Beiträge von Hagakure

    warum soll man das nicht können?

    Die Frage ist doch ob dann das gewünschte Ergebnis bei raus kommt...

    Es ging doch darum, dass der Pollen mit Boscalid belastet ist. Dann ist es doch für die Erkenntnis erstmal egal, ob Boscalid bei Gemüse höher konzentriert gespritzt wird. Oder geht es um eine Verschwörung der Raps-Hasser?

    Es ging um die hohe Intensität und deren Auswirkungen im Gemüseanbau. Da den Rapsanbau mit gleich zu setzen, nur weil ein Wirkstoff auffällig war der auch im Raps eingesetzt wird ist schlicht aus dem Zusammenhang gerissen.

    Ok, jetzt weiß ich worauf du hinaus willst. Ich bin mir nur nicht sicher, ob entsprechendes Gemüse ernsthaft von Bienen angeflogen wird oder angepflogen werden kann.

    Ok, gegen Notlösung sei nichts gesagt, aber es hörte sich alles etwas institutionalisiert an, als ob die Anwendung schon eingeplant ist.

    Die Umstände auf der anderen Seite des Teichs scheinen ein guter Grund zu sein diese Betriebsweisen zur Kenntnis zu nehmen, die Dinge dann aber doch anders anzugehen. :/


    Ich bin befinde mich auch in irgendeiner Phase von "schockiert", wenn ich hier lese wie Ex-Bienenhippies voll auf der Pharmaschiene fahren, wo es doch zwei natürliche Säuren als Alternativen gibt, die man vielfältig einsetzen kann.

    Ich habe den Themenwechsel jetzt nicht ganz verstanden.


    Meinst du die gefundenen Boscalidgehalte im Pollen stammen gar nicht vom Raps sondern aus dem konventionellen Gemüseanbau oder war das jetzt einfach whataboutism, dass die Boscalid-Applikationen woanders noch viel höher sind als im Raps? :/

    Iss schon klar, versteht mich nicht falsch. Ich liebe Obst und ich finde es prima, wenn es hier wächst und wenn sich ein Bioobstbauer findet, der Bienen brauch nicht so weit von Soljankaland, PN an mich. Allerdings finde ich es skurril, daß es ohne wöchentliche Spritzungen wohl kein Obst mehr gäbe. Nicht mal während der Blüte kann man darauf verzichten. Das klingt ziemlich nach Intensivstation, oder?
    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Das ist letzten Endes immer eine Frage des Geldes und der vorhandenen Zeit. Du solltest auf möglichst wenig Fläche, möglichst viel Obst produzieren und dann muss es noch leicht zu ernten sein, weil du und/oder Erntehelfer zur Ernte wochenlang damit beschäftigt bist Obst zu pflücken, bevor es vom Baum fällt und du es nur noch mosten kannst.


    Ansonsten könnte man sagen, wir machen das auf Hoch- bzw. Halbstämmen à la Streuobstwiese. Jedoch bist du dann an jedem Baum zur Ernte mit einer Leiter, weil es dafür keine praktikablen Erntemaschinen gibt, du brauchst mehr qm pro Baum, die Hoch/Halbstämme kommen wesentlich später in den Ertrag, sind also nochmal teurer (also nicht nur brauchst du mehr Fläche, sondern jeder Baum wäre auch teurer) und der Schnitt wäre auch viel aufwendiger und komplexer.


    Dann musst du natürlich gucken, wie du diese Fläche vom Bewuchs frei hälst. Gänse vielleicht, Hühner sind super für Schädlinge, aber da schaut dann auch der Fuchs mal vorbei. Ziegen kannste vollkommen vergessen, die machen alles platt und auch für Schafe müsstest du dann jeden Baum aufwendig schützen, zumindest in den ersten Jahren, da du aber den Baum eigentlich unten bzw. breit statt hoch halten willst gehen auch keine größeren Schafe, da sie die unteren Etagen doch noch erreichen: Dann wärst du bei der ostpreußischen Skudde als Schaf, bei der dir keiner das Fleisch abkauft, weil sie fast keins hat und außerdem bist du dann auch noch Schafhalter. :D


    Oder du kaufst dir einen ziemlich flachen Sitzrasenmäher.:/


    Dann könntest du tatsächlich noch weniger Spritzen oder vielleicht gar nicht (wobei z.B. Schorf viele Kunden abschreckt und den Apfelwickler hast du auch da), aber für den Endpreis würde dir nicht mal ein Banker aus Zürich noch etwas abkaufen.

