Beiträge von nassauer

    Hallo zusammen,

    Zitat von Deichkind

    Und wieder mal hast du mir ganz beiläufig einen Knoten im Hirn gelöst. Danke!

    freut mich natürlich! :)


    Zum Anfangsstreifen aber noch eine Anmerkung: In einer Trachtpause ist das keine gute Idee, etwas Tracht wäre schon hilfreich.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo zusammen, hallo Gunter,

    Zitat von GSt

    Jetzt eine Frage zu deiner Reserveimkerei: wie führst du die überwinterten 5/7 Wabenableger durch die Schwarmzeit? ... 7 Dadanwaben würde ja so etwa 1 Zarge Zander entsprechen, ich könnte mir vorstellen, dass die gut ausgewinterten zur Rapsblüte schwärmen möchten.

    Die sind entweder verkauft oder verbraucht (...was kurz vor dem Raps noch übrig ist, wird zu weiteren Wirtschaftsvölkern zusammengelegt, siehe Folie 12. Ich ernte immer von mehr Völkern, als ich als Wirtschaftsvölker eingewintert habe.).

    Meine eiserne Reserve wird wenn nötig geteilt und weiter als Ableger bereitgehalten, später dann nach Bedarf genutzt ("Auflösen und Ersetzen", Jungvolkaufbau).

    Siehe auch Beitrag #37 in diesem Thema.

    Zitat von GSt

    Speziell die nachzuchtwürdigen Königinnen sollen ja nicht schwärmen...

    Das ist ein Sonderfall. Die werden zu Zwecken der Nachzucht immer mal wieder geschröpft und erhalten auch Honigräume.

    Siehe auch Bild in Beitrag #37.

    Zitat von GSt

    Wieviele Ableger muss man überwintern (1:1)?

    Schwer zu sagen, siehe meine Signatur... :)

    Ich ziele auf ca. 1:1, aber es wird mal so und auch mal so.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo zusammen, hallo Johannes,

    Die Führung von "3 Imkereien" ist nach meinem Verständnis ein gedankliches Konstrukt, das die verschiedenen Zielsetzungen und Maßnahmen der jeweiligen Völker beschreibt, aber nicht unbedingt mit 3 verschiedenen Standorten verbunden ist. Habe ich das richtig verstanden?

    Das siehst Du völlig richtig, die Trennung ist rein funktional. Ende April stehen auf meinem Heimstand Wirschaftsvölker, letzte Reserven und auch schon die Sammelbrutableger mit der ersten Zuchtserie. Es sind also alle 3 Sparten vertreten.

    Aber die "3 Imkereien" sind trotzdem mehr als ein "gedankliches Konstrukt". Sie sind schon sehr real und es gibt nur wenige definierte Übergänge zwischen den Sparten. In anderen Beiträgen habe ich das beschrieben.

    Wofür braucht es bei Deiner Betriebsweise einen zweiten Standort? Hast Du mehrere Standorte, und wie handhabst Du das?

    Unterschiedliche Gründe:

    • Ich habe keine Massentrachten und will nicht mehr als 8 Völker am Stand.
    • Jungvölker sollen wegen Varroa möglichst getrennt von den Altvölkern aufwachsen. Die Jungvölker gehen nach dem Raps in den Wald und der Stand wird frei für die nächste Generation.
    • Brutscheunen sollen getrennt von anderen Völkern stehen. Dazu nutze ich den Waldstand nach dem Abernten.

    Wenn Du Altvölker durch Jungvölker ersetzt, geht das bei Dir auch mit einem Verstellen aus dem Flugradius einher?

    Nicht unbedingt. Die eingeflogenen Flugbienen des Altvolkes bleiben ja dem Jungvolk erhalten. Deswegen mache ich den Wechsel sogar gerne bei vollem Flugbetrieb.

    Oder wäre es ausreichend, die Fangwabe vor dem Abernten nur mit einer Mittelwand zu bestücken?

