Beiträge von ImkerBruno

    Hallo zusammen, hallo nassauer ,

    die Schweizer haben ja für alle interessierten Imker eine tolle Möglichkeit für das Stöbern in ihrem Bestand der Bienenzeitung eingeräumt. So findet sich im Heft1 2016 ein Artikel zum Käfigen der Königin im Scalvini im Brutrahmen mit Oxalsäurebehandlung im Sommer zur Varroa-Bekämpfung. Dabei auch eine Gegenüberstellung zur Ameisensäurebehandlung. SBZ-Archiv 2016 Heft 01 Seite 20 oder auch 1601-SBZ-web.pdf googeln.

    Kennst du aber vielleicht schon.

    Grüße Bruno

    Hallo 12er ,

    gern, kommt am Wochenende mit einigen Erklärungen zu den einzelnen Lebensphasen sowie zu den Annahmen und Gültigkeiten. Ich werde zum Ausprobieren auch eine echte Jahreskurve hinzufügen. Das Ganze aber weiterhin offen halten. Bitte, immer als Hypothese betrachten. Es gibt keine Gewähr für die Richtigkeit. Bienenvölker sind komplex wie alles Lebende und damit im Detail nicht vorausberechenbar!!!!!

    Bruno

    Hallo Thanaidh ,

    Das Jahr hat gerade erst begonnen; der Schwarmgedanke bei den Völkern ist noch Wochen entfernt. Gern diskutiere ich das alles etwas später. Momentan bin ich mit einem anderen Thema beschäftigt.
    HEUVEL ist interessant, inspirierend; man muss nicht alles nachmachen, jedenfalls hat er sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und liefert eine gute Basis, um kritisch zu hinterfragen und Dinge auszuprobieren. Er beschreibt manchmal die Sachen so und rechnet anders. Beim Buch habe ich die 1. Auflage. Warum 0,5 für Januar, weiß ich nicht.

    Es gibt eine Reihe von Arbeiten anderer Autoren, die wimmeln vor Korrekturfaktoren. Bienen räumen Brut aus, Jeder Monat anders bewertet ... usw. usf. Solche Dinge kann man berücksichtigen, wenn man verlässliche, belastbare Daten hat. Habe ich nicht, mache ich nicht!

    Hallo BreadOnToast ,

    vielen Dank, werde mein Glück versuchen und die Sachen aufdröseln.

    Grüße Bruno

    BreadOnToast

    Toll wie Du das machst, aber irgendwie reichen da meine IT-Kenntnisse nicht aus - leider.

    So verstehe ich die Daten nicht. Zu komplex.

    Uns interessiert nicht der Zeitraum Juli bis Dezember 2021, sondern 01.01. bis 30.06.2021 und da die Tagesmaximaltemperatur. Könntest Du da mal eine cvs- oder txt-Datei für z. B. Berlin/Brandenburg generieren oder Potsdam z.B.

    Dann könnte ich das mal in eine Excel-Tabelle einfügen. Wäre prima, danke!

    Imker Bruno

    Hallo Thanaidh ,
    vielen Dank, das ist eine sehr elegante Lösung.
    (Intern hatte ich bei meiner ausführlichen Tabelle folgende Zeile stehen:

    =WENN(C19>0;$M$3*POTENZ(C19;$M$2);0)/$M$4 ( $M$4 = 1)

    über den Faktor $M$4 kann man eine Korrektur setzen. HEUVEL hat für Januar 2017 einmal nur die Hälfte der Brut angesetzt (Buch S. 82). Hatte das mal nachgerechnet.)


    Hallo nassauer ,

    ... fehlen da noch Makros oder Formeln?

    Ja, habe die Tabelle bewusst einfach gehalten, später kommt mehr. Trotzdem kannst Du damit spielen und beliebige Daten einsetzen. Mache ich auch so, wenn ich für einen Imkerfreund einen Verlauf berechne.


    Hallo BreadOnToast ,

    sehr interessant. Quelle kannte ich noch nicht. Leider kann ich Deine zip nicht entpacken. Kannst Du Deine Herangehensweise bitte etwas ausführlicher erläutern. Danke.
    Denke bitte an die Urheberrechte bei Nutzung. Hatte da schon Probleme hier im Forum.

    Imker Bruno

    Hallo beemax,

    Danke für die Aufmerksamkeit. Schön, dass es bei Dir geklappt hat mit der Voraussage. Ich muss mir irgendwie helfen, da ich keine Schwarmkontrolle mache und Raumgeben hat scheinbar bisher geholfen. Schiede aber extrem scharf (max. 5 Waben - steht noch bevor)!

    Imker Bruno

    Hallo zusammen, Hallo beemax,

    vielen Dank für die Hinweise. Das nimmt mir schon einmal die Angst. Werde versuchen alles richtig zu machen. Erst einmal mit zwei Völkern probieren.


    Hallo nassauer,

    Danke auch für die Tipps zum Bau der Bannwaben (im Vortrag). Habe statt gestanztem Gitter welche mit runden Kunststoffstreben benutzt. Die Idee mit der U-förmigen Tasche ist echt gut.

