Beiträge von Maximilian

    Über die letzten Monate hatte ich mich sehr viel mit der Korbimkerei beschäftigt. Um auch anderen die Möglichkeit zu geben, sofern Interesse besteht, habe ich die gängigen Bücher mit Quellenangabe zusammengestellt. Es hat eine ganze Weile gedauert die ganzen Werke zu finden.

    Ich werde den ersten Beitrag in diesem Thema immer wieder bearbeiten um ein wenig die Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Wenn sich eine Änderung ergibt schreibe ich immer einen Kommentar dazu.

    Bei den kostenpflichtigen Büchern darf ich leider nicht verlinken.

    Wenn es mir von Seiten der Administration gestattet wird füge ich die Links gerne nachträglich ein.


    Viele Bücher sind in dieser Onlinebibliothek kostenlos zu finden. Unter dem Suchbegriff "Strohkorb" findet man für die verschiedensten Bundesländer Bücher zur Imkerei. Im Regelfalle steht in jedem Buch bis 1900 etwas zu Körben und deren Betriebsweise.

    https://digital.zbmed.de/apidologie


    "Die Hauptstücke aus der Betriebsweise der Lüneburger Bienenzucht - Georg Heinrich Lehzen von 1880"

    Zweifelsfrei ist es inhaltlich ein sehr gutes Buch zur Korbimkerei. Ich möchte aber nicht sagen es ist das Wichtigste, sondern lediglich das Bekannteste. Es gibt noch einige andere Bücher zur Korbimkerei. Zu finden unter:

    https://digital.zbmed.de/apido…2828142?query=Korbimkerei


    "Gerät der Korbimker in der Lüneburger Heide - Hans Günther Brockmann von 2009"

    Dieses Buch, welches ich im Internet leider nicht digitial finden konnte, ist einer sehr gute Ergänzung zum oben genannten Buch von Lehzen. Es erläutert in Bild und Text allerlei Begriffe, die man beim Lesen von Lehzens Buch findet, aber nichts damit anzufangen weiß.

    Bezug über:

    Imkermeister Andreas Le Claire, a.le-claire@gmx.de


    "Der Korbimker - Imkerverein Luzern von 1893"

    Es gibt eine "Neuauflage" für knapp 26 Euro bei Amazon. Ich hatte mir das Buch zunächst bestellt, aber wieder zurückgeschickt. Es ist lediglich eine schlecht abkopierte Version des Originals (Buchstaben z.B. schlecht lesbar). Die digitale Version ist wesentlich besser (und kostenlos). Zu finden unter:

    https://www.regensburger-katalog.de/TouchPoint/perma.do?v=ubr&l=de&q=1035=%22BV007424953%22+IN+%5b2%5d


    "Korbflechtfibel - Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen von 2004"

    Diese "Flechtfibel" hatte ich mir als erstes gekauft. Nach Rücksprache mit dem Bieneninstitut Celle sind aber einige Ratschläge nicht unbedingt zielführend. Z.B. sind Brombeerranken nicht sehr haltbar bei Körben. Flechtnadeln, selbst wenn glattpoliert und flach, lassen sich zum Nähen von Körben mit dicker Wandung kaum verwenden. Dennoch sind ein paar nützliche Informationen darin zu finden.


    "Anleitung zur rationellen Bienenzucht - Illgen Heinrich von 1875"

    In diesem Buch hat mir die Beschreibung zur Bildung von Kunstschwärmen bisher am besten gefallen.

    Auch in der damaligen Korbhaltung war klar, nicht jeder hat Zeit auf Naturschwärme zu warten.

    Die Verfahrensweise ist sehr eindeutig beschrieben. Zu finden unter:

    https://digital.zbmed.de/apido…content/titleinfo/2545512


    "Der Lüneburger Stülper, Anleitung zum Binden eines Bienenkorbes - Wulf Ingo Lau/Heinz Timrott von 1995"

    Die Flechtanleitung hat mehr Bezug zu den Lüneburger Stülpern und einzelne Arbeitsschritte sind im Detail besser erklärt. Ein Ersatz für einen Flechtkurs ist die Anleitung leider nicht. Bezug über (gegen eine Schutzgebühr):

    Poststelle.ib-ce@laves.niedersachsen.de


    "Bienengemäß Imkern - Günter Friedmann von 2016"

    Zugegeben, dieses Buch hat auf den ersten Blick, wenig mit der Korbimkerei zu tun. Inhaltlich werden aber einige wesentliche Punkte thematisiert wie z.B. Schwärme, Naturbau usw. Ich empfand es als gute Ergänzung zu den anderen Büchern.


    "Bienenkiste, Korb und Einfachbeuten - Dr. Friedrich Pohl von 2013"

    In diesem Buch waren für mich hauptsächlich die Seiten 39-63 Interessant. Hier erklärt Dr. Claudia Jäger in kurzen Worten die Korbimkerei in der Moderne. Hierbei wird auch das Behandlungskonzept gegen die Varroa und der Aufbau des hierfür benötigten "Korbbodens" erklärt.


    "Am Flugloch - Heinrich Storch von 1951"

    Dieses Werk ist eigentlich mehr eine "Problem - Antwort" Tabelle aber dennoch ein sehr guter Ratgeber wenn man einfach nur beobachten möchte.


    "Der praktische Imker - C.J.H. Gravenhorst von 1883"

    Hier geht es um den Gravenhorster Bogenstülper, seine Konstruktion und seine Betriebsweise. In anderen Büchern wird darauf hingewiesen das Gravenhorst sich die Idee eher vom "Torstock" abgeschaut hat als vom Lüneburger Stülper. Zu finden unter:

    https://digital.zbmed.de/apido…content/titleinfo/3047231


    "Badische Imkerschule - J.M. Roth von 1894"

    Hier geht es unter anderem um die Bienenhaltung in Körben in Süddeutschland. Zu finden unter:

    https://digital.zbmed.de/apido…content/titleinfo/5042635

    Ich weiß, der Beitrag ist relativ alt, dennoch würde ich gerne etwas dazu Posten. Die Frage könnte ohnehin gelegentlich wieder auftauchen. Zur Position der Fluglöcher habe ich im Buch "Badische Imkerschule" von 1894 eine Erläuterung gefunden. Bitte denkt daran, es geht um die damalige Denkweise und nicht ob es heutzutage sachlich richtig ist.


    Hier der Auszug...


    "Das Flugloch wird gewöhnlich an der Stirnseite der Wohnung eingeschnitten, über die Lage desselben sind die Meinungen geteilt. Die einen glauben, es solle wenigstens in einer Höhe von 15 cm über dem Bodenbrette stehen; in Lüneburg geht man darin sogar noch weiter. Andere wollen es unmittelbar über dem Bodenbrette angebracht wissen. Beide Ansichten haben manches für sich und manches gegen sich. Ein höher liegendes Flugloch bietet u.a. die Vorteile, dass sich dasselbe nicht leicht verstopft, dass schwächere Völker besser zum Flugloch gelangen und daher einige zur Reinigung geeignete Stunden eher benützen können, als wenn sie erst ans den Boden steigen müssen; auch vermögen die aufgeflogenen Bienen an rauen Tagen rascher ins warme Brutnest zu gelangen. Dem stehen aber wieder Nachteile gegenüber. Bei höherem Flugloch ist z.B. den Bienen die Reinhaltung der Beute von Toten und Gemüll sehr erschwert. Kommt der Imker schwächeren Stöcken nicht stets zu Hilfe, so gibt der Boden eine Brutstätte für Motten und Bienenläuse. Doch ist das alles nicht ausschlaggebend. Die Trachtverhältnisse, der Betrieb sprechen das entscheidende Wort. Naturgemäß verlege die Bienen das Brutnest in die Nähe des Fluglochs. Wenn sich dieses nun weit oben im Stocke oder doch in einer gewissen Höhe desselben befindet, so dehnt sich die Brut nicht nur in dem unteren honigleeren Teile der Waben, sondern auch noch etwas über das Flugloch aus. Der Honig muß mehr nach rückwärts angelegt werden, weil sich im Haupte zu viel Brut befindet. In Frühtrachtgegenden haben dann die Bienen nach Beendigung der Tracht, falls diese nicht eine ganz reiche war, zu wenig Honig im Überwinterungsraum . Stöcke mit unterem Flugloch werden hier überhaupt honigreicher, als solche mit höher liegenden. Letztere begünstigen mehr die Vermehrung des Volkes, sind also vorzugsweise Schwarmstöcke und haben ihre Berechtigung in Gebieten mit reicher Spättracht. Aus diesen Gründen hat man sich auch in Baden durchweg für das tiefliegende Flugloch entschieden. Noch ein anderer Umstand spricht dafür. Starke Völker atmen viel Kohlensäure aus. Diese ist schwerer als Sauerstoffund senkt sich daher an den Boden der Beute herab. Befindet sich nun hier das Flugloch, so kann sie entweichen, sich nicht aber ansammeln und den Bienen gefährlich werden. Dem Verstopfen ist im Winter durch fleißiges Nachsehen vorzubeugen. Das Flugloch soll 8 — 10 ein breit und 1 ,5 bis 2 ein hoch sein, sich nach innen noch etwas erweiternd. Mittels eines Blechschiebers wird eine beliebige Verengerung oder der Verschluss bewirkt. Wenn der Schieber durchlöchert ist , so kann das Flugloch im Winter soweit verengt werden, daß wohl Bienen heraus, aber keine Mäuse in den Stock gelangen können .Dreietagige Stöcke müssen im Honigraum ein zweites Flugloch haben. Dasselbe gestattet, die dritte Etage unter Umständen als eine selbständige Wohnung (Königinnenzucht, Reservevolk) zu benutzen; außerdem wird durch das zweite Flugloch an sehr heißen Tagen eine den Bienen wohltuende Lüftung des Stockes ermöglicht."

    ich habe mich heute zufällig mit einem Korbimker unterhalten, der immernoch Herzblut in die Korbimkerei steckt, weil seine Familie das in 5. Generation betreibt (Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass der Mann Ahnung hat).


    Im Spätjahr stehen die Bienen in der Heide, gegen August/September kommen die Bienen zurück, die Körbe werden abgetrommelt und das darin befindliche Wabenwerk samt Honig wird entnommen.


    Ich zitiere einen Absatz aus dem Buch "Bienenkiste, Korb und Einfachbeuten" von Friedrich Pohl.

    :"Die Korbimkerei ist eine die Bienengesundheit fördernde Imkerei. Mit der Schwarmbetriebsweise und dem regelmäßigen jährlichen Abstoßen aller Bienenkörbe erzielen sie eine bis zu 250% jährliche Wabenbauerneuerung. Moderne Magazinbetriebsweisen wie das celler Rotationsverfahren basieren in wesentlichen Teilen auf der althergebrachten Betriebsweise der Korbimkerei."


    Bevor jetzt jemand zur Diskussion ansetzt, der Text entstammt nicht meinem Geiste. Es steht aber jedem frei im Bieneninstitut Celle anzurufen und dort mit dem jeweiligen Ansprechpartner über die Korbimkerei zu "Philosopieren" 😁.

    Apropos Holzpresse....

    Ich habe jetzt schon Unterschiedliches gelesen.

    Meine Presse ist aus Edelstahl um möglichst hygienisch zu arbeiten.


    Heidjer hier im Forum schwört auf seine Stader bzw. Böhlingsche Presse aus Holz.

    Gepresst und Geschleudert!


    Auf der Seite von G. Wein gibt es eine Obstpresse (die auch von einigen zum Honigpressen verwendet wird) in deren Beschreibung steht :"Maische und Saft kommen nicht mit Metall in Berührung". Es sei gesagt, er vertreibt auch Edelstahlpressen.


