Beiträge von Sulz

    Guten Abend Jörg.


    Für den Moment, werde ich die Völker auf dem Heimstand, weiterhin "richtig" unbehandelt belassen.


    Ob ich dann auch bei einer reinen Schwarmvermehrung bleibe, hängt von den "anderen" Möglichkeiten ab.

    Ich habe mittlerweile Zweifel, dass das schwärmen das "Beste" für die Bienen ist.

    Stellt es doch auch eine Belastung für die Schwärme, und Restvölker dar.... Ob der "Brutstopp" dies kompensieren kann?


    Aber ohne Vermehrung, geht es eben nicht auf Dauer.


    lg sulz.

    Guten Abend Beemax.


    Meine Angaben, beziehen sich auf Schwärme aus unbehandelten Völkern.


    Dies zeigte sich deutlich bei den Völkern vom 2ten bis 5ten Jahr ohne Behandlung.

    Den Grund vermute ich darin, dass der Schwarm viele Milben mit nimmt.

    Zu Beginn wird nun zuerst der Bienenabgang ersetzt. Dabei verliert das Volk (nun ist es ja kein Schwarm mehr) noch gut 3 Wochen lang an Bienen. Nun kommt es zu einem ungünstigen Bienen-Brut Verhältniss, welches der Milbe günstigere Bedingungen zur Vermehrung bietet.

    Ich vermute auch, dass sich auf den Schwarmbienen eher Jungmilben, mit einer hohen Vertillität befinden. Gedanklich, ging ich dabei auf die schwarmfreudigere apis cerana, mit der sich die Milbe entwickelt hat.


    Bei dem Muttervolk, kommt es zwar auch zu einem Bienenverlust, jedoch ist der Anteil an Jungbienen, höher als im Schwarm.


    Dem ungeschwärmten Volk, stehen da mehr "Resourcen" für den Aufbau einer Milbenabwehr zu Verfügung.


    Bei den "Versuchsschwärmen", aus behandelten Völkern, gab es im ersten Jahr "ohne", kaum Probleme, und auch die Milbenbelastung, blieb bis im Herbst erstaunlich niedrig.


    lg Sulz.

    Guten Tag Jörg.


    Danke für deine Erklärung.


    Sind diese Zeitangaben nun Beobachtungen aus deiner Praxis?..Oder nur eine rein "theoretische" Zusammenstellung?


    Dies würde ja heissen, dass die Königinn bereits 8 Tage vor dem Schwarmabgang, die Eilage eingestellt hätte. Dies ist dann doch eine interessante Beobachtung.


    Meine oben genannten "Berechnungen" sind zwar schon recht Alt, stammen aber aus der Praxis, und entsprachen auch nicht meiner eigenen Theorie.


    Dies muss ich nun doch noch überprüfen.


    lg sulz.

    Guten Abend.


    An meinem Standort, haben Schwärme und abgeschwärmte Völker, mehr Probleme mit der Milbe, als Völker wo nicht schwärmen.

    Den Grund dazu, glaube ich heute zu wissen, aber um dies geht es mir hier nicht.


    Bei meinen eigenen Untersuchungen, lag die Zeit wo sich die Milbe nicht in der Brut vermehren kann (keine Streckmaden vorhanden);

    - beim "Muttervolk" 12-19 Tage.

    - bei dem Vorschwarm 11-14Tage.


    Nun habe ich aber gelesen, dass diese Zeit 4 Wochen lang ist (28 Tage).


    Wie lange, dauert bei euch dieser "Brutstopp", oder habe ich dabei etwas falsch verstanden?:/


    lg sulz.

    Guten Morgen Harald.


    Es ist zwar OT, aber etwas "Aufklärung" scheint mir noch wichtig.


    Mit dem Abhobeln, wird der Zellaufbau bei der Wabe zerstört. Dabei werden auch eventuell vorhandene eingeschlossene Keime/Gifte wieder freigesetzt.


    Die Bienen werden dies wieder in "Ordnung" bringen, obschon sie eigentlich mit etwas anderem beschäftigt waren.......Jetzt überlege mal, ob du damit den Bienen etwas gutes machst?.....Oder ob es nicht besser sein könnte, die Waben so zu belassen wie sie sind, und den "Umbau" den Bienen zu überlassen?....Oder noch besser, den Bienen die Möglichkeit zu geben, eine neue Wabe bauen zu können?


    lg sulz.

    Bei HR Waben 3-4 mm pro Seite stehen lassen, wurde hier ja schon beschrieben.

    Auch wenn ich jetzt ein wenig OT bin, bei BR Waben macht das keinen Sinn, wegen der Wabenhygiene.

    Guten Abend Apes.


    Mit dieser Einstellung, bist du sicher nicht auf dem falschen Weg......2 Mal Daumen hoch.


    lg sulz.

    Guten Abend Harald.


    Das "abhobeln" von Brutwaben, könnte ich dir nun nicht "Empfehlen". Schon gar nicht, wenn es sich um Brutwaben aus Naturbau handelt.


    Brutwaben aus Naturbau, werden von den Bienen schon recht früh (2Jahre?), ehemalige Mittelwände nach 3-4 Jahren "umgebaut".


    Dabei werden die alten Puppenhäute, auf die Mittelwand "gestampft", und darüber neue Zellen errichtet.


    Bei Ablegern, dann doch eher Neubau. (Mittelwände, oder Naturbau)


    Dies ist aber auch nur die Erfahrung von meinem Standort. Es kann auch sein, dass dies bei dir anders ist.


    lg sulz.

    Guten Abend.


    Von welcher Seite her nun dieser "Floh" ins Ohr gesetzt wurde, weiss ich zwar nicht. Aber mit ein wenig Denken, sehe ich dies schon klarer.


    Wen gibt es schon länger?


    Den Imker (früher gab es noch regionale Bezeichnungen dazu)?

    Oder diejenigen, wo die "übrigen" Wildbienen erfassten und ihnen einen Namen gegeben haben? (ich glaube, diese nannten sich "Insektenkundler", oder so ähnlich)


    Ich würde mal sagen, dass die Wildbienen zu einer Zeit erfasst wurden, wo es schon eine Koexistenz zwischen dem Imker und den "anderen" Wildbienen bereits gegeben hat.


    Wenn sich also seit dieser Zeit, bei den"anderen" Wildbienen ein Rückgang der Population festgestellt worden ist (dies bezweifle ich auch nicht), dann liegt dies nicht in der Schuld der Imker.


    lg sulz.

    Es gibt (nur) ein sicheres Selektionskriterium (laufender Überlebenstest).

    Guten Abend Manne.


    Nur das überleben (min 4 Jahre ohne Behandlung) ist meiner Meinung nach, die mit Abstand geringste Hürde.

    In diesen überlebenden, dann noch Zuchtvölker mit den gewünschten Eigenschaften für eine Imkerei zu haben, und diese Eigenschaften dann auch noch festigen zu können, ist zwar möglich, aber mit kleineren Bienenbeständen doch recht schwierig. Diese Eigenschaften dann auch noch auf einen anderen Bienenstand zu "übertragen" ist dann nochmals eine andere Sache.


    Eine breit abgestützte Selektion mit dem "Varroaindex", wie er bei den Zuchtgruppen mit behandelten Völkern betrieben wird, ist zwar nur eine "Vorselektion", bei der ich aber davon ausgehe, dass die überlebensrate nach dem aussetzen der Behandlung höher ist und auch der Anteil an Zuchtwürdigen Völkern.


    lg Sulz.

    Guten Abend Bernd.


    Danke für diesen Hinweis.


    Alois Wallner Randegg, (auch "Ameisensäure Wallner" gen.) kenne ich schon länger.

    Es gibt da noch einen weiteren Profiimker, welche mit selektiv kleinen Bienen auf den "Killerfaktor" selektiert. (um die 300 Völker)


    Der Arbeitsaufwand, ist dabei aber nicht zu unterschätzen.


    Ron Hoskins in England, arbeitet mit einem speziellen Raster, und kann damit auch die Ausräumrate untersuchen. (gelesen in der Schweizerischen Bienenzeitung 10/2019)

    Darüber werde ich sicher noch genauere Angaben bekommen.


    lg sulz.

    Langsam wird alles wieder sehr persönlich und ich neige dazu die Diskussion zu beenden...

    Guten Abend Hartmut.


    Für mich, ist dieses Thema schon länger "persönlich".


    Ich bin zuständig für die herrenlosen Schwärme, und Wildvölker in der Region, und weiss auch, was mit den Wildvölkern passiert. Zudem, amtiere ich als Wespen- und Hornissenberater.


    Als Berater für das "nicht Behandeln", bin ich auch dort an vorderster Front dabei, und hatte schon mit einigen "Ideologen" zu tun.


    Ich habe mich letzten Winter auch über die gesetzlichen Grundlagen zu den Vorträgen von Schiffer, Free-the-bees, usw, informiert.


    Die Vorträge von Schiffer und Co, gehören zu der Meinungsfreiheit, und sind daher nicht strafrechtlich verfolgbar.

    Bei der Umsetzung von diesen "Dingen", kommt der ausführende jedoch in die "Grauzone" einer strafbaren Handlung. (Z.B Behandlungspflicht)


    Den erklärten "Mist", müssen dann wieder die Berater, und BSV in der Gegend "ausbaden".


    Dem "gutgläubigen" Anfänger/innen will man dabei auch nicht auf die Füsse treten, und ich setzte dabei auf ehrliche Aufklärung, und Beratung.


