Beiträge von Pinte

    Zu der USt: Ich hab mir das angeguckt, und werde das für mich bedenken. Für mich ist der Brutto-Preis relevant. Selbst mit der 10,7% Besteuerung kommt es für mich drauf an, ob ich bei meinem Wiederverkäufer einen um diese 10,7% höheren Preis durchsetzen kann. Wenn ja, dann kann ich tatsächlich mehr Geld einnehmen, wenn nein, dann hat das für mich keinen Mehrwert. Dann ist es zwar nett, dass der Widerverkäufer Vorsteuer ziehen kann, ändert aber ändert an meinem Umsatz nichts.

    Das Gleiche beim Endkundenpreis, egal ob mit oder ohne USt, es gilt der Brutto-Preis, und egal ob es 5,6 oder 10€ je Glas sind, es macht für mich keinen Unterschied, ob ich dies inkl. 10,7% USt ausweise, oder nicht, ich nehme in beiden Fällen das gleiche ein.

    Du hast es immer noch nicht verstanden...


    Sagen wir der Verkäufer möchte 2 € Marge netto haben pro Honigglas.


    Du verkaufst an den Wiederverkäufer ohne ausgewiesen Durchschnittssatzbesteuerung (10,7%) für 5 € je Glas. Der Wiederverkäufer schlägt 2 € auf als Marge und dann nochmal 7% USt. Macht als Verkaufspreis dann 7,49 €.


    Du verkaufst an den Wiederverkäufer mit ausgewiesener Durchschnittssatzbesteuerung 10,7% USt. für 5 €. Der Wiederverkäufer zahlt 4,51 € netto zzgl. 0,49 € USt. (10,7%) = 5 € brutto. Seine Marge von 2 € ergibt dann 6,51 € netto mit einem Verkaufspreis von 6,97 € (inkl. 7% MwSt.


    Dem Wiederverkäufer ist die USt. völlig egal (durchlaufender Posten). Du als Verkäufer des Honigs musst die ausgewiesene USt. jedoch nicht abführen und streichst diese selber ein.

    Deine Einnahme sowie die des Wiederverkäufers ist unverändert, aber das Produkt steht für mehr als 0,50 € weniger im Laden zum Verkauf für den Endkunden.


    Ergebnis: Das Produkt ist a) entweder beim Wiederverkäufer günstiger (tendenziell mehr verkaufte Ware über den Vertriebsweg oder b) du rufst einen höheren Verkaufspreis bei der Abgabe an den Wiederverkäufer auf


    Warum sollte man das in aller Welt nicht nutzen wollen?


    Bzgl. der Bienen: Ein höherer Verkaufspreis für Honig würdigt die Lebensleistung der Bienen und gibt dir die Möglichkeit vielleicht die ein oder andere Anschaffung mehr zu tätigen, die den Bienen zu Gute kommt und schonendere Behandlungen ermöglicht.

    Eine Preiskalkulation setzt doch voraus, dass du dich mit den Marktpreisen und der die Entstehung bzw. Berechnung des Preises kennst. Erfahrungswerte zu den Margen wurden hier bereits mehrfach genannt. Genauso wurden dir die Nutzungsmöglichkeiten der Durchschnittssatzbesteuerung bzgl. Preisentstehung mehrfach dargelegt. Ich empfehle nochmals das Video von WFLP (wodurch ich das Thema erst verstanden habe) auf dem YouTube-Kanal Imkerei Sester. Deine Beiträge zeigen, dass du das Thema noch nicht durchdrungen hast und hier bares Geld für dich verschenkst, denn ein Wiederverkäufer kalkuliert immer netto-Preise, da die USt ein rein durchlaufender Posten ist.


