Beiträge von Satia

    Hallo, sagen wir es mal so, die ganzen unter 4 Völker Imker hat es im letzten Jahrhundert nicht gegeben.

    Was ist, wenn man noch weiter zurück geht? War es im Mittelalter nicht so, dass viele Familien im ländlichen Bereich durchaus irgendwo auf dem Grundstück zwei drei Bienenvölker für den Eigenbedarf stehen hatten?

    Das würde mich wirklich mal interessieren. Hat dazu jemand Informationen? Google hat mir gerade nichts dazu ausgespuckt.

    Morgens wenn ich das Haus verlasse und abends wenn ich wiederkomme ist an den Stöcken absolute Ruhe und das macht mich natürlich mega-nervös! Also ist mein Mann derzeit so lieb und schickt mir jeden Mittag ein kurzes Video, das zeigt, dass alle Völker wunderbar fliegen, dementsprechend auch was reinbringen (gibt ja draußen gerade genug, wenn es nur nicht so %&§#& kalt wäre!).

    Ich bin immer SO kurz davor, die Kisten aufzumachen und reinzugucken, aber der letzte Blick von vor wenigen Tagen (als es mal kurz wärmer war) hatte gezeigt, dass schon richtig viel reinkommt. Trotzdem bin ich nervös ...

    Problem ist aber bei der Situation das "nach bestem Wissen und Gewissen" nur schwer funktioniert,

    Ich gebe dir zu 100% Recht und bleibe trotzdem gleichzeitig bei der Aussage, dass ich, wenn ich zu erkennen glaube, dass neben mir jemand stirbt und ich gleichzeitig glaube, dass ich ihm das Leben retten kann, indem ich etwas tue, dessen Auswirkung ich vermutlich gar nicht vernünftig beurteilen kann, ich es vermutlich tun werde.


    Ich kann das vielleicht etwas leichter auch ohne regelmäßige Ersthelferauffrischung sagen, weil ich in Teenager-Tagen beim Malteser-Hilfsdienst ehrenamtlich tätig war und dementsprechend natürlich einiges an Kursen mitgemacht habe - von denen viele übrigens auf "im extremen Notfall scheiß auf das vorgeschriebene Prozedere und mach einfach" hinausliefen - z.B. dass man zum Stoppen von Blutungen natürlich eigentlich sauberes, am besten sogar steriles Material nehmen soll, dass es in einer lebensbedrohlichen Situation aber auch ein ölversiffter und bakterienverseuchter Lappen vom dreckigen Werkstattboden tut.


    In der Tat würde uns allen eine regelmäßige Auffrischung unseres Erste-Hilfe-Wissens sehr gut tun.

    Ich habe erst vor kurzem von einem Bekannten aus dem medizinischen Bereich gehört, dass Rettungssaitäter und Notärzte unheimlich oft bei Notfällen ankommen, wo dann Leute um jemanden herumstanden und einfach nur auf die Helfer gewartet haben, anstatt selber mal was zu unternehmen und dass es bei diesen Fällen dann fast immer zu spät ist, obwohl ein Eingreifen des Anrufers dafür gesorgt hätte, dass die Person überlebt.


    Was mich interessieren würde, wäre (ohne dass ich es jemals ausprobieren möchte), was mich strafrechtlich erwartet, wenn ich, beim erkennbaren Versuch zu helfen so richtig danebenliege ...

    Zitat aus dem Text den du verlinkt hast: "..... Es gibt keine absolute Kontraindikation, Adrenalin bei klinischem Verdacht einer Anaphylaxie einzusetzen, dies ungeachtet der Initialsymptome [7, 10]. Vor allem wenn sich ein Blutdruckabfall nach einem für den Patienten bekannten Allergenkontakt einstellt (z.B. nach Injektion einer allergenspezifischen Immuntherapie), gilt es, Adrenalin unverzüglich einzusetzen und nicht erst den Verlauf abzuwarten. ...."


    Wenn ich eine Herzmassage durchführe, brechte ich demjenigen dabei mit großer Wahrscheinlichkeit eine oder mehrere Rippen - und auch beim Adrenalin kann ich Schaden anrichten.

    Das meinte ich mit "nach bestem Wissen und Gewissen" - man sollte umfassend informiert sein und die Folgen kennen und dann in der akuten Situation entscheiden, ob man das Risiko eingeht oder nicht.

    Nach einigen Minuten findet man dann die Reste der eigene Intelligenz wieder, die sich irgendwo zitternd zwischen dem Adrenalin versteck.

    Kenn ich :D Ich hab vor vielen Jahren mal eine liebe Freundin nach einem Unfall mit Beatmung etc. erfolgreich wiederbelebt - aber erst, nachdem ich ihr beim Schütteln um sie wieder zu Bewusstsein zu holen, fast den Kopf auf dem Boden eingeschlagen hatte ^^

    Stimmt es, dass Allergien durch Stiche stärker werden können und dass die Hypo bei leichten Allergien besser wirkt

    Es stimmt, dass die Reaktion von Stich zu Stich heftiger ausfallen kann.

    Dass die Hypo bei leichten Allergien besser wirkt glaube ich allerdings nicht.

    Ich bin auch "leicht" allergisch und mir wurde gesagt, dass man die Hyposensibilisierung bei mir als "mit Kanonen auf Spatzen schießen" ansieht. Mir wurde aber ganz klar offen gelassen, sie trotzdem machen zu lassen, wenn ich es möchte. Ich habe mich jetzt erst einmal dagegen entschieden und achte darauf, dass ich mein Notfallkit immer in Reichweite habe, bzw. gehe nicht mehr alleine an die Bienen. Ich bin seit der Diagnose noch nicht wieder gestochen worden. Ich warte jetzt erst einmal ab, wie der nächste Stich verlaufen wird. Allerdings ist meine neue Schutzkleidung schon echt klasse :D

    Wenn jemand, der nicht wusste, dass er allergisch auf irgendwas ist, neben mir erkennbar einen anaphylaktischen Schock bekommt, dann ruf ich nicht nur den Notarzt an, sondern lass den Betroffenen auch mein Antihistamin schlucken und wenn es notwendig ist hau ich dem meinen Epi-Pen ins Bein - das ist doch wohl keine Frage, oder?

    Damit gerät man möglicherweise in den bescheidenen Bereich in dem sich viele Sanitäter befinden. Sie können theoretisch Sachen, weshalb sie sie eigentlich auch machen müssen, weil es sonst unterlassene Hilfeleistung ist, aber wenn sie sie dann falsch machen, sind sie dran (war bei uns damals Thema, als "Intubieren" auf dem Plan stand).


    Für mich persönlich würde da gelten "nach bestem Wissen und Gewissen".