    Bannwaben.jpg

    Lässt sich leicht um den Wabenkörper legen. Hoffe, dass der Wechsel trotz vieler Bienen hinhaut. Die blauen sind nach Deiner Vorlage entstanden US-Dadant). Bei denen mit Metallgitter muss ich eine kleinere Wabe benutzen (Zadant in US-Dadant-Rahmen).
    Hast mir sehr geholfen - Danke!
    Imker Bruno

    Hallo zusammen, Hallo 12er,

    Ich habe einen Fehler drin. Die Anfangswerte müssen exakt in Beziehung zu C2 gesetzt werden.

    D2 = C2

    E2 = D2

    F11 = C2

    Dann sollte es klappen. Bei G23, H23 und K23 stimmt es.

    Ich hatte die Absolutwerte von C2 bei mir kopiert und nicht die Beziehung hergestellt.

    Gern auch eine korrigierte Fassung mit der Grafik, wenn gewünscht.


    Die Unterschiede gegenüber HEUVEL könnten im Folgenden bestehen:

    - HEUVEL lässt beim Brutgeschehen den ersten Tag weg (Anzahl Brut = 0)

    - Differenzen könnten in den Tagen bestehen (Stockbiene, Rundmade, Schlupf, Verdeckelt, neue
    Flugbienen usw. (Das ist Ansichtssache; Diff. vielleicht 1 Tag.)

    - Bei den Winterbienen ist das schon gravierender. HEUVEL geht von einer Mortalitätsrate 0,975 aus. Ich halte das für nicht richtig. Das ist eine exponentielle Entwicklung mit einer Halbwertszeit von 28 Tagen, d.h. nach 28 Tagen habe ich nur noch die Hälfte der Bienen. Ich habe mehr einen linearen Verlauf, der sich an den Zählungen der alten Meister orientiert mit einer Sterbequote (50 - 100 Biene täglich; je nach Anpassung und Volksgröße). Letztlich ist das nicht ganz so wichtig, weil sich zur Schwarmzeit bereits alles ziemlich normalisiert hat und die Winterbienen nicht den Einfluss haben.


    Hallo nassauer,

    um den Workshop beneide ich Dich. BRETSCHKO ist einer der ganz Großen mit Zählen und Messen. Bei ihm kann man viel lernen. Seine Bücher später weitergeführt von MOOSBECKHOFER sind eine Fundgrube.
    Ich komme mit dem Forum noch nicht ganz klar. An einer anderen Stelle hatte ich schon mal geschrieben worauf ich hinaus will: BRETSCHKO hat 1978 einen Messwert gesucht für optimalen Brutraum-Zargentausch. 1985 hat er dann das Schwarmverhalten untersucht. In „Naturgemäße Bienenzucht“ 1985 sagt er: „Jedes Bienenvolk gerät während der aufsteigenden Entwicklungsphase in eine unterschiedlich ausgeprägte depressive Phase.“ Diese kritische Phase kann ein Schwarmfieber auslösen. Die Intensität dieses „Fiebers“ hängt von der Volksstärke, der allgemeinen vorausgehenden Entwicklung und von der Temperatur ab. Raummangel kann diesen Effekt z. B. noch verstärken.

    Das Ganze soll helfen, diese depressive Phase zu erkennen (die Zukunft kennen wir ja noch nicht) und ihr zu begegnen. HEUVEL hat den Faktor 120% als Hinweis auf beginnende Schwarmtendenzen genannt. Aber es gibt noch mehr Signale. Alles kann aber nur bei Völkern, die den o.g. Annahmen entsprechen, funktionieren: möglichst gesunde, gut gefütterte, ungestörte, also stressfreie Bienenvölker.

    Ich lege auch die Kurven von verschiedenen Jahren übereinander. Jedes Jahr ist anders. Aber es geht nicht darum, hier eine Übereinstimmung zu finden, sondern um die Steilheit des Anstiegs der Brut und dem Zeitpunkt der anschließenden Dämpfung im konkreten Jahr. Erkenne ich den, begegne ich der der Schwarmtendenz durch gezielte Raumgebung.

    Ich kenne den Zustand im Brutnest nicht, denn von Oktober bis Ende Juni bleiben die WV unangetastet (außer Schieden).

    Die Temperatursummenmethode ist auch eine feine Sache bei den Pflanzen, um den Blühzeitpunkt zu bestimmen.

    Bisher habe ich TBE praktiziert. Da ich in diesem Jahr bei zwei Völkern das Bannwabenverfahren ausprobieren möchte, bin ich auf Euren Rat angewiesen.

    Die Königin wird auf Bannwaben insgesamt für 27 Tage separiert und kann dort weiterlegen. Beginnen werde ich 2 bis 4 Wochen vor Ernte. PREUSS beschreibt das Wegsperren der Königin sogar schon ab 23.05. Nun gut, ich versuche es nach Anleitung von BÜCHLER. Den Plan mit den terminierten Schritten habe ich fertig. Ich brauche immer eine Liste, damit es zügig geht. Die Bannwaben habe ich nach Anleitung von nassauer gebaut. Sie sind einfacher und handhabbarer als meine ersten, die ich auch für die Vermehrung nutze. So habe ich vier zur Verfügung.

