Beiträge von vosp

    Es ist in der Theorie auf jeden Fall spannend und ich würde mir da tatsächlich eine wissenschaftliche Untersuchung zu wünschen.

    Nüchtern betrachtet, ohne Leichtgläubigkeit oder esoterisches Geflüster, führt die Diskussion darauf hinaus den Wirkstoff zu untersuchen (was seit Jahrzehnten auch gemacht wird): Azadirachtin - Vielleicht lässt sich daraus irgendwann ein Medikament ableiten.


    Den Wirkstoff in Öl einzubringen (Blätter enthalten 5% Pflanzenfett), und damit Bienenwachs zu verunreinigen ist vom Ansatz her indiskutabel.


    Anbei einen aktuellen Artikel von 2019, der die Stabiltät von Azadirachtin untersucht:

    Zitat

    Azadirachtin ist sehr anfällig für leichte Schwankungen der chemischen Bedingungen und unterliegt molekularen Veränderungen wie Hydrolyse, Oxidation, Acetylierung, Verseifung usw. und Umlagerungen wie Azadirachtin zu Azadirachtinin. Es wurde festgestellt, dass sowohl die Tigloyl- als auch die Enolether-Einheiten anfälliger für diese Veränderungen sind, was zu einem Abbau des Moleküls führt. Es wurde auch festgestellt, dass Feuchtigkeit einen schnellen Abbau von Azadirachtin verursacht. Die chemische Natur der Azadirachtin enthaltenden Medien beeinflusst auch ihre Stabilität. Azadirachtin erwies sich in aprotischen und neutralen Lösungsmitteln im Vergleich zu protischen Lösungsmitteln als stabil. Azadirachtin war in schwach alkalischen und stark sauren Lösungen instabil und am stabilsten in schwach sauren Lösungen zwischen pH 4 und 6. Es wurde festgestellt, dass die Stabilität von Azadirachtin in verschiedenen Formen wie Pulver/Flüssigkeit von verschiedenen physikalischen Parametern wie Feuchtigkeit, Licht und Temperatur beeinflusst wird.

    Demnach ist es alles andere als einfach.


    Allein die Aufbereitung der Neem Lösung fürs Experiment... ja jeder Imkerkeller ist ja laborgleich ausgestattet. 8)

    Ja nun ... was macht Jose? Viel hat er nicht dazu geschrieben, aber beliebig viele Ansätze offen gelassen ...


    Azadirachtin ist sehr UV-empfindlich: Wie viel davon ist im Pulver noch übrig, wenn die Blätter in der Sonne getrocknet werden? - Wie lange wurde das Pulver gelagert (vor dem Kauf und Verarbeitung), und bei welcher Temperatur? - Dann die reproduzierbare Herstellung der Lösung? Ein Kapitel für sich. - Was macht das Erhitzen in Wachs mit dem dem Azadirachtin? Wie hoch und wie lange wird erhitzt bis zur kalten Mittelwand? - Wie werden die Mittelwände gelagert, und weiter verarbeitet? - Und wenn die Mittelwand endlich im Volk angekommen ist, herrschen dort stetig relativ hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur: Wie verhält sich der Abbau von Azadirachtin in der Mittelwand über die Zeit im Bienenstock? - Wie ist die Wirkung auf Varroa und Larven bei frischen Mittelwänden im Vergleich zu bebrüteten Waben? Wie lange sollen die "Neem-Waben" im Volk bleiben? Wie oft dürfen sie bebrütet werden?

    Und was passiert aktuell mit dem Altwachs? Wird das ausgeschleust? Oder wieder zu Mittelwänden verarbeitet, und dabei neues Pflanzenfett zugefügt?


    Habe in der Vergangenheit fragen an Insektenforscher in Frankreich und anderen Ländern gestellt. Antwort nicht schädlich.

    Das ist alles eine Frage der Dosis. - Hier eine Dissertation aus 2012, ab Seite 9: Die Beschreibung der Wirkungsweise von Azadirachtin auf Insekten


    jose5000 schreibt aber davon, das es auch die Wachsmotte schädigt. Ich würde mal sagen, das ist ein Insekt.

    Ilka Walter beschreibt in ihrer Dissertation eine signifikant höhere Wirkung auf Schmetterlinge als auf Hautflügler.

    Zitat

    Die Fraßhemmung durch Azadirachtin variiert zwischen den einzelnen Insektenspezies. Sehr empfindlich sind Schmetterlinge, die das Fressen bereits bei Konzentrationen von 0,001-50 ppm Azadirachtin einstellen, weniger sensibel sind die Ordnungen Coleoptera (Käfer), Hemiptera (Wanzen) und Hymenoptera (Hautflügler), die bei 100-500 ppm ansprechen (BERNAUER-JACOB, 1999).Als sekundärer fraßhemmender Effekt wurde nachgewiesen, dass Azadirachtin auch einen Einfluss auf die Darmmuskulatur der Insekten ausübt. Es führt zu verminderten Darmkontraktionen, daraus folgend kommt es zu einer reduzierten Verdauung und Assimilation der Nahrungsbestandteile (MORDUE et al., 1985).

    Von meinen Bäumen hatte ich angefangen Blätter in Alkohol eingelegt 2 Wochen (nur mit Akohol kannst du das mit Wachs vermischen). Später wurde ich im Internet aufmerksam es gibt Firmen die verkaufen reines Blattpulver der "BLÄTTER" bestellte dort einige Kilo. Dann ein Kilo in Alkohol 5 Tage(beispiel) ziehen lassen dann Filtern und du hast einen guten Extrakt.

    :/ Ja, es gibt Blattpulver für teuer Geld im Internet zu kaufen. - Aber warum sollte jemand Neem-Pulver unbekannter Herkunft kaufen, wenn er selber viele Niembäume hat? - Verkaufen ist besser. Niembäume sind groß, und haben viel Laub. Viele Blätter für viel Pulver.

    Auf 1Kilo flüssiges Wachs musst du genau soviel Extrakt zugeben das das Wachs nicht einfärbt es verändert sich im aussehen minimal. Kein Imker sah den Unterschied.

    :/ Na, wenn das keiner merkt, dann kann man auch ohne schlechtes Gewissen 3-5 Prozent von irgendwas in reines Bienenwachs kippen, oder?

    Keine Kontrollstelle fand etwas im Honig und Wachs. Kaufe dir Niempulver und versuche andere Anwendungen.

    :/ Kauft Neem-Pulver! Zum Netzpreis von nur ca. 100.- pro kg. (Dem Verkäufer ist in jedem Fall damit geholfen.) - Wenn keiner danach sucht, wird auch niemand nichts finden.


    Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass die Geschichte Nachahmer findet.

    Fragmente der Geschichte verstreut Jose überall im Forum.


    Sofern ich das Puzzle verstehe, die lange Geschichte kurz erzählt: Jose mischt in sein Wachs ein Extrakt vom Niembaum und gießt daraus Drohnenmittelwände. Die Varroen würden in den Zellen sterben, die Drohnen wären gesund. - Alles weitere soll sein Geheimnis bleiben.


    Dafür hätte Jose vor über 30 Jahren Versuche gemacht, und diese Lösung für sich gefunden. - Jose imkert auf Teneriffa mit der "spanischen dunklen Nordbiene", und bewirtschaftet 300 Völker.


    Ich bin gespannt wann die ersten Drohnenmittelwände mit Niembaum-Extrakt zum Schnäppchenpreis angeboten werden.

    Ich kenne den Imker nicht. Sonst würde ich ihn direkt kontaktieren.

    Anschwärzen möchte ich niemanden, aber da meine Bienen nur ca 1 km entfernt stehen und AFB in der Nachbarschaft ist, finde ich es wirklich zum kotzen.

