Beiträge von 02102020

    Bei einer AS-Behandlung kann die Königin eine Brutpause einlegen. Es kann aber auch sein, dass Du bei den Lichtverhältnissen die Eier am Boden der Zellen nicht gesehen hast. Falls aber nicht mal verdeckelte Brut vorhanden ist, wäre das seltsam.

    Auf jeden Fall, wenn Du bei der nächsten Kontrolle wieder keine Brut findest, dann wäre eine Weiselprobe, wie von rase vorgeschlagen, sehr zu empfehlen, um Dir Gewissheit zu verschaffen. Bevor Du eine neue Königin besorgst oder das Volk vereinigst.

    Das ist unbedenklich, da wir noch im September sind und die wirklich kalten Temperaturen nur nachts herrschen. Währenddessen, durch den Futterverbrauch zur Erwärmung des Stocks, werden schon die ersten Zellen leer. Bis der Winter kommt, sind viele Zellen wieder frei.

    Das Wichtige ist es, bis Ende September die Auffütterung beendet zu haben.

    Kann so sein, muss aber absolut nicht so sein. Ich habe an einem meiner Stände Buchweizen in der Nähe. Da wird nix leerer, ganz im Gegenteil. Wenn ich die nach deinem Muster aufgefüttert hätte, säßen die seit Wochen auf komplett vollen Waben - in jede frei werdende Brutzelle wird dann Futter gepackt.

    Ende Juli füttere ich ein bisschen, damit dieses Futter für die Winterbienen verwendet wird, die ja von August bis Oktober schlüpfen sollen. Dann mache ich eine Pause bis Ende September. Da füttere ich die Völker voll. Man darf nicht vergessen, dass in diesem Moment noch viele Zellen mit Winterbienen besetzt sind, die noch schlüpfen werden. Ich hatte bisher keine Probleme.

    Auch in Deinem spezifischen Fall sehe ich kein Problem. Bis Anfang Oktober werden alle Winterbienen da sein und, falls die frei werdenden Zellen wegen der Buchweizen mit Futter aufgefüllt werden, hast Du den Vorteil der Brutpause und somit weniger Milbenbelastung durch den Winter. Also hast Du mit Sicherheit mehr als genug Futter für alle Völker, viel weniger Milbenbelastung als viele Imker, die sich über Winterverluste beschweren, und im Frühjahr brauchst Du keine Futterwaben als Anreiz einzuhängen.

    Ich versuche mir grade vorzustellen, wie die Bienen in Wabengassen zwischen mehreren Zentimeter dicken Zuckerschinken hocken und diese mit hochheizen, damit sie ihre Traube auf Temperatur bringen. Klappt nicht, kann ich mir nicht vorstellen. Mit solchen Kältebrücken ist Feierabend im Kasten.

    Das ist unbedenklich, da wir noch im September sind und die wirklich kalten Temperaturen nur nachts herrschen. Währenddessen, durch den Futterverbrauch zur Erwärmung des Stocks, werden schon die ersten Zellen leer. Bis der Winter kommt, sind viele Zellen wieder frei.

    Das Wichtige ist es, bis Ende September die Auffütterung beendet zu haben.

    Ja, ist sind bis heute die einzigen Völker bei denen ich Tatsächlich froh sind, das sie eingegangen sind und ich hatte auch schon ganz schön fiese Carnica/Dunkle hybriden (die sehr schnell umgeiweiselt wurden).

    Ich habe gehört, dass die reine Sicula bei milderen Temperaturen aggressiv wird. Bei einer Verkreuzung könnte es dann noch schlimmer sein.

    Du hast die Dunkle auch erwähnt. Wo hast Du die herbekommen?

    Waldi, falls Du Hobbyimker bist, würde ich Dir empfehlen, was ich selbst tue. Ich gebe den Völkern soviel wie sie aufnehmen können. Damit hast Du drei große Vorteile:

    1) Du hast die Gewissheit, dass alle Völker genug Futter über den Winter hinaus haben, ohne Dir Sorgen machen zu müssen.

    2) Durch die Überfütterung verursachst Du eine Brutpause, da für einige Wochen kein Platz zum Eierlegen ist. Damit stagniert für gewisse Zeit die Anzahl schlüpfender Milben und damit wird deren Befall im Griff gehalten.

    3) Im Frühling kannst Du die Völker mit den Futterwaben aus dem Winter in Schwung bringen.


    Auf diese Weise verbringst Du den Winter mit gutem Gewissen, dass Du beim Füttern keine Fehleinschätzung gemacht hast und die Bienen gesund sind mit mehr als genug Futter und weniger Milbenbefall.

    Diese Methode ist vor allem Hobbyimkern wie mir selbst zu empfehlen, da bei größeren Imkereien die Futterkosten eine Rolle spielen.

    Schöne Grüße aus der Hauptstadt!

    Moin, moin,


    die einzigen Siculas, die ich bisher sah, waren an Varroa gestorben. Sizilien ist nicht Norddeutschland.