    Meiner Meinung nach, wäre es wünschenswert, wenn es auch ein Forum geben würde, wo "gewissen Scharlatanen" das Handwerk gelegt wird.


    Meine eigene "persönliche" Meinung, nachdem ich die von mir gesuchten Informationen, in diesem Forum bekommen habe.


    mfg Sulz.

    Ich glaube die Blenden hätten jetzt wenig genützt, weil die Bienen ja schon 3 Wochen auf die Felder eingeflogen waren und sobald es die Temperatur zulässt wird gestartet. Im Winter bei Schnee nützen die Blenden sicher mehr.

    Dies ist auch meine Erfahrung.


    Bei vorhandener Tracht, wird diese auch genutzt, sobald die Temperatur dies zulässt.


    Am Abend, wenn die Sonne als Wärmequelle dann verschwindet, "erklammen" dann die letzten Sammlerinnen bei dem Heimflug.


    In meiner Gegend, kommt dies eher im Frühjahr vor, wenn bei der Saalweidenblüte noch Schnee liegt. Schnee, kann nicht wärmer als 0 Grad sein, und in höheren Lagen, sinkt die Temperatur bei klarem Wetter, nach Sonnenuntergang sehr schnell.


    Dies wurde früher als "Gesundfliegen" bezeichnet......Ich kann mich damit aber nicht besonders "erwärmen".


    lg sulz.

    Gestern hat sich der Torben Schiffer mit seinem Tree einem Imkerverein im Styroporkernland (Imkerverband SH: Segeberger) gestellt. Er hat den Saal nach über zwei Stunden lebend verlassen aber auch von den zahlreich Anwesenden hat keiner den Raum vorzeitig verlassen:

    • natürlich Holz: sägerauh und unbehandelt wg. Propolisierung
    • rund muss die Beute sein: Schimmelvermeidung
    • dickes Holz, der stabile Wärmehaushalt ist alles, deswegen ist die Bienenkiste auch am schlimmsten (flach; Honig ist im kalten Hinterzimmer)
    • Naturholz, damit die Kapilarwirkung des Holzes den Feuchtigkeitshaushalt
    • klein muss die Beute sein: weniger Flugaktivität, dafür mehr Putzaktivität (übelst ist die Mellifera Einraumbeute)
    • rundes Flugloch: direkter Einflug durch die Mitte
    • keine Rähmchen, keine Mittelwände: durch Rähmchen (Beespace) ist der Wärmehaushalt gestört, deswegen Schimmel, deswegen Nosema, AFB, etc.
    • hoch muss die Beute stehen: kein Insektenstaat überwintert in der Erde, Gitter-Boden zu!
    • Unter/In Bäumen: Beschattung, Waldklima mit stabilisierter Temperatur und Luftfeuchte
    • kein Zucker: nur Honig enthält die zusätzlichen Stoffe für Gesunderhaltung im Winter
    • keine Imkereingriffe, vor allem keine Säure: AS verätzt die Fühler und die Bienen verstümmeln sich selbst
    • keine Honigentnahme: im Schiffertree reichen wenige kg Honig zur Überwinterung (1/10 eines Beutenvolkes), der Honigdurchsatz in den Standardbeuten ist auch im Sommer zu hoch, deswegen verhungern die Hummeln und Wildbienen (besonders Stadtimkerei!) Trachtlücke durch Landwirtschaft ist auch ein Gerücht, die Megavölker verbrauchen zu viel
    • den Futterabriss im Winter gibt es auch nicht: verschimmelte Futterwaben, zu kalter Honig
    • Schwärmen muss sein: die Bienenvölker gehen nach 4 Wochen in die Brut, die Varroa wird aber infertil und kommt erst nach 8 Wochen wieder in Schwung
    • Wir haben wilde Honigbienen und müssen das weiter fördern um den Genpool nicht weiter einzuengen. Zucht ist Mist: Wabenstetigkeit, Cubitalindexe, wenig propolisierend, friedlich ist alles wesensfremd
    • Propolis ist ein Wundermittel, was im Schiffertree seine Wirkung voll entfalten kann und die Bienen gesund erhält

    Das ist er also, der selbsternannte "Pionier der Bienenforschung" (Selbstbewußtsein hat er!). Sein Imker-Kompromiss: den Schiffertree um einen Honigring oben erweitern und einmal im Frühjahr den super propolisierten Resthonig (ca. 5kg) ernten. Der ist nach gewiesen so toll wie Manukahonig und deswegen ist er genauso wertvoll wie 50kg DIB-Honig.

    Guten Tag.


    Ich lese da noch immer nichts über denn Sinn und Zweck dieser Beute.


    Hat Thorben Schiffer mal erklärt, welches Ziel mit dieser Beute erreicht werden will???


    lg sulz.