    Nun Frage ich mich welche Einflüsse das jeweilige Material auf den Honig nimmt.

    Ich habe irgendwo mal etwas von Oxidationprozessen gelesene die sich auf den Honig auswirken könnten. Leider finde ich den Bericht nicht mehr.

    Ich muss nicht mit dem Auto von Frankfurt nach München fahren, zu Fuß kommt man auch an.

    Ich glaube dieses Analogie funktioniert nur bedingt. Es sei denn man bezieht es auf Notwendigkeit und Größenordnung.

    Ich gehe tatsächlich am Wochenende 5km zu Fuß mit Rucksack zum Einkaufen.

    Zur Arbeit fahre ich 30km mit einem Velomobil also einem Liegefahrrad mit Karosserie. Es dauert länger, es ist anstrengender und ich bin dem Wetter bedingt ausgesetzt.

    Muss ich 200km zu einem Seminar, fahre ich mit dem Auto.

    Man muss es in Relation sehen.

    Hat man ein paar wenige Völker im Korb und größtenteils den Rest im Kasten, dürfte es nicht zum Problem werden.


    moin. Sag bitte Bescheid wenn die Körbe fertig sind und bezogen wurden, würde mir das dann nämlich gerne mal aus der Nähe betrachten!?

    Das dauert noch ein paar Jahre aber dann auf alle Fälle gerne.


    Für Hobbyimker ist die Korbimkerei ungeeignet, da anders als die Magazinimkerei zeitlich nicht so planbar, das die notwendigen Arbeiten in die verfügbaren Zeitfenster fallen.

    Gem. der Literatur die sich mit beiden Betriebsweisen beschäftigt, lässt sich der Korb zeitlich ebenso planen. Wie waren deine Erfahrung mit dem Korb?


    Ich betone nochmal, ich stürze mich hier nicht in etwas rein. Nicht umsonst mache ich den Kurs bei Rob van Hernen der selbst mehrere hundert Völker in unterschiedlichen Körben hält.

    Sich mit alten Dingen auseinander zu setzen heißt nicht, dass man Rückständig ist.

    Ein Bekannter von mir schmiedet sich seine Nägel und Werkzeuge noch selbst mit nem alten stinkenden Ofen. Es gibt auch noch Landwirte die benutzen lieber das Pferd anstatt den Traktor (und die gehören nicht zur Kriegsgeneration).

    Zum Velomobilfahren komme ich noch zur Genüge 😁. Je mehr Geld ich beim Sprit spare, desto mehr kann ich in die Bienen stecken 😂.


    Ich denke nicht, dass der Scheibenhonig mit dem Naturschwarm zusammenhängt.


    Alois Alfonsus schreibt in seinem Buch "Die Korbbienenzucht in Verbindung mit dem mobilen Aufsatzbetrieb", dass man bei guter Tracht, Stabilbau im HR betreiben kann, egal ob Schwarm oder nicht, um Scheibenhonig zu ernten.


    Wolff Lebrecht rät sogar in Gänze von der Heidbiene im Korb ab (ausser man ist Heideimker) um keine Probleme mit der "Schwarmwut" zu bekommen.

    Solche Aussagen zeigen, dass Heidbiene und Korb, nicht grundsätzlich miteinander einher gehen in der Korbhaltung.

    Ich habe mich die letzten Tage und Wochen wieder relativ viel mit Körben beschäftigt. Diese Seite hier https://digital.zbmed.de/apidologie hat mich mit sehr viel Fachliteratur um 1900 versorgt.


    Der Grund hierfür waren vor allem das häufig genannte Totschlagargument "Hast du einen Opa der Schwarmwache hält?".


    Nun musste ich beim Lesen der Bücher feststellen, dass die Vermehrung der Bienen in Körben über Naturschwärme, nicht überall üblich war.