    Nur als Vorschlag, wenn du eine schnelle Lösung willst, und Annonymität bevorzugst: Nimm einen stabilen Müllsack, fahre zum Apfelbaum, pflück die Wabe runter, und hinterlasse dem betreffenden Imker das Päckchen nebst einem freundlichen Schreiben und der Bitte keine Waben mehr aufzuhängen, mit dem Hinweis auf die aktuelle AFB-Situation in der Gegend. - So ist allen geholfen, und niemandem geschadet.

    Hallo, dann jetzt auch komplett: Er will damit die stille Umweiselung nachahmen. Wenn die neue besser ist, als die alte(nach Begattungsflug) hat das Volk eine neue Königin. Wenn die Begattung nicht so toll war, oder halt die Neue an sich schlechter ist, behält das Volk die Alte.

    Heuvel schneidet Flügel. - Demnach gibt es Zahlen! - Sind sie veröffentlicht?

    :/... will man dem Marketing von InsectSence glauben, dann braucht es für die Detectierung von SarsCov2 nur die Atemluft des Patienten, und Massenuntersuchungen bis zu 100 Personen pro Stunde wären möglich. Animation/Marketing Testung


    Darüber hinaus wären mit dem Testprinzip auch weitere Krankheiten diagnostizierbar: Applikationen

    Zitat

    Our portable device can be used non-invasively, for early diagnosis of chronic (such as Cancer, Alzheimer’s, Parkinson’s, etc.) & novel diseases (such as Covid-19).

    Trotzdem bleibt meine Frage, wie die Konditionierung auf Coronaviren in den konkreten Versuchen der Uni Wageningen erfolgte – irgendeine Träger-/Begleitsubstanz für die Viren muß ja gegeben worden sein.

    Im Artikel der Stuttgarter Zeitung ist der Name des leitenden Wissenschaftlers falsch geschrieben, der Mann heißt Wim van der Poel. Folgend ein paar Links, die dir vielleicht bei der Recherche weiter helfen.


    Hier ein Link zu einem Video wo seine Versuchsanordnung zu sehen ist: Interview mit Wim van der Poel (Sieht so aus, als würden direkt die Wattestäbchen vom Corona-Test benutzt.)


    Hier ein Link zur Universität Wageningen, und die Kontaktdaten von Wim van der Poel: Traning bees to smell the coronavirus

    Und hier der Link zum Startup InsectScence, die entsprechende Bio-Sensoren anbieten: bee sence

    ( Rainfarn war mit dem Link zur Uni schneller)

    Exemplarisch eine Studie:

    In European A. mellifera colonies, Varroa mites invade both drone and worker cells, but specialization on drone brood cells seems to occur to some extent because drone cells are more frequently invaded than worker cells

    :!:Die Studie ist nicht von 2005, sondern von 1995. - Und sie behandelt auch nicht Varroa Destructor, sondern Varroa Jacobsoni. (Von der bekannt ist, dass sie bevorzugt Drohnenbrut parasitiert.)

    Hier muss ich mich korrigieren: Die Milbe auf den A. mellifera hat erst seit 2000 den Namen Varroa destructor. - Wenn in Arbeiten vor 2000 von der Varroa Jacobsoni im Zusammenhang mit A. mellifera die Rede ist, dann ist die Varroa destructor gemeint.

    Exemplarisch eine Studie:

    In European A. mellifera colonies, Varroa mites invade both drone and worker cells, but specialization on drone brood cells seems to occur to some extent because drone cells are more frequently invaded than worker cells

    :!:Die Studie ist nicht von 2005, sondern von 1995. - Und sie behandelt auch nicht Varroa Destructor, sondern Varroa Jacobsoni. (Von der bekannt ist, dass sie bevorzugt Drohnenbrut parasitiert.)