    Zum Thema Regionalität: Glaube mir, wenn ich dir sage, dass ich die Preise im Münsterland kenne und täglich durch dieses nach Münster pendele (auch wenn ich kurz hinter der Grenze Münsterland/Tecklenburger Land wohne) und nein, meine Preise enthalten keinen einzigen Preis aus Münster, denn die sind nochmals höher. Es sei dir nochmals gesagt, dass der Endverkaufspreis des Wiederverkäufers auch mit 6 € zu niedrig angesetzt ist.


    In der Nähe gibt es hier einen größeren Hofladen, welcher bereits von 2 Imkern beliefert wird. Preis dort für das DIB-Glas 7,90 €. Was war das Feedback des Betreibers:

    1. die Kunden wollen eher kleinere Gläser als 500g

    2. er kann gar nicht so viel Ware von den beiden Imkern bekommen, wie er verkaufen könnte, trotz des ordentlichen Verkaufspreises!


    Die alten Imker verkloppen den Honig hier auch an der Haustür für 5 € und trotzdem kannst du ohne Probleme höhere Preise als Imker durchsetzen. Tue dir, deinen Bienen und dem Wiederverkäufer einen Gefallen und setze auf höhere Preise.

    Der Preistreibereien bei der Inflation sind Öl, Benzin und Energie ganz allgemein. Bei den Nahrungsmitteln sind 5% Inflation utopisch und außerdem Mist. Ich freue mich, wenn Ihr alle jedes Jahr drei % mehr verdient, bei mir ist das nicht der Fall. Ich möchte einen ordentlichen Honigpreis aber ich will kein Inflationstreiber werden.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Das ist leider einfach nicht die Realität. Mein Fachgeschäft für das frische Hundefutter hat mir letzte Woche eine Preissteigerung von 10% auf den Bon gebucht. Bezahlt habe ich sie trotzdem, weil mir diese Nahrungsmittel fürs Tier es wert sind. Begründung: vor allem gestiegene Fleischpreise & Zusatzkosten für Corona. Nur so als Beispiel…und die Kunden zahlen es

    Wenn ich den Film zum nächsten Kinoabend vorschlage kann ich schon mal das Drehbuch zu:

    Tagebuch eines Wohnungssuchenden schreiben 😅

    So schlimm dürfte es daheim nicht sein, aber vermutlich ernte ich nur ein müdes Mitleidslächeln.


    7. Oktober 2021 soll er wohl in die Kinos kommen, wenn Google nicht lügt. Kinobesuch ist fest eingeplant mit befreundeten Imkern. Danke für den Tipp

    Moin moin.


    Da ich in der selben Region wohne kann ich dir sagen, dass der Preis zu tendenziell zu niedrig ist. DIB Gläser gehen hier selbst bei uns auf dem platten Land in SB-Automaten der Bauern für knapp 7€.

    In Hofläden durchaus bis 8€.


    Selbst wenn man den Preis niedriger ansetzt würde ich niemals unter den Preis des teuersten nichtdeutschen Mischhonigs gehen (in der Regel Mischung nur aus EU-Ländern). Der liegt bei uns im Supermarkt (z.B. Edeka bei 6,49€). Dabei fällt auf, dass es in einigen Supermärkten keine deutschen Honige zu kaufen gibt.


    Ihr bietet ein gutes Produkt.


    Ergo Unterkante 6,50€ eher mehr als Verkaufspreis.

    Ich möchte kurz nochmal auf die in #2 gestellte Frage zurück kommen. Das ist doch super unpraktisch, oder nicht? Da muss doch alles doppelt umgefüllt werden, das kostet doch ohne Ende Zeit wenn man mehr als 5-10 Völker zu füttern hat. Oder übersehe ich da etwas?

    Wenn du viele Völker hast die du stark auffüttern must dann schon.

    Aber zum Nach- oder Zwischenfüttern ist es toll. Gerade bei Ablegern die man unterm Jahr regelmäßig füttert.


    Auch kann man ja 2zargige Völker im unebenen Gelände haben wo man keine schweren Behälter verschüttungsfrei in die Futterzarge einschütten kann.

