen über andere Menschen, und begründen das mit überlegener Moral. - Im Grunde ist das auch nichts anderes als eine Art Fundamentalismus. - Der eigene Glaube wird über alles andere gestellt.


    Ein weites Spielfeld für Bessermenschen, Weltretter, und Profilneurotiker.

    Diese Überheblichkeit ist sicherlich verbreitet - allerdings auf beiden Seiten!


    Nämlich immer dann, wenn ich "die anderen" in Bausch und Bogen ablehne, ohne genauer hinzugucken... ob es nun "die Ökospinner" sind oder die "stumpfen unbelehrbahren empathielosen, nur auf Gewinn bedachten konventionellen Imker".