Beiträge von black.peterle

    Ich hab heute von einem hervorragend besuchten Metzger die Absage bekommen, weil ich ihm mit 6,11 € netto zu teuer bin. Das ist OK für mich, weil ich für weniger dann lieber im Eimer verkaufe, trotzdem tat die Absage etwas weh. Und zu meinen, hohe Preise würden keinen Nachteil im Verkauf bringen, finde ich albern und die Meinungen von oben herab dazu, kann ich auch nicht leiden.

    Ich war auch mal mit einem Metzgermeister für seine Hauptstelle im Gespräch.

    Da hab ich dann relativ schnell die Verhandlungen abgebrochen, als er mir seine Kalkulation für Handelsware im Kundenregal der Metzgerei erklärte. 20 % Spanne für die Handelsspanne an sich und 40 % on Top für die Personalkosten wollte er haben. Da kann man dann drüber reden ob diese 40 von den ursprünglich 100% weg gehen, oder von den dann noch übrigen 80%.

    Da ist mir dann echt mal kurz die Sprache weg geblieben. Auch auf den Hinweis dass der Personalanteil für 40% auf die Schlachtware natürlich gerechtfertigt ist, aber dafür dass der Kunde das Glas aus dem Regal auf den Tresen stellt und danach selber in seine Tasche, hat da nicht gefruchtet. Da muss man dann auch einfach die Gespräche abbrechen, da hat jedes Verkaufstalent keine Chance. Anschließend stand Honig in einem bekannten Glas aus einem anderen Bundesland für viel Geld im Regal.

    Unsere Imkerei gibt es übrigens noch, den Metzger nicht mehr.

    Pro Schmelzvorgang sind es doch nur ein paar Liter. Nicht sammeln bis da ein Kubikmeter beisammen ist. Ich würde es ähnlich wie Ulrich sehen. Ansonsten wenn Du da wirklich Bauchweh damit hast, einfach zwei olle Kanister mit dem Zuckerwasser füllen und von der Imkerei mit Heim nehmen und nach jeder Fahrt diese in die reguläre Kanalisation entsorgen.

    Es gibt da so Einrichtungen für Wohnmobilisten, dann ist der Papp nicht in der Wohnung.

    Als Futter verwenden würde ich das nicht versuchen. Da wäre mir die Kosten/Nutzen/Risiko Abwägung zu ungünstig. Da muss das Futter schon deutlich teurer sein, bevor ich das in Erwägung ziehen würde. Mal abgesehen von Seuchenverordnungen, wenn auch nur ein Volk wegen dieser Praxis nachteilig entwickelt, hat es sich zumindest finanziell nicht rentiert.

    Bedenken hätte ich auch, weil der Zucker/Wasser Mix sicherlich sehr wasserlastig ist.

    Da müssen Deine Bienchen ganz schön arbeiten, bis das wenigstens von der Konsistenz wieder einlagerfähig ist. Dann würde ich vermuten, dass da durch alles was da sonst noch mit rumschwimmt, die Gärung oder der Schleimpilz noch schneller an Start sind als bei (sauberem) Zuckerwasser.

    Hier das gleiche. Wespen, Hornissen,Fliegen und tausende Läuse. Alles klebt. Aber die 3 Volker in 100m Entfernung interessieren sich nicht dafür

    Zum Einen haben die ihr Lager hoffentlich schon weitgehend voll und zum Anderen macht es für die sicher keinen Sinn den Wespen zu zeigen wohin sie ihre Leckereien tragen. Ich denke die Bienen sind froh um jede Wespe die anderweitig beschäftigt ist.

    Es geht ja auch nicht primär nur ums füttern.

    Hier wird das Hobby ausgelebt und geschaut was möglich ist.

    Das ist doch schön so, so entstehen Innovationen.

    Es wird sicherlich nicht den Markt revoluzionieren und für uns wäre es nichts,

    aber ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. ^^

    Wenn ich 200 kg über einen SB Stand verkaufen könnte, würde ich das auch feiern.

