Beiträge von Apfeltasche

    Hallo zusammen,


    hänge mich hier mit einer Zwischenfrage ein:


    Wollte zwei unbegattete Jungköniginnen, die ich erst Mitte/Ende Juli brauche, in Begattungseinheiten „parken“ und die Zeit für den Hochzeitsflug nutzen.


    Habe eine EWK und einen Kieler Kasten genutzt, beide mit einer Portion Bienen besetzt und ab in den Keller für Weiselunruhe. Nach drei Stunden habe ich den Zusetzkäfig erstmal zum Beschnuppern unter die EWK gesetzt, nach weiteren drei Stunden die Jungkönigin in die EWK gesteckt. Die Kö rannte sofort wild durch die EWK und fing an, eine Drohne, die mit in der EWK gelandet war, abzustechen. Daraufhin kamen einige Arbeiterinnen und haben versucht, die Kö ihrerseits anzugreifen. Die Jungkönigin ist zwar noch da und wird mittlerweile quasi akzeptiert, scheint aber verletzt zu sein.


    Das hat mich so erschrocken, dass ich die andere Kö noch nicht zugesetzt habe.


    Hatte sowas noch nie, sonst hat das mit den Begattungseinheiten funktioniert. Auch vereinzelte Drohnen in den Kästen waren vorher nie ein Problem.


    Jemand eine Idee, woran das gelegen haben könnte? Vielleicht falsche Zusammensetzung der Bienen für die EWK?

    Danke für eure Anregungen!


    Habe jetzt zwei Jungköniginnen organisiert, die in den nächsten Tagen hoffentlich begattet werden. Der TBE-Brutableger bekommt dann zeitnah eine der beiden Königinnen direkt hinter einem Absperrgitter als Bannwabe.


    Kurze Frage noch zum Thema "Absperrgitter": Habe jetzt mal zum testen (eigentlich nur zur Vorbereitung der Bannwabe in der TBE) ein selbst gebasteltes vertikales Absperrgitter eingehängt, um die letzten drei Waben (Honigraum / kleiner Brutnest-Rest) vor einer Neubestiftung zu schützen (Vorbereitung Honigernte). Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Bienen das ASG überhaupt nicht verstehen bzw. nicht durch passen. Habe einen Holzrahmen genommen und dort ein handelsübliches Kunststoff-ASG zugeschnitten und eingefügt (vertikale Ausrichtung der Löcher). Habe es etwas beobachtet und die Bienen sind kein einziges Mal durch das ASG gekrabbelt (es sieht für mich auch sehr eng aus, aber gut, habe noch nie mit ASG gearbeitet.


    Kann es sein, dass Absperrgitter in der ERB nur mit Metallstäben vernünftig funktionieren? Und dass man ggf. noch die Ausrichtung ändern muss?


    Oder brauchen die Bienen etwas Eingewöhnungszeit? Soll kein Dauerzustand sein, sondern eigentlich nur für Ernte und für eine TBE-Bannwabe wenige Tage im Volk sein. Aber ich will die Bienen ja nicht einsperren.

    Als Alternative:


    Eine Bannwabe nehmen, sprich die Kö auf einen Teilbereich der Waben mit Absperrgitter beschränken (entweder Bannwaben-Aufsatzgitter oder vertikales Absperrgitter).


    Die Kö kann dadurch nur auf einer bestimmten Wabe stiften (achte aber auf die Größe um keinen Legedruck zu provozieren). Wenn die Bannwabe verdeckelt ist, kann sie entnommen werden.


    Ist auch als Alternative möglich, weil die Brut außerhalb ausläuft und sich so die Varroa-Konzentration in der Bannwabe konzentriert.

    Viele Ausführungen empfehlen ja zur Erneuerung und Varroa-Bekämpfung eine TBE zum Trachtende bis spätestens 15. Juli und gleichzeitig verbunden mit dem Vorschlag, den Brutableger als neues Volk anzulegen.


    Wenn im Brutling jetzt aber Nachschaffungszellen aus jungen Larven gezogen werden, dauert es 2 Wochen bis zum Schlupf und nochmal knapp 2 Wochen bis zur Eilage.


