Beiträge von Pinte

    Ich mache zur TBE den Nicot-Fütterer auf beiden Seiten voll. Sind 7l bzw (je nach 1:1 oder Sirup halt unterschiedlich viel in kg, aber immer mehr als 5kg).


    Das ist ratz fatz weg für den Bau und eine erste Einlagerung von etwas Vorrat. Meiner Meinung nach kannst du nach einer Woche direkt nochmal die gleiche Menge geben ohne ein Volk einzuschnüren, da zum Ausbau sowie Aufbau des Brutnestes schon einiges verbraucht wird. Danach gehts dann mit Augenmaß und je nachdem was so an Tracht da ist. Bei Springkraut braucht man dann kaum noch was machen.

    Also ausgeschlossen ist das sicher nicht, aber es ist schon sehr komisch. Nehmen wir mal an die Königin ist nach bereits 4 Tagen nach Schlupf startklar zum Begattungsflug und fliegt dann am 5. Tag nach Schlupf morgens aus, würde sofort am ersten Tag bei Flugwetter inkl Orientierungsflug etc sofort komplett begattet und man nehme an die würde dann am Folgetag bereits stiften, dann wären wir in Eilage am 6. Tag nach Schlupf. Das wäre dann der 3.6. und am 11.6. könnte es dann zu verdeckelter Drohnenbrut kommen. Das ist alles super optimistisch und der absolute Idealfall. Das hast du bei 10 von 10?


    Ich glaube auch der Grund liegt woanders.

    Ich verstehe deinen Punkt und dennoch solltest du dankbar sein für jeden (Klein-)Imker der höhere Preise durchsetzt als du mit deinem Betrieb. Kunden werden an höhere Preise gewöhnt als du bereits hast.


    Gleichzeitig argumentierst du ja auch an anderer Stelle im Forum, dass du günstiger anbieten kannst durch Technik in die du investiert hast.


    Habe höchsten Respekt davor mit so schlecht zu beeinflussenden Faktoren wie dem Wetter seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Gleichzeitig bin ich ein wenig neidisch, dass du von meinem bzw unser aller Hobby/Passion lebst und ja, vermutlich ist das eine romantische Vorstellung die mit der Realität wenig zu tun hat.

    Ausverkauft sein ist Gummi. Kann Dir gerne noch 2,5 Tonnen liefern.


    Gruss

    Ulrich

    Das mag bei dir so sein. Hier hättest du richtig abgeräumt. Im örtlichen Imkerverein hat von knapp 70 Mitgliedern selbst der der sonst immer auf hunderten abgefüllten kg Gläsern sitzt im Januar diesen Jahres absolut nichts mehr gehabt. Der wurde restlos leergekauft von anderen Imkern die dringend was für Ihre Kundschaft brauchten nach dem miesen Jahr 2021. Dennoch scheuen sich die meisten die Preise zu erhöhen. Ich erkenne jedoch eine Tendenz bei einigen von den lächerlichen 5€ abzurücken und auf 6 zu gehen. Immer noch viel zu wenig, aber auch das hilft dadurch, dass der Abstand zu meinen Preisen geringer ist und das macht es leichter 2023 zu erhöhen.

    Dann kann ich die Diskussion hier im Forum nicht verstehen dass manche sich scheuen ihren Honig teuerer anzubieten. Wenn das so einfach wäre.


    Bei einem entfernen Händler oder einem Touristenhotspot geht 1,5€ mehr sicherlich ohne Probleme.


    Vielen Dank an alle die so fleißig mitdiskutieren

    Mangelnde Überzeugung für das eigene Produkt? Keine Ahnung…ich verstehe es nicht und habe kein Problem damit teurer zu sein als 90% des Imkervereins

    Pinte ich hatte in der Eingangsfrage nur wissen wollen wieviel ihr euren Wiederverkäufer abgeben müsst. Auch hatte ich erklärt dass ich hier regional die selben Endpreise haben muss. Sonst stehen sie wieder alle vor der Haustür. Auf Dauer kann das aber nicht mein Vertrieb sein. Die Umsatzsteuer haben gleich die anderen Kollegen eingebracht. Darum ging es mir aber nicht. Mehrere Steuerberater sagen mir dass ich in meiner Konstellation nicht pauschalieren kann und die Umsatzsteuer dem Finanzamt geben muss. Umgekehrt mache ich aber meine Ausgaben geltend und das ist für mich ok. Vielleicht kann WFLP noch was dazu sagen. Gerne kläre ich auch meine Steuerberater darüber auf, wenn sie mich falsch beraten haben. Ich habe jedoch extra einen „Imker“ Steuerberater gesucht und auch dafür bezahlt mich zu beraten.

