Beiträge von SilMer

    Hi zusammen, ich habe gerade das Rezept von BerlinBees ausprobiert. Leider habe ich nur einen Gas-Herd, mit dem ist es natürlich extrem schwierig die Temperatur zu halten..Bin leider weit über 120°C gekommen (Kontinuierlich mit Zuckerthermometer gemessen). Dementsprechend sind die Bonbons sehr hart und klebrig geworden, ganz unangenehm zu essen. Kocht zufällig jemand von euch auch mit Gas und hat ein paar Tipps parat, wie man da die Temperatur einigermaßen gut steuern/halten kann?

    Gibt es zu hierzu eigentlich mittlerweile Neuigkeiten bzgl. eines vorraussichtlichen Zulassungsdatums? Holtermann hat den Eddy jetzt wohl auch im Programm, kann man daher davon ausgehen dass die Zulassung in Deutschland bald durch ist?

    Hi,


    du gehst davon aus, dass die Milben erst in letzter Sekunde „abtauchen“. Plane damit mal lieber nicht...


    Statt alle Zellen zu brechen, lass die Unverdeckelten stehen. Dann macht das Volk erstmal so weiter und du hast mehr Zeit.


    Grüße

    Hi, danke für Deine Antwort :-)

    Kann es nach neun Tagen noch unverdeckelte Weiselzellen geben?

    Wenn du sagst ich soll nicht damit planen dass die Milben erst in letzter Sekunde abtauchen, heißt das ja, ich darf die Königin erst später zusetzen. Damit liegt der Termin der Oxalsäurebehandlung ja dann recht nah am Termin des Zusetztermins. Kann das Probleme mit der Annahme der Königin machen? Also wegen großer Unruhe während der Oxalsäure-Behandlung nur ein paar Tage nach Zusetzen der neuen Königin?

    Wenn ich an Tag 9 die Königin reingebe und sie im frühesten Fall gleich zum Stiften anfängt, dann habe ich ab Tag 18 neue verdeckelte Brut. Das heißt, ich müsste vor Tag 18 mit Oxalsäure behandeln. An Tag 18 sind aber die Bienen noch nicht geschlüpft, die bei Bildung des Brutlings gerade frisch gestiftet wurden. Deshalb 5 Tage warten, dass ein zweitägiges Zeitfenster entsteht in dem keine verdeckelte Brut vorhanden ist.

    Für jegliche Alternativ-Vorschläge wäre ich sehr offen :-)

    Könnte ich theoretisch nicht auch die neue Königin erst 14 Tage nach Bildung des Brutlings dort einsetzen und sofort zum Ausfressen freigeben? Also nach 9 Tagen Weiselzellen brechen, 5 Tage später Königin dazu, 7 Tage später Oxalsäure sprühen? Dann hätte ich ja auch einen brutfreien Zustand. Laufen die Bienen Gefahr, während dieser 5 Tage ohne Königin und Weiselzellen drohnenbrütig zu werden? Ist die Annahmequote bei sowas in Ordnung? Sie wären dann ja schließlich seit 5 Tagen hoffnungslos weisellos..

    Ah ok, verstehe. Wäre es dann besser, die alte Königin mit in den Brutling zu tun und dem neuen Volk die neue Königin zu geben? Mir ist nicht ganz klar wie ich sonst die neue Königin im Brutling in die Fangwabe kriege. Ich müsste sie ja quasi gleich zum Ausfressen freigeben, und sobald sie ausgefressen ist sofort in die Fangwabe bringen. Die Gefahr wäre hierbei dass sie noch Eier auf anderen Waben legt bevor ich sie in die Fangwabe bringe oder? Oder in der Fangwabe zum Ausfressen geben?

    Ist es allgemein eine bessere Methode den Brutling mit der alten Königin zu bilden? Gibt es dazu irgendwelche empfehlenswerten Anleitungen (mit Zeitplan)?

    Vielen Dank für Deine Antwort, das hat mir auf jeden Fall schon mal sehr weitergeholfen! :-)

    Hallo, ich würde statt Milchsäure Oxalsäure sprühen, das ist effektiver.

    Du kannst die Kö zwar 4 Tage gekäfigt lassen, aber besonders gut ist es nicht, und wenn die auch noch mit der Post kommt, hat sie vorher ja auch nicht gelegt.

    Ich plane das jetzt mit Bannwabentasche, darin kann die Königin auf begrenztem Raum legen und Du kannst behandeln.

    Du kannst die Dinger auch selber basteln, es gibt Anleitungen dazu im Internet.

    Hi, danke für Deine Antwort! :-)

    Wenn ich jetzt Oxalsäure sprühe, kann ich dann für die Winterbehandlung trotzdem noch Oxalsäure träufeln? Ich hatte mal gelesen dass die Bienen mehrmalige Oxalsäurebehandlung nicht gut vertragen...oder gilt das nur wenn man mehrmals innerhalb kürzester Zeit behandelt?


