Beiträge von Satia

    Noch eine kurze Nach-Frage zur Defintion von "feinkristallin" - ist das dann für euch wirklich komplett glatt ohne jedes Körnchen (also im Prinzip so glatt, wie er aus der Schleuder kam), oder sind nur ganz, ganz feine Kristalle zu spüren?

    Ja. Bei der richtigen Temperatur und Rührintervallen von 5-6 Stunden für ~5 Minuten rühren ist das gut möglich. Ansonsten relativ großzügig impfen mit lauwarmem Rapshonig o.ä., gut mischen und dann kalt stellen sollte auch funktionieren. Da besteht dann bloß das Risiko, daß das Ergebnis zwar feinkristallin ist, aber hart wie Beton. Kann, muß aber nicht.

    Das druck ich mir jetzt aus und häng es mir bis nächstes Jahr irgendwo hin. Der Lindenhonig von diesem Mal ist jetzt ja fertig und in den Gläsern.

    Ist es IRGENDWEM schonmal gelungen Lindenhonig so zu verarbeiten, dass man keine Kristalle auf der Zunge spürt?

    Meiner ist jetzt fertig, aber es sind trotz aller Mühen Kristalle drin - feine zwar, aber man spürt sie und das ärgert mich.

    Denen habe ich schlicht gesagt, wenn sie den Honig flüssig haben wollen, sollen sie ihn selber ins Wasserbad stellen.

    Oder halt fix essen, sobald geschleudert wurde :) Die erste Charge haben sie schon aufgegessen und möchten eigentlich genau das jetzt wieder, aber das ist halt nicht mehr da

    so Wachs behaftete Sachen und klebriges Zeug ist im Abfluss vielleicht keine so gute Idee.

    klar - aber Honig allein sollte kein Problem darstellen. Das Spitzsieb zB. hab ich im Garten ausgespült - genau wie die Schleuder - aber die Sachen, an denen eigentlich nur Honig pappt, die spüle ich genauso in der Spüle ab, wie ich auch ein Messer dort abspülen würde, mit dem ich ein Honigbrötchen geschmiert habe.

    Aber wir haben uns da alle schon ein verdammt klebriges Hobby / einen verdammt klebrigen Beruf ausgesucht ...

    Ich hab's, weil ich dachte, dass das das "Schlechte" am Honig ist, im ersten Jahr in den Ausguss gespült .....

    Dann passt es wieder nicht.

    Hattest Du so viel Honig in der Schleuder, dass der Schleuderkorb Kontakt zu ihm hatte?

    Gruss

    Ulrich

    ja, das ist definitiv zwei drei Mal passiert - dementsprechend viel Gekrümel war dann halt auch im Sieb

    So viel Schaum gibt es bei mir, wenn ich durch das Spitzsieb verflüssige

    Ich lass beim Schleudern schon durchs Spitzsieb aus der Schleuder in den Eimer laufen - dann liegt es wohl daran, dass es so viel ist

    Unter dem Begriff "Honigschaum" verstehe ich die letzten kleinen aufgestiegen Wachsteilchen, richtig ?

    Nein, der Schaum, der durch das Aufsteigen der Luft entsteht, die nach dem Schleudern im Honig ist. In meinem Schaum ist kein Wachs mehr drin, weil ich beim Schleudern direkt durch ein feines Sieb laufen lasse.


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    Macht ihr eigentlich irgendwas mit dem Honigschaum den ihr nach dem Schleudern oben abschöpft?

    Ich hab einen honigverfressenen Kollegen dem ich den einfach in einem dicken Glas mitgebracht habe und der hat ihn wie die göttlichste Süßspeise aller Zeiten einfach weggelöffelt und freut sich jetzt schon auf die nächste Gelegenheit, bei der es wieder welchen gibt. Er bedauerte es zutiefst, dass sich ein Teil davon wieder als normaler Honig unten im Glas abgesetzt hatte ^^

    Gibt es irgendwas Konkretes, was man damit tun kann, außer weglöffeln?

    Ich danke euch ganz herzlich für die wirklich sehr informativen Antworten. Für mich ist jetzt klar, dass ich das mit dem Auftauen komplett bleiben lasse. Ich hab den Honig abgefüllt, der dürfte auch diesmal wieder sehr schön werden und dann bleibt der genau so.

    Warum lässt Du Deinen guten und für Dich nach Deinen Vorstellungen geernteten und abgefüllten Honig nicht wie er ist

    Die Kunden um die es geht sind gute Freunde von mir, die den Honig flüssig einfach lieben. Ich werde allerdings jetzt trotzdem erst einmal versuchen, sie bei dem cremigen auf den Geschmack zu bringen. Der müsste nächste Woche fertiggekühlt sein.