    Nein,

    Geschwäbelt ja,

    bin schon über 40, soviel Zeit bleibt mir nicht mehr ( auf den logischen Ausstieg aus der Kernenergie mußte ich auch 40 Jahre warten )

    Und nein, natürlich nicht.
    Ich habe das geschrieben, weil ich den Eindruck hatte, Hagakure hätte vergessen auf die Ironie in seinem Beitrag hinzuweisen. Hab ich da was falsch verstanden?

    Ich sitze immer etwas zwischen den Stühlen. Als Öko stehe ich dem Spritzen skeptisch gegenüber, auf der anderen Seite habe ich einen Schwerpunkt auf den Obstbau und da wird eben auch bis hin zu Demeter gespritzt. Das Öko-Obst sieht schon etwas "natürlicher" aus, obwohl es auch behandelt ist. Wäre es gar nicht mehr behandelt, würden es wahrscheinlich nicht mal mehr viele Bio-Kunden kaufen und du hättest definitiv noch deutlich weniger Ertrag.


    Dann könntest du mit einem Strick in die Kühlhalle gehen.?(


    Aber wie gesagt: Die Landwirte auf solchen Gebieten haben ein großes Interesse an der Bestäubungsleistung und werden deswegen erst nach Bienenflug spritzen. Die sitzen dann wirklich von Sonnenuntergang bis tief in die Nacht auf dem Schmalspurtraktor.

    Ich finde die auch Klasse! Ich bin auch ein Freund von Dingen aus europäischer Produktion, aber es ist zum einen immer eine Einkommens-, zum anderen eine Prioritätenfrage. :thumbup:

    Weil Ihr ja so Fans der Jagd seid, dann schaut doch mal hier. Heimische Materialien, hier gefertigt, top Qualität :)

    Ich habe einen Rundschal aus Loden, aber von Roughstuff. Ich bin auch gerne Draußen und mag Kleidung aus natürlichen Stoffen.


    Mit der Jagd habe ich grundsätzlich keine Probleme, der Eindruck sollte jetzt nicht entstehen.8)

    Ich finde es sehr nett, daß die Obstbauern selten spritzen, in der Blütezeit die Nacht abwarten und nur Bienenunbedenkliches Zeug spritzen. Ironie aus.

    Es hat keiner gesagt, dass sie selten spritzen und das alles Zeug 100% bienenunbedenklich ist, aber ich nehme denen auf jeden Fall ab, dass die erst nach dem Bienenflug spritzen weil sie ein hohes Interesse an der Bestäubung der Plantage haben.


    Ganz ohne Spritzen geht es nicht, weil es dann weniger Obst geben würde, was auch noch doof aussieht. Das ist dann nicht mehr wirtschaftlich. Die Folge ist, dass man dann nur die guten Äpfel aus Neuseeland, Chile und Co. bekommt und die spritzen mindestens genauso viel.

    (Nordwolle nimmt sie seit einigen jahren von Pommernschafen, aber hier zahlen sicherlich die Wenigsten 285 € für einen Pullover)


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    Sven (deVries, der mit der Weideprämie) trägt die als Wanderschäfer und das dürfte auch für andere Sparten was sein, die viel draussen sind. Da relativiert sich der Preis schnell im Vergleich.

    Ich finde die auch Klasse! Ich bin auch ein Freund von Dingen aus europäischer Produktion, aber es ist zum einen immer eine Einkommens-, zum anderen eine Prioritätenfrage. :thumbup:

    Das sollte kein Problem sein, da erst nach dem Bienenflug gespritzt wird und alle zugelassenen Mittel nach heutiger Kenntnis "sicher" sind.