Beiträge von Maximilian

    So gesehen ist das Imkerbeil kein aktuelles Werkzeug mehr und stammte vermutlich aus der Zeidlerei. Vor seinem Niedergang war es in erster Linie nur noch ein Prestigeobjekt der jeweiligen Imkereien. Meist besaß es Verzierungen damit man es dem Imker oder der Imkerei zuordnen konnte.


    Kennt zufällig jemand einen Schmied der sowas noch herstellt?

    Es geht hier weniger ums Brauchen sondern eher ums haben wollen 😂.


    Genauso wie ich irgendwann gerne den Nachbau einer schönen verzierten Imkerpfeife hätte 😁.

    Ich könnte demnächst auch mal einen Thread zu den Arten den Bienenkörbe erstellen 😁.

    Bei den Körben war es wie bei den Kisten. 100 verschiedene Varianten und eine besser als die andere 😂. Ich habe mich bei der Korbauswahl für den Stülper entschieden zum einen wegen der Ästhetik und zum anderen weil ich keine unnötigen Spalten, Lücken etc. im Korb haben wollte.

    Es gab....


    Die Variante Lüneburger Stülper mit Honiguntersatz. Eigentlich war es kein Untersatz. Der Korb wurde auf den Kopf gestellt (in einen Högel) und der Ring kam drauf. Hat sich aber nicht bewährt.


    Die Variante Lünerburger Stülper mit Honigbereich (ich sage absichtlich nicht Raum). Der Deckel war hier immer drauf, das Flugloch war mehr mittig, im oberen drittel war eine Abtrennung zum Deckel und von aussen sah der Korb fast aus wie ein normaler Stülper. Hat sich aber nicht durchgesetzt.


    Den Schweizer Zylinderstock mit halbhohen Aufsatzringen und Deckel. Die Bienen hatten meistens wenig Lust in den leeren Raum nach oben zu steigen. Man hat es auch mal mit untersetzen und anschließend aufsetzen probiert. Ebenso gab es für diesen Korb einen Holzaufsatz mit Rähmchen.


    Der Schweizer Glockenkorb mit Spundloch zum Füttern und für einen Aufsatz mit Rähmchen.


    Den Kanitz Volksstock der funktionierte wie Zander in rund und ohne Mittelwände.


    Den Herrmannsburger Kanitzkorb der anknüpfte an die Idee des Kanitz Volksstock nur in eckig mit Rähmchen im eckigen Strohaufsatz.


    Den Gravenhorster Stülper mit Rähmchen und Schied als eine Art Einraumbeute zum Stülpen.


    Den alemannischen Rumpf welcher meist im Schwarzwald eingesetzt wurde.


    Die Thüringer Walze als Einraumbeute für's Bienenhaus.


    Den odenwälder Stülper mit Aufsatzkäppchen.


    usw.

    Ergänzend zu den bereits genannten Trachten:


    Echter Lavendel/Lavandula angustifolia, 200-300 kg Honig/ha, Nektarwert 3 (von 0-4)
    blüht von Juli bis September


    Bei uns in der Südpfalz gibt es einige Bereiche in denen Lavendel im größeren Stil angebaut wird. Hat also schon einen Vorteil in der "Toskana von Deutschland" zu leben ;) .

    Ich bin eigentlich durch einen Freund darauf aufmerksam geworden weil dessen Schwester bereits Lavendel anbaut.

    So wie ich das sehe, könnte das tatsächlich eine jährlich wiederkehrende zuverlässige Tracht sein. Lavendelhonig aus der Korbimkerei wäre durchaus was :) .

    Und eine Spättracht wie die Heide wird auch nicht erforderlich sein. Die späte Heidetracht ist auch immer ein Ritt auf Messers Schneide, daß man die Varroa-Behandlung noch rechtzeitig startet. Das gilt natürlich auch für Kastenimkerei. Für den Anfang würde ich auf Spätracht erstmal verzichten.


    Ingo sagte mir, dass das ganze System auf Spättracht beruht. Alles was davor ist, kann man quasi fast vergessen.... ich muss Rase da halt recht geben. Korbimkerei ist arbeitsaufwendig und schwierig... aber nicht unmöglich :) .

