Beiträge von black.peterle

    Warum impfst Du nach dem Rühren?

    Der Sinn des Impfens ist doch gerade, dass sich das Kristallwachstum am Impfhonig ausrichten kann. Es sind ja keine Globuli, wo nur die Information übertragen wird. Bzw. die Info wie der cremige Honig aussehen soll, überträgt sich nicht über Eimergrenzen hinweg. Gerade Sommerblüte neigt zu groben Glukosekristallen.

    Da sollte ihm der Impfhonig vor der Bildung dieser schon zeigen (können) wo es langgeht.


    Grüße

    Peter

    Nachdem unsere Deckel relativ schwer sind, fliegen die seltenst davon. Ein Stein gehört natürlich dazu. Klassischer Knochenstein, der dann auch das markieren von bestimmten Kandidaten übernimmt. Man sieht beim hinfahren schon, wie viel Arbeit an diesem Stand wartet. 😂

    Nur bei extremen Ereignissen fliegt da mal vereinzelt was, dafür Gurten wir aber nicht.

    Nach einem Sturm schauen ist trotzdem angesagt, liegt der Deckel auch gut, steht nicht jeder Baum dauerhaft stabil.


    Grüße 🖖

    Peter

    Wichtig ist, dass es eine diffusionsoffene Farbe ist. Lasur ja, Dickschichtlasur und Lack nein. Diese schauen zwei Jahre gut aus und beginnen dann bald mit einreissen und abblättern. Das ist dann zum renovieren ein Problem, da sich die Farbe dann nicht überall von alleine löst und das Schleifpapier verstopft. Das Thema Eindringtiefe kann man getrost vergessen, die spielt sich im Zehntelmillimeter Bereich ab. Bei Hirnholz sieht das anders aus. Der Sinn einer Lasur ist, durch streichen die offenen, saugenden Holzzellen mit Öl zu tränken, um ein Eindringen von Wasser zu verhindern. Sitzt schon jemand öliges drin, kommt kein wässriger mehr rein.

    Das wittert dann je nach Wettereinfluss ab und muss ab und an wieder erneuert werden.

    Rudi hat das ganz richtig geschrieben, es geht nichts über konstruktiven Holzschutz,

    ein Deckel mit Überstand ist,

    was den Holzschutz angeht,

    durch nichts zu ersetzen.


    Grüße 🖖

    Peter

    Nö, so nicht.

    Ich pumpe cremig. Es passt halt nicht hier, bzw. wenn man die Fässer im Kühlschrank hat dann schon wieder.😂

    Das coole ist, dass man auf die Art dann auch ohne riesen Invest die Menge hochskalieren kann. Hab ich aber hier schon öfter beschrieben.

    hornet Du wolltest mich schon vor Jahren besuchen. Kuckst Du, siehst Du! 😉

    Zu dieser Zeit ist es in der Regel noch frisch genug, dass es vom Rührergebnis auch ohne Kühlung passt.

    Hallo Peter,


    was meinst du damit? Etwa, dass frischer Honig bei Zimmertemperatur gerührt das gleiche fein-steifige Cremergebnis liefert wie gekühlt gerührter und dass das bei länger gelagertem/wieder aufgetautem Honig aber nicht mehr klappen würde?

    Hab es erst jetzt gelesen.

    Mit frisch genug meine ich kein Zimmer mit Zimmertemperatur.

    12- 15 Grad sind vielleicht nicht so toll wie 8 Grad, aber dass man da keinen cremigen Honig machen kann, möchte ich hier mal anzweifeln.

    Dass man wieder aufgetauten Honig nicht mehr cremig rühren kann habe ich noch nie geschrieben, wäre mir auf jeden Fall nicht bewusst.

    Meine Arbeitsweise ist aber

    (um den Mehraufwand vom Abfüllen in Eimer, wegstellen der Eimer, pö a pö wieder auslagern der Eimer, auftauen der Eimer, Honig durchs Melitherm, Honig animpfen, Honig rühren und abfüllen, alle Gerätschaften spülen, dann x mal zu sparen)

    den Honig den ich cremig haben will als ganze Charge zu verarbeiten, ohne gigantomanisches Rührwerk. Sofort, just in Time. Das mache ich jetzt seit mehreren Jahren so und bin sehr zufrieden damit. Meine Kunden anscheinend auch.

    Einziges Problem das ich dabei habe ist, dass ich nicht nur dafür exclusiv Zeit habe. Da würde aber weder ein Kühlhaus, noch ein gekühltes 3 Tonnen Rührwerk, daran etwas ändern.

    Ihr seid doch alle Imker und Naturfreunde? Habt Ihr schon mal nachgerechnet wie viel Energie und Wasser dabei drauf gehen? Allein das was oben in der Klammer steht, findet bei mir ganz schlicht und einfach nicht statt. Bzw. nur zu einem minimalen Prozentsatz für Kleinchargen.

    Aber auf die gesamte verarbeitete Honigmenge schätze ich die Einsparung auf über 70%, mindestens. Bei diesen Arbeitsschritten an sich sind es ja 100%.

    Alles andere was ich an Energie- und Wasseraufwand habe, brauchen alle anderen auch.