    Eigentlich war die Idee aus der Not heraus geboren. Mein Bienenpate war verstorben und ich wurde an meinem Stand von Spaziergängern angesprochen, ob ich auch verkaufe. Da ich wegen Berufstätigkeit tagsüber nicht zu Hause bin, kam mir die Idee mit dem SB Stand direkt bei den Bienen. Mein Honig war aber von Anfang an deutlich teurer als bei dem alten Imker.

    Genau das kann man einem Imkerneuling nur raten, gleich hoch genug einsteigen.

    Da am Anfang der Honig eh nicht reicht ist das kein Problem, auch teuer ist der verkauft bis nächstes Jahr. Wenn nicht, denkt an die 3 Ernten.

    Billig einsteigen um den Markt für sich zu erschließen und dann zu erhöhen, funktioniert in der Regel nicht. Da man so die Kunden hat, die billig wollen. Bei einer deftigen Preiserhöhung sind die nämlich wieder weg.

    Man fragt sich da schon, was die Triebfeder für solches handeln ist. Gewinnstreben kann es wohl nicht sein. Zur persönlichen Erbauung eigentlich auch nicht. Es kann eigentlich nur die Angst sein, das klebrige Zeug nicht los zu werden. Oder das komplette Unvermögen sich mal mit dem Thema Vermarktung auseinander zu setzen. Bei 4,50 würde ich vermuten, dass da an allen Ecken und Enden so gespart werden muss, dass tatsächlich die Qualität des Honigs in Gefahr ist. Von Einnahmen die auch das Wort verdienen, ist da nicht mehr auszugehen.

    Im Endeffekt ist das dann auch eine Art Sozialschmarotzertum, denn eigentlich mögliche Einnahmen werden so auch den Sozialkassen nicht zugeführt. So ungern man da einzahlt, gerade Imker brauchen irgendwann schon mal eine Krankenkasse, die auch die dann entstandenen Verschleißerscheinungen behandeln, bezahlen kann.

    Vor kurzem hat sich ein geschätzter Wiederverkäufer eine Preisreduzierung gewünscht. Ich wollte dann wissen, wie weit ich ihm entgegen kommen kann.

    Dazu habe ich den Verkauf im Eimer als Vergleichsangebot genommen und meine Arbeitszeit für Rühren und Abfüllen geschätzt.

    Ich will ja eigentlich was mit Bienen machen und das Rühren ist für meine privaten Zwecke zwar super und ich bin auf das Ergebnis stolz, aber wenn am Preisschild am Ende etwas steht, bei dem ich sage „für das Geld geh’ ich lieber arbeiten“, muss ich das auch nicht unbedingt rühren, sondern kann es auch im Eimer verkaufen.

    Dabei kam übrigens raus, dass 50 ct mehr oder weniger beim Stundensatz einen massiven Unterschied machen.

    Da viele sich diese Gedanken und Rechenarbeit nicht machen wollen, werden Sie nie erfahren, dass bei einer Preiserhöhung von 50 Cent auf ihre 6,-- €, evtl. eine Gewinnsteigerung von 100% herauskommen könnte...

    Beim Umfüllen geht es nur darum, dass Du das siehst, was Du von oben nur mit dem Rührer spüren, aber nicht mehr sehen kannst. Da das Kristallwachstum von unten nach oben abläuft, kannst Du evtl. einen groben Kristallteppich am Boden des Eimers haben, obwohl er oben wunderbar genau so aussieht wie Du ihn haben willst. Darum geht es eigentlich bei der Rührerei. Das Kristallwachstum von unten nach oben holen, damit der ganze Eimer gleichmäßig "zieht". Somit geht es schneller und es gibt am Schluss beim Abfüllen keine Überraschung.

    Ferndiagnosen sind immer so eine Sache. Du beschreibst einen Zustand, den jeder für sich aus seinen Erfahrungen anders interpretieren wird.

    Sind die Kristalle nur spürpar, also der Honig nur nicht mehr flüssig?

    Oder schon scharfkantig und störend?

    Wie hast Du begonnen? Du schreibst: "geimpft hatte ich nicht" mit einem Fragezeichen danach.

    Das heißt Du weißt nicht ob Du geimpft hast?

    Feiner wird er nicht mehr als er jetzt ist.