    Ich habe schon alle Wabenvarianten durch: Dunkle Brutwaben, helle ausgebaute, Mittelwände und auch Anfangsstreifen. Alles geht.

    Ideal ist es, wenn über einige Tage verteilt immer wieder Zellen bestiftet und damit zeitversetzt "fängig" werden. Alte Brutwaben werden in einem Rutsch bebrütet und erfüllen nur kurz ihren Zweck.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo Bruno,

    das blaue Gitter ist gut. :thumbup:


    Ich kann es nicht genau erkennen: Kann es sein, dass das blaue Gitter auf der Innenseite des Rahmens liegt? Haben die Bienen dann noch genügend Platz zum Belaufen der Wabe?

    Meine Gitter befinden sich alle auf der Aussenseite der Tasche, sodaß es immer eine Gasse gibt, die durch die Stärke des Rahmens bestimmt wird.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo zusammen, hallo Bruno,

    Das erste Mal einsetzen und das letzte mal freigeben ist relativ einfach. Aber die Zwischenschritte, wegen der Masse der Bienen. Ihr habt da vielleicht schon einige Erfahrungen gesammelt.

    ...keine guten, deshalb in diesem Jahr den schon beschriebenen, aber bisher ungetesteten Versuch mit der Scalvini-Fangwaben-Kombination.


    Mein grauslichstes Erlebnis: Eine Königin, die mir sehr wichtig war, hat beim Abfegen der Wabentasche den Kopf durch das gestanzte (und deshalb scharfkantige) Gitter gesteckt - die hab ich mit dem Besen geköpft!

    Einige verklebte Besenhaare haben gereicht...


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo zusammen, hallo Bruno,

    ich hab jetzt mal ein wenig mit Deinem Tabellenblatt gespielt. Ganz eindrucksvoll, wie sich damit die Folge des Wettergeschehens auf die Brutentwicklung abbilden lässt.

    (Ist das Blatt eigentlich komplett funktionsfähig oder fehlen da noch Makros oder Formeln? Ich würde gerne mal die Daten kompletter Jahre hineinkopieren und die Ergebnisse mit dem tatsächlichen Verlauf dieser Jahre vergleichen.)


    Mir wird die Methode leider wenig nutzen.

    Sie läuft ja auf eine sehr extensive Betriebsweise hinaus, in der Völker mit unbefriedigendem Verlauf lange Zeit unentdeckt bleiben.

    Ich habe mich dagegen für eine intensive Betriebsweise entschieden, in der ich problematische Verläufe möglichst früh entdecken und heilen will, um dadurch die durchschnittliche Leistungsfähigkeit meiner Wirtschaftsvölker hoch zu halten.


    Das heisst aber nicht, dass ich die Beobachtung des Wetters für unerheblich halte. Ganz im Gegenteil!

    Anfangs der 80er Jahre hatte ich das Glück, in Mainz an einem mehrtägigen Workshop mit Bretschko teilzunehmen. (Der vermutete Zusammenhang Volksstärke-Brutzellen-Schwarmabgang ist mir also schon geläufig. ;) )

    Seit damals schaue ich beim Wetter etwas genauer hin, anfangs mit Millimeterpapier und bunten Stiften, heute steht eine Wetterstation in meinem Garten und liefert Daten.

    Mir genügt allerdings ein etwas groberer Blick auf die Wetterdaten (Temperatursummen) und die Beobachtung der Blühtermine für meine imkerlichen Entscheidungen.

    Und wie es um die Befindlichkeit eines einzelnen Volkes steht - das sagt mir weiterhin der Blick in die Kiste.


    Ich werde die Diskussion hier interessiert verfolgen und werde zumindest bis in den Juni hinein Deine Tabelle füttern, um die Prognosen mal direkt mit den realen Abläufen vergleichen zu können.


    Immer neugierig,

    Rudi

    Hallo zusammen,

    Weiß jemand ob das für die Bienen eine Rolle spielt?

