Beiträge von ImkerBruno

    Im April 2021 hatte ich einmal für den Imkerverein meine Top10-Liste der Imkerliteratur erstellt.

    • Marion Loeper, René Schieback, Tino Lorz: "Handbuch für die erfolgreiche Imkerei von Camille Pierre Dadant bis zum Angepassten Brutraum nach Hans Beer", ISBN: 978-3-9819599-0-1 -- darin enthalten: Camille Pierre Dadant: Dadant System of Beekeeping von 1920 und First Lessons in Beekeeping von 1934 in Übersetzung, Deutscher Bauernverlag, 2. Auflage, 2019
    • Bruder Adam: "Meine Betriebsweise", Ehrenwirth Verlag München, 94 Seiten, ISBN: 978-3-440-09185-2, 7. Auflage, 2002
    • Joachim-Hans Bergmann und Lutz Bergmann: "Moderne Betriebsweise im Magazinbetrieb mit kompatiblen Magazinen vom Typ Langstroth, Zander und Dadant", ISBN: 978-3-8322-4699-0, 129 S., Shaker Verlag Aachen, 1. Auflage, 2006
    • Gerdes, Werner: "Buckfast-Biene in der angepassten Dadant-Beute", 172 Seiten, ISBN: 978-3-946030-00-3, 2. Auflage, 2016
    • Ferdinand Gerstung: "Grundlagen für die rationelle Ein- und Durchwinterung der Bienen", Verlag Paul Waetzel, 3. Auflage, 50 S., 1902
    • Otto Rheinheimer: "Anleitung zur zeitgemäßen Bienenzucht", Leipzig: Verlag Hachmeister & Thal; 1. und 2. Auflage, 1952
    • Emil Preuss: "Preußsche Imkerschule" (Nach hinterlassenen Aufzeichnungen von Emil Preuss dem Verfasser des Buches "Meine Betriebsweise und ihre Erfolge" herausgegeben von Charlotte Preuss), Leipzig Verlag Theodor Fisher, 1920
    • Bretschko, Josef: „Naturgemäße Bienenzucht“, Leopold Stocker Verlag Graz – Stuttgart, ISBN: 3-7020-0501-3, 6. Auflage 1985, Nachdruck 1990
    • Storch, Heinrich: "Am Flugloch", 14. Auflage, 64 Seiten, D/1566/2018/1, Nachdruck 2018
    • Zimmer, Raymond: "Die Buckfast Biene", ISBN: 978-3-00-055156-7, 1. Auflage, 2017

    Finde sie nach wie vor aktuell. Ergänzen würde ich sie heute mit

    • Jungels, Paul: „Imkern: Praxis-Handbuch zu einer anderen Imkerei“ 2021 und
    • Pfefferle, Karl: „Imkern mit dem Magazin und mit der Varroatose“ 1984.

    Grüße Bruno

    Die Bannwabentasche ist bei mir gleichbedeutend mit Käfig für die Zuchtlatten. Dieser wird im weiselrichtigem Volk (Anbrüter) nach Starter bis zur Verdeckelung eingesetzt. So habe ich eine einfache Doppelnutzung.

    Bannwabenkäfig.jpg

    Statt Zuchtlatten wurde für die Brutpause eine Zander-Wabe mit Scalvini verwendet. Hier vor Einsperren der Königin.

    Scalvini mit Fangwabe.jpg

    In diesem Jahr hatte ich 2 Scalvini-Käfige im Einsatz. Mit vollem Erfolg. Jetzt Ende September kein Varroa-Fall auf der Windel.

    Hier ein Bild nach Entnahme der Fangwabe.

    Fangwabe.jpg

    Die Fangwabe ist eine Zander-Wabe mit Hoffmann-Seitenteilen, die eingesteckt wird in die Bannwabentasche. Die Königin kommt in den Scalvini-Käfig. Das Öffnen des Scalvini erfolgt durch das Gitter - also ohne die Wabe ziehen zu müssen.

    Abmessungen: Bannwabentasche 445 x 285 x 52 mm. Es wurde ja nach der Dicke gefragt - 52 mm. Fangwabe: 420 x 220 mm

    Bin mit dem Test überaus zufrieden. Danke Rudi.

    Im Winterhalbjahr erfolgt die Produktion von 8 weiteren Wabentaschen für das nächste Jahr.

    Grüße von Bruno

    Auch in diesem Jahr habe ich auf Schwarmkontrolle erfolgreich verzichten können. Es geht um 5 Wirtschaftsvölker (Kleinimker).

    Für den Erfolg sprechen meiner Meinung nach das Schieden auf 5 Brutwaben (US-Dadant), kein Füttern im Frühjahr, keine Eingriffe ins Brutnest wie überhaupt Streben nach Stressfreiheit und rechtzeitig Raum geben (Vermeidung einer Honigkappe über dem Brutnest).

    In diesem Jahr kam dazu (entsprechend neuem Varroa-Konzept) bei allen Völkern eine TBE als Schwarmvorwegnahme am 25.05. (gemäß TMT-Signal [Schwarmfiber für den 29.05. angezeigt]). Damit glaube ich dem Volk die Möglichkeit des Auslebens des natürlichen Schwarmtriebes gegeben zu haben.

    Ein geringerer Honigertrag ist zwar eindeutig ein Nachteil, ich erachte diesen aber nicht als so bedeutsam.