    Wir hätten also einen Begattungsflug Anfang August. Sorge mich, ob das nicht zu spät sein könnte (je nach Wetter und Tracht könnte es ja schon Drohnenschlachten geben). Und ob ich deswegen vielleicht (weil ein zweiwöchiger Urlaub ansteht) die TBE schon in den Juni vorziehen soll.


    Wie sind eure Erfahrungen mit aus TBE Mitte Juli gebildeten Brutablegern?

    Habe gestern aus meinem ERB-Volk einen Ableger gebildet und eine junge Reinzucht-Königin zugesetzt.


    Mich plagt noch immer der Wildbau im Ursprungsvolk. Überlege nun, zum Trachtende ca. 11. Juli eine totale Brutentnahme durchzuführen und dabei alle Brutwaben, insbesondere aber die alten völlig verbauten, in einer Brutscheune zu sammeln.


    Da ich noch nie eine so späte TBE durchgeführt habe, dazu eine kleine Frage:


    Überlege aus dem durch TBE gebildeten Brutableger noch ein eigenes Jungvolk zu bilden. Der Brutableger wird ja eine Nachschaffungszelle anlegen, die nachgeschaffene Jungkönigin müsste dann ja Anfang August in Eilage gehen. Fliegen so spät noch genügend Drohnen für eine Standbegattung? Oder bietet es sich an, für diesen Zweck bereits eine Königin bereitzuhalten?


    Habe eine beim Züchter reserviert, aber die käme schon Ende Juni, entsprechend einen Monat zu früh. Meine Bienenmasse reicht u.U. nicht, für einen Monat übergangsweise noch ein "Königinnen-Übergangshotel" anzulegen.


    Wie würdet Ihr vorgehen? Einfach Nachschaffungskönigin ziehen lassen oder zu Ende Juli eine fertige Jungkönigin zusetzen (der genaue Zeitpunkt des Einsetzens wäre da schwierig, da ja auf Brutfreiheit geprüft werden soll. Es wäre also nur ca. eine Woche Zeit, in der die Königin bereit stehen müsste...).

    Hallo zusammen,


    kleine Quizfrage zum Thema Vermehrung und Ablegerbildung:


    Wir hatten über Einwabenableger und Fluglingsbildung in der ERB gesprochen, da ein Verstellen der Völker bei einer ERB ja schlecht geht.


    Nun frage ich mich, ob sich das nicht kombinieren ließe, um gleich mehrere Ableger zu bilden.


    Also: Flugling bilden, aus der ursprünglichen Beute alle Brutwaben entfernen, wenige Arbeiterbienen plus Königin plus leere Waben zurücklassen (Königin-Flugling). Dadurch gehen die Flugbienen zurück ins nun geleerte Altvolk.


    Statt nun alle anderen Waben (Brutling) in eine andere Beute umzuhängen, könnte man die Brutwaben auch direkt aufteilen, zB 4 entnommene Brutwaben -> 4 Ableger und nach eintretender Weiselunruhe direkt legende Jungköniginnen zusetzen, die auch daraus bis zum Herbst noch überwinterungsfähige Völker ranziehen.


    Wenn man noch bis Ende Mai Einwaben-Ableger bilden kann, die sich ihre eigene Königin heranziehen (16 Tage plus eine Woche bis zum Begattungsflug), müssten doch auch mehrere Einwaben-Ableger plus zugesetzter Königin Mitte Juni noch möglich sein, oder?


    Die Dadant hoch-Waben haben ja ein sehr großes Brutbrett, das dafür reichen sollte.


    Oder hättet Ihr Bedenken wegen zu starker Schröpfung des Ursprungsvolkes im Juni?


    Bekomme mehrere Jungköniginnen, aber erst Mitte Juni. Reizt mich, daraus noch Einwaben-Ableger zu ziehen und zu schauen, wie die sich mit den großen Waben entwickeln.

    Hallo zusammen,


    das Bild von letzter Woche, Drohnen mit aufsitzender Varroa, scheint nur ein Zufallstreffer gewesen zu sein. Kontrolle mit geöltem Tuch auf Diagnosebrett über eine Woche ergab 4-5 Milben/Tag.


    Das halte ich, sofern es nicht mehr wird, für Mitte Mai bei der Volksstärke und geschlüpfter Drohnenbrut noch für akzeptabel. Werde ich im Auge behalten.