    Nachzulesen z.B. in:


    Anleitung zur rationellen Bienenzucht - Ilgen Heinrich


    Kunstschwarmbildung - Alois Alfonsus


    Bienezucht - Martin Döllinger

    Vor allem Ilgen Heinrich gibt eine gute Beschreibung für das Bilden von Trommelschwärmen. Bei Interesse kann ich die Anleitung hier gerne posten. Ich wollte euch aber nicht mit Text erschlagen.


    Begründet wurde das Vermehren über Kunstschwärme z.B damit, dass Geistliche, Lehrer und Beamte, keine Zeit hätten auf Naturschwärme zu warten.


    Mein Fazit (das sich im Moment auf Literatur stützt und nicht auf Erfahrung):

    Die Vermehrung der Völker über Naturschwärme ist mit Sicherheit die Bessere. Das gilt aber für den Holzkasten wie auch für den Korb.

    Kunstschwärme sind ebenso möglich. Beim Korb eben ein wenig anders.


    Da die Bücher auf oben genannter Seite kostenlos zur Verfügung stehen, werde ich einige herunterladen, umwandeln in PDF (und heutige Druckschrift), Falls am ein oder anderen Werk in PDF Interesse besteht, kann ich es gerne verschicken.


    Dieses Jahr bekomme ich ca. 1000 qm Roggen angepflanzt. Im Winter sammle ich mir Brombeerranken, baue Speile und es geht für 3 Tage zum Korbkurs nach Holland.

    Der Kurs beinhaltet übrigens nicht nur das Bauen sondern eine Einweisung in die komplette Betriebsweise. Ausflüge in die Heide sind natürlich auch geplant


    Auch wenn jetzt einige denken ich bin verrückt, ich halte euch gern auf dem Laufenden. Meine ersten Körbe werden frühestens in 2 Jahren (oder mehr) Einsatzbereit sein.

    Ich habe mir mal das Buch von Günter Friedmann zu Gemüte geführt und einige Internetseiten gewälzt.


    Ich würde es gerne handhaben wie im Buch (Ähnlich wie auch von Wolfgang beschrieben):

    Brutraum Naturbau, Honigräume Mittelwände. Das MW Wachs soll hierbei aus den BR Waben des Vorjahres kommen. Allerdings werden die HR Waben kein zweites mal verwendet. Nach einmaligem Gebrauch gehen sie in Kerzen über. Somit werden die Waben spätestens im Juli gepresst.

    Es ist mir bewusst,dass dieses System weniger Honig abwirft.

    Der Kanitzkorb kann in seiner Bauweisen mit Rähmchen im BR und HR verwendet werden wodurch eine künstliche Vermehrung möglich ist (auch damit imkert Rob). Was spricht dagegen anstatt Holz, probeweise Stroh zu verwendet ;-) ?

    Klär bitte auch, (vorher) wer Dir bei der Schwarmwache hilft. Ansonsten ist es weder für die Bienen, noch die Nachbarn nett

    Hier schreibt Rob, gibt es Methoden, um das Schwärmen zu verhindern. Nach eigener Aussage hält er einmal im Jahr seine Schwarmwache um das natürliche Schwarmverhalten zu nutzen. Die zweite Schwarmrunde, also nochmal 4-6 Wochen Schwarmwache, ist ihm dann doch zuviel :-D. Deshalb nutzt er andere Methoden um das Schwärmen zu verhindern.


    Wie gesagt, ich stürze mich nicht Hals über Kopf in etwas, was nicht praktikabel ist.
    Deshalb Kurse machen, Informationen beschaffen und sich dann Entscheiden :-).

    Wieder einmal vielen Dank für eure Informationen 😊.


    Tatsächlich würde ich irgendwann die Haltung von Bienen in Körben in Erwägung ziehen. Allerdings würde ich gerne versuchen das Traditionelle mit dem Modernen zu verbinden. Eine Haltung im Lüneburger Stülper wäre wahrscheinlich für meine Zwecke und meine Region eher ungeeignet.


