Beiträge von Schlossimker

    ...einem Problem bei einem Kunstschwarm von diesem Jahr...

    ...von zwei (fast) regionalen Imkern gestartet...

    ...Dieses Verhalten hat sich vor ungefähr 4 Wochen entwickelt...

    ...Der Varroafall betrug in den letzten 2 Wochen insgesamt 2 Milben...

    Meine bescheidene Anfängermeinung ist:

    - Dieses Jahr war alles etwas später.

    - Beim Kunstschwarm sind üblicherweise Bienen und Königin von unterschiedlicher Genetik.

    - Bisher waren die Flugbienen vom Kunstschwarm,

    Seit 4 Wochen kommen die Flugbienen von der Genetik der Königin und deren Begattung durch.

    (Nach rase würde ich jetzt sagen, so sind Bienen)


    Meiner Meinung nach wäre die Lösung:

    Noch zuschauen und ertragen, oder Daumenschwäche beheben.

    Die Hunde (Imkerlinge) bellen aber die Karawane (EU) zieht weiter .

    Ich meine leider nicht, das die Politik da großen Handlungsbedarf sieht. Auch "Honig" soll billig zu bekommen sein, damit (fast) alle im Volk zufieden sind / zur Wahl gehen. (Der Brotpreis hat scho mal ne französische Monarchie gekostet und im arabischen Frühling mit gewirkt)

    Bienenköniggibmirhonig, was bitte ist ein Schlesinger?

    ...oder ein Schlitz in einen Eimerdeckel so breit wie die Achse.

    Hallo rase, das hört sich aber nach Plastikabrieb am Deckel und im Eimer an? Soll man doch Anfänger wie mir nicht empfehlen - aber sonst wäre die Idee gut. Wenn ich mir wegen 15kg das rühren nicht sparen könnte.

    (Rührer, Schleuder und Presse stehen noch irgendwo beim Händler...)

    Dachte mir schon Anfang des Jahres, dass ich noch Zeit hab - bei soviel Königinnengebastel hab ich wenigstens kein gutes Honigjahr versaut.

    Zu spät, das Wasser muss schon vor der Blühte da sein.

    Aber das Wasser ist doch schon das ganze Jahr da!

    Ich wundere mich auch, das auch bei der Linde fast nix ging, es also bei dem wenigen nicht zum Verdeckeln gereicht hat. Hab mich auch gefragt ob es noch einen Trick gibt den letzten HR am besten Volk verdeckelt zu bekommen.


    Allgemein bin ich als Anfänger schwer überrascht, das auch gestandene Imker "ratlos" sein können?! Kann man das nicht besser erklären, warum es z.B. in Franken nix gab, auch keinen Rapshonig. Gut, es war ein regnerisches, eher kaltes Jahr, hat aber auch einige warme Tage gehabt. Aber es gibt auch Imker (in Norddeutschland) die Honig haben - soll es da etwa wärmer gewesen sein? Was ich so bei den Umweltdaten gesehen hab, wenn ich Diagramme von Hamburg und Nürnberg (Flughafen) vergleiche, werde ich nicht schlau, warum es z.B. bei Hamburger-Jung glaub ich besser gelaufen sei.


    Jedenfalls werde ich z.B. nächstes Jahr erst mal nicht alle Eier an einen "Rapskorb" legen - hatte diese Jahr 8 Felder zur Auswahl, und mich auf das vermeintlich beste konzentriert - war nix. Auch bei dem nicht, der am anderen Ende der 4 ha mit 30 Volker stand.

    Nun, ich benutze bereits Furnierstreifen als (rund) Kassetten. Anderes Material zu nehmen und irgendwie zu armieren, ist da nicht so interessant. Mich reizt die Idee, Wabenhonigstücke nur aus Wachs zu haben, die aber keine tropfenden Schnittkanten haben.

    Was spricht den dagegen, sich und dem Kunden die tropfenden Schnittkanten zu ersparen, und die Wabe mit dem runden Furnierstreifen zu verpacken. Kann der Kunde das nicht beim Verzehr ausschneiden?

    Holzspreisel?

    Ist doch schön, wenn Du da den Überblick behältst ;)

    rase, ich hab auch immer ein Zettelchen.


    Hat etwas gedauert, aber das ist es, was ich haben will:pasted-from-clipboard.png

    Von links nach rechts:

    1 + 2 sind geschlüpft.

    3 kann auch ausgefressen sein, Weiselprobe läuft.

    4 ist nicht geschlüpft, war noch eine Tode gänzlich weiße nicht entwickelte Königin drin.

    So will ich das sehen, wie mein "Angebot" war, und was die Bienen daraus gemacht haben.


    Es waren die gleichen Völker, wie die aus dem Eingangspost mit beteiligt. 2 verschiedene Linien, starke und Ableger, meine mögen Krepband einfach nicht, kein Anhaltspunkt, das es an bestimmten Völkern gelegen haben mag.