    Vielmehr war mir die TBE auch im Hinblick auf die Umstellung auf Zellmaß 5,1 mm und Eigenwachs wichtig. Für das nächste Jahr kommen hoffentlich zusätzlich genuine Einflüsse zum tragen über den kompletten Austausch mit hochwertigen Königinnen, was im August erfolgte. Momentan sehr geringe Varroa-Last.

    TMT - Ermittlung Brutkurve nach Tagesmaximaltemperaturen

    Hallo Rudi und Interessierte, auch von mir ein kurzer Erfahrungsbericht.


    Bei zwei Völkern erfolgte die Brutunterbrechung über Scalvinikäfig und Fangwabe in einer Wabentasche - Rudis Kombi-Methode. Bei drei anderen Völkern 2-Waben-Entnahme nach Ralf Kolbe mit Königinnen-Einweiseln nach 7 Tagen mit Umbildung der Völker in 3 je 2-Königinnen-Völker durch Trennung mittels Schied und aufgesetztem getrennten Honigraum.


    Allen Völkern vorangegangen war eine TBE Ende Mai mit Terminfestlegung nach Verfahren Schwarmzeitpunkt nach Maximaltagestemperatur.


    Hier soll das Scalvini-Verfahren kurz dargestellt werden. Das Besondere war, kurz vorher hatte ich eine nulljährige Königin (von 05/22) eingeweiselt, da die alte durch Fehlhandlung verloren ging. 2 Tage im Ausfresskäfig und dann direkt in Scalvini. Klappte überraschenderweise.

    Scalvini-Vorbereitung.jpg

    Das Bild zeigt Vorbereitung mit Käfig in eine Wabe eingebaut mit verdeckeltem Futterfeld.

    Scalvini-Brutnest1.jpg

    Am Ende dann ein schönes geschlossenes Brutfeld von Holz zu Holz. Die Analyse der Brut ergab eine gewisse Anzahl von Varroa-Milben im Zellengrund. Was ja das Ziel war. Volk brutfrei und Fangwabe vernichtet. Bei einem Volk mit einjähriger Wirtschaftskönigin ergab sich ein nicht so schönes großes Brutnest; der Effekt aber der gleiche.

    Scalvini-Brutnest2.jpg

    Behandelt bisher mit einmal OS sprühen.

    Alle Völker machen einen sehr gesunden, wabenstetigen und ruhigen Eindruck, was aber auch dem kompletten Austausch aller Königinnen geschuldet sein kann (Genetik). Auf allen Völkern sitzt noch ein Honigraum, weil sie, statt die Waben auszuschlecken, weiter Nektar eingetragen und verdeckelt haben.

    Bisher die Wirtschaftsvölker ohne Schwärmen bis zum heutigen Tag gebracht (begrenztes Brutnest (5 BW) und überdurchschnittliche Raumgabe HR).

    Nun aber ändert sich die Situation.

    Aufgrund der beginnenden „Kälteperiode“, die zu einer depressiven Phase nach Bretschko/Armbruster führt, mit deutlichem Signal Schwarmstimmung (siehe Modell Tagesmaximaltemperaturen), habe ich die beabsichtigte TBE mit der Frühjahrshonigentnahme gekoppelt und konsequent für 5 Wirtschaftsvölker und 2 Vermehrung-/Pflegevölker durchgeführt. Ziel ist es, auf Varroabehandlung künftig zu verzichten.

    Die Völker explodieren gerade, was das Verhältnis verdeckelte zu offenen Brut anbetrifft. Schwarmzellen nicht entdeckt, Spielnäpfchen ja.

    Ob Anfang August behandelt wird, richtet sich nach möglichem Befallsgrad.

    Grüße Bruno

    Alle Signale zeigen eine deutliche Schwarmgefahr auf, um den 23.05. Bis spätestens 28.05. muss ich Maßnahmen ergreifen. Das ist für meine Betriebsweise eine modifizierte TBE.

    Das hatte ich am 14.05.2022 geschrieben.

    Nun, alle Signale stehen auf rot.

    Nach dem „Kälteeinbruch" sollten die Schwarmtendenzen überproportional zulegen.

    2022-05-26-Zeuthen.jpg

    Das betrifft nicht nur meine Gegend, sondern gilt wohl Deutschlandweit. Habe mal zum Vergleich die Daten vom Hintertaunus für Rudi nassauer mit dargestellt. Deutliche Analogie erkennbar.

    2022-05-26-Löhnberg.jpg


    Alle o.g. Schwarmindikatoren treffen noch zu. Mir fehlt jetzt die Zeit für eine tiefergehende Analyse. TBE für 5 WV und 2 PV durchgeführt und mit Honigzwischenernte gekoppelt.

    Mal sehen, ob das Varroa-Konzept aufgeht.

    Bruno

    Heute aus den HR Bienen für Begattungskästchen entnommen und überrascht wie viele Waben beidseitig voll gedeckelt sind. Darüber aber auch noch Ausbau von Anfangsstreifen. Das alles über 4-5 HR.

    Frage ist, wieviel Zeit habe ich noch bis es mit Robinie und Linde los geht. Erbitte Schätzung des Zeitfensters. Möchte nächste Woche Zwischenschleudern.

    Heute Abend - Robinie:

    2022-05-17-Robinie.jpg

    Und 200 m weiter Linde:

    2022-05-17-Linde.jpg

    Heute in der Früh Dauerregen, dann ab Morgen 29 °C.

    Kastanien in Vollblüte.

    Die Wanderimker der vergangenen Jahre sind wie immer willkommen.

    Grüße Bruno