    Wie empfohlen habe ich den ersten der beiden schlimmen Wildbau-Rähmchen aus dem Brutraum ans Ende des Honigraums umgehangen. Die Brut läuft langsam aus, danach kann ich den Rahmen entfernen. Am Wildbau fiel mir dann, aufgrund nun weniger ansitzender Bienen, ein Spielnäpfchen mit benachbarter Weiselzelle auf, die so perfekt in den Wildbau gesetzt war, dass ich sie vorher nicht sehen konnte. Leider hatte ich keinen Spiegel dabei, um reinzuschauen. Handykamera klappte nicht gut.


    Mir kommen hier folgende Alternativen:


    1) Angesetzte Weiselzelle, die dann nicht weiter bearbeitet wurde, nachdem ich den Rahmen aus dem BR umgesetzt hatte.


    2) Da ist in den letzten Tagen eine frische Jungkönigin geschlüpft und ich habe einen Vorschwarm verpasst.


    3) Die WZ ist noch aktiv. Konnte aufgrund der ungünstigen Lage nicht reingucken, hatte keine Spiegel dabei. Meine einen gräulichen Schimmer gesehen zu haben, aber definitiv nicht komplett mit Futtersaft gefüllt. Die Zelle fand auch nur vereinzelt von Arbeiterinnen Interesse, die mal reinguckten.


    Für mich sieht der Zelldeckel aufgeknabbert aus, also tendenziell Variante 2. Es gibt noch viel unverdeckelte Rundmaden-Brut, also muss in den letzten 6 Tagen eine stiftende Kö da gewesen sein. Eine Jungkönigin käme da nur in Betracht, wenn sie schon vor 3 Wochen geschlüpft wäre und ich deswegen auch seit Wochen vergeblich auf einen Schwarm warte. Zu dem Zeitpunkt habe ich auch die alte Kö zum letzten Mal gesehen. Frische Stifte habe ich nicht sehen können, muss da nochmal mit Taschenlampe ran.


    Was meint Ihr?



    Nichtsdestotrotz plane ich, aus dem Volk Ende Mai noch einen Ableger zu bilden. Je nachdem, wann die bestellte Zuchtkönigin abholbereit ist, entweder direkt mit zugesetzter Kö oder erstmal via Nachschaffung.

    Habe bei meiner Eigenbau-ERB, die sich an den Janisch-Maßen orientiert, statt einer Weichfaserplatte im Innendeckel testweise mal ein Warre-inspiriertes, hinterlüftetes Heu-/ Strohkissen mit Baumwollbezug genäht. Bin mal gespannt wie sich das auswirkt.


    Im Original fehlt der Janisch-Beute die Hinterlüftung, wodurch ich erhebliche Kondenswasserbildung im Blechdeckel hatte. Daher habe ich im Eigenbau extra seitliche Löcher in den Innendeckel gebohrt, damit oberhalb der Dämmung ein Luftzug möglich ist.

    Wie war das eigentlich mit den Varroa auf Drohnen? Hast Du das mehr als einmal gesehen?

    Auf den Brutwaben liefen vereinzelte Drohnen mit rotem Punkt umher. Waren nicht viele, aber schon mehrere gleichzeitig. Habe den Diagnoseboden eingeschoben und schaue morgen nach Milbenfall. Ich hoffe, der Befall ist nicht zu hoch und das Bild ergab sich aus der frisch geschlüpften, vermilbten Drohnenbrut, die ich nicht wegschneiden konnte.


    Wie stehst du zur Kö-Fluglings-Bildung, um den Schwarm komplett auf frische Waben zu setzen (und damit auch Varroa einzudämmen)? Pia Aumeier schreibt ja für die klassische Magazin-Imkerei, dass ein rechtzeitig gebildeter Kö-Flugling wegen der vielen Flugbienen kaum Auswirkungen auf den Honigertrag hätte. Das müsste doch auch auf die ERB übertragbar sein, oder?

    Hi,


    danke für die Rückmeldung.


    Bilder kann ich erst beim nächsten Öffnen am Wochenende nachreichen.


    Wenn du sagst, dass starke Völker bereits jetzt die Kiste voll ausfüllen, dann stimmt mit meinem ERB-Volk etwas nicht. Es füllt jetzt erst 10 Rähmchen, davon auf 6 Waben (plus einer halben zusätzlichen Wildwabe) großflächig Brut. Die anderen enthalten etwas Nektar und einer wird kaum ausgebaut (weshalb ich von Schwarmstimmung ausging, nur dass es keine Schwarmzellen gibt.