    Dank Uwe's Posting hab ich anstatt eines Zellenschutzes nun meine Lösung gefunden, die das Herunterfallen verhindert. Wenn ich mal Bienen hab die auch ohne Handschuhe zu bearbeiten sind klemm ich die Zellen vielleicht direkt zwischen zwei Waben. Dann würden sie aber sicher an beiden Waben angebaut, und beim herausnehmen zur Kontrolle möglicherweise in der Mitte auseinander brechen, was blöd wäre.

    Ich bin immernoch gespannt auf den Ausgang einer Weiselprobe....

    Tja, die Ergebnisse der 4 Weiselproben - 2x nicht das was ich erwartet hatte.


    Volk R1N1U1:

    Ein Versuch aus Ende Juli 2020, die Genetik der gekauften Reinzuchtkönigin zu retten, falls diese umgeweiselt würde.

    Königin ist gezeichnet in den Winter gegangen, hat Ende Februar stark nach Drohnenbrütigkeit ausgesehen. Gezeichnete Königin war Ende März nicht mehr vorhanden, wurde still umgeweiselt, gefunden und gezeichnet.

    Hat am 20.05 gerade noch keine Stärke für einen Honigraum, es wurde zum Umweiseln ein Königinnenableger an dem Tag gemacht. Dabei wurde zusätzlich eine junge Königin gefunden und auch mit in den Königinnenableger gegeben. Am 29.05. wurde nach Zellenbrechen am 23.05 und 29.05. die Schlupfreife Zelle mit Krepband geschützt gegeben. Am 02.06. War das Krepband zerfressen, und die Zelle lag am Boden.


    Weiselpeobe am 08.06. mit Ergebnis vom 11.06.: keine Zellen herangezogen, Weiselrichtig. Ich denke, die ist geshlüpft, weil eine dritte Königin im Volk, als ich den K-Ableger gemacht hatte, kann ich mir nicht vorstellen.


    Volk K1N1:

    Ein Ableger mit seiner Schwamzelle aus 2020 der sich nicht entwickelt hat und nach Anschein von Drohnenbrütigkeit mit 2x gegebener Brutwabe in 2020 nachgeschaffen hat, und schwach in den Winter ging. Hat bis mitte Mai 2021 etwa Honigraumstärke geschafft und den 1. bekommen, aber bis zum 20.05. nicht angenommen. Es wurde am 20.05 zum Umweiseln ein Königinnenableger von der gezeichneten gemacht. Am 29.05. wurde nach Zellenbrechen am 23.05 und 29.05. die Schlupfreife Zelle mit Krepband geschützt gegeben. Am 02.06. War das Krepband zerfressen, und die Zelle lag am Boden.


    Weiselpeobe am 08.06. mit Ergebnis vom 11.06.: Zellen herangezogen, Weisellos. Es Wurde am 11.06 die Weiselprobe entfernt und eine bereits geschlüpfte Königin aus dem Bogenschnitt, die auf der Bogenschnittwabe gefunden wurde im Versandkäfig, gezeichnet, mit wenig Futterteig und Loch zum Ausfressen gegeben. (Meine gebaute Bienenwerkzeugkiste hat sich da bestens bewährt, alles dabei und alles erreichbar mit einer Hand - für die Überraschungen).


    Volk K1W3:

    Schon 2020 ein kapitaler Stecher, den ich zu einem Freund gestellt hab. Dort war die Frühjahrsentwicklung (Weide) eine Woche hinter meinem Hauptstand. Und sie haben vor dem längeren Kälteeinbruch um den 10.03 nicht 3 Tage Weidenpollen eintragen können, wie die Völker an meinem Hauptstand. Obwohl sie etwa gleich stark in den Winter gingen, sind sie dann in der Entwicklung zurück gefallen. Hat bis mitte Mai 2021 etwa Honigraumstärke geschafft und den 1. bekommen, aber bis zum 20.05. nicht angenommen. Es wurde am 20.05 zum Umweiseln ein Königinnenableger von der gezeichneten gemacht. Am 29.05. als ich Abends gekommen ist wurde mit berichtet, dass ein Schwarm abgegangen ist. Nach Zellenbrechen an dem Tag würde ein Ableger mit 2 Brutwaben, Futterwabe und Pollenwabe gemacht (Volk K1W3A1), die Schlupfreife Zelle mit Krepband geschützt gegeben. Am 02.06. War das Krepband zerfressen, und die Zelle lag am Boden.


    Weiselpeobe am 08.06. mit Ergebnis vom 11.06.: Zellen herangezogen, Weisellos. Es Wurde am 11.06 die Weiselprobe entfernt und eine weitere schlupfreife Zelle in einer offenen Drahtspirale gegeben.