    Die Bannwabentasche meinst du für den Brutling (sodass ich die Königin nicht so lange gekäfigt lassen muss) oder für das alte Volk?

    Hallo zusammen,

    wie bereits in einem anderen Thread beschrieben, habe ich dieses Jahr mit zwei Völkern gestartet, eines ist leider drohnenbrütig geworden und ich habe es mit dem anderen vereinigt.

    Deshalb würde ich gerne die kommende Honigernte nutzen, um noch einen Ableger zu machen. Um gleichzeitig gegen Varroa behandeln zu können, dachte ich an TBE. Um der Wahrscheinlichkeit einer Drohnenbrütigkeit durch eine nicht begattete oder gestorbene Nachschaffungskönigin im Brutling entgegenzuwirken, würde ich gerne dem Brutling eine frische begattete Königin zusetzen. Leider habe ich nirgends eine wirkliche Anleitung hierzu gefunden, bei der der Brutling trotzdem im brutfreien Zustand behandelt werden kann.

    Deshalb hier mein geplantes Vorgehen, eventuell kann mir ein erfahrener Imker kurz bestätigen ob das klappen würde, bzw. an welchen Stellen was schiefgehen kann:

    (H = Honigernte)


    H-10: Alle Brutwaben aus Wirtschaftsvolk raus und in neue Beute geben. (Eine Brutwabe wird als Fangwabe dringelassen, alte Königin bleibt im alten Volk)

    H-1: Weiselzellen im Brutling brechen

    H: Honigernte, Fangwabe aus Wirtschaftsvolk entnehmen (vernichten falls offene Brut, ansonsten in Brutling geben), neue Königin gekäfigt in Brutling hängen

    H+4: Königin in Brutling zum Ausfressen freigeben

    H+12: Milchsäure in Brutling

    H+13: Milchsäure in Brutling


    Folgende Überlegungen haben zu dem Zeitplan geführt: H-10 bis H+12 sind 22 Tage, es sollte also alle alte Brut geschlüpft sein. H+4 (frühstmöglicher Legetermin der neuen Königin) bis H+13 sind 9 Tage, es sollte also auch noch keine frische Brut verdeckest sein. Der Brutling sollte zu diesem Zeitpunkt also brutfrei sein.

    Das ursprüngliche Volk sollte ja durch die Entnahme der Fangwabe (fast) varroafrei sein.

    Ist es legitim, eine Königin 4 Tage lang gekäfigt im Volk zu lassen? Theoretisch könnte ich sie natürlich auch erst an Tag H+3 reinsetzen, allerdings möchte ich das Volk nicht so lange ohne Königinnenpheromone lassen, sodass Afterweiseln ausgeschlossen sind.

    Der Zeitplan ist also insgesamt darauf ausgelegt, so wenig Brutpause wie möglich zu haben, aber genau so viel Brutpause um ein 2-Tages-Fenster zur Milchsäurebehandlung zu haben.

    Kann das so funktionieren?

    Viele Grüße und schonmal vielen Dank für eure Antworten:)

    SilMer

    Ja, es lohnt sie zu retten, aber so wie Rainfarn es in #21 beschrieben hat.

    Ok, das ist dann wohl das Vernünftigste. Das heißt, ich kehre sie einfach 20m entfernt ab und mache aus dem anderen Volk nach der letzten Honigernte einen Ableger mittels Kunstschwarm.

    Ist es theoretisch denkbar, jetzt zusätzlich noch aus dem anderen (gesunden) Volk einen Zwei-Waben-Brutableger mit begatteter Kö zu machen? Sodass ich dann mit drei Völkern in den Winter gehe? Oder mute ich dem Volk durch Brutableger um diese Zeit + Kunstschwarm nach Honigernte zu viel zu?

    Hallo Patrick, vielen Dank für deine ausführliche Antwort :-)

    anbei ein Bild dass ich vorher während der Kontrolle gemacht habe, ich denke man erkennt darauf recht gut wieviele Bienen noch vorhanden sind.

    Die zwei Waben hinter dem Schied sind Honigwaben, die ich dem Volk nach der Honigernte belassen hatte. (Ich hab sie hinter das Schied gehangen dass sie ggf. umtragen können)

    Diese große Lücke zwischen den Rähmchen ist natürlich nur während der Kontrolle da gewesen, normalerweise ist die Lücke zwischen Schied und den zwei Honigwaben.

    Die Bienenmasse in Kilo kann ich als Anfänger leider überhaupt nicht einschätzen, da hast du Recht..

    Achso, und ich imkere mit Dadant, falls man es auf dem Bild nicht erkennen kann :-)

    Würdest du sagen dass diese Bienenmasse ausreicht, um "gerettet" zu werden?