    Das erschließt sich mir jetzt nicht. Zumindest an meinen Ständen achte ich darauf, dass ich hinter den Beuten eine Fläche habe auf der ich arbeiten kann. Dazu möchte ich einen sicheren Stand für meine Beine und auch eine halbwegs ebene Fläche, um auch mal etwas abzustellen. Demnach sollte doch ein Eingießen aus einem Kanister in eine Futterzarge unproblematisch sein.


    Hast du Stände am Hang?


    P.S. Imkere auf ca. 90 mm ü. N.N. daher vermag ich ggf. bestimmte regionale Probleme nicht zu verstehen und frage daher nach.

    Selbst wenn alle dicht beieinander sitzen würden und keine Biene ausfliegt oder sonst was macht, besetzen 200-300g Bienen 1 Zanderwabengasse.


    Gab mal von rase vor Jahren nen Thread (finde ich aber spontan nicht) zum Thema Dadant HR als Begattungsmaß. Hälfte der Fläche ergibt dann auch direkt mehr besetzte Wabengassen (Wärmehaushalt) im Vergleich zu Dadant BR. Wie die Erfahrungswerte dazu sind vermag ich aber nicht zu sagen. Ggf kann rase sagen was daraus geworden ist oder ob er sich dann doch für Begattungskästchen entschieden hat.

    Was blüht den schon um dieser Jahreszeit die lieben Bauern fangen gerade Senf auf die abgeernteten Felder auszusähen. Das Springkraut ist für Hummeln und Wespen sowie Hornissen die einzige Nahrung was zur zeit zur Verfügung steht. Die ziehen gerade die neuen Königinnen fürs nächste Jahr heran. Natürlich ist es für die Bienen auch wichtig. Ich füttere diese seid anfang Juni. Gruß Wolfgang

    Vergiss die Goldrute nicht. Auch ein Neophyt, der viel Pollen und Nektar bringt.

    Bin durchaus gespannt, was sich bei mir an einem meiner Stände durchsetzt. Die Bienen stehen direkt in Goldrute und Springkraut, die momentan beide blühen. Vermutlich gewinnt das Springkraut die Mutter aller Neophytengefechte....wird auch viel stärker beflogen.

    Da wäre es doch gut, wenn man nach kurzer Beratung die Leute auf eine Liste verweisen könnte, wo die Profis nach Entfernung gesucht und am besten gleich kontaktiert werden können.

    Finde den Ansatz gut, weil es mir ähnlich geht. Von Wespen und Hornissen (außer Sie zu erkennen und worauf sie stehen) kann ich zum Thema Umsiedelung nicht viel sagen und die Anfragen "können Sie das Bienennest wegmachen" (wobei es regelmäßig Wespennester sind) hatte ich schon mehrfach. Es ist unbefriedigend dann sagen zu müssen, dass man nicht helfen kann.


    Wenn man den Leuten dann jemanden als Ansprechpartner nennen kann, fühlt man sich nicht ganz so hilflos, der Betroffene hat einen neuen Ansatzpunkt und potentiell kommt eben nicht der Kammerjäger.

    Wieso den Fütterer drauf lassen wenn er nicht gebraucht wird, würde mich jedes mal beim öffnen der Kiste ärgern wenn ich ihn auf die Seite stellen müßte.

    Da fallen mir ne Menge Gründe ein:

    - Material hin und her fahren wofür?

    - Futterteig auflegen ohne Bienenkontakt bzw Störung der Wintertraube

    - Ersparnis von Lagerplatz dadurch, dass das Material bei den Beuten bleibt

    - einige führen Dämmung durch Luftmasse noch an


    Klar ist dein Argument irgendwie zutreffend, allerdings hebe ich den Fütterer mit dem Innendeckel zusammen in einem Griff ab. Gewicht ist lächerlich und nicht mal ein zusätzlicher Arbeitsschritt. Daher überwiegen für mich o.a. Argumente den Fütterer auf den Völkern zu lassen.

    Überall ist ein sehr weitläufiger Begriff. Eine gewisse Bodenfeuchtigkeit begünstigt meiner Erfahrung nach das Wachstum. Das ist aber keine Bedingung, bisher habe ich Bestände noch nicht auf Sandböden gesehen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Sandboden meint vermutlich wirklich sowas wie Sandstrand o.ä.

    Wohne hier in einer Spargelregion mit sandigen Böden. Wächst hier definitiv und ist deutlich erkennbar in der Ausbreitung. Bei den hiesigen Böden taucht es vor allem im Bereich von Bachläufen, Gewässerrändern, aber auch häufig an Wäldrändern, Lichtungen oder im Schatten von Baumreihen auf. Auf freier Wiese ohne stundenweisen Schatten/Wassernähe konnte ich es praktisch noch nicht feststellen.


    Auf schwereren Böden gilt ggf das was andere hier berichten, sprich wächst dann überall

    Was ist denn optimal beim Füttern und wer entscheidet das?

    Ich imkere demzufolge nicht optimal, nutze bei Dadant (Frankenberger Beute und 12er) sowohl Folie als auch Futtertasche.


    Gruß

    Ich habe noch nicht so wahnsinnig Erfahrung und habe mich bisher an die hier im Forum häufiger gegebenen Tips gehalten:


    Gefüttert wird von oben (vorzugsweise per Futterzarge/Adam-Fütterer/Nicot-Fütterer). Die Folie wurde mir vom Imkerpaten wärmstens ans Herz gelegt. Inzwischen habe ich die Nicot-Fütterer dauerhaft auf den Völkern und die Folien sind rausgeflogen.

    Hallo zusammen, ich habe da ein Problem. Meine Bienen stehen seit 1988 im einen Pachtgarten von der Stadt, meiner Oma. Der Eigentümer hat mündlich meiner Oma die Genehmigung gegeben. Soweit alles gut. Nun ist meine Oma verstorben und der damaliger Eigentümer im Rente. Jetzt haben solche Junge Eigentümer das sagen und die sagen mir, ich bekomme den Gartenvertrag, wenn die Bienen wegkommen. ,,Die Bienen wären ein Dorn im Auge" so deren Aussage. Auch die Gartennachbarschaft sind total sauer, weil ich die Bienen hergeben soll.

    Jetzt meine Frage, können die mir die Bienenhaltung untersagen, trotz das da seit 1988 Bienenhaltung erlaubt war?


    Gruß MArkus

    Es ist ziemlich irrelevant, ob man dir das rechtlich untersagen kann oder nicht. Viel entscheidender ist, dass du an einem solchen Standort nicht glücklich werden wirst. Gib den Standort auf und suche dir einen bzw. mehrere andere.


    Ich bin selbst noch nicht lange dabei und kann mich inzwischen vor Ständen nicht mehr retten und werde inzwischen sehr wählerisch was ich noch annehme und was nicht. Aktuell habe ich 3 Stände sowie 3 weitere zugesichert (teilweise kommunale Verträge ohne Kosten) zugesichert und könnte diese sofort beziehen. Gerade am Anfang macht es Sinn mehrere Standorte zu haben, um ein Gespür für die Stände zu bekommen worauf es ankommt und was die Stände bieten. Im Endeffekt weißt du das vermutlich aber erst nach 1-2 Jahren, ob ein Stand was taugt oder nicht (Nahrungsangebot/Pollenversorgung).


    Hauptkriterien:

    - 24/7 begehbar

    - Nahrungsangebot Bienen (für mich insbesondere Stadt/Dorf im Flugkreis)

    - Anfahrbarkeit mit dem Auto (wie weit muss ich laufen: alles über 100m ist völlig indiskutabel)

    - Diebstahlschutz/Einsehbarkeit des Platzes/Videoüberwachung/Einzäunung/bewohnter Grund

    - Potenzial für mindestens 6 Völker am Stand (selbst wenn man dort mit weniger einsteigt)