    Ich denke nicht. Die Bienen kommen ja aus allen Richtungen auf das Gitter zugelaufen und müssen sich in den meisten Fällen in eine günstige Position drehen.

    Ich ordne auch horizontal an, weil das beim Zuschnitt der Gitter den geringsten Verschnitt gibt.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    ...wenn Du meinst, Du hast es mit einem dummen Jungen zu tun, der nicht weiß, von was er redet: Bitte, Deine Party!

    ...wenn Du Dich wieder mal prügeln willst: Such Dir einen anderen Sparringspartner.


    Mir ist die Zeit zu schade, Deinen wirren Beitrag zu sortieren..


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Da bin ich dann doch skeptisch.

    Die Bienen werden zwar etwas verbrauchen, aber selbst bei 1 zu 1 Zuckerwasser, wird bei Überschuß etwas eingelagert und nicht verbraucht. Und da der Honigraum drauf ist, wird dieser Überschuß genau dort eingelagert.

    Ich könnte nicht sicher stellen, dass nicht doch etwas eingelagert wird. Aber das muss jeder selber wissen.

    ...wenn 2 das Gleiche tun, dann ist es nicht unbedingt das selbe!


    Um Himmels willen! 1:1 hat in einer Trachtlückenfütterung nichts verloren! dann vielleicht auch noch von oben oder in der Futtertasche gegeben - da wäre ich dann auch mehr als skeptisch!

    Das ist eine Notfütterung. Wenn meine Völker die brauchen würden (war bisher noch nie so), dann gehören die Honigräume definitv runter vom Volk.


    -----------------------------------------------

    Ich habe von Maische geredet (in Zeiten von Fondantteigen ist die wohl in Vergessenheit geraten).

    Die stelle ich her aus 700g Trockenzucker und 300g flüssigem Honig.

    • Trockenzucker in ein flaches Gefäß füllen.
    • Den Honig drüber gießen.
    • Deckelfolie drüber und ab in den Keller.
    • Mindestens 14 Tage reifen lassen, je länger, je besser. Meine Maische für 2022 steht jetzt schon im Keller und wenn ich die nicht brauche (kommt öfter vor), dann hält die noch mehrere Jahre.

    Diese Maische dann bei Bedarf - also wenn die Trachtlücke schon da ist und länger dauert - unter dem Bienensitz anbieten. Dazu die Folie nicht entfernen, sondern an einer kurzen Seite ca. 1cm umschlagen.

    Wird sehr langsam abgenommen und erzeugt in dieser Zeit einen leichten Futterstrom im Brutnest, hält die Völker bei Laune. Fertig.


    Nachsatz:

    Auf diese Art angebotene Maische erzeugt keinen Überschuß, die erzeugt durch den Brutreiz Verbrauch! Wäre also keine gute Idee, wenn man schon Angst ums Futter haben muss...

    Immer genau hinschauen, was sich im Volk so tut! ;)


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo zusammen, hallo Ingrid,
    schwierige Antwort, weil 3 Imker bei "nicht so starken Völkern" vermutlich 5 verschiedene Bilder im Kopf haben. ;)

    wie verfährst Du mit ausgewinterten, nicht so starken Völkern

    Das wäre meine Checkliste zur Auswinterung (bei mir Ende Februar/Anfang März):

    • Extremfall: Zeigt das Volk Krankheitsbilder, die andere Völker infizieren können?
      • Ja: --> Abschwefeln, Waben einschmelzen.
    • Nein: Ist es stark genug, um aus eigener Kraft trachtreif zu werden?
      • Ja: --> Brut und Futter bewerten, Schied setzen.
    • Nein: Muss ich aktuell andere Völker verstärken?
      • Ja: --> Königin entfernen, ganz oder teilweise vor zu verstärkende Völker fegen.
    • Nein: Ist es stark genug, um als Reserve zu dienen?
      • Ja: --> Brut und Futter bewerten, in Ablegerkasten umwohnen.
    • Sonst: Königin entfernen, mit anderen Einheiten zusammenlegen oder Abfegen zur Verstärkung anderer Völker.


    was definiert für Dich den Sollzustand eines Volkes ?