    Viele Grüße und nochmals Danke für deine Antwort


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    Ich weiß nicht ob die Bienenmasse den Aufwand lohnt, ich finde es sind schon noch sehr viele Bienen da. Da ich nur zwei Völker habe würde ich den Mehraufwand auch gerne betreiben wenn dadurch das Volk gerettet werden kann.

    Mir kommt das nur alles seltsam vor, die Bilder die man von typischer Drohnenbrut so kennt sehen immer so aus als ob man da massig Zellen mit 5 oder 6 Stiften drin sieht, bei diesem Volk war es ja aber fast immer nur ein Stift, nur vereinzelt mal zwei..

    Hallo zusammen. Ich habe heute nochmal reingeschaut wie sich die Stifte entwickelt haben. Leider ist ein Großteil der Stifte zu Buckelbrut geworden. Nur vereinzelt sind Zellen "normal" verdeckelt. Außerdem war eine verdeckelte Weiselzelle zu sehen (Ich schätze daraus wird auch nur eine Drohne schlüpfen können?) Im Anhang Bilder.

    Gibt es irgendeine Möglichkeit das Volk noch zu retten?

    Ich habe mal gelesen es ist möglich das Volk 20 Meter entfernt abzukehren und an den ursprünglichen Standort eine leere Zarge mit Mittelwänden und frischer begatteter Königin (im Ausfresskäfig) zu stellen. Ist das eine vielversprechende Option?

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    Ok, vielen Dank für eure Antworten, das beruhigt mich schonmal sehr. Ich werde dann nächsten Sonntag nochmal reinschauen, da sollte ich dann ja auch definitiv sehen ob die ersten Stifte als Arbeiterinnenbrut verdeckelt wurden. :)

    3.jpg4.jpgHallo zusammen,

    ich habe heute in das betroffene Volk geschaut, um zu kontrollieren, ob eine neue Königin herangezogen und begatten wurde. Ich bin mir nun nicht ganz sicher wie ich die Situation interpretieren soll:

    Als ich den Deckel aufgemacht habe, war alles sehr ruhig (keine sterzelnden Bienen auf den Oberträgern oder Ähnliches) Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Bienenmasse schon deutlich abgenommen hat. Ist aber ja auch logisch nach ein paar Wochen ohne Königin, schätze ich.

    Dann habe ich die Waben einzeln gezogen und nach Stiften abgesucht. Ich habe auch Stifte gefunden, was ja schonmal ein sehr gutes Zeichen ist. Es ist allerdings nicht so, dass es ein oder zwei Waben gibt, auf denen ein deutliches "Brutzentrum" ist oder so. Eher sind die bestifteten Zellen über mehrere Waben verteilt, wobei die einzelnen Brut-Cluster immer eher wenige Zellen sind, meist umgeben von Pollen-/Futterzellen. Außerdem ist mir bei einigen Zellen aufgefallen, dass die Stifte nicht mittig am Zellboden sind sondern am Zellrand. Einige wenige Zellen sind zudem mit zwei Stiften auf einmal bestiftet. Ein paar Beispiele sind in den angehängten Bildern zu sehen. Eine Königin habe ich übrigens nicht gefunden, hab aber auch nur oberflächlich danach gesucht, mir ging es eher um die Stifte, ich wollte nicht zu lange stören. Nachdem ich zwei Waben abgesucht habe, haben die Bienen dann übrigens doch angefangen (auf den Waben) zu sterzeln.

    So wie ich sehe lässt die Situation nun zwei Interpretationen zu:

    1. Möglichkeit: Es ist eine neue, funktionierende Königin anwesend, die nur noch ein paar Startschwierigkeiten hat und deswegen ein wenig unordentlich legt. Für diese Interpretation spricht, dass die meisten der bestifteten Zellen nur mit einem Stift belegt sind, der ordentlich und (mehr oder weniger) in der Mitte am Zellboden liegt. Dagegen spricht, dass die Bienen irgendwann zum Sterzeln angefangen haben und eben einige Stifte unordentlich sind.

    2. Möglichkeit: Das Volk ist drohnenbrütig geworden. Dafür sprechen doppelt belegte Zellen, aber vor Allem am Zellrand bestiftete Zellen. Ein weiterer Indikator wäre hier wohl das recht weit gestreute Brutnest ohne wirkliches Zentrum. Ob sterzelnde Bienen bei Drohnenbrütigkeit vorkommen, weiß ich nicht, da hab ich auch nichts drüber gefunden..


    Kann eventuell jemand mit mehr Erfahrung als ich die angehängten Bilder bzw. die geschilderte Situation beurteilen?

    Bzgl. des weiteren Vorgehens bin ich mir jetzt natürlich auch etwas unsicher.


    Es würde mich sehr freuen, wenn mir hier nochmal jemand so kompetent wie bisher weiterhelfen kann.

    Vielen lieben Dank schonmal für Eure Antworten,

    SilMer