    Wenn Du gar nicht rührst, wird er vermutlich grob auskristallisieren. Wenn er noch fließt, dann schütte ihn mal von einem Eimer in einen anderen um. So kannst Du sehen, was am Boden passiert. Ist er da noch fein, dann kannst Du ihn mit rühren fein erhalten. Ist er da grob wie Glasscherben, dann wird das auch nichts anderes mehr. Dann, wenn er fein werden soll durch den Melitherm und die ganze Sache nochmal von vorne, mit schönem Impfhonig aus dem Frühjahr.

    Bei mir am Hof hat sich ein Hornissen Fly In eingerichtet.

    Aber nicht bei den Bienen.

    Hab da noch drei Wachsblöcke im Carport stehen, wo die Wespen gern dran rumnuckeln.

    Da kommt schön im Takt eine Hornisse angeflogen, packt die Wespe, Kopf ab, Beine weg und ab durch die Mitte. Ist eine Sache von 5 Sekunden.

    Das schön getaktet so alle halbe Minute ungefähr.

    Bei den Minis trauen sich weder Wespen noch Hornissen was abgreifen.

    Da ziehen die beide den kürzeren.

    Die Scheu vor Preiserhöhungen rührt doch hauptsächlich daher, dass die meisten Imker selber keinen Honig für einen hohen Preis kaufen würden. Daher traut man auch den anderen Kunden nicht zu, dass diese das machen würden.

    Mal abgesehen vom zu kalkulierenden Preis, sollte sich mal jeder Honigproduzent am alten Imkerspruch der 3 Ernten orientieren. Nachdem das Geld eh nicht auf dem Konto liegen bleibt, darf der Honig ruhig real im Lager stehen. Wenn dann mehr als 3 Ernten im Lager darben, dann kann man sich schon mal Gedanken machen in welcher Art und Weise man das ändern kann. Ob es dann sinnvoller ist den Preis zu senken, aktiv Verkaufsstellen auszumachen oder man doch mal was im Eimer verkauft ist doch erst mal egal.

    Da würde ich wiederum vermuten, dass auch bei höheren Preisen die wenigsten drei Ernten als Lagerbestand aufgebaut bekommen, weil er dann doch irgendwie verkauft wird.

    Ich sehe reihenweise Imker die für um die 5 € das Pfund verkaufen und regelmäßig nach einem halben Jahr blank sind. Es ist doch kein Wettrennen, wer als erstes auf null abverkauft hat. Dann würde ich sagen, ist der Preis definitiv zu tief gewesen. Bei den Meisten wird es eh darauf hinaus laufen, dass 1 € mehr an Verkaufspreis nur bedeutet, dass je Glas 1 € weniger Verlust anfällt. Für die Arbeit ist bei ein paar Völkern eh nicht wirklich eine Entlohnung der Arbeitskraft mit drin. 5 € war natürlich ein Schwellenwert der von den 3,50 vor 10 Jahren leichter zu erreichen war, da er eine gefühlte Barriere darstellt. Genauso wird es sein, wenn irgendwann die nächsten Jahre durch Geldentwertung und sonstigen Kostensteigerungen der Preis über 10 € geht und gehen muss. Ich habe gestern getankt und mein Tank war noch viertel voll. Da habe ich dann über 160 € abgedrückt um voll zu machen. 2,18 € der Liter.

    Nicht schön, aber ich kann mir nicht vorstellen dass 3 Liter Dieselsaft in der Herstellung genauso viel kosten wie 500 gr Honig. 3 Liter Diesel verfahren die Leute ohne nachdenken auf dem Weg zum Ald..., aber das Glas guter Honig reicht 1- 3 Monate. Da spielt m.E. tatsächlich beim Kunden (der zweifellos hoch belastet ist) der Honigpreis nicht die Rolle. Im Vergleich zu genannter Tankfüllung wäre auch eine Erhöhung auf über 10 € rein vom Budget her Pillepalle.

    Auch für die Oma und Familien. Denen gebe ich übrigens auch einfach mal ein Glas vom Abschäumen umsonst mit. Die freuen sich, sind entlastet und der reguläre Preis wird nicht belastet.