    Wenn du Vorsteuerabzugsberechtigter bist ist das was anderes, allerdings müsstest du dann schon eine größere Völkerzahl haben. Alternativ dürfte es mit dem Erreichen der Gewinnzone die das Finanzamt mittelfristig sehen will schwierig werden.


    Zurück zu deiner Hauptfrage: Deine Fragestellung suggeriert, dass deine Wiederverkäufer von dir eine Art Provision erhalten. Das wäre eher ein ungewöhnliches Vorgehen aber nicht ausgeschlossen. Üblicherweise willst du Betrag X vom Wiederverkäufer sehen und das er nicht billiger verkauft als du zuhause um deine Marke nicht zu schädigen.


    Den Ansatz zuhause den gleichen Preis zu erzielen wie die Wiederverkäufer halte ich für sehr sportlich (außer du verkaufst deinen Honig insgesamt viel zu billig). Ich kann in meiner Region keine 9€ für ein Pfundglas durchsetzen an der Haustür. Die Wiederverkäufer schaffen das, wobei der Kunde da eher das 250g Glas für 5,90€ mitnimmt als das 500g für 9€.


    Glaubst du wirklich, dass da so viele Leute an deiner Tür stehen, wenn das Glas bei dir zuhause 1-1,50€ günstiger ist? Glaube ich ehrlich gesagt nicht.

    Hallo, also nach den vielen mageren Jahren im WW, wird das hier sehr wahrscheinlich auch nicht der Burner, es ist zu nass und kalt. Vielleicht reißt die Linde noch was. Also wie Wasi schon geschrieben hat, verschleudert den Honig nicht und seit fair zu euren Zulieferern.

    Bis bald

    Marcus

    Seit der sehr guten Frühjhrsernte ist momentan alles ziemlich ausgeglichen zwischen Eintrag und Verbrauch. Wer zu scharf abgeschleudert hat, könnte brutal bestraft werden.


    Einzelne Völker tragen leichtes Plus ein, aber ja hier ist es auch windig & feucht. Die Natur braucht es und noch ist die Linde nicht auf. Wenn es jetzt nochmal 3 Wochen warm und nicht zu nass ist, könnte das nochmal richtig dick werden.


    Die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn es nicht so sein soll brachte die Frühtracht schon genug fürs ganze Jahr bzw mehr als 2021 komplett

    Vorsicht, alle Pauschalierer sollten jetzt aufpassen!

    Gerade wird diskutiert, die Mehrwertsteuer anzupassen, womöglich für "gute" (medizinisch, sozial, klimawirksamkeit, ökologisch...) Nahrungsmittel ganz zu streichen! Das wäre für Pauschalierer ganz fatal, käme es doch einer 1:1 Einkommenreduzierung gleich!


    Ich hoffe, dass Honig hier nicht betroffen sein wird oder im Gegenteil sogar auf 19% hochgestuft (viel Zucker!) wird.

    Falls das kommt gehen die Preise für Wiederkäufer genau um den Betrag hoch, denn der Wiederverkäufer muss ja dann auch keine Steuer abführen. Sind dann 2,5% weniger Marge für den Wiederverkäufer. Da muss er durch oder sich nen anderen Lieferanten suchen.


    P.S. Wenn er zufrieden ist, wird es an den 2,5% nicht scheitern

    Die Umsatzsteuer interessiert doch hier gar nicht. Die muss ich selbst ja auch abführen, bzw. reiche sie 1:1 weiter.


    Ich verkaufenur ungern an der Haustür. Viele kennen aber meine Preise. Die lokalen Einzelhändler sollen diese 1:1 übernehmen und dafür x Prozent kassieren.


    Meine Frage ist wieviel ist X eurer Erfahrung nach. Wieviel muss man abgeben dass sich Einzelhändler den Honig ins Regal stellen?

    Da fehlen dir offensichtlich Basics im Steuerrecht…


    USt ist für dich ein Verkaufsargument bzw du streichst die ein.


    Marge o.ä. legt der Wiederverkäufer selbst fest und in der Regel kann ein Wiederverkäufer den Honig teurer verkaufen als du, da dieser einen ganz anderen Auftritt und Marktmacht hat (jetzt nicht der kleine Klim-Bim-Laden, sondern Supermärkte, Hofläden, Metzger, Delikatessenladen etc.


    Wenn ich teilweise sehe was manche Läden für Honig aufrufen und schneller verkaufen als du gucken kannst…das kann ich vor der Tür nicht durchsetzen und ich setze für die Region schon hoch an.


    Wiederverkäufer ca 15% unter Normalpreis, aber zzgl USt sprich brutto gut 5% unter meinem Haustürpreis.