    Ein Volk hat viele Soll-Zustände, abhängig von der jahreszeitlichen Entwicklung.

    Zur Auswinterung schiede ich meine Wirtschaftsvölker auf 5-6 Waben. (Ich schiede also eher spät und ich schiede nicht so stark wie oft empfohlen.) In der Regel werden auch noch Waben hinter dem Schied besetzt und es gibt ein "schönes" Brutnest. (Die Anzahl der bebrüteten Waben ist mir zu diesem Zeitpunkt nicht so wichtig, weil witterungsabhängig.)

    Wenn ich auf weniger als 5 Waben schieden müsste, wäre das Volk ein Fall für die Verstärkung bzw. für die Reserve.


    Das mit dem "Päppeln" nimm Dir mal nicht so zu Herzen.

    Abgesehen davon, dass unterschiedliche Imker damit ganz Unterschiedliches meinen:

    In meiner Anfangszeit habe ich viele Völker gepäppelt - und dabei ganz viel über meine Bienen und meinen Umgang mit Ihnen gelernt. :):thumbup:


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo zusammen,

    Wäre es denn nicht auch möglich die Königin über dem eigentlichen Brutraum getrennt mit Asg nach oben und unten und ein paar Rähmchen zu führen.

    Viele mehr oder weniger komplizierte und aufwändige Vorrichtungen und Verfahren sind denkbar, wenn es um Brutpause und Fangwabe geht.

    Ich bleibe bei der bewährten Wabentasche, teste in 2022 erstmal so, wie ich es beschrieben habe und lasse auf alle Fälle die Königin im Brutnest.

    In 224 Tagen kann ich Euch dann sagen, ob meine Spekulation aufgegangen ist. :thumbup:

    Oder vielleicht doch nicht. :thumbdown:

    So viel Zeit muss sein... ;)


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi

    Hallo zusammen,

    viele mehr oder weniger komplizierte und aufwändige Vorrichtungen und Verfahren sind denkbar, wenn es um Brutpause und Fangwabe geht.

    Ich bleibe bei der bewährten Wabentasche und teste in 2022 erstmal so, wie ich es beschrieben habe und lasse auf alle Fälle die Königin im Brutnest.

    In 224 Tagen kann ich Euch dann sagen, ob meine Spekulation aufgegangen ist. :thumbup:

    Oder vielleicht doch nicht. :thumbdown:

    So viel Zeit muss sein... ;)


    ...dass man die Königin auch mit einem Trennschied mit eingebautem Absperrgitter auf eine Randwabe sperren kann. Dadurch wäre vielleicht die Gefahr beim Umsetzen nicht so groß.

    Da spricht Büchler von einer Variante ohne Wabentasche.

    Das geht zurück auf die Blätterstockzeit, wo es in größeren Blätterstöcken immer ein fest eingebautes sogenanntes Seitenabteil gab. Darin haben die Kirchhainer schon in den 80er Jahren unter Dr. Maul mit der Fangwabe experimentiert.

    Gute Lösung, aber mir wäre der Aufwand zu groß, das im Magazin einzubauen und nach 4 Wochen wieder auszubauen.

    Und meine Königinnen bleiben unbedingt im Brutnest, ich hab's an anderer Stelle erklärt.


    ...vor allem deinen Fütterer finde ich klasse.

    Wie so vieles in meiner Imkerei: Das ist alles nur geklaut! :)

    Den gut isolierten Innendeckel mit geteiltem Futtertrog habe ich erstmals bei Karl Kieß (Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft der Magazinimker) im Allgäu gesehen und Karl Pfefferle hatte für Notfütterungen in seiner Beute ebenfalls einen gut isolierten Innendeckel mit einem kleinen Futtertrog.


    Beste Grüße aus dem Hintertaunus,

    Rudi