    Ich behaupte nicht den hl. Gral der Cremigkeit gefunden zu haben, die Ergebnisse sind nicht immer gleich. Aber auch bei der tollsten Technik muss man zur richtigen Zeit einschalten, die richtigen Zeiten einstellen und vor allem zur richtigen Zeit ausschalten und abfüllen.

    Da unterscheidet sich das geilste Rührwerk nicht vom banalen Auf und Ab.


    Grüße

    Peter

    d2dum

    Danke für das Posting, sprichst mir aus der Seele!

    Im Nebenerwerb den eigenen Honig vollständig regional zu vermakten... und dann noch zusätzlich den gesamten Honig aller anderen vertrieblich unbegabten Kollegen?

    Würde ich sofort machen und könnte das auch, wenn da nur die steuerliche Sache nicht wäre, denn dann wird man schnell zum Händler, und das ist dann sofort sehr unattraktiv.

    Ein wenig (steuerliche) Kapazität für Zukaufshonige hätte ich aber noch ;-)

    Wo ist das Problem? Steuern bezahle ich auf Gewinne, oder was ist unattraktiv wenn man zum Händler wird? Also mal rein Steuermäßig? In der Regel ist dann einer der Landwirt und der Partner der Händler. Dann kann man steuerlich sauber trennen und wie die Abfüller auch, die 3,7 % Steuerdifferenz mit nutzen. Wenn mir auch was bleibt, dann bezahle ich gerne Steuern. Am liebsten ganz viel. ^^

    Danke der Ehre, aber Typen wie mich gäbe es genug. Die Erfahrung zeigt aber, dass im näheren Umfeld in der Regel wenig bis nichts verkauft wird. Wenn dann plötzlich Fantasiepreise aufgerufen werden, weil man Angst hat der andere verdient zu viel...

    Anonym irgendwohin geht dann plötzlich für minimales Geld, da fährt man den Honig sogar noch hin. Kein Geschwätz, alles gesehen und mitbekommen.

    Gerade dieses Jahr kann gar kein Imker auf seinem Honig sitzen bleiben. Zu viele hatten wenig bis nichts, da sollte man sich gegenseitig helfen. Das nächste mal braucht man vielleicht selber was, dann hat man hoffentlich noch ein paar Telefonnummern.

    Pflegt ein Netzwerk, da haben alle mehr davon.


    Grüße

    Peter

    Die Frage ist doch immer nur, bleibt es Hobby, oder wird es Beruf?

    Mit organischem Wachstum hast Du zehn Lebensjahre verplempert, bis endlich eine tagesfüllende Betriebsgröße erreicht ist. Wachse ich nur langsam genug, dann ist die Schleuder fünfmal ersetzt worden bis der Betrieb die angestrebte Größe erreicht hat. Das ist auch nicht günstiger als Zinsen zahlen. Das gesamte Equipment hat dadurch nie die passende Größe.

    Kauf ich mit zehn Völkern schon eine 50 Waben Schleuder? Macht nicht wirklich Sinn.

    Für die Wachstumszeit brauche ich ja dann auch noch einen Job, der mir meinen Lebensunterhalt sichert und die Pflichtversicherungen bedient. Ansonsten kommt man um ein Darlehen nicht drumrum, wenn man von Anfang an auch Geld Verdienen muss. Da sind die Darlehenskosten der kleinste Teil des Ganzen. Schön ist natürlich, wenn schon ausreichen Geld vorhanden ist und man sein Hobby zur tagesfüllenden Tätigkeit ausbauen will. Das wird aber wohl nicht das Problem der meisten Anfänger sein.

    Mit der Behälterheizung kannst Du den Honig auch kristallfrei aufkochen.

    Schonender macht es er Melitherm. Weil bei dem nur der Honig in der Wärme bleibt, der noch nicht flüssig ist. Alles andere ist schwupp die wupp durch und wartet unter dem Seihtuch auf den Rest. Ohne Wärmezufuhr.

    Die Rührbehälterheizung ist, fachgerecht angewendet, nur dazu da, den Honig nach dem kalten Rühren auf eine vernünftige Abfülltemperatur zu bringen.


    Grüße

    Peter

    Jemand der seinen Honig für 3,70 oder 4 € verkauft, muss doch wissen, dass er den auch für

    6 bis 8 € im Eimer an Kollegen verkaufen kann. Dann hat er mehr Geld in der Tasche und weniger Arbeit damit. Wer selber wg. welchen Gründen auch immer nicht angemessen verkaufen kann, der kann es doch auch den Profis überlassen. Nicht unbedingt der Schepperer der den Honig für den berühmten einen Euro gnadenhalber abnimmt.

    Aber Kollegen die so viel Rückgrat haben den Wert der Vorleistung zu bezahlen, die aber die Verkaufsseite besser im Griff haben, bzw. dort aus welchen Gründen auch immer mehr Möglichkeiten haben. Dann haben doch alle mehr davon.

    Das setzt natürlich voraus dass die Qualität stimmt. Wenn das der Grund ist, dann hilft nur Weiterbildung oder sein lassen.


    Grüße

    Peter