    Der Kanitzkorb hat nun mein Interesse geweckt. Er kann in verschiedenen Versionen gefertigt und verwendet werden. Am ehesten käme die zweiteiligen Version in Frage. Unten BR im Stabilbau, oben HR mit Rähmchen. Hierzu habe ich die Seite von Rob van Hernen gefunden. http://www.degoederaat.nl


    Er bietet mehrtägige Kurse an mit Vorträgen über Korbimkerei sowie die Herstellung von Körben mit Gewinnung der benötigten Materialen.


    Hat jemand schon mal einen dieser Kurse besucht?


    Ich versuche über Sommer mal eine gewisse Menge an Roggenstroh zu bekommen. Bevor ich überhaupt an die Haltung in Körben denke, sollte ich wohl erstmal ein Dutzend davon bauen 😁.


    Wenn möglich werde ich mal einen Ausflug in die Heide machen. Allerdings bleibt abzuwarten was Corona noch so bringt.

    Servus Leute,

    Ich habe über die Suchfunktion einige Beiträge gelesen über die Körbe. Manche Fragen konnten mir weder die bisherigen Themen, noch Google beantworten.
    Bevor jetzt jemand schreit "Der Anfänger hat Bienenkorb gesagt, verbrennt ihn!" :D, möchte ich beschwichtigen, ich lerne auf Dadant, habe Mittelwände und orientiere mich am Verein ;). Nichts desto trotz, interessieren mich auch andere Dinge bzgl. der Imkerei.


    Der Bienenkorb war schon immer, zumindest nach meiner Wahrnehmung, das Zeichen der Imkerei. Somit ist es logisch mal danach zu googeln, wenn man überall nur eckige Holzkästen sieht.


    Nun wird der Korb nicht mehr unbedingt als zeitgemäß angesehen. Die Durchsicht ist schwer möglich (auch wenn Heinrich Lehzen das anders sieht), es gibt nur eine Tracht, BR und HR liegen zusammen usw. usw.

    Wurden Versuche unternommen mit einem Stülper zwei mal Honig zu ernten? Sprich, nach der Frühtracht Abtrommeln und erneut bauen lassen?

    Die nächste Frage ist wahrscheinlich sehr theoretisch aber wie würde es sich mit dem Beutenkäfer verhalten? Der Korb wird im Inneren ja sozusagen "geglättet" und mit Propolis überzogen. Hätte der Käfer dann entsprechend Versteckmöglichkeiten? Ich konnte es auf den Bildern leider nicht erkennen.

    Lehzen schrieb in seinem Buch, die Wärmedämmung im Korb wäre um einiges besser. Nun ist dieser Schinken schon über 100 Jahre alt aber trifft das immer noch zu?


    Imkert jemand aus der Forum noch auf Kanitzkörben?

    In der Theorie ist hier das Ernten von mehreren Trachten doch möglich? Zwar wird beschrieben es bezieht sich auf die Heidetracht, jedoch sehe ich wenig Unterschied zu einem heutigen Kasten.

    Vermutlich muss ich, ähnlich wie schon von euch beschrieben, eine Betriebsweise finden, die von allem etwas beinhaltet. Leider kann ich nicht einschätzen wie schnell die Bienen bauen im Naturbau.


    Eine Möglichkeit wäre z.B. grundsätzlich das Brutnest auf NB bilden zu lassen. Um den Bau zu beschleunigen kann im Frühjahr Futterteig in kleinen Menge verwendet werden, da es so nicht zum Honig eingelagert wird ( Quelle: 1×1 des Imkerns). Ich hab diesbezüglich schon Beiträge gelesen, in denen steht, dass Futterteig günstiger ist als Mittelwände und der Bau relativ schnell geht.


    Für den Honigraum kann man theoretisch Mittwände herstellen aus eingeschmolzenem Wachs der Bruträume. So hat man jedes Jahr neues Bauwerk und weiß woher das Wachs für den HR kommt (so die Theorie). Es sei der


    Wie sieht es eigentlich aus mit Verfahrensweisen wie TBE oder Bannwabenverfahren?

    Bzw. welche Alternativen zur AS nutzt ihr?