    Volk K1W3A1:

    Der Ableger vom 29.05. aus Volk K1W3, hat am 29.05 eine Schlupfreife Zelle mit Krepband geschützt bekommen. Am 02.06. War das Krepband zerfressen, und die Zelle lag am Boden, die Königin lag noch drin und zuckte nur noch. Die Zelle war die letzte die verdeckelt wurde und hatte da gerade Tag 18.


    Weiselpeobe am 08.06. mit Ergebnis vom 11.06.: Zellen herangezogen, Weisellos. Es wurde am 11.06 die Weiselprobe entfernt und eine weitere schlupfreife Zelle in einer offenen Drahtspirale gegeben.



    Eine weitere Schlupfreife Zelle wurde dem K-Ableger vom Volk K1W3 ca.30 Min. nach Abdrücken der Königin in Eilage per offener Drahtspirale am 11.06 gegeben. Mal sehen was die damit machen.



    Eine weitere Schlupfreife Zelle wurde dem ditten schwarmtriebigen Volk nach K-Ableger vom 14.05 (Volk S2) ca.20 Min. nach Abdrücken der nach misglückten Bogenschnitt gefundenen, aus den beigestellten Brutwaben geschlüpften, gezeichneten Königin per offener Drahtspirale am 11.06 gegeben. Mal sehen was die damit machen. Das Volk hatte Anfang Mai den 1. Honigraum bereits fast komplett ausgebaut (Naturbau).



    Es scheint so zu sein, dass meine Bienen das Krepband von Aldi einfach nicht mögen. Ich bin gespannt, wie sie mit den Weiselzellen in der offenen Drahtspirale umgehen. Die sind so offen, dass sie überall hin kommen zum ausfressen. Während die mit breitem Krepband geschützten 2x umwickelt waren, nur unten zum Schlüpfen offen waren und oben der Überstand vom Krepband flach gedrückt war.

    Den ganzen Fackelzug mit einpacken mache ich nie...

    Danke Uwe, das ist ein Wort. So ist es mir auch am liebsten. Möglichst früh sehen, ob ich einen Fehler gemacht hab und nachprüfen sollte, oder ob sie gänzlich abgeneigt sie anzunehmen und gleich ausfressen. Möglichst früh zeichnen und dann sehen ob sie die Königin behalten. Daher werde ich mir ein paar lose konische Drahtspiralen rollen, mit Haltewinkel für die Wabengasse zum reinhängen. Dann fällt nix runter, es kann ohne runterfallen kontrolliert werden und sie können trotzdem ausfressen. Ggf. kann ich ab Freitag mit den nächsten Zellen schon die ersten Königinnenableger umweiseln, bei <2h Weiselunruhe. Ich werde hier berichten - und schon mal Taschentücher bereit legen.


    Klappt es bei einer hoffnungslos weisellosen Bieneneinheit grundsätzlich nicht und ich habe keine eigene Fehler gemacht, würde ich dann bei größeren Einheiten (Volksgröße) selbst aus dem Vermehrungsstoff nachschaffen lassen und im Herbst ggf. bessere Reserveköniginnen einbringen, bzw. kleinere Einheiten (Begattungsableger) auflösen.


    Also, ich habe wieder eine vielversprechende Strategie und bin erstmal zufrieden.

    Schlossimker welchen Ausfressschutz von Nicot hast du benutzt? Den großen zweiteiligen oder den kleinen?


    Gruß Thorsten

    Ich selber hatte zuerst die - für ausgeschnittene Weiselzellen - zu kleinen Zellenschützer von Nicot verwendet (Holtermann Artikel-Nr. 4975). Inzwischen habe ich auch die 49751 gesehen, würde die mir aber selber aus vorhandenen Edelstahldraht biegen.

    Auch die 4965 habe ich inzwischen gesehen, dort ist aber nicht mal ein Duchmesser angegeben.

    Wo hast du denn alle Zellen hineingehängt ?

    VG

    In nach Königinnenableger - ohne Schwarmtriebigkeit, zur Umweiselung - hoffnungslos weisellos gemachte Völker. bei 2 von 4 habe ich mehrfach in den 9 Tagen die Nachschaffungszellen gebrochen, weil ich bei denen häufiger war und bei einem von den beiden schon beim K-Ableger 2 Königinnen gefunden und in den Ableger getan hatte.

    Ich danke allen für die Antworten.