    Ich ging bislang vom „starken Volk“ aus, da die Waben sehr dicht besetzt sind und ich vom Rähmchenmaß her auf andere Systeme umgerechnet hatte.


    Das Volk steht am Rand eines kleinen Eichenwäldchens, rundherum alte Linden- und Birken-Alleen, die gut angeflogen werden. Deshalb ging ich bislang von Linde als Haupttracht aus. Ansonsten gibt es viele Gärten im näheren Umkreis ohne weitere Haupttracht.


    Morgens bis mittags gibt es Sonne bis Halbschatten, ab Nachmittag Schatten.


    Vielleicht ist es aber auch der Standort, mit dem sich das Volk nicht wohl fühlt. Früher hat dort einige Jahre ein anderer Imker seinen Standort. Vielleicht hat es einen Grund, dass er den Standort aufgegeben hat.

    Ich überlege jetzt mit meinem ERB-Volk (das zu starkem Wild- und Querbau neigt und den Honig ungern fluglochfern sammelt, sondern jede Lücke auf den Brutwaben damit füllt) wie folgt vorzugehen:


    Nach den Eisheiligen bilde ich bei gutem Wetter einen Königinnen-Flugling am alten Standort. Die alten Brutwaben bilden einen weisellosen Ableger, der sich Nachschaffungszellen ziehen soll. Bei Bildung könnte ich die Weiselzellen auch käfigen, um eventl. später mehr als eine nachgeschaffene Kö für einen weiteren Ableger retten zu können (eventl. Umweiselung später mit Zucht-Kö vom Verein, aber erst Mitte Juni).


    Da ich wegen des Naturwabenbaus die Drohnenbrut nur in kleinen Teilen erwischt habe und etliches geschlüpft ist, sieht man leider auch einzelne Drohnen mit Varroa. Das gefällt mir gar nicht! Bei Flugling-Bildung könnte ich, je nach Befallsgrad, daher in brutfreiem Stadium direkt behandeln.


    Beim Ableger wird die Brut in den kommenden drei Wochen auslaufen, und dann ist auch dort die Sommerbehandlung möglich, dann kann ich auch endlich die alten verbauten Waben entfernen.



    Parallel überlege ich, da das Volk aktuell sehr stark ist und der Flugling somit sehr viele Flugbienen bekommen wird, ob ich einen Honigraum auf die ERB aufsetzen soll, so zum testen (gibt ja auch kein ausgebautes Wabenwerk zur Einlagerung). Da bin ich mir nur noch etwas unschlüssig. Bienen Janisch bietet dafür ein eigenes HR-Format an: Rähmchenhöhe ist wie DN flach, Breite wie Dadant-hoch. Habe zwar noch Dadant-hoch-Rahmenbausätze, aber das jetzt anzupassen ist mir zu viel arbeit. Stattdessen überlege ich, einen DN flach-HR 90° gedreht als HR aufzusetzen, so wie von bienenfred vorgeschlagen. Nachteil ist nur, dass das eigentlich eine vermurkste System-Kombination ist, da DNM breiter ist als die halbe ERB. Damit müsste ich, damit ich das Ding später noch mit Deckeln verschließen kann, eine flache Zarge basteln, die über die gesamte ERB-Länge geht und nur einseitig über dem Brutnest DNM-Flachrähmchen aufnehmen kann. Den daneben verbleibenden Hohlraum müsste ich verschließen.


    So kriege ich noch eine Vermehrung auf zwei ERB-Völker hin, die auf frischem Wabenwerk eingewintert werden können und den Wildbau los sind, der mir als Imker die Kontrolle so schwer macht.


    Da der Flugling bis Juni weiter massiv eintragen dürfte, besteht gleichzeitig die Chance, dass der HR bis zur Sommerernte dann voll ist und trotzdem einige Kilo geerntet werden können.


    Was meint Ihr?