    Hier der Link zu einer Studie der LMU: Untersuchungen zur genetischen Populationsstruktur von Varroa destructor, München 2010

    Zitat

    2 .1 .1 T a x o n o m ie


    Bisher sind vier Arten von Varroamilben bekannt. Ursprünglich ging man davon aus, dass neben Varroa rinderi (De Guzman und Delfinado-Baker 1996) und Varroa underwoodi (Delfinado-Baker und Aggarwal 1987) hauptsächlich Varroa jacobsoni Oudemans (Oudemans 1904) großen Schaden in der Bienenhaltung anrichtete. 2000 konnten Anderson und Trueman anhand mitochondrialer-DNA-Analysen (mt-DNA-Analysen) nachweisen, dass es sich bei Varroa jacobsoni nicht nur um eine Milbenspezies handelt, sondern um einen Komplex von mindestens zwei Spezies. Sie nannten die neu entdeckte Art Varroa destructor (Abb. 1).

    ... und weiter:

    Zitat

    Weltweit wurden seither acht verschiedene Genotypen (oder auch Haplotypen, da die meisten durch mt-DNA-Analysen als solche erkannt wurden) von Varroa destructor entdeckt (Tab. 1). Die Namensgebung erfolgte nach der Erstentdeckung im jeweiligen Land, wo die Milben auf ihrem natürlichen Wirt der Asiatischen Honigbiene, Apis cerana, gefunden wurden.

    ... bezogen auf Deutschland:

    Zitat

    In Deutschland, so schätzt man, parasitiert auf unserer heimischen Honigbiene, Apis mellifera, nur Varroa destructor mit dem Korea-Genotyp (Anderson 2000, Anderson und Trueman 2000, Solignac 2005).

    Die Koordination zum Schwarmabgang selbst scheint direkt von der Königin auszugehen, zeigen Forschungen von Dieu My T. Nguyen, Michael L. Iuzzolino, Aaron Mankel, und weitere ... Link zum PDF: Flow-mediated olfactory communication in honeybee swarms


    Ein Artikel dazu vom 30.03.2021: Gestaffelte Pheromon-Weitergabe ermöglicht Honigbienen die koordinierte Schwarmbildung

    Zitat

    Ausgangspunkt der Untersuchung war die Beobachtung, dass Honigbienen sich zur Schwarmbildung um die Königin versammeln, ihren Hinterleib anheben und mit ihren Flügeln schlagen. Ob das die Verteilung der Duftmoleküle der Königin ermöglicht, haben die Wissenschaftler nun in einem Experiment mit Gruppen von bis zu 1.000 Honigbienen geprüft, indem sie die Insekten mit einer Kamera bei der Schwarmbildung aufnahmen. Anschließend analysierten sie das Filmmaterial mit einem Computerprogramm, das automatisch die Positionen und Ausrichtungen der Bienen in der Kolonie verfolgte. Daraus erstellte das Team schließlich eine Modellierung.

    Gezieltes Fächeln

    Und tatsächlich: Hinter den aufgeregten Flügelbewegungen der Honigbienen steckt vermutlich eine Methode, um Duftstoffe weiterzugeben. So entdeckten die Forscher, dass die Bienen bemerkten, wenn ihre Königin Pheromone produzierte, und daraufhin eigene Pheromone herstellten. Diese Düfte übertrugen sie dann an Bienen, die weiter entfernt waren. „Wenn sie mit ihren Flügeln fächeln, saugen sie Luft über ihre Pheromondrüsen und blasen diese Moleküle weg“, erklärte Peleg.

    Bei Flachzargen mach ich keine Anfangsstreifen am Oberträger, sondern am Schenkel über die gesamte Höhe auf der Fluglochseite (Kaltbau), das wird sofort angenommen.

    Wie breit machst du die Streifen? - Und schon bei gedrahteten Rähmchen? Oder funktioniert das auch ohne Draht für Wabenhonig?

    Ich habe gestern eine Mail bekommen, dass mein Maß (DN1,0) nicht passt und die Käuferin deswegen vom Kauf Abstand nimmt.

    Bevor Fragen kommen: Natürlich habe ich das Maß in den Titel der Kleinanzeige reingeschrieben.

    :) Die Interessentin ist offensichtlich ein höflicher Mensch, und weiß wie man freundlich absagt ohne dem anderen nahe zu treten.