Beiträge von Rene J.

    dank Nicot-Fütterer ersaufen die Bienen nicht mehr drin

    Sag sowas nicht, das geht auch in den Nicot! Ich hatte eine Ableger - da war auch was Faul, die haben max 200 ml in der Woche genommen, sind nicht aus den Pötten gekommen und die Aufstiege im Nicot waren voll mit ersoffenen Bienen.

    Hatte dann versucht mit Bienenmasse zu verstärken. Eine Woche später war die Kiste leer.

    Im Ort gibt es einen Imkerverein und ich habe bereits einen Imkerpaten gefunden an dessen Beutensystem ich mich orientieren werden (Zander Liebig).

    Alternative - aber bitte mit deinem Paten besprechen(!):

    Starten ohne Kurs. Wenn dein Pate entsprechend greifbar ist und du eine gewisse autodidaktische Ader hast geht das. Kurs wenn möglich dann aber 2022 "Nachholen" - ein Imker lernt niemals aus.

    Habe das ähnlich gemacht. Wollte dann in der 2. Saison den Kurs machen, da kam was dazwischen.

    Geht dennoch, Pate und (erfolgreiches) eigenes Lernen vorausgesetzt.

    Waben aus toten Völkern verwende ich persönlich nur wenn ich wirklich weis, was da los war. Siehe Guido Eich - Autopsie - findet man irgendwo im Netz.

    Lagern über den Winter am besten in anderen Völkern. Wenn die vollständig verdeckelt sind geht auch ein Kühlschrank.

    Zeitpunkt zum Honigräume aufsetzen: Je nach Betriebsweise - und auch da streiten sich die Geister.
    Ich arbeite mit angepasstem Brutraum. Da kommen die HR recht früh drauf - quasi wenn der erste Nektar reinkommt (bei uns ungefähr zur Weideblüte) oder kurz vorher. Ist bei der einräumigen Betriebsweise nicht wirklich anders. Bei dem was du schreibst würde ich aufsetzen.

    Außer bei dem Volk ohne Futter. Da würde ich mal 1-2 kg Futterteig reinlegen. Sobald dort Nektar reinkommt raus mit dem Teig und HR drauf.

    Mit Klärbehältern, Rührfäßer, Honigpumpe, Entdeckelungsmaschine, Abfüller und KI-Schleuder mit Starkstromanschluß, ja, da brauch man die neun Euro. Allerdings finde ich es schöner, wenn man die neun Euro bekommt weil man es kann und es will, nicht weil man es brauch.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Ich setze meinen Preis nicht wegen der Technik sondern wegen der Qualität und Exklusivität.

    Die Technik hilft mir dabei noch etwas zu verdienen.

    Auch bei Whiskey wird man wohl nicht 12,5kg-weise die Chargen verkaufen, vermute ich. Ich habe aber bei alkoholischen Sachen keine Ahnung...

    Ne, so ein Fass gibt dann schon etwas größere Chargen. Unter 200 Liter geht das normalerweise nicht los.

    Also doch Standweise, da kommt das der Sache dann schon näher.

    Auch wenn der Honig wie hier geplant von einem Standort kommt, im Eimer ist es ein kunterbunter Reigen von allem möglichen.

    Oh da sprichst du was an....
    Das geht von "völkerweiser" Trennung und Abfüllung bis möglichst die komplette Ernte "sortenweise" in einem Bottich zu "homogenisieren".

    Hat irgendwie beides seinen Reiz.

    Eine "Einzelstockabfüllung" ähnlich wie beim Whisky die Einzelfassabfüllung. Hatten wir hier schonmal irgendwo.

    Beim Whisky kaufe ich inzwischen (fast) nur noch die Einzelfassabfüllungen.

    Aber da klemmt es schon bei einem einfachen Siebkübel, wenn der soviel Fasst wie aus einem Volk kommt, da bräuchte man ganz andere Ansätze im Prozess. Schleuder sollte dann auch nicht mehr als 30 Waben fassen.

    Mich reizt es dennoch.

    Rene J. :

    Wann und wie stark hast du denn die Kö Ableger gebildet?

    Und wie alt waren die Königinnen?

    Gebildet habe ich die glaube ich im Mai. Königin + eine besetzte Brutwabe. Königen von 2019.

    Waren definitiv stark genug für eine TBE.

