Beiträge von M.F.

    Steuernummer beim Finanzamt beantragen


    Das Thema kommt alle paar Monate:

    Danke! Mit dem richtigen Paragraphen in der Hand hab ich dann noch mehr Informationen gefunden. Es muss wohl nicht berechtigt werden, wenn die Vorsteuer weniger als 1000€ war (§ 44 Abs. 1 UStDV). Hieße das bei einer 3000€ (+570€ USt) Schleuder könnte man nach dem Wechsel in die Durchschnittssatzversteuerung sofort verkaufen, ohne nachzahlen zu müssen?

    Hallo zusammen,


    Frage an die Steuerexperten: Wenn man Gerätschaften (mit langer Abschreibdauer) zu Nettopreisen kauft (nach Optierung zur Regelbesteuerung in der Umsatzsteuer), und nach 5 Jahren wieder in die Pauschalierung wechselt, kann man die Gerätschaften dann einfach wieder zu Bruttopreisen verkaufen ohne die Umsatzsteuer abführen zu müssen?*


    Intuitiv würde ich sagen ja, aber wenn man das Gedankenexperiment in die Extreme treibt (kurz vor Wechsel in die Pauschalierung teure Maschinen kaufen, Vorsteuer ziehen und danach weiterverkaufen) klingt das erst einmal arg nach "Gestaltung". Ich schätze also dass das nicht so einfach möglich ist.


    Als Textaufgabe:

    Imkerei A optiert zur Regelbesteuerung in der Umsatzsteuer. Sie kann damit Vorsteuer ziehen, und muss bei Verkäufen Umsatzsteuer abführen. Imkerei A kauft die neue Superschleuder 3000 also zu Nettopreisen. Die Superschleuder 3000 wird auf 10 (oder 12?) Jahre in den Büchern abgeschrieben. Nach 5 Jahren wechselt Imkerei A wieder in die Pauschalierung der Umsatzsteuer. Danach möchte Sie die Superschleuder 3000 wieder verkaufen. Gibt es dabei (umsatzsteuerlich) etwas besonderes zu beachten?


    *Fiktives Szenario, bitte keine große Diskussion ob Optierung in der Imkerei Sinn macht oder nicht.

    Wir haben unsere 2ha Sonnenblumen (Peredovick) letzte Woche gedroschen. Er ist schon nicht gut aufgegangen, der Ertrag war aber okay im Verhältnis zu dem was aufgegangen ist. Zusammen mit dem Verkauf der Blumen und einem kleinem Teil Direktvermarktung als Vogelfutter käme es an den Erlösen vom Mais ran.


    Es war uns aber nicht bewusst, dass wir die einzigen weit und breit mit Sonnenblumen sind. Die Baywa und die anderen Agrarhändler wollten die Sonnenblumen erst ab einer ganzen Lastzugladung nehmen.


    Für die Lohndrescher war es auch ein Novum, die haben noch nie Sonnenblumen gedroschen. Mit Maisgebiss und Maissieb hat es einigermaßen funktioniert, es ist aber auch einiges an (feuchter) Pflanzenmasse bei den trockenen (12%) Körnern gelandet. Die mussten wir dann reinigen lassen, damit nichts schimmelt. Hatten wir vorher auch nicht auf dem Schirm.


    Honig im Honigraum gab es auch keinen, aber es kam genug Nektar rein, dass die Völker erst später als die anderen aufgefüttert werden mussten.


    Ende vom Lied, bei gutem Wetter wäre es für den Landwirt tatsächlich eine Alternative zum Mais bei etwas Mehrarbeit, aber recht riskant. Für die Bienen sicher nicht schlecht, passable Pollen und Nektarversorgung im August. Honig für den Imker sehe ich eher nicht, und mir ist es das Risiko der späten Einwinterung nicht wert.


    Vielleicht eine gute Zwischentracht vor der Heide, um nicht zwischenfüttern zu müssen. Aber dort wo es Heide gibt, passt das Wetter wohl noch weniger zur Sonnenblume.

    Ändert sich die Gewinnermittlung in der Richtung, dass nun nicht mehr die Völkerzahl 30 / 70 relevant sind, oder hat das lediglich Einfluss darauf, dass ich dann nicht mehr 10,7% Umsatzsteuer ausweisen darf, sondern nur noch 7%?


    Du vermischt Umsatzsteuer und Ertragssteuer. Für die Umsatzsteuer sind Völkerzahlen volkommen irrelevant. Es gibt lediglich einen Maximalumsatz von 600.000€ ab dem Pauschalierung nicht mehr möglich ist.


    Falls Du es noch nicht kennst, schau dir das Video von @WFLP an (

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    ). Da werden alle deine Fragen angesprochen, auch Freigrenzen für Handelsware/Produkte 2. Ordnung.


    Ab dem 26. Volk musst Du dich bei der Berufsgenossenschaft anmelden. Und natürlich die Völker beim veterinäramt melden.

    Wieso "2000 mal Platz für die Öhrchen schaffen"? Ein großes Brett nehmen, Oberfräse + Führungsschiene, und dann Nuten fräsen. Mit der Säge dann ~9mm dicke Scheiben abschneiden. 18mm Multiplex oder eine 3-Schicht-Fichten-Platte tut's auch, muss kein Hartholz sein.

    mehr oder weniger als 30 Völker ist für die Umsatzsteuer völlig irrelevant. Entweder du pauschalierst (möglich bis 600.000 Umsatz), dann darfst du Umsatzsteuer ausweisen, oder du optierst, dann musst du sie ausweisen (und abführen). Unabhängig davon ob du 1 Volk oder 300 hast. Und wenn eine Steuernummer auf die Rechnung muss, muss das eine USt-Nr sein, nicht Deine Lohnsteuernummer.


    Landwirtschaft ist kein Gewerbe.


    Die Pauschalierung bei der Einkommenssteuer stimmt, allerdings ging es hier eigentlich um Umsatzsteuer, und die hat gar nichts mit der Einkommenssteuer zu tun. Egal ob Du die USt pauschalierst oder optierst, oder ob/wie viel USt Du auf Rechnungen ausweist.


    Ich verweise nochmal auf den Vortrag von WFLP (

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    )

    Du redest z.B. von der Lohnsteuererklärung, die mit der Umsatzsteuer gar nichts zu tun hat.

    Mit Völkerzahlen hat die Umsatzsteuer auch nichts zu tun. Mit (Klein-)Gewerbe hat Landwirtschaft auch nichts zu tun.