Beiträge von Satia

    Hab vorhin meine Völker durchgeguckt und war total baff, dass da null Schwarmstimmung zu erkennen war. Alles ganz friedlich. Schön viel Brut, Honigräume schon recht schön gefüllt und die Damen offenbar mit allem (noch) zufrieden so wie es ist. So darf das weitergehen.

    Ich hab im Moment so viel um die Ohren, dass ich null Interesse am Vermehren habe. Wenn meine Mädels also in Stimmung kommen, werde ich ggf. nur flott Königinnenableger machen und die weggeben - ABER wenn das terminlich etc. einfach nicht hinkommt, kann ich nicht rein theoretisch auch schlicht die aktuelle Königin abdrücken bevor sie wegfliegt?

    Klar, dann hab ich Pause beim Wachsen des Volkes, aber das wäre mir schnuppe, denn wenn sie schwärmen hab ich diese Pause auch und obendrein mit weniger Bienenmasse. Aber wenn die Königin nicht mehr da ist ... kann sie auch nicht mit ihrem Hofstaat abhauen ...

    Ist es sinnvoll, die Damen auf diese Weise am Schwärmen zu hindern wenn man keine Ableger machen will?

    Oder denke ich da jetzt gerade falsch?

    Bin übrigens vorgestern bei der Durchsicht - genauer gesagt NACH der Durchsicht - gestochen worden. Ich hab den Anzug und die Handschuhe sogar beim Aufräumen angelassen! Aber als ich dann ganz am Ende ein gutes Stück von den Beuten weg den ersten Handschuh ausgezogen hat, machte es auf der Stelle PATSCH und ich hatte einen Stachel im Finger. Glücklicherweise nur SO kurz, dass es nicht einmal für den typischen Startschmerz gereicht hat.

    Mein Mann hat mich trotzdem zwei Stunden lang nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen. Das Notfallkit offen vor uns auf dem Tisch.

    War aber nicht notwendig. Der Finger ist ein kleines bisschen angeschwollen - das war's.

    Guter erster Testlauf würde ich sagen.

    Ich hab inzwischen übrigens auch eine Anleitung für den Ablauf im Notfall in meinem Notfallkit drin.

    Morgens wenn ich das Haus verlasse und abends wenn ich wiederkomme ist an den Stöcken absolute Ruhe und das macht mich natürlich mega-nervös! Also ist mein Mann derzeit so lieb und schickt mir jeden Mittag ein kurzes Video, das zeigt, dass alle Völker wunderbar fliegen, dementsprechend auch was reinbringen (gibt ja draußen gerade genug, wenn es nur nicht so %&§#& kalt wäre!).

    Ich bin immer SO kurz davor, die Kisten aufzumachen und reinzugucken, aber der letzte Blick von vor wenigen Tagen (als es mal kurz wärmer war) hatte gezeigt, dass schon richtig viel reinkommt. Trotzdem bin ich nervös ...

    Problem ist aber bei der Situation das "nach bestem Wissen und Gewissen" nur schwer funktioniert,

    Ich gebe dir zu 100% Recht und bleibe trotzdem gleichzeitig bei der Aussage, dass ich, wenn ich zu erkennen glaube, dass neben mir jemand stirbt und ich gleichzeitig glaube, dass ich ihm das Leben retten kann, indem ich etwas tue, dessen Auswirkung ich vermutlich gar nicht vernünftig beurteilen kann, ich es vermutlich tun werde.


    Ich kann das vielleicht etwas leichter auch ohne regelmäßige Ersthelferauffrischung sagen, weil ich in Teenager-Tagen beim Malteser-Hilfsdienst ehrenamtlich tätig war und dementsprechend natürlich einiges an Kursen mitgemacht habe - von denen viele übrigens auf "im extremen Notfall scheiß auf das vorgeschriebene Prozedere und mach einfach" hinausliefen - z.B. dass man zum Stoppen von Blutungen natürlich eigentlich sauberes, am besten sogar steriles Material nehmen soll, dass es in einer lebensbedrohlichen Situation aber auch ein ölversiffter und bakterienverseuchter Lappen vom dreckigen Werkstattboden tut.


    In der Tat würde uns allen eine regelmäßige Auffrischung unseres Erste-Hilfe-Wissens sehr gut tun.

    Ich habe erst vor kurzem von einem Bekannten aus dem medizinischen Bereich gehört, dass Rettungssaitäter und Notärzte unheimlich oft bei Notfällen ankommen, wo dann Leute um jemanden herumstanden und einfach nur auf die Helfer gewartet haben, anstatt selber mal was zu unternehmen und dass es bei diesen Fällen dann fast immer zu spät ist, obwohl ein Eingreifen des Anrufers dafür gesorgt hätte, dass die Person überlebt.


    Was mich interessieren würde, wäre (ohne dass ich es jemals ausprobieren möchte), was mich strafrechtlich erwartet, wenn ich, beim erkennbaren Versuch zu helfen so richtig danebenliege ...