    Grundsätzlich finde ich die dunkle Biene interessant. Das liegt aber nicht unbedingt an der Imkerei, sondern eher an der Tatsache, dass ich es generell befürworte, ehemals ansässigen Tierarten eine Rückkehr zu ermöglichen. Ob Biene, Wolf oder Bär, macht für mich keinen Unterschied (soll jetzt keine Diskussion lostreten ;) )


    Wie bereits angesprochen nutze ich aber momentan das, was gerade zur Verfügung steht. Da sich ohnehin jeder etwas Anderes hält (was unabhängig von der persönlichen Moralvorstellung auch meist legal ist), macht es keinen Sinn sich bestimmte Königinnen zu kaufen, mit dem Resultat, dass ein Jahr später sowieso alles durcheinander gerührt wird.


    Eine richtige schwarmaktive Biene war per se, nicht zwangsläufig die dunkle Biene, sondern eher die Unterart „Apis mellifera mellifera lehzeni“. Die Lehzenbiene war voll und ganz auf Schwarmimkerei ausgelegt aber ich denke nicht, dass es hiervon noch wirklich viele gibt.


    Allerdings wird’s jetzt wirkich OT. Meine Anfangsfrage wurde jedenfalls beantwortet und ich werde mal prüfen ob ich im Bereich des Rheins und dem sumpfigen Gebiet der Nebenarme das Springkraut finde :).

    Warum „hatte“? Man bekommt doch noch dunkle. Wie ich hörte, sogar richtig gute.

    Stimmt, es existieren mittlerweile wieder ein paar Züchter. In wie weit die Bienen besser oder schlechter sind kann ich leider nicht beurteilen. Bei der verschiedenen Bienenrassen ist mein Wissen noch eher rudimentär :/.



    Moin, also wäre es genausogut möglich, noch einzufüttern, falls du keine Tracht findest, korrekt?

    Klar, machen die Heideimker nach der Heide auch bei ihren Körben. Die Völker in den Körben (die ja auch etwas kleiner ausfallen), brauchen auch deutlich weniger Honig. Rob war, nach dem kompletten Wechsel auf die Körbe, tatsächlich überrascht wie wenig er einfüttern musste für den Winter. Ich meine mich an eine Zahl von ca. 12kg zu erinnern. Der Kurs bei Rob ist nun auch schon wieder fast ein halbes Jahr her.


    Finde es klasse wie du dich für Korbimkerei interessierst

    Und uns mitnimmst.

    Ich geb mein Bestes ;)

    Meine Frau fotografiert ganz gerne und hat eine recht teure Canon Kamera die in der Lage ist auch Videos und Ton aufzuzeichen. Wie die Qualität ist müsste ich aber testen. Also die Video- und Bildqualität ist auf alle Fälle gut. Das Mikrofon ist bei diesen Cams aber nicht immer ganz so prall. Da meine Frau auch unsere Urlaubsaufnahmen gerne zusammenschneidet und Videos baut, könnte sie mir die Aufnahmen auch sichten und schneiden.


    Bisher hab ich über die letzten Wochen das meiste bei Instagram hochgeladen unter Korbimkerei.Huck (auch wenn ich noch keine Bienen in den Körben habe).


    Ich denke aber mal auf der Youtubesache ein bisschen herum ;).

    Aber bevor es Offtopic wird, eine Frage. Wieso musst du in der Korbimkerei denn so spät noch eine Tracht anwandern? Hat dass mit dem Naturbau zu tun oder weil du nicht füttern kannst? Meine einzigen "Erfahrungen" sind die Filme der Imkerei Klindworth (danke für den Tipp rase), dort wird nach der letzten Tracht noch eingefüttert.

    Ich habe mir das neulich erklären (und gebe es jetzt einfach sinngemäß wieder).

    Im Frühjahr ist das Volk in der Aufwärtsphase und bereitet sich auf das Schwärmen vor. Durch den begrenzten Platz, kommt es ja auch zwangsläufig zum Schwarm. In diesem Zeitfenster legen die Bienen viel Brut an und im Korb ist letzten Endes kaum Platz für Honig. Man kann natürlich Högel für Högel untersetzen, den Korb kann aber dann kein Mensch mehr umdrehen. Ab Juli geht das Volk in die Winterentwicklung. Das Brutnest wird kleiner und es werden Zellen frei für Honig bzw. es wird je nach Tracht auch noch etwas angebaut um Honig einzulagern. Die zu pflegende Brut wird auch etwas weniger. Wann die Rückwärtsentwicklung in der Brut beginnt im Juli, kann man kaum vorhersagen. Weshalb Ingo meinte das die Edelkastanie z.B. grenzwertig ist als Tracht. Eher eine spätere Tracht nehmen z.B. im August.


    Also letzten Ende hängt es mit der Biologie der Biene, dem Platz im Korb und dem Stabilbau zusammen.


    Rassetechnisch nutzt mindestens ein Korbimker mittlerweile die Carnica.


    Die dunkle Biene (er hat Jehova gesagt, steinigt ihn ^^) hat oder hatte hier ihre Vorzüge. Im Frühjahr ist sie langsamer in der Entwicklung und verbraucht daher weniger Vorrat. Gerade in frühtracht schwachen bzw. sommertracht starken Gebieten ist sowas durchaus von Vorteil.

    Ich muss tatsächlich meine Region nach größeren Springkrautvorkommen absuchen.

    Günter Pritsch schreibt dem Springkraut eine Nektarzahl von 2 zu bis in den August.


    Balsamine (Springkraut)/Impatiens glandulifera, 200-700 kg Honig/ha

    Du hast nicht übertrieben. Das ist eine Hausnummer =O.


    Topinambur gehört zur Familie der Sonnenblumen (Helianthus). Sie ist nicht einzeln bei Pritsch aufgeführt. Deshalb nehme ich die Sonnenblume als Maß.


    Sonnenblume/Helianthus annuus, 35-50 kg Honig/ha

    Mit dieser Angabe ist die Sonnenblume echt ein mieser Nektarspender und ich glaube hier wird nicht einmal von den hybriden Zuchtformen gesprochen.


    Ralf, getreu dem Kommunikationsquadrat von Friedemann Schulz von Thun, versteht A nicht immer das, was B eigentlich sagen möchte ;) .

    Vermutlich lösten deine kritischen Antworten bzgl. der Korbimkerei die Denkweise bei mir aus, dass Du kein Freund davon bist. Dann haben wir jetzt ja drüber gesprochen und es geklärt :).

    Ich versuche mir über die Korbimkerei soviel Wissen wie möglich anzueignen wie es eben nur geht. Ingo und Rob sind mir dabei sehr große Hilfen. Wenn man nach dem System "Information gegen Knechtschaft" arbeitet :D , dann bekommt man auch vieles gezeigt und erklärt was nirgendwo steht. Einfach Bienen reinstecken und warten war nie meine Intension dahinter. Ich verfolge immernoch das Ziel die Korbimkerei wirklich zu erlernen und zu praktieren. Ich bin davon zum Glück nicht abhängig und kann es entspannt angehen.


    Meine Frau meinte sogar ich solle mir einen Youtubechannel zulegen und meine ganzen Weg der Korbimkerei dokumentieren. Da traue ich mich aber irgendwie nicht ran ^^ .

    Bei deinen Kommentaren kann ich meistens nicht unterscheiden ob es Häme oder Hilfe sein soll.


    Woran ich das fest mache?


    Mein subjektiver Eindruck ist bisher, dass Du für Korbimkerei nichts übrig hast. Ist ja auch in Ordnung, jeder wie er will.


    Das Springkraut als Neophyt ist nicht gerne gesehen (auch wenn es für den Imker durchaus von Vorteil ist). Die Kombination in der Aussage mit „politisch reizvoll“ und „am besten noch mit der passenden Biene“ liest sich eher wie „Nimm deinen Korb, bestäube den Neophyt und setze Dir am besten noch die dunkle Biene rein“ (zumal ich das nutze was ländlich vorhanden ist.)


    Falls das so nicht gemeint war, entschuldige ich mich natürlich für meinen Kommentar und nehme den Rat dankend an.

    Was ist mit Sonnenblume?

    Es gibt Trachtkalender da stehen die bis Mitte September drin.

    Ich meine mich aber zu erinnern, mal in einem Forum gelesen zu haben, daß nicht alle Sonnenblumen-Sorten gute Tracht bringen.

    Bei den Sonnenblumen sieht es schlecht aus. Ältere Imker aus unserem Verein haben das letzte mal um das Jahr 2000 die Sonnenblume angewandert nachdem über Jahre hinweg, bedingt durch die Zucht, der Ertrag immer geringer wurde. Die Sonnenblume war die letzten Jahre bei mir in der Region kaum noch vorhanden aber kommt vereinzelt wieder zurück. Grund war wohl vor allem die Wirtschaftlichkeit dieser Frucht, die sie unattraktiv machte für die Landwirte.


    Wir haben eine "frühblühende" Topinambursorte, die im September in voller Blüte steht, ich weiß aber nicht, wie hoch da der Ertrag ist, umschwebt ist sie aber immer.

    Die habe ich bei mir in der Region noch gar nicht gesehen. Ich prüfe nachher nacher ob ich darüber was im Buch von Pritsch finde.

    Springkraut! Such Dir ein Feuchtgebiet mit Springkrautbewuchs. Mit dem Korb stell ich mir das politisch durchaus reizvoll vor. Am besten natürlich mit der passenden Biene.

    Wie immer nichts konstruktives von Phrase :D .

    Ich weiß, die Besenheide ist ein Gehölz, mir ist aber jetzt auch kein passenderer Name eingefallen für meinen Thread zu diesem Thema.

    Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass ich mich an dieser Sache mit der Korbimkerei, ziemlich festgebissen habe :D.


    Ingo hatten mir erklärt, ich brauche für den Korb zwar eine Spättracht, es muss aber nicht zwingend die Besenheide sein. Rob meinte, in einigen Gebieten nutzte man z.B. den Buchweizen anstatt der Heide. Meine Idee war zunächst die Edelkastanie. Die liegt aber im Grenzbereich und ist noch ein kleines bisschen zu früh um Sie mit dem Korb in einem vernüftigen Maße zu nutzen (Aussage Ingo).

    Also habe ich mir mein Buch von "Günter Pritsch" über die Bienenweide genommen und hab angefangen nach Spättrachten (August/September) zu suchen die ich nutzen könnte.

    Im Zuge dessen dachte ich mir, ich habe vielleicht eine Spättracht übersehen und jemand von euch könnte mir diesbezüglich einen Rat geben.


    Um das ganze einordnen zu können, ich befinde mich im Bereich deutsches Weintor/französische Grenze in einer von Landwirtschaft geprägten Region. Direkt vor der Haustür gibt es zwar extrem viel Weinbau (welche Überraschung beim deutschen Weintor ^^ ), ein Stückchen weiter gibt es aber dann mehr Möglichkeiten.

    Folgende (Massen)Spättrachten konnte ich finden (Quelle:Bienenweide/Pritsch)


    Besenheide/Calluna Vulgaris, 2-120 kg Honig/ha

    70km von mir entfernt in der Mehlinger Heide, jedoch kann man Imker da nicht leiden ^^.


    Büschelschön/Phacelia tanacetifolia, 214-496 kg Honig/ha

    Wird hier oft als Gründüngung ganzflächig auf dem Acker ausgebracht... gerade als ich die Angaben über die Nektarerzeugung der Phacelia geschrieben habe, stellte ich mir die Frage, warum ich in die Heide will :/ .


    Weißer Senf/Sinapis Alba, 22-100 kg Honig/ha (häufig als Gelbsenf bezeichnet)

    Im Durchschnitt nicht besser als die Besenheide und angeblich zuverlässiger. Gibt es bei uns ebenfalls sehr oft als Gründüngung und, so die Aussage eines Landwirts aus meinem Freundeskreis, das Kilo Saatgut Senf kostet weniger als das Kilo Saatgut Phacelia und wird deshalb eher bevorzugt.


    Buchweizen/Fagopyrum esculentum, 90-460 kg Honig/ha

    Leider eher Norddeutschland. In Ba-Wü wieder vereinzelt vorhanden. Evtl. irgendwann auch hier wieder in der Region.


    Klee/Trifolium, 20-150 kg Honig/ha

    Es gibt hierbei 4 Sorten im Buch von Pritsch. Die Angaben über den Honig sind Durchschnittswerte aller vier Sorten. In meiner Kindheit gab es im Spätsommer überall Klee. Heute ist er aus den Feldern leider verschwunden. Der ein oder andere Biobauer hat noch welchen. Allerdings müsste ich mich durchfragen wer und wo.


    Kornblume/Centaurea cyanus, 350-600 kg Honig/ha

    Der Endgegner unter den Spättrachten 8| . Zwar wieder häufiger, aber immernoch selten. Hier hatte ich ja mal die Überlegung mir einen eigenen Kornblumenacker anzulegen. Mir war die Pacht bzw. der zu entrichtende Ernteausfall von 400€ zu hoch. Würde ich in Angriff nehmen wenn mit den Körben alls klappt und ich die Gewissheit eines brauchbaren Ertrags habe.


    Bitte verzichtet auf die Frage warum ich mir das mit den Körben geben will... ich will es einfach 8).

    Und vielleicht kommt auch die Frage, wie ich diese Trachten aufgrund der jährlich wechselnden Örtlichkeit mit Körben anwandern will ;).

    Mein Kumpel (Schlosser), würde mir aus alten Gerüstteilen einen Wanderstand zusammenschweißen.


    Falls ihr jetzt noch Ideen habt für eine Spättracht, bin ich für alles offen.

    Achso, ich habe auf Honigtauerzeuger absichtlich verzichtet bei meiner Suche. Wir wissen ja, dass die Blütenhonige bienenverträglicher sind.

    Mich persönlich reizen die Strohmagazine leider nicht. Wobei es auch ein ganz eigenes System ist denke ich. Ich glaube gelesen zu haben, dass für die Magazine auch eher Schilf verwendet wird. Aber Hey, man wird durch einen Infothread über ein solches Thema nicht dümmer 😁. Lesen werde ich deinen Beitrag 😉.

    Ich würde das Wissen gerne erhalten bzw. bin hartnäckig dabei. Ich könnte hier in Süddeutschland sogar richtig in die Heide. Allerdings ist man im Bereich der Mehlinger Heide nicht unbedingt aufgeschlossen gegenüber Imkern. Imker ist dort einfach Imker. Ob er jetzt ein altes Handwerk erhalten möchte oder eine Holzkiste hat.

    Gestern hatte ich den Korbflechtkurs von Ingo Lau im Bieneninstitut Celle besucht. Zeit also für ein kurzes Fazit.

    Ich ziehe hier ein paar Vergleiche zum Kurs von Rob van Hernen. Ist evtl. ganz nützlich vorher einen Blick auf den anderen Beitrag zu werfen.


    Der Kurs von Ingo Lau finden im Regelfall dreimal im Jahr statt. Allerdings dreimal hintereinander in der selben Woche.

    Der Kurs geht offziell von 0900-1700 Uhr. In unserem Fall bis ca. 18 Uhr. Hier wird allerdings kein kompletter Korb gebunden sondern lediglich ein Weiselpott (sozusagen das Mini-Plus des Korbs).


    In erster Linie wollte ich den Korbanfang bzw. die Flechttechnik kennenlernen die Ingo verwendet. Diese weicht von der Korbflechtfibel bzw. der Technik von Rob ab. Ingo meinte dass die Technik der Korbflechtfibel auch eher holländisch geprägt wäre.


    Ohne Bilder kann ich die Unterschiede leider schwer erklären. Allerdings ist die Technik von Ingo, obwohl sie in der Flechtanleitung komplizierter aussieht, in der Praxis viel einfacher.

    Anders ausgedrückt, bei der Variante aus der Korbflechtfibel hat man den Eindruck, man hat immer eine Hand zu wenig. Insbesondere beim Korbanfang.

    In der holländischen Variante sticht man mit dem Pfriem von aussen nach innen. In der norddeutschen von innen nach aussen. Das hat den Vorteil, dass beim Flechten das Werkzeug immer im Korb liegt und nicht ausserhalb. Hierbei habe ich die Vielfalt der Pfrieme kennengelernt. Der sogenannte "Hohlpfriem" ist ein ausgezeichnetes Werkzeug zum Flechten (Bilder folgen irgendwann im Bereich der Korbwerkzeuge). Mein Pfriem aus dem Baumarkt ist zu dem etwas zu kurz und zu schmal. Das bereitet mir schon beim Korbanfang Probleme.


    Weitere Erkenntnisse...


    Flechtnadeln...

    Ich werde meinen Beitrag im Bereich Korbwerkzeug ein wenig anpassen müssen. Die Flechttechnik von Ingo zielt darauf ab, dass die Körbe sehr fest gebunden sind. Durch ständiges schieben, ausrichten und nachspanne. Das führt dazu, dass man die Nadel beim Flechten zwar rein, durch das dicke Ende aber nicht herausbekommt. Logische Schlußfolgerungen, weniger fest binden (naive Idee von mir). Dadurch werden die Körbe aber "weich". Sobald Belastung durch die Bienenwaben auf Wände und Decke kommt, sackt der Korb nach innen. Die Körbe sind zum Wandern dann auch weniger geeignet und draufstellen sollte man sich auch nicht. Rob nutzt, wie auch Ingo, keine Flechtnadeln.


    Speile...

    Ich habe mir bereits Speile aus Hasel angefertigt allerdings sollte ich dringend Hagebutte (Hundsrose) verwenden. Andere Hölzer sind anfällig für Wurmfrass. Der Wurm stört sich an den Bienen recht wenig und der Imker bemekt es nicht oder besser gesagt, er bemerkt es erst dann, wenn beim Abstoßen des Korbs der gesamte Wabenbau den Abgang macht.


    Flechtringe...

    auch hier muss ich im Bereich Korbwerkzeug nochmal Ergänzungen tätigen.

    Weshalb spricht Lehzen von 7-8 cm Wanddicke? Das war eine kurzzeitige "Modeerscheinung" ohne wirklichen Mehrwert. Man war wieder ganz schnell im Bereich um die 5cm. Dummerweise ist die 4. Ausgabe von Lehzen eben in dieser Zeit erschienen und die Angaben wurden somit "verewigt".


    Flechtrohr...

    Mein Flechtrohr ist zwar zum "üben" in Ordnung, mit 6-8mm breite aber zu schmal. Häufiges ziehen und spannen können es schnell abreißen. Ingo hatte einen Korb dabei den er mit 10-12mm breitem Band gebunden hat. Sieht sehr schön aus, ist robust und man muss natürlich deutlich weniger Stiche mit dem Pfriem machen. Theoretisch kann sich die Anzahl der Stiche mit dem Pfriem halbieren. Auf einen ganze Korb gesehen ist es eine echte Ersparnis.


    Im Anschluss an den Kurs sind wir noch durch das kleine Korbmuseum. Die Sammlung ist sehr interessant und auch für weniger Korbbegeisterte ganz schön.


    Fazit:

    Wie bereits im anderen Beitrag erwähnt, ist ein Korbkurs von nur einem Tag ganz ok aber eben nur ein kleiner Einblick.

    Ich bin mittlerweile aber der Meinung man sollte am besten alle gängigen Korbkurse mitmachen wenn man sich für dieses Gebiet interessiert.

    Mein nächster und letzter Kurs wird der Kurs in Koblenz. Ich muss aber ehrlich gestehen, meine Erwartungen an einen süddeutschen Korbkurs sind, nach den beiden Kursen in Norddeutschland, eher gering. Ich möchte nicht voreingenommen sein aber die Expertise liegt nunmal im Norden. Hierzu werde ich dann ebenfall einen Beitrag schreiben.


    Ich habe in den Kursen bei Rob und Ingo festgestellt das die Beiden ein unglaubliches Fachwissen besitzen zur Korbimkerei (mal fernab vom Flechten). Die Beiden werden aber leider auch nicht jünger und die Quellen zur Korbimkerei immer weniger.