    Wahrscheinlich habe ich aber die Frage falsch gestellt. Erreichen will ich, dass ich nach dem Schlupf der Königin am Rest der Zelle sehe, ob ich von einer erfolgreichen Einweiselung aus gehen kann. Dazu müßte ich aber erst mal wissen, wer den die Weiselzelle seitlich oder von oben ausfrist:

    a) Gelegentlich auch die Arbeiterinnen, auch bei hoffnungloser weisellosigkeit

    => Dann kann ich nicht ohne Ausfressschutz arbeiten, und muss hoffen, dass die Arbeiterinnen sie nach dem Schlupf wenigstens akzeptieren.


    b) Höchstens die Arbeiterinnen, bei nicht vorhandener hoffnungloser Weisellosigkeit

    => Dann bräuchte ich keinen Ausfressschutz und könnte sehen, dass ich keine hoffnungslose Weisellosigkeit hatte, und die akzeptanz der geschlüpften Königin - und damit die bestimmende Genetik - eh unsicher wäre.


    c) Nur eine bereits vorhandene Königin

    => Dann bräuchte ich keinen Ausfressschutz und könnte sehen, dass ich keine Bedingungen zur erfolgreichen Einweiselung hatte, und damit unsicher ist welche Königin letztendlich überlebt hätten, sofern sie bei Ausfresschutz weigstens erfolgreich geschlüpft wäre. Da wäre die dann bestimmende Genetik auch unsicher.


    Wenn a) bei Bienen nicht vorkommen kann, dann wäre ich mit einem einfachen Schutz gegen herunterfallen mit der bewußten Möglichkeit zum Ausfressen für Fall b) und c) bestens bedient. Also eine einfachen Metall-/Kunststoffspirale mit großen Abständen in Windungen, die aber nicht zerschrotet werden kann.


    Kann auch a) vorkommen, dann kann es keine - genetische - Sicherheit beim Einweiseln per schlupfreifer Zelle geben, weil die Königin vor dem Schlupft nicht zeichenbar ist. Dann würde ich die gefaltete Alufolie von Piratebee verwenden.

    Ich bin immernoch gespannt auf den Ausgang einer Weiselprobe. Ich wette, da ist eine Königin drin. Dann kannst Du die Zellen auch mit Panzertape einwickeln,....

    Aber lieber rase, was soll der den aussagen?

    1) Sie ziehen keine Zellen an:

    a) Dann war eine drin und hat die Zelle ausgefressen, oder

    b) es war keine drin, und die aus der Zelle ist geschlüpft bevor die Bienen den "Fremdstoff" Krepband zerlegt haben, und sie ist jetzt die Regentin.


    2) Sie ziehen Zellen an:

    a) Es war keine drin und die Bienen sind verrückt und haben die neue - bei hoffnungloser Weisellosigkeit nach (bei 2 der betroffenen Völker mehrmals) Zellenbrechen nach Nachschaffung in 9 Tagen - zum fressen gern gehabt, oder

    b) es war keine drin und meine Zelle war auch tod, oder

    c) es war eine drin und sie haben sich beide umgebracht, oder

    d) es trifft 1a) oder 1b) zu und ein Vogel hat sie beim Hochzeitsflug bis zu meinem Weiseltest gefressen.


    Ich wette auch, das 1a) oder 1b) zu trifft, nicht zu vergessen, die Schlupfkontrolle hab ich an Tag 18 (10 Tage nach Verdeckelung) durch geführt. Müssen ja nicht alle vor dem Schlupf runter gefallen sein, wie die eine von den vieren. Und die Bienen Zeit zum weiter zerschroten.


    Weiseltest wird am kommenden Dienstag in allen 4 Fällen gemacht, weil ich bis kommenden Freitag ein Ergebnis brauche, da dann wieder 7 Zellen schlupfreif sind. Und bevor ich die Königinnenableger selbst umweisele will ich wissen wie der Zustand bei ihren ehemals hoffnunglos weisellosen "Restvölkern" ist.


    Ich muss langsam wieder Zucht und Ordnung bei meinen kleinen Weibern herstellen, sonst gehen mir bald die Ammenbienen aus. Wenn ich gewußt hätte, dass ich solche schwächen zeige (Weiselzellen nach Königinnenableger nicht alle gefunden) und die kleinen so gemein sind (Mindestens eines hatte 2 Königinnen im Volk, was ich beim K-Ableger machen bemerkt hab, und das nicht wegen Schwarmtriebigkeit, den K-Ableger hab ich zum pünktlichen herstellen des hoffnungslos weiselosen Zustand bei den von dieser Umweiselung betroffenen Völkern gemacht), hätte ich mich noch bis Herbst stechen lassen, oder weiter unter Pulli und Jogginghose im Imkeranzug geschwitzt. Und dann seperat heran gezogene, und schön bemalte eingeweiselt.


    Nicht zu vergessen, das eines davon, nicht schwarmtriebig, ebenfalls K-Ableger gemacht zum Umweiseln am Tag 9, Stunden vor dem Zellenbrechen abgeschwärmt ist. Werde mich zukünftig mehr bemühen, ihnen in den kritischen Monaten keine Chance für verdeckelte Zellen zu geben. Solches verhalten meiner Mitarbeiterinnen wurmt mich doch sehr.