    Climmo : schön, einen Leidensgenossen zu haben :-)


    Mein Gefühl ist, dass die ERB sehr viel Fingerspitzengefühl benötigt, was das Erweitern mit neuen Rähmchen angeht. Durch den nicht eingeengten Brutraum kann sich die Königin leicht auf die Honigwaben begeben und hierdurch aus einer Honigwabe eine Brutwabe werden lassen, gleichzeitig sind die Waben so groß, dass weniger Honigraum benötigt wird. Mir scheint, als sei das "heranziehen" gut ausgebauter und gefüllter Honigwaben bei der ERB schwieriger als bei Magazinbeuten, da auf den Hochwaben im Brutraum so viel Platz ist. In Magazinbeuten sind die Waben flacher und kleiner, wodurch an den Brutwaben kein Futterkranz ausgebildet werden kann, ergo müssen die Völker zwangsläufig nach oben in den Honigraum, der ihnen dann zur Ernte entnommen wird. Bei der ERB funktioniert dieses Prinzip entsprechend nicht. Mir erscheint die ERB deutlich bienenfreundlicher ( da viel mehr Platz zum selbstbestimmten Wabenausbau), aber dass der Honigertrag so weit runter geht, hätte ich doch nicht gedacht. Ich hoffe, ich werde meinem Wirtschaftsvolk wenigstens zwei volle Honigwaben zur Ernte entnehmen können um ein paar Gläser zum Eigenverbrauch füllen zu können.


    Die Idee von bienenfred #481 mit der aufgesetzten Flachzarge finde ich auch interessant, bedeutet aber einen Eingriff in das System (Zargenaufwand, weitere Rähmchen) und entspricht ja eigentlich nicht dem ERB-Konzept (Stichwort: Rückerfindung Dadant). Als Kompromiss kann ich mir das für die kleine Ableger-ERB (max. 10 Rähmchen) vorstellen. Die Bienen können dann oberhalb ihrer Brut einen Honigraum etablieren und es ist leichter, die HR-Zarge nach Tracht zu entfernen. Auf den BR bleiben immernoch mehrere Kilo Futter übrig und zur Herbsteinfütterung kann eine Hochwabe ergänzt werden. Gleichzeitig überwintern die Völker auf wenigen ERB-Hochwaben, was für den Wärme- und Versorgungshaushalt viel leichter und bienenfreundlicher erscheint, als in anderen Zargensystemen.


    Bienen Janisch bietet übrigens explizit für sowas eigene ERB-Honigraum-Flachzargen an. Scheinbar sind wir nicht die einzigen, die dieses Phänomen beobachten.


    Überlege, mir mal am Wochenende eine Zarge zu basteln und das zu testen. Sorge mich nur, dass das WV nach Kö-Ableger vielleicht nicht mehr stark genug ist, um den Honigraum zu füllen.

    Hallo zusammen,


    mein Einraumbeuten-Volk überrascht mich immer wieder.


    Bei einer Teil-Durchsicht vorletzte Woche entdeckte ich diverse Spielnäpfe, aufgrund der großen Bienenmasse ging ich von aufkommendem Schwarmtrieb aus. Parallel fand ich zum ersten Mal in dem Gewusel die fleißige letztjährige Königin, die ich dann noch schnell nachträglich zeichnen konnte.


    Es wird auch viel eingetragen, aber leider nur in Teilen in den Honigraum abgelegt. Viel wandert in die BR-Futterkränze. Trotz extrem starken Volkes ist daher derzeit noch nicht viel Ernte in Sicht (bislang vielleicht erst 1,5 Waben im HR voll). Wie optimiert Ihr da die Raumverteilung zwecks Ertragssteigerung? Ohne ASG wohlgemerkt?


    Zwischenzeitlich zweite ERB fertig gezimmert und wollte jetzt einen Ableger am Stand bilden. Bei der neuen Durchsicht dann die Überraschung: Zwar ist die Bienenmasse noch stärker geworden, mehrere Stücke Drohnenwabe angelegt und etliche Drohnen geschlüpft im Volk, aber keine angelegten Weiselzellen. Sogar die Spielnäpfe wurden scheinbar zurückgebaut. Als ob das Volk seinen Schwarmtrieb (vielleicht durch die paar kalten Tage zwischenzeitlich?) wieder abgeflaut hat. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mit zwei neuen Rähmchen so viel Platz gegeben habe, dass der Schwarmtrieb wieder sank.


