Beiträge von Deichkind

    Suchfunktion hilft. Z.B.



    Und viele weitere Treffer, einfach mal versuchen.

    Bedauernswert, wer auf Wunder angewiesen ist.

    Naja angewiesen würde ich das nicht nennen. Aus mir sprechen Faulheit und die Hoffnung nicht 2x im Jahr den kompletten Inhalt der Rumpelkammer wochenlang im Flur im

    Weg rumstehen zu haben bis der Honig abfüllfertig ist.

    Nachdem ich nun trotz Rühren und Perlmuttschimmer wieder Beton produziert habe mal eine ganz dreiste Frage/Überlegung:


    Ist das Weihnachtswunder zuverlässig? Dann könnte ich doch eigentlich nach der „eine Ernte im Keller, eine im“ Verbrauch (in meinem Fall) einfach impfen, durchmischen und abfüllen, bis der Honig zum Verzehr kommt sind die 6 Monate ja locker um. Die Idee lockt mich gerade gar sehr.

    Da muss ich mir zumindest heuer echt keine Sorgen machen. Ich hab HR nach dem abfluchten direkt ins Lager gestellt, ohne den Umweg über den Schleuderraum.

    Im Westen nichts "Neues" ?

    Hier war das FJ eher verhalten, jedoch jetzt ...

    Weiß nicht, woher die das holen. Die Sommeehonigernte muss ich verschieben.

    Es ist stark standortabhängig. An meinem Ablegerstand (irgendwo im nirgendwo) musste ich vorgestern die starken Königinnenableger füttern, denen ich eigentlich schon optimistisch einen Honigraum aufgesetzt hatte. Am Hauptstandort (in die 4 Himmelsrichtungen je am Rand von Wald, Moor, Kleinstadt und Feldern) waren die Honigräume schwer und ein Volk in Schwarmstimmung.

    Ich möchte gerne den Erfahrungsaustausch zum Thema Naturbau der hier unter anderem 2016 und 2013 gelaufen ist wiederbeleben.


    Aktuell sammele ich meine ersten Erfahrungen mit Großwaben (Einraumbeutenrähmchen mit Schiffsrumpf in 2 Warré-Zargen übereinander, Trogbeute Dadant Blatt) und Naturbau. Seit 3 Jahren halte ich Völker in regulären Warré Beuten auf Naturbau.


    Was ich für mich aktuell beobachte :

    (Vorab: alle Beuten sind per Wasserwaage ins Lot gesetzt, bis auf die Einraumbeutenrähmchen haben alle eine 5mm breite Wachslinie als Bauvorgabe auf dem Oberträger).


    Ein einzelnes Volk in der Warré scheint auf Querbau „geeicht“ zu sein.

    Dieses Volk ist 2021 als Kunstschwärmchen mit einer unbegatteten Königin gestartet und hatte in der unteren von 2 Brutraumzargen die mittleren 5 Rähmchen quer verbaut. Denen habe ich letztes Jahr die Waben gelassen, damit sie sie für die Überwinterung haben. In diesem Jahr habe ich dann als ich die Königin in der anderen Zarge oben gesehen habe, den verbauten Wabenblock als ganzes entnommen und über das Absperrgitter gesetzt und letztendlich geerntet. Unten habe ich neue leere Oberträger reingesetzt. In diese hat das Volk die neuen Waben wieder genau in der selben Ausrichtung wie vorher gebaut. Also habe ich auch diese wieder entfernt und gerade Waben von einem anderen Volk eingehängt.

    Hätte ich das anders lösen können?


    In den Hochwaben der Einraumbeute mit Schiffsrumpf ohne jegliches Anfangswachs haben alle 3 Testvölker wunderbar gerade Waben gebaut. Das Ganze in der Trachtlücke zwischen Raps und Linde unter Fütterung mit Futterteig (da ich mich familiär bedingt nicht engmaschig um Flüssig-Futternachschub bei diesen Völkern kümmern konnte).


