Beiträge von Pro. Polis

    Ich behandle im Spätsommer mit Ameisensäure und jetzt im Winter Restentmilbung einmal mit Milchsäure! Also nix zweimal, da die MS in der Wintertraube radikal wirkt!

    Das mache ich seit Jahrzehnten so und hatte nie Probleme!

    Da die Völker bei der MS-Behandlung brutfrei sind (ich überzeuge mich davon, da ich die Waben zur Hand nehme!), entferne ich so auch 90 % der Restmilben (und überzeuge mich gleichzeitig vom Futterstand und dem richtigen Sitz der Traube!).

    Bei OS Behandlung hofft man, dass die Völker aus der Brut sind .... (wenn nicht, ist das schlecht!)

    Man muß de Bienen schon ausreichend mit MS in die Wintertraube benetzen.

    Vllt. verwenden einige auch zu wenig Wirkstoff (MS) und die Wirkung kann so nicht optimal eintreten. (In den Filmchen von Pia scheint mir das arg wenig MS zu sein...)

    Oxalsäure schädigt die Bienen jedenfalls so sehr, dass man nur einmal behandeln darf. Ein zweites Mal wäre zu schädigend für die Bienen.

    Oxalsäure ist letztlich auch für den behandelnden Imker nicht ungefährlich. OS-Verdampfung erfordert schwere Gasmasken ... wenn das mal nicht die Honigkunden sehen :-(

    Wenn ich allerdings einen leichten Nebel der 15%igen MS auf die Zunge bekomme, ist das leicht säuerlich und ungefährlich ;-)

    Winterbehandlung mit Milchsäure hilft da

    Bei der Winterbehandlung mit MS 15 % nimmst du jede Wabe zur Hand und sprühst die aufsitzenden Bienen per Wäschesprüher ein. Zügig behandeln und den Wintersitz wieder zusammenschieben.

    Dann siehst du, wie es mit dem Futter ausschaut und ob Brut vorhanden ist.

    Bei gegen Varroaschäden anbrütenden Völkern hilt dann wirklich nur das Herausschneiden der verdeckelten Brutflächen.

    Den frei herumlaufenden Milben macht dann die MS den Gar aus.

    Temperaturen um die null Grad sind da kein Hindernis.

    Die Bienen heizen nach der Behandlung zur Trocknung kurz auf.

    Der Boden ist natürlich geschlossen!

    Am nächsten Tag siehst du den Erfolg auf der Windel.

    Ich denke, so kannst du das Volk retten.

    Wir sind froh, dass es bei uns keine gespritzten Monokulturen wie Mais und Raps gibt

    Unsere Zeigerpflanze ist die Haselnuß mit ihren Kätzchen :) :)

    Na das ist die Aussage eines Mitarbeiters eines deutschen Bieneninstituts während des Vortrags auf einer Kreisimkerversammlung

    Das INstitut will vermehrt auf Varroatoleranz selektieren und die Bienen nicht mehr auf Sanftmut:thumbup:

    Da ich meine Begattungsdrohnen von dort beziehe, kann ich dieser Aussage nicht wirklich widersprechen

    Unser Zuchtobmann stellt die Frage: Haben wir durch Behandlungsintensivierung die Bienen in eine falsche Richtung selektiert? Kommen sie deshalb nicht mehr mit so hohen Milbenlasten zurecht wie noch vor Jahren? Der erste Impuls, wenn der Imker ein varroaverseuchtes Volk sieht: "Die armen Bienen!" und: Da muß man sofort helfen = behandeln. Dieser Impuls des natürlichen Mitleids führt aber bei einigem Nachdenken in die falsche Richtung, weil wir mit steigendem Aufwand nicht vermehrungswürdige Genetik aufpäppeln und durchzuschleppen versuchen. Das bedeutet keineswegs, solche Völker verrecken oder als Milbenschleudern stehen zu lassen. Aber sie gehören umgeweiselt und an der Verbreitung ihrer Genetik gehindert (Drohnenschnitt z.B.). Also statt "Die armen Bienen!" muß es richtig heißen "Die falschen Bienen!". Bei anderen unerwünschten Eigenschaften machen wir es doch auch so - Stecher werden umgeweiselt und Langweiler mit wenig Ertrag ebenso.

    Man kann aber nicht alles haben

    Ich habe Informationen, dass eine Varroatoleranzzucht eher auf Kosten der Sanftmütigkeit geht...

    Wieso schreibst Du, natürlich kann die Winterbehandlung befallene Völker retten?


    Werden die geschädigten Bienen wieder langlebiger? Definitiv nicht.

    Ich schreibe das, weil ich solche Völker schon gerettet habe !!

    In der Regel sind auch nicht alle Bienen geschädigt.

    Was heißt überhaupt "befallene Völker" ?
    Unsere Völker sind alle befallen, oder nicht?
    Die Kisten total verlauster Völker, die nicht überleben würden, sind Ende November komplett bienenleer, weil alle Bienen abgehen.


    Ich behandele meist in der ersten Dezemberwoche mit Milchsäure. Dann sind meine Völker brutfrei.


    Stark befallene Völker brüten in ihrer Not allerdings immer weiter. Entnahme der verlausten Brut und auf saubere Waben gesetzt, sowie sofortige MS-Behandlung rettet solche Völker!

    Im Winter ist das Bienenvolk am sensibelsten.


    Die Winterbehandlung rettet keine Völker.

    Natürlich kann die Winterbehandlung befallene Völker retten!


    Im Winter ist das Bienenvolk sensibel für permanente Störung. Eine einmalige kurze Störung steckt das Bienenvolk im Winter gut weg!

    Winterbehandlung mit Milchsäure, hier wird alles dazu gesagt und gezeigt, wie man es macht:



    :thumbup: