Beiträge von black.peterle

    Wenn denn jemand wüsste in welcher Gegend Du Imkerst, dann könnte man darauf zugeschnittene Tipps geben. In der Praxis funktioniert das schon sehr sehr lange.

    Mal abgesehen davon, da wo es Bienen gibt, gibt es auch Wachsmotten. Auch in wirklich kalten Gegenden. Da sind die Temperaturen bei Dir, egal wo in Deutschland, sicher nichts was die Wachsmotte daran hindert aufzuräumen.


    Grüße

    Peter

    Ätznatron ist dadurch gefährlich, dass der Anwender es selber (über)dosiert.

    Ansonsten ist es eine Lauge die selbstverständlich zum reinigen von Problemfällen eingesetzt wird. Natürlich ist das nichts zum Babys drin baden. Selbstverständlich den Arbeitsschutz beachten, Säure/Laugenfeste Handschuhe, Gummischürze und Schutzbrille.

    Auch wenn man es als Hobby betreibt, gehört ein professioneller Umgang mit der jeweiligen Materie dazu.

    Trichlorethan und Flußsäure wird sicherlich nirgends in der Imkerliteratur empfohlen worden sein. Ich gehe mal davon aus, dass da schon der Erwerb problematisch ist. Finger weg!

    Ätznatron (mit Hirn) und Soda sind die Mittel der Wahl. Handauflegen und Globuli hilft in manchen Fällen einfach nicht weiter.


    Grüße

    Peter

    Na ja, nachdem die Aufgabe der Wachsmotte ist, altes Wabenmaterial zu entsorgen, bleibt in der freien Natur nichts übrig was Krankheitserreger am Leben hält. Da die Wachsmotten im Stock, nachdem der wilde Schwarm den Varroa Tod gestorben ist, alles platt machen und verstoffwechseln. Man kann es kaum glauben, aber die Bienen sind nach wie vor Wildtiere und der Wachsmottenbefall im Lager ist nur ein (für den Imker unerwünschter) Nebeneffekt.

    Würden die Wachsmotten das nicht machen, wäre jeder verendete Schwarm in einem hohlen Baum oder Hohlraum ein potentieller Faulbrut- und sonstiger Krankheitsmultiplikator.

    Das würde ich einen Bienenseuchen Hotspot nennen. Das fiese wäre, dass man als Mensch gar nicht darauf käme, wo denn die Erreger alle herkommen im Umkreis.

    Da die Wachsmotte immer während des Betriebs schon mit an Bord ist, ist das von der Natur schon ganz tricky eingerichtet, dass die Revision der Behausung sofort stattfindet, nachdem die Bienen sich ausgemietet haben.

    Imker Grundkurs, dritte Stunde oder so...

    Oder siehst Du das anders?

    Wenn wir die Honigräume abgeräumt haben, dann stehen die momentan auf geschlossenen Böden, auf Paletten. Dann kommen im Lager die geschlossenen Deckel runter und für ein paar Tage die Bienenfluchten umgedreht auf die Stapel. Dann hat man wirklich nur ganz vereinzelt Bienen im Schleuderraum und auch in den Leerwaben ist von den zurück gebliebenen dann nicht im kommenden Frühjahr alles voll gesch.....

    Wenn es um Wachskocherei geht, Wasser mit Soda oder Ätznatron aufkochen, Die Spachteln und Kleinteile mit rein. Da ist alles anschließend wie neu.

    Nach dem Schleudern braucht es das nicht.

    Wenn es nicht gerade das beheizte Messer ist, hat man in der Regel überall ein Honig/Wachs Gemisch drauf. Der größte Fehler der i.d.R. gemacht wird ist, in gutem Willen das ganze gut warm, oder gar heiß zu spülen. Dadurch klebt das Wachs erst an den Gerätschaften.

    Als allererstes wird kalt gespült! Evtl. auch vorher kalt eingeweicht. Da sollte fast alles weg sein. Dann wären auch ein paar Wachsflocken im Abwasser kein Problem. Erst wenn aller Honig weg ist, ist auch alles lose Wachs das nicht klebt auch schon weg. Wenn dann noch ein Wachsschmier drauf ist, dann kommt heißes Wasser mit (siehe rase) Soda oder ähnliches zum Einsatz. Wer heiß loslegt, bläst erst einmal sein Arbeitsvolumen um das Fünffache auf.

    Mal abgesehen davon brauchst Du nur einen Bruchteil an Wasser und Energie.

    Probier es mal aus.

    Ein 750 kg Fass schaffe ich mit ca. 15 Liter kaltem und 5 Liter heißem Wasser, ohne Chemie.

    So dass Kunden bei Besichtigungen meistens Fragen, ob wir gerade alles neu eingerichtet haben.

    Grüße

    Peter

    Das halte ich wiederum für ein Gerücht.

    Eine der wenigen Arten, um die wir uns keine Sorgen machen müssen,

    ist mit Sicherheit die Wachsmotte.

    Wenn das wirklich so wäre, dann wäre in Eurer Gegend der Bienenseuchen Hotspot Nr.1

    Das spricht eher für Pollen- und Brutfreie Honigwaben, als für eine Abwesenheit der Wachsmotte.


    Grüße

    Peter

    Womit die Frage welcher Berater das empfiehlt immer noch nicht beantwortet ist.

    Das würde mich schon interessieren...

    Darf man das nicht wissen?

    Und von wem hast Du das mit "nur noch Mittelwände in den Honigraum" gehört?

    Das höre ich auch zum ersten mal.

    Welcher offizielle Berater empfiehlt honigfeucht einlagern? Das kann ich mir nicht vorstellen.

    Unser Berater, Herr Johann Fischer, rät zum ausschlecken und richten lassen.

    Ich sehe keinen Grund das anzuzweifeln.

    Wir sind Berufsimker und hoffentlich vorbildlich in dem was wir tun. Man kann sicherlich viele Tätigkeiten hinterfragen und so, oder auch anders machen.

    Ja, es ist eine lästige Arbeit, alle Honigräume nochmal raus zu fahren und auf zu setzen.

    Nochmal zu fluchten und wieder ab zu räumen. Aber wenn ich mir vorstelle, alle Honigräume in Plastikfolie zu packen um mir das zu sparen, kann ich die Arbeitsersparnis beim besten Willen nicht erkennen. Mal abgesehen davon, dass sicherlich die meisten im Lager (Keller) sicher nicht die idealen Lagerbedingungen haben. Denn auch so eine rotzdünne Folie ist alles andere als dicht. Über den Winter diffundiert da genügend durch. Die Hefen und Wachsmotten sind vorher schon drin. Der Honig wird sicher nicht gleich gärig sein, aber die Saat ist gelegt, bzw. die Auslöseschwelle höher gesetzt.


    Grüße

    Peter

    Wir haben halt Zadant statt Dadant. Ich meinte ja auch nur den Honig, den sie vielleicht nach dem Abräumen noch eintragen. Wenn doch nur jemand so ein Honighomogenisiergerät hätte..

    Das ist jetzt die Situation, in der man vielleicht doch über eine (fachgerechte) Trocknung des Honigs nachdenken sollte. Wenn der Wärmehaushalt der schrumpfenden Bienenmasse und das Wetter eine ausreichende Trocknung nicht mehr gewährleisten kann, die Bienen mangels Behandlung evtl. Schaden nehmen, dann sollte man irgendwann handeln.

    Grüße

    Peter

    Der Lindenhonig will hier nicht reifen, es wird aber auch immer noch etwas eingetragen. Die Stockwaage im Nachbarort meldet auch noch leichte Zunahmen. Spritzprobe ist sowas von positiv und die Feuchtigkeit liegt bei ca. 22%.

    Nun haben wir schon Ende Juli... irgendwann muss ich ja mal abschleudern. Auf den Völkern stehen 3 Flachzargen, wovon die oberste Zarge die jüngste ist und den Lindenhonig/-nektar enthält. Manchmal wünscht man sich eben doch das Trachtende herbei.

    Bei Linde doch kein Problem. Abschleudern, Futterstoß und behandeln.

    Wenn dann noch was rein kommt, spart es nur Futter. Lindenhonig ist ja problemlos im Winter.


    Grüße

    Peter

    Ist schon blöd, wenn sich kein Imker um die Wespen kümmert, dann ist Schietwetter für die Volksentwicklung einfach nicht förderlich. Bei uns auch, fast nichts. Im letzten Jahr hatte man den Eindruck, es sind mehr Wespen als Bienen unterwegs.


    Grüße

    Peter