    Zwischenbericht:


    Viele selbst erstellte Ableger, bei Bildung mit OS gesprüht: Alle unauffällig.

    2 Königinnen Ableger: TBE im Juli mit Fangwabe + OX sprühen. Einer unauffällig, der andere im Grenzbereich. Bekommt heute noch einen Nassenheider rein.

    2 Zugekaufte Ableger (wurden ohne Behandlung gebildet): Wurden vor 4 Wochen mit dem Nassenheider behandelt - einiges gefallen, aktuell unauffällig.

    Altvölker mit TBE im Juli behandelt (alle mit Fangwabe + OS gesprüht) - alle unauffällig <2 Milben pro tag auf der Windel.

    Gilt die Einladung auch für andere interessierte? Ich weiss auch noch nicht genau wo die Reise hingeht, nächstes Jahr reicht mir noch ein ordentlicher Siebkübel und dahinter direkt zur Lagerung in die 20-25kg Eimer.

    2022 wird das wahrscheinlich schon eng. Wollte mir bis dahin mal den ein oder anderen Prozess mal anschauen.

    Klar. Vielleicht sogar zu startklar.

    Mein Gedanke.

    "Startklarer", Trockener (Futter alle), Früher in Schwarmstimmung.

    Die Genetik muss halt zur Gegend, Beute und Betriebsweise passen.

    Wechselst du von Holz auf Styropor verschiebt sich halt einiges.

    Hat denn Jemand hier die erste und zweite Verarbeitungsstufen für die Imkerei parat?

    Wie sieht es aus mit Bienenwachskerzen und was wird dann aus der Pauschalbesteuerung?

    Für einen Nebenerwerb sollten doch 70 starke Völker reichen.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Kerzen bin ich mir nicht sicher - ich dachte ich hätte mal was von 2. Stufe gelesen - hätte aber aus dem Bauch auch gesagt, erste Stufe. Hat das jemand zur Hand?


    <70 Völker: Definitiv vorstellbar - muss man sich aber sehr dran anpassen. Was sagen die Kleinen Erwerbsimker dazu? Reicht das einen "Vollerwerb"? Inkl. Frau, 1,35 Kindern und dem Golden Retriever?

    Konzept ist klar - 69 Trachttaugliche Wirtschaftsvölker Anfang Mai. Nach dem Vereinigen und Verkauf der überflüssigen überwinterten Ableger. Da kannst du, wenn du es drauf anlegst und die Manpower hast, Honig von 60 Ernten + 200 Völker Einwintern.

    Im Frühjahr X Völker zum verstärken/ausgleichen auflösen, Rest verkaufen.

    Was wäre denn die klare Antwort wenn man auf Dauer ein Nebengewerbe anstreben würde?

    "Nebengewerbe" oder "landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb"??

    (Als Imker bist Du zunächst Landwirt und kein Unternehmer...)

    Nehmen wir an ich würde außer dem Imkern auch noch Met machen und den verkaufen wollen.

    Schau mal da Direktvermarktung-Landwirtschaft-Die-Grenzen-zum-Gewerbe - da stehen zumindest die Schlagwörter für die weiterer Recherche. Aber auch viel Nützliches.

    Und frag einen StB.


    Meine Einschätzung - Met ist die erste Verarbeitungsstufe. (Honig ist das Uhrprodukt).

    Daher nicht gewerblich - Aber bitte mit StB klären!


    Zitat aus oben verlinkter Quelle: (...) Auch wenn selbsterzeugte Produkte auf dem Betrieb weiterverarbeitet werden, gilt der Erlös aus dem Verkauf bis zur ersten Verarbeitungsstufe stets im Landwirtschaftsbetrieb erzielt. Erst ab der zweiten Verarbeitungsstufe sind gewisse Grenzen zu beachten (…)

    Was wäre denn die klare Antwort wenn man auf Dauer ein Nebengewerbe anstreben würde?

    "Nebengewerbe" oder "landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb"??

    (Als Imker bist Du zunächst Landwirt und kein Unternehmer...)


    Nein, du bist als Landwirt durchaus ein "Unternehmer" (Du betreibst ein landwirtschaftliches Unternehmen), aber nicht "Gewerblich".


    https://de.wikipedia.org/wiki/Urproduktion

    "Die Urproduktion ist gemäß § 6 GewO kein Gewerbe,[6] landwirtschaftliche Betriebe wie Bauernhöfe üben deshalb keine Gewerbe aus."