    Nun die Frage: Ich muss die Königin zweimal aus der Bannwabe fangen und umsetzen. Wie klappt das am schonendsten für die Königin? Das erste Mal einsetzen und das letzte mal freigeben ist relativ einfach. Aber die Zwischenschritte, wegen der Masse der Bienen. Ihr habt da vielleicht schon einige Erfahrungen gesammelt.

    Imker Bruno

    Hallo FranzXR ,

    Nicht so verbissen sehen. Alles ungefähr und relativ.

    Übrigens kleiner Tipp für alle Interessierten für Zahlen (die Meisten kennen die Seite bestimmt schon): Einfach googeln "Mathematik für Imker" und "Glückshonig".

    Imker Bruno

    Hallo luffi

    Gewichte:

    Königinnen: 0,23 – 0,3 g. Ei ca. 0,3 mg. Arbeiterin im Durchschnitt: 82 mg.


    Mein Zellmaß auch 5,1 mm und ich denke 5 Waben US-Dadant sollten reichen.

    5,1 mm / 5,4 mm

    4,439 Zellen pro cm2 / 3,960 Zellen pro cm2

    US-Dadant:

    9.730 Zellen pro Wabe / 8.680 Zellen pro Wabe


    Max. 2. 500 Königinneneier/Tag ergibt bei 21 Tagen: 52.500 Zellen

    7 Waben / 6 Waben

    D. h. wenn Königin bei leeren Waben 21 Tage hintereinander stiften würde (tut sie das?).

    Königin legt bei 25 Grad Tageshöchsttemperatur: ca. 2.245 Eier pro Tag

    21 x 2.245 = 47.145 Zellen, d. h . 5 Waben sind ausreichend für meine Betriebsweise mit Schied.

    2.245 Eier auf einer Fläche von 506 cm2 (also 5 dm2) zu verteilen – schon beachtliche Leistung.

    Imker Bruno

    Elle: Brutphasen in warmen Wintern sind nichts ungewöhnliches. Hängt auch von der Gegend ab. Problematisch ist allerdings der Futterverbrauch, wenn es über eine längere Zeit geht und später solche Kältezeiten auftreten wie vergangenes Jahr.

    Deutlich zu sehen an den Temperaturen über 365 Tage für unsere Gegend.

    Wetterverlauf-Jahr.jpg

    Sollte es wieder kälter werden (deutliche Minusgrade), gehen die Bienen aus der Brut und Legestopp ist wahrscheinlich (Blaue Linie geht auf Null).

    2022-01-13-Brut-Bienen.jpg

    Nach wie vor scheinen sie bei uns aber Brut zu haben.
    Imker Bruno

    Ich gebe mich noch nicht zufrieden.
    Erneute Nachfrage (ausführlicher) am 10.01.22:


    "... vielen Dank für Ihre freundliche Antwort und der Zustimmung.

    Da das Datenschutzgesetz der EU ja so kompliziert ist, möchte ich

    trotzdem gern nochmal eine Frage stellen betreffend der Zukunft und ggf.

    Verwendung von Daten von wetter.com für die fachliche Diskussion der

    Bienenentwicklung.

    Ich gehe entsprechend Ihrer eMail davon aus , dass ich zu gegebener Zeit ein Bild von wetter.com mit Temperaturdaten (Tageshöchsttemperaturen) zusätzlich auch in einem Artikel für die Imkerzeitschrift verwenden darf und auch Temperaturwerte in eine Berechnungsformel einsetzen darf zur Berechnung des Brutgeschehens.

    Eine Bienenkönigin legt die Eier im Brutnest in Abhängigkeit vom

    Wettergeschehen, insbesondere der Tageshöchsttemperatur.

    Unsere Diskussion ist unter rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu

    betrachten und ich versichere Ihnen, dass ich damit keine kommerziellen

    Interessen verfolge.

    Im Internet handelt es sich bei den Diskussionsplattformen, so auch beim

    Imkerforum.de allerdings um eine kommerzielle Webseite, wo wir

    Imkerfragen diskutieren.

    Auch das möchte ich zur Sicherheit noch einmal anführen.

    Ich würde also bei allen meinen Aussagen, wo wetter.com vorkommt, diese als Quelle angeben und bei Bildausschnitten noch zusätzlich das Datum, oder ist auch noch der konkrete ausführliche Link erforderlich?"

    Die Antwort von Wetter.com (12.01.22):
    " ... wenn Sie die Quelle angeben und bei den Bildausschnitten auch das Datum, ist das ausreichend. Vielen Dank, dass Sie nochmal nachgefragt haben."
    Also, ich erwarte, dass wir konstruktiv weiter diskutieren dürfen.
    Natürlich bin ich letztlich dem Administrator dankbar, denn es ist wirklich ein sehr komplexes Thema.
    Imker Bruno