    Wie sieht es mit eurem Schwarmtrieb aus? Gibt es schon Weiselzellen? Konntet Ihr schon Ableger bilden?


    Mich plagen ja seit Einschlagen des Volkes letztes Jahr im Brutnest drei Altwaben, die wegen falschen Abstands damals unsauberen Wildbau enthalten. Insbesondere im oberen Bereich haben die Bienen einen starken Dickwaben-Futterkranz angelegt, darunter ging die Wabe aber auf die reguläre Größe zurück. Am liebsten würde ich den überstehenden Futterkranz abschneiden, um die Waben zusammenschieben zu können. Aber das nimmt auch wirklich viele Vorräte vom Brutnest und sorgt für eine große Sauerei im Volk. Deswegen würrde ich die Waben lieber im Rahmen einer TBE/Brutscheune (geht aber erst nach Ende der Sommertracht) entfernen oder alternativ hinter einem Absperrgitter auslaufen lassen (aber wer imkert in der ERB schon mit Absperrgitter?).


    Tragisch war nun, dass das Volk in dieser Lücke, wie zu erwarten war, Wildbau angelegt hatte, mit einer abgehenden sich überlappenden und mit Nachbarrahmen verbundener Zwischenwabe. Sehr beeindruckendes Gebilde (wenn der Rahmen ausläuft, behalte ich den zur Ansicht!), aber auch sehr fragil. Ergebnis: Ein Wildbau-Brutwaben-Stück von Größe eines A5-Blattes brach ab und fiel in die Beute. Das Stück war so schief, dass ein Befestigen im Leerrahmen nicht mehr möglich war. lasse sie daher nun unten auslaufen und werde sie bei Gelegenheit entfernen.


    Werde jetzt einige Tage warten, ob die Kö diesen Faux-pas unbeschadet überstanden hat oder ob jetzt Nachschaffungszellen angelegt werden. Die Kö konnte ich nämlich auch nicht finden, entweder versteckte sie sich oder das Opalith-Plättchen ist wieder abgefallen. Aber eine Königin auf einer voll besetzten Wirtschaftsvolk-ERB-Wabe zu finden, ist schon eine andere Herausforderung als auf den kleinen DNM-Rähmchen.


    Frage in die Runde: Wie sieht es mit eurer Ablegerbildung aus? Wollte eigentlich per Schwarmvorwegnahme arbeiten und entweder einen Kö-Ableger mit der Altkönigin bilden, damit das WV eine Weiselzelle ausbrüten kann - oder aber eine Brutwabe mit Weiselzelle umsetzen. Mangels Weiselzelle wird das aktuell noch nichts. Abwarten auf Bildung? Oder eine BRIAS-Wabe entnehmen und auf Nachschaffungszelle setzen (auch wenn die Bienen noch keine Lust haben), dann z.B. als Flugling am alten Standort (und das WV versetze ich um zwei Meter) ?



    Möchte ungern länger als Mitte Mai mit der ersten Ablegerbildung warten, um dem neuen Volk genug Zeit zu geben.

    Hallo zusammen,


    zimmere aktuell, nach Erfahrungen mit der ERB von Janisch, nun meine erste eigene Einraumbeute.


    Bienen Janisch hat ja auch kleine ERB im
    Angebot: Als Ableger-ERB für 10 Rähmchen und eine 12er-ERB.


    Wie ist eure Einschätzung dazu?


    Klar, für voll ausgebaute Wirtschaftsvölker reichen die 10-12 Rähmchen nicht und man müsste nach oben mit Honigräumen anbauen - was eigentlich der Betriebsweise zuwider läuft.


    Gleichzeitig ist ja aber festzustellen, dass auch Wirtschaftsvölker nur zur Hochsaison mehr als 12 Rähmchen belegen. Ein Großteil des Jahres bleiben viele Bereiche der ERB frei.


    Ich überlege daher, zusätzlich zu meiner regulären neuen Eigenbau-ERB zusätzlich noch eine kleinere für 10-12 Rähmchen zu basteln, die wahlweise für Ableger im ersten Jahr genutzt wird oder alternativ in künftigen Hochsaisons für zwei Monate mit einem Honigraum-Aufsatz ergänzt wird. Vorteil wären Platzeinsparungen am Stand und eine flexiblere Handhabung.


    Was ist eure Meinung zu den kleineren ERB?