    Gruß Clas

    Danke Clas, genau diese Information habe ich gebraucht und durch den Eintrag dieses Themas gesucht. :thumbup:

    Ich danke auch den anderen Imkerkollegen, die auf die Frage eingegangen sind im ehrlichen Bestreben, mir dabei zu helfen. Im Gegensatz zu einer kleinen Gruppe, die im Forum unterwegs ist, um vom Thema, von dem sie oft nicht viel Ahnung hat, abzuschweifen, sich gegenseitig zu "liken" und selbst darzustellen. ;)

    Viele Grüße aus der Hauptstadt in den Norden!

    "Weltweit gibt es Bienenvölker, die aufgrund natürlicher Selektion

    ... Programme zur Selektion und Zucht ...

    Der Widerspruch ist dir nicht entgangen? Entweder man lässt der Natur ihren Lauf, oder man mischt sich ein und pfuscht darin herum. Beides zugleich geht nicht...


    Davon abgesehen: man kann die Uhr zurückdrehen, aber nicht die Zeit!

    Welchen Widerspruch meinst Du? Der Artikel zeigt drei Fälle, bei denen keine Säurenbehandlung mehr durchgeführt wird. In zwei der drei Fälle werden die Stöcke von Anfang Oktober bis März nicht geöffnet. Am Anfang wurden die Völker mit etwas weniger Säure behandelt, die Völker, die am besten klar kamen, wurden vermehrt. Beim nächsten Mal wurde noch weniger Säure eingesetzt, bis keine mehr nötig war. Das zeigt, dass die Bienen sich den neuen Bedingungen anpassen können wie alle anderen Tieren, wenn man ihnen die Gelegenheit und nötige Anpassungszeit gibt. Und wenn man die resistentesten Völker vermehrt, ohne Inzucht zu betreiben. Das ist der Weg zur erfolgreichen Varroatoleranz.

    Wenn wir ewig bei den Säurebehandlungen bleiben, dann werden die Bienen immer abhängiger von unserem Eingriff, vergleichbar mit den Hühnern, die heutzutage gar nicht mehr brüten, oder den Hunden, die überlebensunfähige Junge werfen.

    3. ausschlaggebend für die Beispiele der Überlebensvölker sind auf jeden Fall Bienen- und Imkerdichte sowie regelmäßige Brutpausen durch Schwärmen und es sind auch keine landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiete - d.h. weder Massentracht noch total grüne Wüste (Mais oder Grünlandbewirtschaftung)

    Übertragbarkeit der Anpassung bei Standortwechsel- bisher NULL !

    Zu Deinem Punkt 3:

    Entschuldigung, erwartest Du ein Wunder, nämlich ein Supervolk, das aus dem Nichts in jedem beliebigen Umfeld sämtliche Milben von sich entfernt und aus dem Stock wirft? Natürlich müssen erst mal die resistentesten Völker ausfindig gemacht werden, die sich von Generation zu Generation immer weiter entwickeln, den Bedingungen anpassen und varroaresistenter werden. Daran müssen wir ansetzen. Nach und nach.

    und das heisst:

    1. solange die Biene nicht die Milben wegputzt, muß es der Imker tun

    2. der Imker ist der Vermieter der "Höhle" und deren Betriebskosten - ich denke mit Grusel an Bienenkiste und Easybeebox.

    Zu Deinen Punkten:

    1. findest Du, dass wir super großzügig dafür sind, den Bienen die Milben wegzuputzen, nachdem wir selbst diese Milben hierher einschleppten, wo sie nicht hingehörten? Ich bin eher der Meinung, das ist eine Selbstverständlichkeit für alle Imker. Wem es nicht gefällt, der sollte das Imkern lassen!


    2. Haben Deine Bienen freiwillig einen Mietvertrag mit Dir unterschrieben? Natürlich entstehen Kosten beim Imkern, was kein Grund dafür ist, die Bienen als Mieter anzusehen und zu behandeln, als ob sie Dir dafür dankbar sein sollten, in Deiner Kiste leben zu dürfen. Vielmehr solltest Du ihnen dafür dankbar sein, durch den Verkauf des von ihnen produzierten Honigs ein paar Euro mehr im Monat dazu zu verdienen. Wer etwas vermietet mit dem Ziel, Geld zu verdienen, der ist kein Wohltäter, weil er jemand bei sich aufnahm, sondern ein eigennütziger Unternehmer.

    Außerdem, wer hat von Bienenkiste und Easybeebox gesprochen? Das hast Du aus der Luft gegriffen.

    "Weltweit gibt es Bienenvölker, die aufgrund natürlicher Selektion ohne Behandlung gegen die Varroamilbe überleben können. Die Programme zur Selektion und Zucht von varroatoleranten oder -resistenten Bienenvölkern, die seit Jahrzehnten an verschiedenen Bienenforschungsinstituten in Europa und Übersee laufen, erzielten bisher jedoch nur geringe Erfolge. Dagegen gibt es eine Reihe von Imkern, die seit vielen Jahren nicht mehr behandeln. Doch weil ihre Arbeit kaum in anerkannten Fachzeitschriften dokumentiert wird, gelten ihre Bemühungen als „anekdotisch“."


    Zu diesem interessanten Thema geht´s über folgenden Link weiter:


    https://www.mellifera.de/blog/…te-voelker-entstehen.html


    Sehr zu empfehlen! :thumbup::thumbup::thumbup: