Beiträge von Aueren

    Die Säure im Honig spaltet die Sacharose auch - einfach etwas langsamer als Hefe.

    10 kg Staubzucker, 1 kg warmen flüssigen Honig und 1 l warmes Wasser für einen leicht abnehmbaren, feuchten Futterteig.
    In einen 20kg Eimer habe ich schichtweise Staubzucker und Honigwassergemisch gegeben und diesen in den WECK (Einkochautomat) gestellt, den Themostaten auf 40 Grad eingestellt und 36 Stunden geduldig gewartet - und siehe da: wie von Geisterhand ist der Futterteig wunderbar gleichmässig gemischt und kann ohne grosse Kleisterei in die Säcke gefüllt werden.

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    • IMG_2485.jpg

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    Eingebauter Scalvinikäfig.

    Zwei Zellen würden über aus dem Käfig getragenen (gefallenen) Eiern gezogen. Wer dieses unerwünschte Nachziehen verhindern will, muss zwischenzeitlich kontrollieren.

    Ist dann der BR von hinten und der HR von oben behandelbar? Oder sind das dann zwei Völker in einer Kiste?

    Ich nehme an, dass sich deine Frage auf die modernisierte Beute bezieht. Sie ist vom System her eine Magazinbeute mit einer grossen Brutraumzarge und aufsetzbaren Honigzargen. Zusätzlich kann man den Brutraum auch von hinten öffnen und bearbeiten.

    (ein Bisschen CH Perfektionismus, eigentlich nicht notwendig und verteuert die Beute)

    Die vorangehenden Bilder zeigen die konventionelle Bestückung des CH Kastens. Die folgenden Bilder sollen dies noch ergänzen. Man sieht, dass Hochwabe vom BR und Honigwaben vom HR beliebig umgehängt werden können - der Beespace ist gewahrt.

    Von dieser Möglichkeit macht Sulz in seiner (unkonventionellen) Betriebsweise Gebrauch.

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    • BR + " HR.jpg

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    • Nur 1:2 Waben.jpg

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    Zur Illustration und um den Faden von sulz nicht zu zerreissen, stelle ich hier ein paar Bilder und Erläuterungen zum CH Kasten ein.

    Der CH Hinterbehandler ist eine typische Bienenhaus-Beute, die wegen ihrer Stapelbarkeit die verbreitetste Beute vor allem in der Deutsch-schweiz ist. In der Regel stehen in einem CH Bienenhaus je zwei Staffeln von 4 bis 12 Beuten übereinander. Die Reihenaufstellung erfreut(e) sich vor allem wegen der gegenseitigen Wärmehaltung der Völker grosser Beleibtheit. Ich imkere seit 60 Jahren mit dieser Beute, die es heute auch als kombinierte HB und OB Beute zur Freiaufstellung gibt. Das Besondere ist eigentlich nur das Wabenmass der Hochwabe im Brutraum

    (B X H: 286X360). Böse Zungen bezeichen den Schweizerkasten als Museumsbeute. Vielerorts wird sie einfach vom Vorgänger übernommen - einem Jungimker würde ich sie nur als komb. Hinter- und Oberbehandlungsbeute empfehlen.

    Bei mir am Stand sind Spitzmäuse allgegenwärtig. Die Rundstababsperrgitter schützen wirkungsvoll vor deren Eindringen in die Beuten, werden von den Bienen gut durchlaufen und verhindern das Abstreifen der Pollenhöschen.

    Mäusesperre.jpg

    Sulz ich verwende 35mm Honigrahmen. Ich betrachte die Frage, ob halbe oder ganze Honigwabe nicht als matchentscheidend. Da ich die Brut aus dem Absperrbereich vernichte, habe ich die Hälfte der Honigwabe gewählt.

    Uebrigens eignet sich die Absperrwabe auch sehr gut für die Sanierung eines mit Kalkbrut belasteten Volkes, das man nach der Internierungszeit von drei Wochen umweiseln und auf neuen Bau setzen kann.