    Imkern nach Rezept geht ne Zeit lang gut bis zu einem üblen Fehlschlag. Das ist gerade am Anfang sicher nicht leicht.


    Zum Füttern:

    dann wenn es erforderlich ist


    Wintereinfütterung:

    Direkt mit der Honigraumentnahme der letzten Tracht anfangen zu füttern. Die meisten starten mit einer größeren Menge zu Beginn und füttern dann in kleineren Mengen bis und das Zielgewicht auf. Es gilt das Brutnest nicht zu früh durch zu viel Futter einzuschnüren.


    Wichtig: Es ist völlig egal wieviel du einfütterst. Es zählt was nachher im Volk ist und das muss je nach Region für den Winter reichen.

    Sprühen ist im Winter für mich keine Option, verdampfen würde ich auch im Sommer machen - habe da aber von schlechten Erfahrungen gehört im Gegensatz zum Sprühen. Ich lasse mich aber gerne überzeugen, für mich wäre es tatsächlich einfacher nach Ende des Flugbetriebs zu sublimieren.

    Warum ist Sprühen im Winter keine Option? Du kannst dein Varroakonzept nicht starr denken. Du musst mit den Temperaturen leben die dir die Natur liefert.


    P.S. Sublimieren von Ox hat keine Zulassung in deinem Land

    wabenprofi oder Ledder Werkstätten.

    Bei beiden gute Erfahrungen gemacht.

    Bei Leider Werkstätten wird es leider nicht mehr angeboten. (Hatte dort 12/21 mal nachgefragt). Habe mein Wachs dann zu den Wabenprofis geschickt. Ging echt flott und ich war preislich auch angenehm überrascht.

    Kann ich bestätigen. Habe vor 2 Wochen dort eine der Mittelwandgießanlagen für nen Spottpreis geschossen. Angeblich wegen gestiegener Auflagen für die Wachsumarbeitung. Man ist da aber nicht näher ins Details gegangen was das sein soll (denn mir wäre da nichts bekannt…ggf auch Arbeitsschutz oder so…)

    Habe je nach Standort Honig der nach 2 Wochen erst zaghaft anfängt sich einzutrüben und andere Standorte die schon fast abfüllfertig sind trotz gleichem Erntezeitpunkt. Raps hatte ich nur an einem Standort als Reste der Zwischenfrüchte.

    Deine Kalkulation zu Königinnen würde mich interessieren. Gefühlt erscheinen mir die nicht sehr teuer, habe es aber nie kalkuliert. Hätte jetzt unter 5€ je Kö geschätzt, mag aber inkl Verbrauchsmaterial, Zuchtstoff, Fahrtkosten , Zellschützer, Zuchtlatte und Lohn höher sein als ich erwarte. Sobald ich mit Brutschrank arbeite sieht’s nochmal anders aus

    Guck dir Mal die Preise bei seriösen Zuchtern / Vermehrern an. Die Preisentwicklung von Larve, schlupfreifer Zelle, unbegatteter Königin, standbegatteter Königin, instrumentell besamter / Belegstellenkönigin spiegeln in etwa das Ausfallrisiko in jedem der Schritte wider. Und es steckt viel Arbeit drin, wenn es hier nicht nur um ein paar Königinnen aus dem Honigraum für den Eigenbedarf geht. Wenn ich "nur" vermehren will, muss ich Geld für gutes Ausgangsmaterial in die Hand nehmen. Wenn ich Züchten will, ist das noch mal eine ganz andere Nummer...

    Aber die Kalkulation von Hochhaus Imker würde mich auch interessieren. Ich vermute, er liegt nicht ganz falsch.


    Gruß, Thorsten

    Also wenn ich Larven vom Züchter hole (Abstammung Reinzucht-Buckfast-Inselköniginnen) zahle ich je Larve je nach Züchter 0,50€ bis 1€. Mindestabnahme ist meist um 15 Larven, da eh mehr als 15 auf einmal abgenommen werden kann ich das vernachlässigen. Für Standbegattung reichen dann auch Mehrfachböden.


    Verluste je Zuchtschritt sind klar und wenn du 25 Zellen gibst, hast du nachher wenn’s einigermaßen läuft die Hälfte als begattete Kös.


    Ich gehe dabei von einer Standbegattung mit professionellem Zuchtstoff, an- bzw aufgezogen im SBA oder HR-Verfahren für den Eigenbedarf aus. Die Kosten und der Aufwand für Belegstellenbegattete sind natürlich immens höher.


    Je länger ich darüber nachdenke desto mehr Kosten fallen einem dabei ein.


    Falls da jemand ne Kalkulation hat, gerne her damit 😉