    Eines der Völker ist am 7.5.22 aus einem Fegling/Flugling eines überwinterten Volkes mit 2021er Königin entstanden. Diese haben sehr viele Drohnen im oberen Wabenbereich angelegt und großgezogen (ca. 1/4-1/3 der gesamten Wabenfläche). Vom Wabenbau her haben sie jetzt 3/4 der. Kiste ausgebaut und relativ wenig Arbeiterinnenbrut über die Fläche. Bei diesem Volk denke ich an Umweiselung im Herbst.


    Zwei Völker sind am 20.05.22 als ca. 1kg Kunstschwärme mit unbegatteten Königinnen gestartet. Beide haben sehr schönen reinen Arbeiterinnen-Wabenbau. Eines davon hatte gestern die komplette Kiste ausgebaut, große Brutflächen und einen Honigraum bekommen. Das zweite hinkt seinem Schwestervolk in der Entwicklung ca. 1 Woche hinterher (die Königin hat auch später angefangen zu legen) und hat 3/4 der Kiste mit Arbeiterinnenbau ausgeführt. Die beiden gefallen mir sehr gut.


    Mein erster Versuch mit Naturbau in Breitwabe war weniger erfolgreich. Am 19.06.22 habe ich einen Nachschwarm in eine Dadant-Blatt-Trogbeute (Kaltbau) eingeschlagen. Den Raum hatte ich auf 8 Waben eingeengt. Zugang zu Futter über den Nicot-Fütterer hatten sie ab 22.06.22.

    Um die Begattung der jungen Königin nicht zu stören habe ich die Kiste 13 Tage zu gelassen. Gestern dann über die ersten 4 Rähmchen fluglochfern ca. 1/3- 1/2. Wabenbreite Kaltbau mit Futter und handtellergroßen Flächen Brut (schon verdeckelt), daneben 4 Rähmchen an der fluglochfernen Seite der Beute quer „Warmbau“ voller Futter. Der Wabenbau hat sich von einem zum anderen Rähmchen so ziemlich genau um 90° gedreht.

    Das habe ich gestern auseinandergeschnitten, das Volk auf die 4 „richtig“ angelegten Rähmchen samt Brut geschiedet und den Matschkram mit dem Futter und den noch ansitzenden Bienen hinter eine vertikale Bienenflucht in die selbe Kiste gepackt in der Hoffnung dass ich das dann heute Abend bienenfrei aufräumen kann.

    Kann hier der Nicot-Fütterer mit seinen zwei Aufstiegen das Problem gewesen sein? Mein Eindruck vom Wabenbau war, dass unter den beiden Aufstiegsöffnungen zwei seperate Bautrupps unabhängig voneinander gearbeitet haben.

    Hier ist die Winterlinde noch zu, Sommerlinde in Vollblüte. Nektar kommt inzwischen rein aber der Futterteig den ich vor einer Woche verteilt habe war nötig und ist bei einzelnen Völkern aufgefressen.

    Zu meiner Verteidigung: der befreudete Imker, von dem ich das Volk erhielt, hat mir Liebig und Aumeier empfohlen. Und da beide auch im Bienen Journal prominent vertreten sind, nahm ich an, daß die beschriebenen Vorgehensweisen geeignet wären... ich wußte es nicht besser.

    Wichtig ist, dass man sich bei Rezepten an die Details und Zeitpunkte hält. Du schriebst glaube ich eingangs mal du hättest „Einfach Imkern“ von Dr. Liebig zuhause. Schau mal da auf Seite 115 im Kapitel „Bildung eines Brutablegers“ „Bei der Bildung Ende April/Anfang Mai genügt ein Brutbrett, Mitte/Ende Mai werden zwei Brutbretter benötigt, Anfang Juni sollten es sogar drei sein, jeweils mit ansitzenden Bienen.“

    Du hast sogar später als Anfang Juni gebildet. Also nächstes Mal mehr Bienen.